Zurück zur Hausfrau?

    • (1) 27.02.16 - 08:40

      Hallo Zusammen!

      Wie fang ich an, also wir sind gerade in der Familie am entscheiden ob ich mich wieder mehr der Familie widme und meinen Job erstmal aufgebe und Hausfrau und Mama bleibe. Grund, erst bekam ich gleich von zwei Ärzten gesagt ich müsse meinen Stress vermindern, die Kinder klagen wir haben grad viel zu wenig Zeit zusammen und unser kleiner Probleme mit seiner Lehrerin hat was sich in der Schule zeigt. Wir haben schon viel geredet darüber, das wir so gerade nicht glücklich sind.

      Mein Job als Erzieherin macht mir unglaublich Spaß und meine Kolleginnen sind einfach genial! Wir verstehen uns alle super und es wird auch viel Rücksicht auf mich als Mama genommen. Doch bin ich jemand der auch mit 50 Prozent 200 gibt und mehr macht. Meine Kollegen verlangen dies nicht, für mich einfach selbstverständlich.

      Ums Geld geht es nicht, mein Mann verdient genug. Mir war es trotzdem wichtig etwas beizusteuern und Geschenke auch von mit selbst bezahlen zu können. Andererseits sind durch meine Arbeit Kosten entstanden ( Fahrwege zur Arbeit, kernzeitbetreuung kinder, ferienbetreuung etc) im gesamten verdien ich dadurch eh nicht mehr viel.

      Ich bin hin und hergerissen. Durch mein Hobby Motivtorten habe ich ein Kleingewerbe wo ich Kurse geben kann. Damit fang ich gerade neu an über die VHS erstmal. Dafür hätte ich dann auch mehr Zeit.

      Gibt es bei euch jemand der auch wieder zurück gerudert hat und gemerkt hat das die Familie einen mehr brauch?

      Alle hier hätten dadurch weniger Stress und es würden viele Dinge wie Ferien etc einfacher werden.

      Im Grunde ist die Entscheidung gefallen, doch was sagt dazu das Umfeld?

      Nachdenkliche Grüße

      Melli

      • Ganz ehrlich?
        Was interessiert dich das Umfeld?

        Ist es dir wichtig was Herr oder Frau Meier von nebenan über dich denken?

        Wenn das eure Entscheidung ist, dann ist es so.

        Also ich habe bis jetzt niemand in meinem Bekanntenkreis der mal vor mir stand, ungläubig die Hände ins Gesicht geschlagen hat und gesagt hat "hast du gehört das Frau sowieso nicht mehr arbeiten geht und sich mehr um die Familie kümmert?...tssss..." ;-) (lies es mit einem Schmunzeln ;-) )

        Sorry aber das muss jeder selbst für sich wissen, und ich persönlich kam noch nie auf die Idee mit Gedanken über jemand anderes und sein Zeitmanagement zu machen.

        Mache das was dir und deiner Familie gut tut.

        Liebe Grüße und immer schön die Ohren auf Durchzug :-)

        Eule

        Warum musst du das alleine abfedern?
        Ich bin der Meinung dass such der Mann sich dann etwas mehr Zeit für die Familie nehmen sollte.
        Du kannst ja auch dadurch Stress reduzieren , dass dein Mann sich mehr um die Kinder kümmert, Termine übernimmt.

        Ich finde es immer kritisch wenn einer in der Partnerschaft die familiären Aufgaben allein übernehmen soll.
        Das ist ein Ungleichgewicht dass auch unzufrieden machen kann.
        Gerade wenn du aus deiner Arbeit hauptsächlich positive Energie ziehst.
        Meinst du Du fühlst dich dann besser wenn du etwas aufgibst was dir Spaß macht?

        Bist du selbst auf die Idee gekommen nicht mehr zu arbeiten?

        Hallo :-)

        Ganz ehrlich lass dein Umfeld reden was es mag. Das ist alleine eine Entscheidung von dir und deiner Familie, bzw erstmal nur von dir ob du deinen Job aufgeben möchtest.

        Übrigens ist unser Umfeld zB sehr verständnisvoll. Ich würde gerne wenn das zweite Kind da ist Vollzeit zuhause bleiben und mich um Haus/Kinder/Tiere kümmern, leider ist das für uns zur Zeit nicht machbar ;-) Viele verstehen das aber und sind zumindest der Anschicht wenn es uns glücklich macht ist es auch gut.

        Hör auf deinen Bauch und wenn es momentan besser ist du bleibst zu Hause dann entscheide dich so.

