Hilfe, Opa mag Enkerl nicht

Hallo,

wir haben folgendes Problem: meine Schwiegermutter ist seit ca 2 Jahren ein Pflegefall. Sie sitzt im Rollstuhl und kann weder sprechen noch gehen oder sich sonst irgendwie äussern. Meinen Schwiegervater trifft die Situation sehr hart da er seit 40 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes Tag und Nacht mit seiner Frau verbracht hat. Ich weiss noch als sie vor einigen Jahren - in bester Gesundheit - ins Krankenhauus musste und er sich ein Beibett ins Zimmer stellen lies um bei ihr zu sein. Find ich total süss!

Meine Schwiegermutter hat bis vor 2 Jahren sehr regen Kontakt zu unseren Sohn gehabt. Er hat von ihr sehr viel gelernt. Von den Zahlen bis zu den Farben usw ist sie alles unweigerlich mit ihm durchgegangen bis er es sozusagen im Blut hatte.

Als mein Sohn 4 Jahre alt wurde kam ihre Krankheit zum Vorschein und binnen weniger Monate wurde sie leider zum Pflegefall. Das Problem derzeit: meine Schwiegermutter ist ein absoluter Pflegefall, kann sich weder bewegen noch artikulieren. Sie liegt im Bett oder sitzt im Rollstuhl und mein Sohn - mittlerweile 6 Jahre alt - mag gar keinen Kontakt zu ihr. Ich kann das irgendwie verstehen weil sie schon sehr schlimm aussieht - so wie eine lebendige Leiche. Aber ihr Mann, der Opa ist ganz schön sauer auf unseren Sohn weil er seiner Frau gar nicht mehr zugehen mag.

Wir haben schon oft mit ihm gesprochen darüber und ihm erklärt dass das unserer Meinung nach eine ganz natürliche Reaktion ist aber der Opa ist der Meinung dass unser Sohn ein verzogener Fratz ist der seiner Meinung nach gar keine guten Eigenschaften hat und wir unsere Aufgabe, nämlich einmal ordentlich durchgreifen und dem Kleinen die Leviten lesen, total versemmelt haben.

Ich bin der Meinung ich liebe meinen Sohn genauso innig wie mein Schwiegervater seine kranke Frau. Von daher habe ich genauso viel bzw wenig Verständnis für die Krankheit seiner Frau wie er für sein Enkerl. Mein Mann sieht das ein bisschen strenger da er mit beiden Eltern nie so richtig konnte und sein Sohn alles für ihn ist und die Situation mit den Eltern eher ausblendet.

Aber abgesehen von all diesen Schwierigkeiten - wie kann man Jung und Alt wieder zusammenbringen?

2

Hallo,

auch wenn du es bestimmt nicht hören willst; nein, es ist KEINE normale Reaktion von deinem Sohn. Es liegt an dir, den Kontakt zur Oma nicht einschlafen zu lassen, denn auch ein kranker Mensch ist ein Mensch und ist es wert, geliebt zu werden. Deine Pflicht ist es es, genau dieses deinem Sohn beizubringen. Und ich kann deinen Schwiegervater da schon verstehen.
Auch mein Mann war schwerstkrank, konnte nicht mehr laufen, sich bewegen und sprechen, aber die Enkel sind trotzdem auf seinen Schoß geklettert, haben mit ihm geschmust usw. Das Leuchten in den Augen von meinem Mann werde ich nie vergessen, wenn die Enkel bei uns waren, uns sie waren sehr oft hier. Mein Mann hätte es sich sicherlich auch anders gewünscht, den Umgang mit den Enkeln, aber Krankheiten sind leider nicht aufzuhalten.

LG

5

Hallo,

dieser Meinung schließe ich mich an.
Einem 6 Jährigen kann man sehr gut erklären, das eine Krankheit einen Menschen verändern kann und dass er sich nicht einfach abwenden kann, weil er es nicht schön findet, wie sich die Oma verändert hat.

Das Leben ist nun mal kein Kinderkarussell !

