Haushaltsgeld, Haushaltsplan...es muß was passieren!

    • (1) 20.06.06 - 11:52

      Hallo,

      ich hoffe ich finde hier jm. der mir helfen kann.

      Folgendes Problem:

      im Moment ist mein Mann Alleinverdiener. Zusammen mit Erziehungsgeld und Kindergeld haben wir recht viel Geld im Monat zur Verfügung. Auch wenn unsere Fixkosten weg sind, haben wir noch soviel Geld auf dem Konto, daß damit sicher eine 5 köpfige Familie leben könnte. Trotzdem gehen wir Monat für Monat null auf null raus. Und das obwohl wir noch nicht mal große Sprünge gemacht haben #kratz.

      Ich möchte jetzt anfangen, einen Haushaltsplan zu erstellen. Wie macht Ihr das? Holt Ihr euch montaltich Geld vom Konto, von dem ihr dann denganzen Monat lebt? Oder zahlt Ihr immer alles mit EC Karte? Wieviel Geld habt Ihr monatl. für 3 Personen zur Verfügng? Ist ein Haushaltsplan sinnvoll? Wie mache ich einen Haushaltsplan?

      Ihr seht, ich bin etwas hilflos und wäre sehr dankbar wenn sich jemand meiner annimmt ;-)

      Liebe Grüße
      Snoopfi

      • (2) 20.06.06 - 12:26

        Ich wunder mich auch manchmal,wo das Geld bleibt.
        Da ich nicht gerne über genaue Zahlen rede,schreib ich jetzt nicht,was wir monatlich haben.Ändert sich eh bald erstmal.
        Aber führ doch mal ein Haushaltsbuch,mußt nur ganz ehrlich alles(!)eintragen,damit Du genau nachvollziehen kannst,wo es bleibt.Du trägst auf der einen Seite die Einnahmen ein und auf der anderen Seite die Ausgaben und rechnest am Ende des Monats um.Und dann kannst auch mal gucken,welche Ausgaben man unterlassen könnte.
        Ich heb wöchentlich ne bestimmte,meist gleichbleibende Summe ab und damit wollen/müssen wir hinkommen.Mal bleibt was über,manchmal muß ich auch was nachholen.Bei uns ist es so,daß ich weitesgehend über das Geld"wache".Mein Mann neigt dazu,es regelrecht ausm Fenster zu werfen,obwohl er schon viiiieeel besser geworden ist.Früher hat er sich alles mögliche gekauft und Schulden gemacht,das ist zum Glück vorbei!
        Mit EC bezahlen wir z.B.auch grundsätzlich nicht,weil man dann schnell den Überblick verliert.Würde ich also von abraten.
        Alles Gute,Antje(ET-1)

        (3) 20.06.06 - 12:47

        Hallo!
        Wir sind auch eine fünfköpfige Familie. Einige Jahre war mein Mann auch Alleinverdiener, nun arbeitet er Vollzeit und ich Teilzeit. Wir sind immer mit unserem Geld hingekommen, weil wir nach dem Prinzip gelebt haben: Was ich nicht habe, gebe ich nicht aus. Wir haben also niemals Schulden gemacht, sind dennoch jedes Jahr in den Urlaub geflogen usw. Vor drei Jahren haben wir uns ein Haus gekauft (hier haben wir erstmals unser Prinzip gebrochen und für das Haus einen Kredit aufgenommen)

        Aber: Ich habe immer schon ein Haushaltsbuch geführt. Zuerst habe ich mir einfach so alles aufgeschrieben, was ich ausgegeben habe, um den Überblick zu behalten. In den letzten Jahren habe ich mir selber eine Exel-Tabelle angelegt. Dort schreibe ich alles haargenau auf. Ich habe mir alle festen und vorhersehbaren Kosten für das Jahr aufgeschrieben und alle voraussichtlichen Einnahmen dagegengerechnet. Das, was übrig blieb, habe ich durch 52 Wochen geteilt. Diesen Betrag habe ich jetzt wöchentlich zur Verfügung und es macht richtig Spaß, immer wieder darunter zu bleiben. Wenn mal was kaputtgeht oder so.

        Wir kommen prima mit unserem Geld aus. Ich bin aber auch ein Schnäppchenjäger. Ich kaufe bei Angeboten immer mehr ein, Kleidung wird auch immer nach Angeboten gekauft usw. Wir leben gut und günstig!

        urbani

        (4) 20.06.06 - 12:52

        Ich stimme auch für ein Haushaltsbuch bzw. ne nette Exeltabelle. Einfach mal ein, zwei Monate lang ALLE Ausgaben eintragen und dann schauen, woran man evtl. sparen könnte.

