An Familien ohne Verwandte in der Nähe: Was tun bei Krankheit??

    • (1) 10.01.11 - 15:19

      Moin Ihr Lieben,

      mein Mann und ich sind seit Almas Geburt Ende November immer abwechselnd oder gleichzeitig krank. Aktuell habe ich Pfeiffersches Drüsenfieber und er hat gerade die Antibiotika wegen Mandelentzündung beendet. Alma war mit Lungenentzündung einige Zeit im Krankenhaus (da bin ich dann krank mit hin). Mein Mann fehlte bei der Arbeit ständig, weil er entweder selbst krank oder meine Haushaltshilfe war... wir haben noch einen großen Sohn (3), der hat zum Glück seitdem nichts abbekommen.

      So langsam gehen uns die Kräfte aus - das Drüsenfieber zieht sich recht lange hin mit besseren und schlechteren Zeiten und mein Mann wird gar nicht richtig gesund. Ich bin froh, wenn ich das Stillen schaffe und mich mal ne Stunde am Tag hinlegen kann. Haben durch die wirklich hefitige Lungenentzündung Almas sehr schlimme Nächte hinter uns.

      Tja, und so langsam geht die Kraft aus.
      Die nächsten Verwandten sind 100 km weit weg, die haben Anton schon mal übers Wochenende geholt. Das geht aber auch nicht ewig, weil sie 1. beide Arbeiten und 2. Anton sich eh gerade oft ausgeschlossen fühlt wegen dem Baby. Da will ich ihn nicht ständig weggeben (er muss wegen den ganzen Krankheiten schon oft zurückstecken).
      Mein Vater würde bestimmt einige Tage kommen und helfen (Rentner), doch ich habe absolut keine Möglichkeit ihn nachts unterzubringen. Hotel ist ja recht teuer...
      Freunde hier sind auch alle total eingespannt mit Familie & Co. Wir müssen es also irgendwie allein schaffen.

      Bin also am Ende mit meinem Latein. Wie macht ihr sowas??? Wie kriegen wir unsere Kinder anständig versorgt?? Im Moment ists ehrlich gesagt mehr Mangelverwaltung... und auf die Dauer gehts nicht so weiter. Keiner kuriert sich richtig aus und ich bin zurzeit froh, wenn ich den Weg von der Kita nach Hause schaffe mit Anton.

      Sorry, dass es so lang geworden ist.... freue mich über jeden Rat! Vll habt Ihr ja den Masterplan für uns.

      LG, Nele

      • Hallo Nele,

        <<Mein Vater würde bestimmt einige Tage kommen und helfen (Rentner), doch ich habe absolut keine Möglichkeit ihn nachts unterzubringen<<

        Zur Not wirst Du Ihn bei dir auf der Couch unterbringen müssen.
        Ansonsten gibt es leider gar keine Möglichkeit.
        Wir hatten/haben immer noch eine ähnliche Situation und haben die bittere Erfahrung machen müssen, das man hier leider durch das soziale Netz fällt, wenn keine Familie vorhanden ist.
        Bei uns ist nicht einmal wie bei dir der Vater vorhanden und dann verletzt sich wie ich Mutter unverschämterweise, so das jemand die kleinen Kinder versorgen muß.
        Ich sag dir, das ist wie ein Weltuntergang, die Sprüche die man sich noch anhören muß von Krankenkasse etc. wenn man um Hilfe fragt sind klasse.:-[
        Weil man ja von Mutter erwartet, das sie es irgendwie schafft, verstehst du?
        Wenn Vater sich legt, ist alles leichter.
        Sorry, das ich Dir nicht helfen kann.

        Alles Gute!

        • Hi Nelle, weißt du, unsere Situation ist zum Teil idetisch. Ich bekam auch ein Kind im November und meine Tochter ist knapp 3. Wir sind hier neu zugezogen d.h. hier sind nicht einmal die Freunde. Meine eltern 400km, seine Eltern 650km.

