Umzug - Opa macht Rückzieher wg. Altenheim

    • (1) 25.02.16 - 22:10

      Hallo ihr Lieben,
      lange war ich nicht mehr hier unterwegs. Doch jetzt bin ich an einen Punkt wo ich wirklich auf Tipps, Ratschläge oder Zuspruch hoffe.
      Versuche mich kurz zu fassen.
      Wir (mein Mann und ich) sind vor etwa 7 Jahren beruflich bedingt etwa 200km weit von der Heimat weggezogen. Seitdem plagt uns Heimweh. Klar, man hat sich eingelebt... Aber glücklich sind wir hier nicht. Mittlerweile haben wir auch eine Tochter (bald 5 Jahre alt). Für meinen Mann hat sich ein Jobwechsel angeboten und er arbeitet wieder in der Heimat. Er schläft bei seinen Eltern und unser Familienleben findet nur am Wochenende statt. Mein Opa wohnt allein im Haus meiner Mama zur Miete (Oma ist letztes Jahr verstorben). Er erzählte monatelang dass er in dem Haus nicht glücklich sei, sich einsam fühle etc. und er ausziehen will.

      Da kam uns die Idee, dass wir in das Haus ziehen möchten. Opa gefragt - zugestimmt. Um einen Platz im Wunsch-Altenheim gekümmert und dort kann er ab Mai/Juni unterkommen. Perfekt.

      Ich mich also um einen Kindergartenplatz für meine Tochter gekümmert, Wohnung hier gekündigt und es klappt mit meiner beruflichen Versetzung zum 1.5. - wirklich super!
      Vorab: mein Opa ist ein sehr schwieriger, launischer Mensch. Er hat sich im Laufe der Zeit viele Feinde gemacht, innerhalb sowie außerhalb der Familie. Man kann fast sagen ein Tyrann. Wobei ich bisher nie Probleme mit ihm hatte (mag aufgrund der räumlichen Entfernung sein, keine Ahnung).
      Heute rief ich dort an und mein Opa war richtig gemein, teilte nur "spitzen" aus und sagte er wollte nicht ins Altenheim. Entweder ziehen wir dazu ins Haus (zu klein für uns alle, zumindest auf Dauer!) oder wir können zusehen.

      Alles gut zureden brachte nix.

      Und nun? Wie sollen wir in der Kürze der Zeit was anderes finden? Was auch in der Nähe des Zim Glück gefundenen Kindergartenplatzes ist? Ich habe richtig Existenzängste!' :-(

      Dass er, wie gesagt, schwierig ist wusste ich. Aber das er so ne Nummer mit uns abzieht?!
      Selbst wenn ich ihn (was ich nicht glaube) umstimmen könnte, ich könnte mir ja nie sicher sein dass er dann auch wirklich ins Altenheim geht. Ich bin wirklich am Ende. Es ist doch schon alles geregelt!!

      Könnt ihr mir irgendwie weiterhelfen?

      LG

      • (2) 25.02.16 - 22:12

        Ergänzend: Oma und Opa sind erst im Sommer vor 2 Jahren dort eingezogen. Und aufgrund seiner Gesundheit nutzt er nur das Erdgeschoss. Obergeschoss und Keller sind leer. Im garten kann er natürlich auch nichts mehr machen...

        Er zieht keine Nummer ab, er hat Angst davor, seinen letzten Weg zu gehen.

        Verständlich, denn wer als alter Mensch ins Altersheim zieht, stirbt danach, mehr passiert nicht mehr.

        Es ist also sein Abschied, der ihm sicherlich große Angst bereitet.

        Das nur als Erklärung, ich sehe das nicht als böse Art von ihm, sondern als reinen Selbstschutz.

        Das hilft dir aber auch nicht weiter.

        Schaut euch um, ob es nicht doch etwas für den Übergang gibt. Und schaut, dass ihr einen Platz im heim reserviert bekommt, damit dein Opa doch noch kurzfristig einziehen könnte, wenn es denn so käme.

        Viel Glück dabei!

        White

        (4) 25.02.16 - 23:44

        Hi,
        könnte er vielleicht schon mal Tagsüber ins Altersheim gehen?

        So ein bisschen "Eingewöhnung", macht man zwar nur mit Kika Kindern, aber wenn es sich vielleicht organisieren ließe?