Gruß

Anne#herzlich

7

Ich glaube, das kann man nicht vergleichen. Von Deinem Mann kam doch noch die liebevolle Reaktion seines Gesichts, seiner Augen - und Kinder können das durchaus in Gesichtern ablesen, auch wenn er im Bett liegt.
Aber wenn überhaupt keine Reaktion mehr kommt und die Oma vielleicht noch total fremd aussieht, bekommen sie einfach nur für sie unerklärliche Angst, das hab ich schon mehrfach erlebt.
Leonies anderer Opa war durch seine Gehirntumore vollkommen unberechenbar geworden zum Schluß, er zog z.B. mal sein Schlafanzugoberteil über Leonies Kopf und sagte, er drücke nun zu, bis sie keine Luft mehr kriegt. Sie rannte panisch weg und war nur am weinen, sogar noch nachts, sie erzählte immer und immer wieder davon....
Ich finde, da haben auch Eltern die Verantwortung, was ist einem Kind noch zumutbar und was nicht. Gottseidank war er beim nächsten Besuch wieder anders und sie konnte ihn in besserer Erinnerung behalten.
Ich bin eher dafür, dem Bub die Angst zu nehmen in der beschriebenen Form, wenn er sich da für voll genommen fühlt, geht er auch eher mal wieder die Oma besuchen.
Aber erzwingen/befehlen kannst Du da nichts. Mein Mann sagte schon mehrfach, wenn ich mal so daliegen sollte wie der andere Opa, bitte tu das Leonie ja nicht an, sie soll mich anders in Erinnerung behalten.......
LG Moni

weitere Kommentare laden
1

"Aber ihr Mann, der Opa ist ganz schön sauer auf unseren Sohn weil er seiner Frau gar nicht mehr zugehen mag."

Ich kann Deinen Sohn SEHR GUT verstehen, hab ja selber leichte Probleme, mit Menschen umzugehen, die schon sehr hinfällig sind und - wie Du schreibst- schon näher dem Tode aussehen als dem Leben. Ich mach es, weil ich erwachsen bin und mich zusammenreiße. Wenn ich jemanden sehr liebe, würde es mir nichts ausmachen - und genauso geht es eben eurem Opa. Aber ein Kind kann damit definitiv noch nicht umgehen, das Aussehen der Oma macht ihm Angst, auch wenn er es so nicht äußern kann. Das würde ich dem Opa eben mal erklären. Er kann einfach nicht von sich auf ein Kind schließen !!!! Und wenn er das nicht versteht, ist das SEIN Problem. Da wäre ich wohl recht resolut. Ein verzogener Fratz ist Dein Sohn deswegen noch lange nicht, sondern ein Kind mit Ängsten, weil es die Oma eben anders kennt und sie so "nicht mag" weil sie nicht mehr in sein Bild passt, welches er von der Oma eben kennt.
Als der Schwiegervater meiner Tochter schon im Sterben lag, haben die Eltern ihre kleine Leonie irgendwann auch mal nicht mehr mitgenommen ins Pflegeheim, weil sie einfach zu sensibel dafür war, wie ihr Opa, den sie ja auch liebte, so nach und nach verfiel. Das muss ein Kind nicht unbedingt miterleben, ist auch meine Meinung ! Sie war da erst 3 Jahre alt und konnte es auch nicht einordnen. So hat sie ihn in Erinnerung behalten, wie er noch "einigermaßen" umgänglich war.
Und das Argument "der Tod gehört zum Leben" ist schön und recht, aber ich bin trotzdem der Meinung, dass kleine Kinder nicht auf Teufel komm raus alles schon miterleben müssen.
Rede mit Deinem Sohn über die Oma, wie sie war, als sie noch gesund war, zeig ihm Bilder von früher, dass er nicht nur die sterbende Frau in Erinnerung behält sondern das Bild seiner Omi, die ihn sicher sehr liebte und die er in lieber Erinnerung behalten darf.
Ich würde ihm sagen, dass ihn seine Oma noch immer sehr lieb hat, sie es ihm aber aufgrund ihrer Krankheit halt nicht mehr zeigen kann und der Opa darüber verbittert ist, aber es im Grunde sicher auch nicht so böse meint, wie er es sagt.
Vielleicht nimmt das ein bißchen die Schärfe aus der Situation.
LG Moni

29

Du hättest keinerlei Problem, wenn Deine "Enkelmaus" Dich von heute oder morgen nicht mehr besuchen würde, weil Du krankheitsbedingt nicht mehr "attraktiv" genug bist?