      • (5) 20.06.06 - 13:26

        Was vielleicht auch wichtig ist, und bis jetzt nicht erwähnt wurde ist, daß man an die Jährlichen oder Vierteljährlichen Kosten denkt!

        Ich habe z. B. eine Fixkostenaufstellung für das ganze Jahr gemacht! Mit Müll, Jahresversicherungen, Rundfunk Darlehn füs Haus und so weiter und so weiter. Die gesamte Jahressumme durch 12 geteilt. Damit habe ich die eigentliche Monatliche Belastung. Nun habe ich die tatsächlichen monatelichen Beiträge davon abgezogen. Sagen wir mal, es bleibt 150€ übrig, dann habe ich noch einen kleinen Teil draufgelegt für eventuelle Reparaturen, oder Luxus. Somit gehen jeden Monate Beispiel 250€ auf ein Sparbuch. Manchmal reicht das Geld auf dem Konto dann trotzdem für nichtmonatliche Ausgaben und manchmal nicht, dann gehe ich zum Sparbuch und buche um. So kann man auch sparen!

        Jen

        (6) 20.06.06 - 13:56

        Ohne Haushaltsplan geht es (bei mir) definitiv nicht! Wir haben auch einen in Excel - momentan noch 2 - da wir noch getrennte Konten haben. Der Kontostand errechnet sich durch die verwendeten Formeln von selbst und wird sogar am Jahresende ins nächste Jahr übertragen. ich könnte dir also theoretisch sagen (vorausgesetzt, alle Fixkosten blieben immer gleich) wie z.B. mein Kontostand im Febr. 2008 wäre oder so. Gibt man irgendwas zusätzlich aus, was nicht in der Tabelle aufgeführt ist, gibt man es in einer extra Zeile ein und sieht dann sofort, wie sich alle Zahlen (Kontostände) ändern. Grober Aufbau:

        Oben stehen alle Einnahmen: (nur wirklich feststehende Sachen, nichts, was auch mal wegfallen könnte wie z.B. Weihnachtsgeld - also immer vom ungünstigsten Fall ausgehen, dann kann nichts schiefgehen)
        - Gehalt
        - Geld von Partner (für halbe Miete, Leben etc.)

        Unten stehen alle Ausgaben, z.B.: (auf den Euro genau!!)
        - Miete (monatlich)
        - Strom/Gas (monatlich)
        - Versicherungen (einzeln aufführen !)
        - GEZ (viertelj.)
        - abonnierte Zeitschriften
        - Auto Benzin (monatlich)
        - Auto Inspektion (jährlich - entsprechender Monat)
        - Auto Steuer (jährlich)
        - Auto Versicherung (halbj)
        - Auto TÜV/AU
        - Kosten Kontoführung (viertelj.)
        - Kosten Haustiere (monatl.)
        - Geburtstagsgeschenke
        - Belastung Kreditkarte
        - Bestellungen (z.B. Otto Versand)
        - Bausparkasse, Lebensversicherung
        - Telefon Festnetz (monatl.)
        - Telefon Handy (monatl.)
        - ADAC (jährlich)
        - Dauerauftrag aufs Sparbuch (monatl.)
        - Friseur
        - Weihnachten (also ein größerer Posten im Dezember für Geschenke etc.)
        - Zahnarzt (bei mir 2 x pro Jahr)
        - Sonstiges (wenn sich mal was gönnt *g*)
        usw.
        usw.
        usw.
        je nachdem, was man so an Ausgaben hat


        Alle Werte so reinschreiben, wann sie auch wirklich fällig sind, also monatlich, oder vierteljährlich usw. Nur so stimmen die Kontostände. Ich hab früher auch so in den Tag hinein gelebt, und bin damit ganz schön auf die Schnauze gefallen.
        Am Ende eines jeden Monats vergleiche ich den Kontostand in der Tabelle mit dem tatsächlichen Stand und ändere das gegebenenfalls ab. Das können schon mal plus/minus 20,- sein.
        Weil die Werte in der Tabelle (Ausgaben) immer die höchstmöglichen Werte sind, also Maximal-Werte und die Telefonrechnung z.B. beträgt ja nicht immer ganz genau 40,- sondern kann ja auch mal nur 27,95 betragen.

        Tja, so halten wir es! Und es klappt wunderbar. Musste man mich aber auch erst drauf bringen!