        Die 93 Jährige Patentante der Schwiegermutter, geht z. B. immer Sonntags hin essen, und wenn "was besonderes" ist. Fastnachtsveranstaltungen, Blumentöpfe bepflanzen, Kinder musizieren im Haus usw. Wenn es nicht mehr geht, geht's sie 100%, sie war auch schon 4 Wochen zur Kurzzeitpflege da.

        Du sagst, auf Dauer ging es nicht, zu Viert in dem Häuschen. Dann zieht doch mal hin, die unwichtigen Sachen kommen zu den Schwiegereltern. Und Ihr zeigt ihm mal, wie "Unromantisch" das dann werden kann. Wenn 3 Generationen in einem Haus leben. Vielleicht zieht er dann von alleine ins Altersheim?

        Hat er seine Meinung, in der Vergangenheit nochmal geändert? Könnt Ihr hoffen, das es doch noch klappt?

        Och, Menno, wie doof!!

        Ich wünsche Euch sehr, das es so klappt wie geplant!!

        Alles Gute
        Claudia

      • (5) 26.02.16 - 06:58

        Hallo!

        Ich denke auch das er Angst hat. Als ihr das besprochen habt, fand er die Idee wohl noch gut. Jetzt hatte er Zeit darüber nachzudenken (er ist ja auch viel alleine) und nun sieht er es anders, hat Angst bekommen.
        Ich finde das verständlich, aus seiner Sicht. Wer möchte schon gerne 'Abgeschoben' werden. Da er schon ausziehen möchte......vielleicht in eine 1-Zimmer-Wohnung zur Miete in der Nähe des Hauses?
        Das würde ich noch in Erwägung ziehen und dem Heim erstmal mitteilen das der Opa sich momentan weigert zu kommen und ob es Möglich ist den Platz noch eine Weile frei zu halten. Rede darüber nochmal mit dem Opa, ganz in Ruhe und ohne Druck auszuüben.
        Vermittel ihn das es für ihn EINFACHER wird, weil er sich um nichts mehr kümmern muss. Ebenso würde ich ihm sagen das er nicht alleine ist, sondern das ihr ihn Besucht und er auch gerne mal kommen kann, ihr ihn auch abholt usw.
        Es bringt nichts darauf zu bestehen: Ist ja alles geplant, du hast dich zu fügen.

        Meine Oma ist in einem Heim gestorben. Sie ist damals freiwillig da hinein gegangen, weil sie auch am Ende war. Wir wohnten alle sehr weit weg, sie wollte die Gegend nicht verlassen. Sie hat in dem Heim 20 Jahre gelebt und sich auch wohl gefühlt. Aber sie sagte auch, das die Menschen dort alle nacheinander sterben. Sie war einer der Letzten, die dann da noch Übrig waren von ihrem Schlag. Der Tod ist da schon sehr Präsent und manche sind auch dahingesicht, bekamen keinen Besuch. Das bekommt man da auch mit. Wir haben meine Oma so oft es geht besucht und als es ihr noch besser ging, auch mal für eine Woche zu uns geholt. Zum Schluss ging das nicht mehr.

        Dafür sollte man also Verständnis haben. Ich würde schon - wie besprochen - in der Haus ziehen (damit scheint er ja einverstanden zu sein), aber dem Opa die Möglichkeit geben, selber zu wählen was er will. Auch wenn er manchmal unerträglich ist. Ein Zimmerchen wird doch erstmal für ihn machbar sein, oder? Zumindest fürs Erste.
        Es kann dann auch gut sein das der Trouble für ihn dann zuviel ist und er dann liebend gerne in ein Heim geht. Aber wenn er generell noch fit ist, würde ich ihm wohl eher eine Wohnung suchen. Heim ist immer etwas 'Endgültiges' und auch gar nicht so günstig. Meine Oma lebte länger als 'geplant' und das hat ihre Ganzen Ersparnisse geschluckt. Am Ende haben wir als Familie allesamt das weiter bezahlt.

        Also nochmal zusammensetzen und in Ruhe alles nochmal durchsprechen. Sollte er sich generell quer stellen.....tja, er ist ja noch seines Verstandes mächtig und zwingen kannst du ihn nicht.
        Notfalls müßt ihr sehen, das ihr euch eine Wohnung besorgt. Da würde ich mich auf jeden Fall nochmal umsehen um dann diese Option auch noch zu haben. Auf der Straße möchte man da dann auch nicht sitzen.

        LG Sonja

        Hallo,

        blöde Situation, aber ehrlich gesagt finde ich Eure Idee ziemlich seltsam und kann den Mann verstehen.