          Als er geboren wurde, holten wir uns auf der Kinderstation beide danach eine Magen-Darm-Geschichte. Meine tochter hatte eine Rachitis mit fieber, ich fast zeitgleich auch und mein mann, na ja..ist doch egal..dazu kam noch postanatale Depression..

          Jo, wie wir es gelöst haben ? Meine Mutter kam und ja, sie schlief auf dem Soma im Wohnzimmer . Das ist exakt einer der Punkte ,die ihr ändern musst (vllt), dass du von anfang ein so ein Sofa hast, wo man gut schlafen kann. Wir haben jetzt im gesamten Haus d.h. insgesamt 5 Stück Beddinge (www.ikea.de) und zusätzlich noch Einzelbedinge. Im Wohnzimmer stehen zwei, man kann es ausziehen und sehr bequem dadrauf schlafen. ja, ich kann keinem Rentner antun unbequem zu schlafen.

          Die Absprache lautet, bin ich krank und falle aus dann meckert mein mann nicht und wenn meine Eltern nicht kommen können (meine Mutter arbeitet noch, obwohl Rentnerin), dann pumpe ich mich voll mit Ibuprofen für die Fahrt, packe meine Sachen und fahre die 400km zu ihnen, weil sie mich zuhause besser versrogen können..

          Und es ist gut, dass du hier fragst, ihr erlebt eine Situation, vor denen ich wikrlich Angst habe. Mein Mann kann sich im Gegensatz u deinem keinen freien Tag leisten d.h. wenn es mir schlecht geht, dann bleibt eben auch die größere zuhause..und da komme ich zum nächsten Punkt..

          wenn du wikrlich fragst, was du tun solltest, wenn es dir so schlecht geht ? Stillst du ? Dann hör auf zu stillen. Dann kannst du sogar dein Baby wegschicken ( na ja, nicht unbedingt zu einem Opa)..oder du sagst, du kommst nicht zum Schladf..wieso..glaube mir, wenn es dir irre schlcht geht, dann bist du genauso wichtig, wenn nicht wichtiger als die Alma..und dann ziehe ich die Notbremse (mal angenommen, es geht mir wie dir):
          ad 1) wir haben eine immer wachsende DVD Sammlung mi geeigneten DVDs parat und da lege ich Wert auf geeignet. Ich hatte in meiner Schwangerschaft so unbeschreibliche Schmerzen, dass ich nicht in der Lage war mich angemessen um sie zu kümmern..was meinst du, dass sie machte, sie schaute fern: augbsburger Puppenkiste, den Kleinen Mualwurf..ja, tagelang, wir mussten es überleben..da konnte sie keiner nicht einmal in den Kindergarten bringen.. sie verbrachte wochen bei meinen Eltern, ja sie musste irrsinnig zurückstecken..
          Wenn ich alma hätte, dann pucke ich sie, gib ihr was zum essen, stecke sie in ein anderes Zimmer undd gehe schlafen..Die Bedürfnisse von dir sind genauso wichtig, Madame, wenn du krank bist, wenn nciht wichtiger..
          Ihr erlebt eine Extremsituation und die bedarf auch außergewöhnliche lösungen. Es geht darum alma so ,,fertif´´ für das Leben zu machen ,dass sie kommt in regelmäßigen Abständen und du dabei schön schlafen kannst..

          Es ist schon erschreckend, wenn man weiss, was man sich für Höchprinzipien vorgenommen hat vor den zwei Kindern und in welchen SUmpf man jetzt gelandet ist..Jo, es ist das Leben. Ich muss mich jeden Abend fragen, was es die beste der schlchtesten Lösungen..?