Gruß,

W

48

Danke, die Idee mit den Bilder und Erzählungen von Früher finde ich sehr gut. Denn du hast recht und auch ich finde er soll sich später mal an SEINE Oma und was er mit ihr erlebt hat erinnern und nicht an den gruseligen Pflegefall.

Nur der Opa sieht das leider schon so, dass der Kleine ihr seinen Dank zollen soll um sie auch in diesem Zustand möglichst glücklich zu machen. Aber er verweigert und so wie Du kann auch ich das gut verstehen. Nur Opa halt leider nicht und das Ergebnis ist jetzt leider das, dass der Opa sein eigenes Enkerl als 'Feind' betrachtet und kein Interesse mehr an ihm zeigt. Der Opa hat jetzt selbst eine Krise, was ich auch total versteh. Als ich ihm sagte, dass er sich ablenken müsste von der Alltagssituation hat mein Mann gleich angemerkt, er könnte sich ja mit seinem Enkerl mehr beschäftigen. Da hat er sofort abgelehnt und gesagt: 'Ein Mensch der sich so ablehnend meiner Frau gegenüber verhält, mit dem möchte ich nichts zu tun haben' Und Originalton: 'ICH kriech ihm nicht in den Hintern'.

Dieser Aussage nach bin ich fest der Meinung dass er das Kind nicht als Kind, sondern als (erwachsenen) Menschen betrachtet. Nur das geht halt leider nicht. Aber wie bringt man das einem 75jährigen bei?

3

Hallo,

einerseits kann ich nachvollziehen, dass dein Sohn geschockt ist, wie Oma heute ist. Das war meiner (7) letztens auch, als wir die Uroma nach einer Hüftop im KH besucht haben, sie noch viel dünner und zerbrechlicher war als vorher und ihn alle 5 Minuten fragte, in welcher Klasse er sein und ob ihm die Schule gefiele. Ich bin dann kurz mit ihm raus, und habe mit ihm darüber gesprochen, dass die Uroma mit 90 nach einer OP in Vollnarkose eben nicht mehr so ist wie noch vor ein paar Wochen oder Monaten. Er solle einfach brav die Fragen beantworten, da sie wirklich nicht mehr wisse, dass sie ihn das schon gefragt habe. Aber ich weiß auch, dass er sehr traurig wäre, wenn er die Uroma jetzt gar nicht mehr sähe und sie dann irgendwann stürbe. Und er hat nicht so viel Kontakt zu ihr gehabt, wie dein Sohn zu seiner Oma.

Ich kann deswegen auch deinen Schwiegervater verstehen, er ist enttäuscht, dass euer Sohn sich von der vorher geliebten Oma so abwendet und ihr das scheinbar als normal empfindet. Ich würde mit beiden reden, zum einen dem Opa alleine erklären, dass euer Sohn eben schwer damit klar kommt, dass die Oma sich zu verändert hat, aber auch eurem Sohn erklären, was los ist mit der Oma. Unser Sohn hat das gut verstanden, wir haben ihn vor dem Besuch bei der Uroma schon darauf vorbeireitet und nachher mit ihm darüber gesprochen, so dass er das ganze auch gut verarbeitet hat und sie noch immer besucht möchte. Auch wenn er dann wieder alle paar Minuten das gleiche beantworten muss. Und ich würde euren Sohn auch mal dem Opa erklären lassen, warum er nicht mehr gerne bei der Oma ist, nämlich weil ihm das Angst macht, wie die Oma plötzlich ist.

LG,
Denise

4

Ich habe mehrere Freundinnen, die im Kindesalter erleben mußten, das liebe, nahestehende Angehörige zum Schwerstpflegefall wurden und verstarben.

Auch meine eigenen Kinder.

Von keinem kenne ich die Reaktion, die du von deinem Sohn beschreibst!

Jeder sagt es ist schwer und teilweise auch sehr sehr unangenehm, weil Kranke oft anders riechen, sabbern oder auch sonst manchmal abstoßend scheinen, aber die tiefe Liebe und Zuneigung dem Menschen gegenüber hat bei allen Personen überwogen.