      • Hallo
        Ich war vor Jahren in einer ähnlichen Situation, ich hätte nicht arbeiten MÜSSEN. Das Gehalt meines Mannes an sich wäre ok gewesen aber ich wollte es nicht.
        Aus verschiedenen Gründen, zum einen in Hinsicht eines trennungsfalles, Rente und ich merke gerade daheim mit Baby wie mir einfach die Decke auf den Kopf fällt. Mir ist einfach total langweilig und ich würde meine Arbeit viel zu sehr vermissen.
        Du scheinst ja auch an deiner Arbeit zu hängen, wäre es nicht eine bessere Option nach einer anderen Stelle zu suchen (näher, weniger Stunden,..)?

        LG

        Bei uns war klar, wir wollen unsere Kinder so wenig wie möglich fremdbetreut wissen.
        Das heißt ich jobbe so nebenher an 2 Tagen die Woche und bin für die Kinder , Haushalt usw da.
        Mein Großer Sohn sagte, dass er es immer genossen habe zu wissen, dass jemand da ist FALLS er jemanden bräuchte. Er meinte auch das er das sicher nicht gebraucht hätte, aber es wäre ein gutes und sicheres Gefühl für ihn.

        Wir haben auch versucht, dass ich mehr arbeite, wir haben dann aufgegeben, weil durch die Mehrkosten Spritgeld, Betreuung ect kam unter dem Strich kaum was rüber, dafür mehr Stress.
        Wir erinnern uns noch mit Grauen daran wie wir jongliert haben um die Kinderbetreuung zu händeln und die anderen Termine#schwitz

        Bei uns ist es nicht unüblich, dass Frauen sich um Haus und Familie kümmern und ggf noch nebenher ein paar Stunden arbeiten.

        Solche Vorsschläge wie hier schon kamen, dass der Mann ja etwas mehr in der Familie übernehmen könnte , wäre bei uns nicht machbar.
        Finaziell und von den Arbeitszeiten her.
        Ich würde mit meinem Job nie das Geld "einspielen " was mein Mann mit seinem Job verdient.

        Also verdiene ich ein bisschen dazu und alle sind zufrieden.

      • wenn du nur 50% arbeitest und dir das so viel spass macht, dann würde ich das auf keinen fall aufgeben. innerhalb deiner 50% arbeitszeit kannst du ja alles geben, du musst nur pünktlich feierabend machen, um rücksicht auf die familie zu nehmen.

        mal davon abgesehen ist es auf dauer oft nicht gut in einer beziehung, wenn das ungleichgewicht besteht, dass nur einer alles geld nach hause bringt und nur einer alles in der familie macht. da solltet ihr schon sehr stabil sein, um das abzufedern, damit es nicht langfristig probleme macht.

        wenn du deinen stress vermindern sollst, dann finde doch erst einmal heraus, was dir stress macht. wenn es nicht die arbeit ist, dann macht es keinen sinn, die arbeit aufzugeben, denn dann hast du danach womöglich mehr stress als vorher.

        ich würde es mir gut überlegen, einen job aufzugeben, in dem alles stimmt. sie werden den platz nicht 6 monate für dich freihalten, falls du merkst, es war falsch.

        • Danke für eure Meinung und die Zustimmung bzw den Überlegungen dagegen.

          Zum einen klar macht mir mein Beruf Spaß und meine Kollegen sind einfach toll. Das ist ja im Job nicht das Problem. Ich habe bereits versucht weniger zu machen aber was einfach als Erzieherin schlecht ist wenn man nicht an Besprechungen teilnimmt, keine elternveranstaltungen mitmacht, Elterngespräche nur die Kolleginnen machen sollen etc. das geht schlichtweg nicht und nur das würde meine Zeit verkürzen.

          Dazu kommen Sachen wie Ferien, morgendliche Hetze etc.

          Mein Mann hilft schon wo er kann und nimmt sich selbst nicht aus der Verantwortung. Mein Gehalt ist ein Witz für das was ich leiste und auch gegen seines. Ich würde auch nie gar nichts machen können und mich dadurch mehr mein Hobby mit zum Beruf machen, da gibt es ja auch die erste Schritte zu.

          Es ist schon ein komisches Gefühl fremde Kinder zu betreuen und zu wissen die eigenen deshalb auch betreuen lassen zu müssen und wenig Zeit zu haben für sie.

          Allein das macht mir die Entscheidung nicht so extrem schwer.

          Mich würden vor allem noch Erfahrungen interessieren von welchen die diesen Schritt auch vom Beruf zurück zur Hausfrau gemacht haben

          • Hallo,

            wie sieht denn dein Tagesablauf aus? also wann muss du aufstehen, wann die kinder, wann geht ihr los und wann seid ihr alle wieder da?
            Ich bin Vollzeit berufstätig, werde ab Mai auf 80% reduzieren und habe einen Fahrtweg einfach von 45 Minuten. iIch freue mich jetzt schon auf die freie Zeit, die ich durch die Reduzierung gewinne. Ich kann mir immer gar nicht vorstellen (und das bitte nicht als Vorwurf auffassen), wo bei 50% Arbeitszeit der Stress ist. Von meinem jetzigen Ausgangspunkt her, wären 50% von der freien zeit, die ich gewinnen würde, ein Traum.

            vg, m.