          Heute hatte ich natürlich sie zuhause. Noch dazu die Nacht durchgemacht, und weil ich unter Schlafstörungen leide, schlafe ich vo nden 3 Stunen zwische nde Mahlzeiten vllt mal 2 oder 1,5 ? Was heißt es dann ? Schlafen ist das höchste gut..Er ging arbeiten, kleiner bekam was zum essen, gepuckt..und ich lag mich zu ihr hin..erstmal überrede ich sie noch zu schlafen und dann schleif ich bei ihr noch und sie schaute den kleinen Maulwurf..maaan, sollte ich über mich kotzen..mnein, ich bin stolz, dass wir langsam aus unserem SUmpf rauskommen. Sie lehnte mich ab, jetzt bauen wir gemeinsam eine tolle Beziehung mal auf. Wir waren draußen lange, ich habe mit ihr gespielt. Ich schaffe viele Sachen heute aber muss mich für ganz viele kompromiosse entscheiden...jetzt ist die Frage, wo du noch runter gehen muss, um genesen zu können..

          Ich halte dir die Daumen, dass es dir besser geht..

      Hallo,

      also ich seh auch nur deinen Papa als einzige Lösung.

      Ich würd ihm ne Gästematraze ins Wohnzimmer legen, oder evtl. auf die Couch?? Kommt halt drauf an wie alt dein Papa ist und ob sein Kreuz das mitmacht....

      Lg Katja und gute Besserung #klee

    • (5) 10.01.11 - 15:54

      Danke erstmal... an der Version Vater auf der Couch seh ich folgende Probleme:

      1. Vater ist schon 69 - das kann ich ihm nicht wirklich anbieten, nicht wahr?

      2. Sofa ist bisher Ausweichquartier für meinen Mann, wenn Alma ne schlimme Nacht hat - damit der dann ausschläft um wiederum mich zu entlasten, wenn er nach Hause kommt.

      Also irgendwie ist der Wurm drin. Immer wenn einer von uns sich gerade erholt, will er die Familie versorgen und den anderen Partner ersetzen - und wird darüber wieder krank :-(
      Wir drehen uns im Kreis.

      LG, Nele

      (6) 10.01.11 - 15:56

      Ich finde es ausgesprochen gewagt den einzigen Ernährer einer 4 köpfigen Familie auch noch zur Haushaltshilfe zu machen. Dafür gibt es Profis, die auch von der KV bezahlt werden.

      Frag mal cei der Caritas, AWO, Rotes Kreuz etc.

      Ute

      • (7) 10.01.11 - 17:04

        Der Grund war, dass unser Großer sich seit der Geburt ständig alleingelassen fühlt und wir ihm nicht auch noch fremde Betreuer zumuten wollten... daher wollte mein Mann Haushaltshilfe sein.

        Aber du hast Recht, der Chef ist zwar sehr verständnisvoll - aber langsam sollte mein Mann mal wieder n bisschen arbeiten...

        LG

        • Den Grundgedanken verstehe ich dabei. Von anderen Familien, die eine Haushaltshilfe hatten, weiß ich, dass das aber auch gut tun kann.

          Dadurch, dass du/ihr entlastet seid, könnt ihr Kraft tanken. Diese Kraft kommt eurem Sohn zu gute.
          Tagsüber bist du bspw. mit der Kleinen im KH, euer Sohn wird gut betreut (was dir gute Gedanken gibt und du dich mit der Kleinen auf's gesund werden konzentrieren kannst) und abends, wenn dein Mann nach Hause kommt, - entspannt, weil keine Angst um den Arbeitsplatz und durch die Mehrfachbelastung nicht so anfällig - kann dann ganz intensiv Papa-Sohn-Zeit genießen. Davon hat er auch ganz viel.


          Bei uns ist es momentan so: ich seit Wochen eine Erkältung nach der anderen. Also mit Husten (die ganze Nacht), Schnupfen mit Atemnot nachts (hilft nicht wirklich was). Tagsüber fitte 3jährige.

          Da ich den ganzen Tag mit ihr allein bin, mussten wir uns arrangieren. D.h. ich im Kinderzimmer, wenig Ausruhen, da sie immer wieder meine Aufmerksamkeit will und braucht. Durch die wenige Ruhe, werd ich aber nicht gesund. Sie bräuchte aber noch mehr Aufmerksamkeit.