        Es ist verständlich, dass er sich einsam fühlt und dies auch entsprechend äußert. Wie ernst es ihm aber wirklich ist, dort ausziehen zu wollen, wage ich zu bezweifeln (auch wenn ich ihn nicht näher kenne). Und "Ausziehen" bedeutet auch nicht, dass man dann ins Seniorenwohnheim möchte.

        "...Da kam uns die Idee, dass wir in das Haus ziehen möchten. Opa gefragt - zugestimmt. Um einen Platz im Wunsch-Altenheim gekümmert und dort kann er ab Mai/Juni unterkommen. Perfekt....."
        Euch kam die Idee? Hmmmm....

        Lösung:
        Sucht Euch etwas anderes. Klappt es nicht bis Mai, zieht ihr übergangsweise beim Opa ein und sucht von dort aus weiter.

        Der Mann zieht keine Nummer ab, er ist sich unsicher und fühlt sich bei dem Gedanken, ins Seniorenwohnheim zu gehen, nicht wohl.

        Die Initiative zum Auszug/Umzug sollte eindeutig von ausgehen (dann könnt Ihr ihn natürlich dabei unterstützen); aber als selbstverständlich würde ich es nicht nehmen.

        LG

      (8) 26.02.16 - 08:02

      Hi,

      besteht die Möglichkeit das Haus umzubauen, so das Opa eine Anliegerwohnung bekommt?
      Ein Flachdachanbau 1-Zimmer mit Bad&Wc geht eigentlich recht schnell und wenn das Haus eh in der Familie ist (eigentum Deiner Mutter) lässe sich sicherlich auch über die Kosten reden mit der Bank.
      Und wenn er doch mal ins Heim geht, könnt ihr es an Single vermieten oder selber nutzen.

      Es ist schrecklich aber verständlich, was Dein Opa macht. Alte Leute ticken einfach anders.

      lg
      lisa

      (9) 26.02.16 - 08:48

      Ich würde dem Opa eine kleine 2 Zimmer-wohnung suchen in die er ziehen kann - wenn er in das Altenheim nun doch nicht will.

      Ihr habt alles dafür in die Wege geleitet, Job, Kindergarten, Wohnung gekündigt usw. er kann da jetzt keinen Rückzieher mehr machen und da wäre ich auch hart - auch als deine Mutter als Vermieterin. Die Sache war abgesprochen und da gibt es kein Zurück mehr, ihr zieht in das Haus.

      Natürlich kann man aber in soweit auf ihn eingehen und Verständnis zeigen, wenn er doch nicht ins Heim möchte - wie gesagt, dann sucht ihm eine kleine Wohnung. Aber ein alleinstehender alter Mann braucht kein großes Haus mit Garten.

      • (10) 26.02.16 - 08:56

        Das Sehe iCh genauso. Er kann nich einfach schalten und walten wie er will auch wenn iCh die Ängste die er Sicher hat verstehen kann.
        Vielleicht beruhigt sich die Situation nochmal du schreibst ja ist launisch .....es kann sich also auch nochmal drehen.

        Wäre es denn so schlimm erstmal gemeinsam dort zu wohnen ? Über kurz oder lang wird er wahscheinoch eh ausziehen.....oder ihr Finder etwas neues .

        (11) 26.02.16 - 10:00

        "...Ihr habt alles dafür in die Wege geleitet, Job, Kindergarten, Wohnung gekündigt usw. er kann da jetzt keinen Rückzieher mehr machen und da wäre ich auch hart - auch als deine Mutter als Vermieterin. Die Sache war abgesprochen und da gibt es kein Zurück mehr, ihr zieht in das Haus....."

        Da sehe ich anders.
        Es ist ja nicht so, dass er von sich aus sagte, er möchte ins Seniorenwohnheim, und die TE mit Familie gefragt hat, ob sie stattdessen ins Haus ziehen können.

        Es klingt bei Dir, als würden sie ihm damit einen Gefallen tun, und hätten auch noch Aufwand und Unannehmlichkeiten, dies zu verwirklichen.

        Die TE schrieb aber, dass es ihr und ihres Mannes Wunsch ist, nach Hause zurückzukehren, und ihre Idee, dafür das Haus zu nutzen und den Opa ins Heim umziehen zu lassen.