        LG Merline

      • (7) 20.06.06 - 14:00

        den wichtigsten und größten Ausgaben-Posten hab ich natürlich oben vergessen *g* :

        LEBEN - also alles für Lebensmittel, Putzmittel und so...........

        (8) 20.06.06 - 14:28

        Hallo,

        mensch ihr habt euch so viel Mühe gemacht! Vielen Dank!

        Ich denke ich werde mir auch eine Excel Liste anlegen. Einnahmen, fixe Kosten und variable Kosten darin aufführen.
        Und ich werde ab nächster Wocher beginnen, einen festen Betrag pro Wochen abzuheben mit dem wir die Woche über zurecht kommen müssen. Pro Woche denke ich bleibt es wohl übersichtlicher wie wenn ich den ganzen Betrag für einen Monat abhebe.

        Vielen Dank für Eure Hilfe :-)!

        Snoopfi

        • (9) 20.06.06 - 14:31

          also wir holen es einmal für den ganzen Monat, legen es zuhause in eine Geldkassette und daneben liegt ein Ausgabenbuch, dort wird jede Quittung vom Einkaufen eingetragen. Das Geld muss reichen, wenn nichts mehr da, ist nichts mehr da. Und das reicht IMMER! Und wenn am Ende des Monats was übrig ist, dann gehen wir davon schon mal lecker essen oder tun es beim nächsten Monat dabei, holen also beim nächsten Mal weniger vom Konto.

          (10) 22.06.06 - 14:11

          Hallo Snoopfi,

          bei uns gab es auch immer wieder Geldprobleme und gibt sie immer noch, da ich Alleinverdienerin derzeit bin.

          Mir persönlich hat ein Haushaltsbuch nicht wirklich geholfen, war nach einer Woche schon langsam zu faul #hicks jede kleinste Ausgabe reinzuschreiben. Und mein Freund hat auch nicht immer alles eingetragen, also wurde es irgendwann sinnlos.

          Was uns derzeit ganz gut hilft, ich hebe für den ganzen Monat Geld ab, teile es durch die Wochen und mache Umschläge (z.B. 4 Umschläge mit je 100,- € für Lebensmittel) und dann gibt es noch nen extra Umschlag pauschal fürs Tanken im Monat. Und dann versuchen wir damit hinzukommen, klappt auch noch nicht wirklich gut, aber es wird schon besser.

          Wir wollen doch auch endlich mal ein bißchen was ansparen und ich freu mich schon, wenn es endlich mal klappt und wir uns dann mal was ausser der Reihe leisten können.

          Liebe Grüße

          Colli

      (11) 20.06.06 - 15:01

      Haushaltsbuch finde ich persönlich Quatsch, da es sich für mich nicht lohnen würde.
      Wir verdienen zur Zeit sehr wenig, so daß wir (zwei Personen + Katze) nach Abzug aller Fixkosten noch ca. 200Euro im Monat zum Leben haben - also ca. 50Euro die Woche. Was gibt es da groß Buch zu führen?
      - Kleidung habe ich mir schon lange nicht mehr gekauft. Wozu auch? Der Schrank ist noch voll!
      - Man kann auch im See/bzw. Fluß baden und muß nicht ins Schwimmbad.
      - Wir haben einen Fernseher - also brauchen wir kein Kino oder teure DVD's. Ich kaufe auch nie CD's.
      - Lebensmittel gits beim Discounter preiswert (ja ich weiß, die Leute, die dort arbeiten werden "ausgebeutet" - aber soll ich nur in teure Läden gehen und dafür den Rest des Monats hungern?)
      - Wir gehen sehr selten einkaufen (nur so alle zwei bis drei Wochen). Wenn etwas fehlt, dann gibt es eben was anderes! Ich renn doch nicht wegen einem Joghurt oder ein paar Tomaten zum Einkaufen. Es gibt erst neues, wenn alles andere weggefuttert ist!
      - Wir trinken keinen Alkohol (nicht aus Überzeugung, sondern weil wir ihn nicht mögen - auch kein Bier)
      - Wir rauchen auch nicht - aber das aus voller Überzeugung.
      - Ach so, Restaurantbesuche gibts zur Zeit auch nicht - ist ja klar.
      - Ich würde auch gern mal wieder in Urlaub fahren - aber das ist im Augenblick nicht drin. Wird schon irgendwann mal wieder werden...

      Und ja, wir arbeiten beide Vollzeit! Also nix Arbeitslosengeld oder Hartz4...

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