          Wenn dann jemand zu Besuch kam (um zu helfen), dann war das eigentlich ein: mein Kind beschäftigen und ich war sooo froh. Sie hängt zwar total an mir, durch's krank sein noch mehr. Aber wenn sie jemanden intensiv hat, tut ihr das auch sehr gut (und mir dann auch).
          Inzwischen geht es mir besser. Eben weil jemand da war und weil sie heute wieder im Kindergarten war. Ist zwar anstrengend, sie hinzubringen. aber ich weiß, dass es ihr dort gut geht. Das macht es mir auch leichter :-)

          Haushaltshilfe müsste ich in Anspruch nehmen, wenn mit mir was wäre (alleinerziehend und Verwandte voll berufstätig). Aber wenn ich weiß, dass sie gut versorgt ist, tut uns das beiden besser. Und je schneller ich fit bin, desto intensiver können wir dann auch Zeit zusammen haben :-)

          Wünsche euch gute Besserung und viel Kraft!
          Ihr werdet durch die Hilfe nicht ersetzt, euer Sohn bekommt einfach eine Bezugsperson mehr und ihr Entlastung ... und wenn es nur ein paar Kleinigkeiten sind, die getan werden. ;-)

        ich würde dir auch zur haushaltshilfe raten. mit ner guten diagnose dürfte das sogar anteilig die kasse zahlen.

        sollte eingetlich jetzt am dienstag eine mandel op bekommen und hätte ab dem tag für drei wochen für acht stunden täglich eine haushaltshilfe in anspruch nehmen können.

        red mit deinem arzt, vll. gibt es ja ne möglichkeit für eine haushaltshilfe oder vll. können mütter aus dem kiga dir ein wenig entlastung schaffen.

        und wenn es garnicht anders geht, dann muss man in den sauren apfel beißen und ne haushaltshilfe aus eigner tasche zahlen.

        gute besserung manuela

Hallo Nele,

du hast im akuten Krankheitsfall Anspruch auf eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse. Ruf bei der Caritas oder Diakonie an und schildere die Situation. Gleichzeitig solltest du dich mit dem Hausarzt in Verbindung setzen, denn er muss dir ein Attest ausstellen. Damit musst du einen Antrag bei der Krankenkasse stellen. Wenn dieser genehmigt ist, kann die Familienpflegerin kommen.

Bei mir hat das in der Regel ca. 2-3 Tage gedauert bis die Genehmigung kam.

Wenn du noch Fragen hast melde dich.

LG

Hallo,

meine Mutter schläft mit Ihren 78 Jahren auch bei uns auf der Couch und das sogar recht gut. Meinst Du nicht, das könnte auch Dein Vater? Eine andere Möglichkeit gibt es bei uns auch nicht, außer Hotel. Und, wenn es Euch wirklich so mies geht, dann würde ich im Zweifelsfall eine Woche Hotel für den Vater/Opa bezahlen, damit alle wieder auf die Füsse kommen! (Auch in HH)

Grüße und Gute Besserung

Baerchen

Habt ihr ggf. mal über eine Kur nachgedacht, damit ALLE wieder auf die Beine und zu Kräften zu kommen?

Ansonsten würde ich hergehen und einen Nachbarn fragen, mit dem ich mich besonders gut verstehe... oder bei einem Hilfswerk...

Gute Besserung!
LG,
Lina

(15) 10.01.11 - 16:31

Hallo Nele,

es gibt doch diesen Oma Hilfdienst

siehe auch


http://www.hamburg.de/familienwegweiser/118166/oma-hilfsdienst.html

Vielleicht wäre das was für euch!

Es gibt bestimmt liebe Omis, die sich freuen würden, wenn sie andere unterstützen können.

Euch gute Besserung

LG
lisboeta

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