        Ja - er hat ursprünglich zugestimmt. Aber vielleicht fühlt er sich bei dem Gedanken einfach nicht wohl. Vielleicht hat er sich nicht alles richtig überlegt.
        Ich finde es ziemlich hart, einfach zu sagen: "Das ist jetzt so - Pech gehabt."

        "... Aber ein alleinstehender alter Mann braucht kein großes Haus mit Garten. ...."
        Brauchen im ökonomischen Sinne vielleicht nicht, aber eventl. seelisch?
        Meine Mutter ist seit über 20 Jahren Witwe und wohnt weiterhin in ihrem Haus allein. Brauchen? Nein. Aber sie würde es niemals verlassen.

        • Die TE schreibt ja aber auch dass er immer jammert, dass er sich dort nicht wohl fühlt - das kommt ja auch noch hinzu.

          Und auch wenn es im Ursprung nicht seine Idee war - es wurde besprochen, er hat zugestimmt, wenn er es sich bereits nach 3 Tagen anders überlegt hätte, dann hätte ich gesagt ok.
          Aber nachdem alles in die Wege geleitet ist inkl. Versetzung, Wohnung gekündigt..... es ist ein erwachsener Mann und die Tragweite seiner Entscheidung muss ihm ja bewusst sein und nein, da kann man dann nicht mehr zurück, nicht mehr jetzt.

          Der Opa tut den "Kindern" einen gefallen bzw. will das jetzt nicht mehr - auch wenns hart ist finde ich es für einen Rückzieher jetzt zu spät.

          Der Opa will jetzt nicht mehr- ach ihr habt eure Wohnung gekündigt, die Versetzung ist unter dach und Fach, Kindergartenvertrag unterschrieben usw - Tja Pech gehabt
          Findest du das nicht hart?

          • "Hart" finde ich, dass dies alles geplant wurde, ohne dass der Anstoß hierfür vom Opa kam.

            Die TE und ihre Familie wollen in ihre Heimat zurückziehen aus verständlichen Gründen. OK. Für mich wäre der normale Weg gewesen, mich um ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung zu kümmern. Aber sie haben sich offensichtlich gedacht: Wir nehmen die einfache Variante. Das Haus von Mama ist ja da und der Opa fühlt sich sowieso allein dort - wozu braucht der noch das Haus?

            Ehrlich gesagt finde ich es ziemlich unverschämt, dem alten Herrn vorzuschlagen, dass er das Haus räumt, damit sie dort wohnen können, und er soll ins Heim.

            Wir wissen nicht, wie alt er ist. Die TE ist 28, der Mann kann 90 sein, aber auch erst 70. Was soll er im Heim? Vielleicht hat er erst nach längerer Überlegung gemerkt, dass ihm die eigenen 4 Wände doch lieber sind. Und Ja, ich finde, so etwas sollte man einem älteren Herrn zugestehen.
            Ich hätte ihn gar nicht erst in diese Situation gebracht.

            • Also darf man Sachen wo einer einen "Nachteil" hat nur machen, wenn dieser sie selber vorgeschlagen hat?

              Ich weiß nicht, ich kenne es anders. Man kann reden und überlegen und fragen und der Gefragte kann überlegen und Ja oder Nein sagen und er kann sich auch noch mal anders überlegen - aber nicht wenn alles unter Dach und Fach ist.

              Und wie gesagt, wenn er doch nicht ins Heim will... verstehe ich - aber dann kann man ihm eine kleine wohnung suchen.

              Ich denke wir sind einfach anderer Meinung bei dem Thema.

              • (15) 26.02.16 - 11:31

                Sorry, aber sprichst du grade alten Menschen das Recht ab selbstbestimmend zu handeln auch wenn es zum Nachteil von andere ist? Wenn der alte Mann nicht in ein Heim möchte dann soll die TE sich doch bitte um eine Wohnung kümmern, für IHRE Familie. Denn der Mann von ihr schehint ja schon dort zu arbeiten also hätte man mit der Suche auch schon beginnen können. Auch wenn es für die TE jetzt hart ist, aber wenn Opa nciht will dann hat sie das zu respektieren und zu akzeptieren.
                Oder handelst du nach dem Mtto: sei lieb zu deinen Kindern, die suchen später das Heim für dich aus?

                LG

                • (16) 26.02.16 - 12:01

                  Er kann doch selbstbestimmen aber er hat keinen Freibrief für alles.

                  als erwachsener alter Mensch sollte man auch in der Lage sein, seine Entscheidungen zu überblicken. Er hätte ja von Anfang an sagen könen "Nein, ich will das nicht".