            Ich bin auch Erzieherin. Ich verstehe das Dilemma mit der Betreuung anderer Kinder bei gleichzeitiger Fremdbetreuung des eigenen.

            Wie wäre es wenn du stattdessen als Tagesmutter von zu Hause aus arbeitest? Oder als Bereitschaftspflege (gut das ist in der Zeit wo das Kind da ist ein 24/7-Job)?
            Dann hast du allerdings keine direkten Kollegen mehr. Aber auch auf Fortbildungen und in der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt kommt man mal raus.

            Das feine am Erzieherjob ist ja, das man nicht im Kiga versauern muss. Es gibt sehr viele berufliche Möglichkeiten. Auch eine OGS könnte ich mir bei dir vorstellen.
            Denk mal darüber nach:-)

        >>mal davon abgesehen ist es auf dauer oft nicht gut in einer beziehung, wenn das ungleichgewicht besteht, dass nur einer alles geld nach hause bringt und nur einer alles in der familie macht. da solltet ihr schon sehr stabil sein, um das abzufedern, damit es nicht langfristig probleme macht.<<

        Wenn es wirklich strikt geteilt ist besteht kein Ungleichgewicht.

        Ein Ungleichgewicht bestünde dann, wenn einer arbeiten geht, den Haushalt alleibe schmeißt und/oder die Kinder praktisch alleine übernimmt.

        Wenn einer ausser Haus arbeitet, einer zu Hause die Fäden hält und in der Freizeit Familie und Partnerschaft gepflegt werden dann ist das oft ausgewogener als in vielen anderen Fällen. :-D

        Lg

        Andrea

        • Stimme ich zu :-)

          das ist eine nette theorie, dass das kein ungleichgewicht entstehen würde, in der praxis sieht das aber emotional meist anders aus.

          • Meistens? Woran machst du das "meistens" fest?

            Wenn ich von mir und meiner Umgebung ausgehe, dann sehe ich dieses Ungleichgewicht tatsächlich nur bei Paaren bei denen beide arbeiten. Sei es das sie Karriere macht und ihn zu Hause mit exakt ALLEM alleine lässt was Haus, Kinder und Tiere betrifft, weil er ja nur 20 Stunden arbeiten geht und "mit seinem lächerlichen Gehalt nichts reißen kann" (O-Ton der betr. Dame).

            Oder, um wirklich nur eines der deutlichsten Beispiele zu nennen, das kleinkariert aufgerechnet wird weil er ja nicht einsieht "mit dem ganzen Scheiß" (O-Ton) hängen zu bleiben wo sie doch jetzt 400,-€ im Monat (er hat ungefähr das zehnfache) verdient und sonst nichts tut (er mäht zu Hause den Rasen und das war es).

            Mir ist natürlich bewusst dass dies nur ein kleiner Ausschnitt ist und es mit Sicherheit auch viele Spinner gibt die einen haushaltführenden Partner abwertend behandeln, aber für mich fühlt sich sowas eben deutlich unausgewogener an als eine klare und gleichbewertete Aufteilung.

            Lg

            Andrea

            • es liegt vielleicht an der umgebung.

              soweit ich gehört habe, ist es z.b. in bayern in ländlicher umgebung noch immer üblich, dass frauen nicht arbeiten. wenn das in umgebung so ist, dann findet man sich wahrscheinlich leichter mit so einer rolle ab.

              hier ist es absolut unüblich, dass frauen sich komplett abhängig machen, deshalb fühlen sich die meisten in der rolle unwohl. hängt sicher auch damit zusammen, dass sie eben nicht vormittags andere frauen treffen könnten, weil die arbeiten. zu hause zu sein ist ja nicht schön, wenn man die einzige ist.

              problematisch ist halt, dass das hausfrauendasein in der regel eben nicht so anerkannt wird wie das leben als arbeitender mensch. und dabei meine ich nicht einmal die probleme mit rente und co, sondern ganz schlicht und ergreifend die anerkennung, die einem von der umgebung entgegengebracht wird. die ist hier einfach wenig gegeben. leider gibts auch immer noch modelle, in denen der frau vom mann ein "taschengeld" gezahlt wird, da ist das machtgefälle ja schon deutlich geklärt.

              ich hab kein problem mit hausfrauen, wenn sie dazu stehen, dass es das ist, was sie glücklich macht. für mich ist das nur kein gesundes modell. ich würde eingehen. aber um mich geht es hier ja auch nicht. ich habe nur davon abgeraten einen job aufzugeben, den man gern macht, um stress zu vermeiden, der möglicherweise komplett andere ursachen hat. dass man arbeitet heisst ja nicht automatisch, dass man z.b. morgens stress hätte. ich arbeite teilzeit und habe keinen stress damit.

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