Meine Tochter war wenig älter als dein Sohn, als ihre Großoma an Unterleibskrebs erkrankte, binnen 3 Monate köperlich total verfiel und verstarb. Die Kleine ist gerne und vollkommen freiwillig einmal wöchentlich die Großoma besuchen gegeangen, hat ihr vorgesungen und "vorgelesen".

Wenn meine SM das Kind nicht mitnehmen wollte, weil es eben Veränderungen zum negativen bei Ihrer Mutter gab, hat meine Tochter darauf bestanden ihre Großoma zu sehen. Die beiden hatten ein sehr inniges Verhältniss zueinander

Mein Sohn ist 2 Jahre älter und war zwar weniger fordernd, aber dennoch auch sehr oft bei den Besuchen dabei.

Ich könnte mir denken, das Du villeicht ein Problem mit der Pflegebedürftigkeit Deiner SM hast und dieses unbewust auch an deinen Sohn so weitergibst.

Ich würde meinem Kind immer wieder klarmachenm, das da immernoch die Oma sitzt, nur eben in einem Körper gefangen ist , der nicht mehr funktioniert. Ich sehe Euch als Eltern da ganz klar in der Pflicht.

So gesehen hat der Opa schon ein Stück weit recht. Zur Erziehung gehört eben auch das Heranführen und die Toleranz gegenüber Kranken und Behinderten.

Agathe

6

Hallo,

ich stimme oma.2009 zu:
nein, für einen 6Jährigen ist so eine Reaktion (in meinen Augen) nicht "natürlich".

Wäre dein Sohn 14 Jahre alt, könnte ich gewisse "Ekel"-Gefühle vor "lebenden Leichen" verstehen, aber ein gesunder, normal entwickelter 6Jähriger geht viel unbefangener mit Krankheit, Behinderungen, Entstellungen, etc. um als ein Jugendlicher, der im Laufe der Jahre so einige Hemmungen/Ekelgefühle entwickelt hat, gerade wenn es um eine eigentlich nahestehende Person geht.

Und deine Überschrift sollte nicht lauten "Hilfe, Opa mag Enkerl nicht", sondern "Hilfe, Sohn verstößt schwer kranke Oma".

Der Opa hat allen Grund von deinem Sohn enttäuscht zu sein, allerdings ist dein Sohn kein "verzogener Fratz", sondern seine Eltern (also dein Mann und du) unterstützen ihn dabei, dass er die Oma nicht mehr sehen will. Ihr Eltern seid das Problem.

Und für ein Kind ist es nie gut, wenn es "alles für einen Elternteil ist" und deswegen Fehlverhalten geduldet und weggeredet wird.

Wenn du mal alt und krank bist, würdest du wollen, dass sich die Menschen, die dich lieben, von dir abwenden, weil du wie eine lebende Leiche aussiehst oder glaubst du echt, du kannst trotz deines Krankheitsstadiums noch so rational denken "ach ja, ich verstehe schon, dass mein 6jähriger Enkel sich von mir abwendet"?

"wie kann man Jung und Alt wieder zusammenbringen? "

Da ist das Kind wohl schon in den Brunnen gefallen:
ich glaube kaum, dass ihr eurem Sohn jetzt nachträglich noch beibringen könnt, wie verletzend sein Verhalten gegenüber Opa ist und wie grausam gegenüber Oma - schließlich habt ihr sein Verhalten bis jetzt ja die ganze Zeit unterstützt.

Ist aber die einzige Lösung, die ich sehe:
dein Sohn muss sich der kranken Oma wieder annähern.

LG,
J.

49

Sorry, aber das finde ich alles komplett krank was Du da schreibst. Du hast absolut kein Gefühl für Kinder und die Entwicklung einer heranwachsenden Psyche. Ein Kind ist kein Erwachsener!!!

11

Das ist keine natürliche Reaktion von Deinem Sohn, die Oma derart abzulehnen. Das Problem seid aber eher ihr Eltern, weil ihr nichts dafür tut, dass er Zugang zu ihr bekommt.

Jemand ist ein Pflegefall und darf daher ignoriert werden?