                  • (17) 26.02.16 - 12:15

                    Wenn er innerhalb evtl eines kurzen Zeitraums (kurzer Besuch, kurzes Telefonat) "gefragt" wurde und jetzt seine Meinung vertritt dass es eben NICHT richtig war so zu entscheiden, entschuldige bitte, aber da darf man doch wohl seine eigene Meinung revidieren und muss Niemandem Rechnschaft darüber abgeben warum und weshalb das so ist. Und nur weil er das EG bewohnt und den Garten nicht mehr machen kann hindert es ihn doch nicht daran, dort wohnen zu bleiben. Aber klar, die Alten sind die blöden wenn sie nach nach der Pfeiffe der Jungen tanzen wollen. Schade das man andere Meinungen nicht einfach respektieren kann, ach ja, ich vergaß: das war ja die Meinung eines ALTEN MENSCHEN.

                    • (18) 26.02.16 - 15:47

                      Aber das wissen wir doch gar nicht ob es so war.
                      Natürlich ist es nicht ok wenn er am Telefon damit überrumpelt wurde.

                      Ich gehe aber davon aus, das dazu ausführliche Gespräche und Bedenkzeit statt gefunden haben und auch im Altenheim eine Besichtigung statt fand oder mehrere in verschiedenen (es gab ja auch ein Wunsch-Heim - wovorn ich ausging das Wunschheim des Opas) und zeit verging bis da ein Platz zugesagt wurde usw.
                      DAs habe ich jetzt vorausgesetzt. Ich persönlich hätte wohl noch mehrmals nachgefragt ob es wirklich gewollt ist bevor ich dann meine Schritte (wohnung, Job usw.) eingeleitet hätte - quasi als letzte Chance für den Absprung. Aber irgendwo verlässt man sich auch auf eine Zusage und nur weil man Alt ist kann man keine Versprechungen machen und sie dann einfach wiederrufen - nicht wenn so viel dranhängt.
                      Das ist meine Meinung.

                      Stell dir mal vor du fragst deine Kinder ob du zu ihnen ins Haus ziehen kannst. Die sagen Ja, du kündigst deine Wohnung, bestellst die Umzugsfirmen, verkaufst dein Auto weil du es dort nicht mehr brauchst und dann sagt Dein Kind "Du wir haben uns das jetzt anders überlegt- macht ja nichts, gell?" Wäre das für dich auch in Ordnung?

                      • (19) 26.02.16 - 16:43

                        1. wohnt die TE 200 km weit entfernt, wer sollte wohl mit dem Opa zu einer Heimbesichtigung fahren?

                        2. ...uns kam dann die Idee den Opa zu fragen ..... (wohl auch nicht persönlich aufgrund der Entfernung) Daher gehe ich von einer Überrumpelung aus, sorry. Die TE schrieb UCH nirgends dass sie sich mit dem Opa mehrfach auseinandergesetzt hatten bzw. das so richtig mit ihm geklärt/besprochen hätten, dann müssen sie mit so einer "Absage" rechnen. Auch lese ich nirgends dass der Mann der TE sich auch nur mal bei dem Opa hat blicken lassen sondern nur dass am WE das Familienleben stattfindet und er ansonsten bei seinen Eltern wohnt.

                        Naja, bei mir wird umgekehrt ein Schuh drauß:

                        1. wirdl meine Mutter irgendwann zu mir ziehen (noch kann sie sich mit ihren 82 Jahren alleine versorgen) und ansonsten habe ich das Haus, muss also NICHT zu meinen Kindern ziehen......

                        LG

      Schön, dass man als alter Mensch von den Familienangehörigen gesagt bekommt, was man braucht, und was nicht. Ich hoffe, Du bleibst ewig jung, dann wird Dir das nicht passieren.
      Und wenn Du sagst, dass der Opa jetzt rausgehen muß, weil er es gesagt hat (hast Du weiter unten gemeint). Was machst Du, wenn er nicht geht? Kommt dann die Räumungsklage und der Gerichtsvollzieher? In leicht abgewandelter Form: Wer solche Familie hat, braucht keine Feinde.
      Ich glaube nicht, dass man den Opa aus seiner Wohnung bekommt, wenn er nicht gehen will, es sei denn, dass er hilflos ist und die Pflegekräfte sich weigern, ihn zu versorgen.

      In meinem Fall habe ich meinen Kindern gesagt, wenn ich mal ins Altersheim muß, dann soll es das SCHLECHTESTE sein, das sie finden. Da werde ich dann schnell sterben. Ist vielleicht ein Tipp?

      Gruß Bernd

(21) 26.02.16 - 08:51

Ich kann deinen Opa auch verstehen. Sein Umschwenken ist irgendwie menschlich und nachvollziehbar.

Zieht doch erstmal zu ihm ins Haus. Wenn er die Treppe eh nicht mehr hochkommt, habt ihr zumindest im 1. Stock eine Rückzugsmöglichkeit.

Und dann wartest du ab, wie sich die Sache entwickelt. Evtl zieht dein Opa ja doch um, oder aber ihr sucht euch in Ruhe eine passende Behausung.

(22) 26.02.16 - 08:58

Ganz ehrlich...
Es gibt in Deutschland nur ganz wenige Altersheime, wo ich freiwillig hingehen würde - noch vor einer Pflegebedürftigkeit. Die allermeisten Altersheime, die ich kenne, darf man noch nicht mal "Aufbewahrungsanstalten" nennen. Die passen ja noch nicht mal darauf auf, dass die aktuelle Gesundheit weitgehendst erhalten bleibt.

Habt ihr für euren Opa so ein Luxusaltersheim organisiert, was so um die 3000€ aufwärts kostet?

Ich würde an der Stelle des Opas auch nicht alleine in ein Altersheim gehen und meine alte Heimat verlassen. Der Gang ins Altersheim ist nicht ganz ohne. Versuch dich mal in die Lage deines Opas hineinzuversetzen. Wie alt ist dein Opa eigentlich? Irgendwann würde die Zeit auch von ganz allein dein Problem lösen. Alte Menschen sterben nämlich oftmals schneller als man denkt.

(23) 26.02.16 - 09:27

Hallo,

so lange er einigermaßen körperlich und geistig fit ist, sehe ich noch keinen Grund ins Altersheim zu gehen. Ich kann ihn verstehen, daß er Angst hat: eine vollkommen neue Umgebung, sein vertrautes Zuhause aufgeben. Und ich weiß nicht, wie das Altersheim ist, aber in einigen würde ich mich auch nicht wohlfühlen. Stattdessen müßt Ihr überlegen, ob es Kompromisse gibt. Warum könnt Ihr nicht zusammenleben? In dem Haus kann da sicher einiges umgebaut werden, so daß jeder seinen eigenen Bereich mit Küche und Bad hat.

LG
Katty

(24) 26.02.16 - 10:13

Hallo,

auch wenn es mit dem Opa besprochen wurde, ich kann verstehen dass er einen Rückzieher macht. Kein Altersheim ist besser als in den eigenen 4 Wänden zu bleiben. Entweder zieht ihr mit in das Haus oder IHR sucht euch etwas anderes. Das Haus gehört nun mal dem Opa auch wenn er Miete dafür bezahlt.
Außerdem finde ich es unmöglich hier immer gleich von: "der stirbt ja eh bald, wartet ab, das erledigt sich bald von alleine usw." zu sprechen. Warum dürfen ältere/alte Menschen ihr Recht auf Leben nicht nutzen sondern müssen sich den Wünschen der jungen Generation beugen und möglichst schnell in ein Altenheim oder in 2 m unter der Erde verschwinden? Vergesst ihr eigentlich auch ihr werdet mal alt und kommt jetzt nicht mit Sprüchen wie: na dann würde ich freiwillig Platz für meine Kinder machen. Denn wie ihr im Alter tickt könnt ihr noch garnicht wissen.

LG und alles Gute für deinen Opa

(25) 26.02.16 - 10:54

Hallo!

Natürlich ist die jetzige Situation blöd für euch. Aber ich glaube ehrlich auch dass er Angst davor hat. Vielleicht denkt er, er hat dann gar keinen Kontakt mehr zu Euch oder anderen. Mein Oma wollte auch nicht ins Altenheim. Als es nicht anders mehr ging, war es dann soweit und was soll ich sagen. Sie meinte, es wäre super, richtig toll dort. Sie hat ihren richtigen Platz gefunden. Leider ist sie letztes Jahr verstorben.

Vielleicht könnt ihr in Ruhe nochmal mit ihm reden. Eine Wohnung würde ich mir auf alle Fälle suchen und den Platz im Altenheim reservieren, wenn das geht.

Wünsche euch alles Gute.
lg.g.

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