Meine Oma starb, als meine Tochter 7 war. Wir sind jede Woche mindestens einmal zu ihr hin, obwohl sie fast taub war, im Rollstuhl saß - gegen Ende lag sie auch überwiegend im Bett - und meine Tochter sich nicht mehr mit ihr unterhalten konnte.

Kranke, pflegebedürftige Menschen haben es nicht verdient, dass man sie abschiebt/ignoriert.

Ich wäre auch sauer - aber auf Euch!

Gruß

Manavgat

12

"Das ist keine natürliche Reaktion von Deinem Sohn, die Oma derart abzulehnen. Das Problem seid aber eher ihr Eltern, weil ihr nichts dafür tut, dass er Zugang zu ihr bekommt."

Das sehe ich genauso!

So wie man es den Kinder vorlebt, so werden sie es auch wahrnehmen. Hat man selber Hemmungen, spüren sie das sicher und übernehmen diese.

Mein Bruder ist Altenpfleger und in dem Heim in dem er arbeitet ist einmal im Jahr Sommerfest. Dieses Jahr waren wir auch wieder da. Gleich am Anfang saß eine sehr alte Dame, die sich auch nicht mehr artikulieren konnte. Mein Neffe (7) ist zu ihr hingelaufen und rief relativ laut zu mir "Guck mal, die Frau hat keine Zähne mehr!" Ich war beschämt und wollte die Kinder (meine Tochter und mein anderer Neffe, beide 4) dort weglotsen. Aber die alte Dame fing lauthals an zu lachen und alle haben mitgelacht.
Dann kam sofort eine Altenpflegerin die den Kindern erklärte, warum die Dame nicht mehr so gut reden kann aber trotzdem alles versteht und warum die Zähne fehlen.

Mein Neffe hat ihr dann noch ein Buch vorgelesen und die Kleinen haben was für sie gemalt. Man hat ihr angesehen wieviel Spaß ihr das gemacht hat.

Man muss aber klar sagen, dass wir Glück hatten, dass die Dame darüber gelacht hat. Sie hätte auch anders reagieren können, dafür hätte jeder Verständnis gehabt. Sehr galant war das schließlich nicht von meinem Neffen.

Und ich habe gemerkt, wie verkrampft ich bei dem Thema und mit dem Umgang bin, das war mir vorher nicht bewussst.
Wieder was gelernt!

13

Mein erster Gedanke: Generationskonflikt!

Mein zweiter Gedanke, eher eine Frage: was hast Du die letzten zwei Jahre getan in Bezug auf die Oma Deines Kindes?

Sie wurde nicht von heute auf morgen ein Pflegefall, sondern schleichend (wenn auch schnell), da wächst ein Kind rein.
Ich glaube auch das DU Deine Unsicherheit/Ablehnung/was auch immer auf Dein Kind überträgst.

Ich weiß wie schwer es ist, ich gehe regelmäßige mit meinen Kindern zu meiner Oma, sie ist beginnend Demenzkrank, dazu noch ihre verschrobenen Ansichten zum Thema Erziehung und Rollenverteilung (Generationskonflikt), das ist nicht einfach für alle Beteiligten und erfordert viel Erklärungsarbeit was bei einem Dreijährigen noch viel schwieriger ist!

Ich sehe Dich bzw. Euch da ganz eindeutig in der Pflicht!

LG

14

Hallo!

Ich kann Deinen Schwiegervater teilweise verstehen.
Meine Mutter hat sich immer super um meine Tochter gekümmert seit sie geboren wurde. Sie ist mit Oma und Opa in den Urlaub gefahren, sie hat fast jeden Samstag da geschlafen. Sie war mit ihr unterwegs, hat ihr immer was mitgebracht usw.

Als ie vor zwei Jahren krank wurde (Hirnblutung und Schlaganfall) war meine Tochter 9 Jahre alt und hat siech dann auch von der Oma distanziert.
Das fand ich ganz schlimm. Ich habe ihr dann erklärt, dass Oma immer alles für sie gemacht hat und jetzt ist Oma krank und jetzt muss sie mal was für Oma tun.

15

Ich finde die Reaktion Deines Sohnes seltsam und kenne so etwas gar nicht.
Meine Mutter ist schwer demenzkrank, erkennt ihre Enkelin in vielen Fällen auch gar nicht, aber meine Tochter liebt sie und hängt an ihr.