Kind beim Vater leben lassen?

Hallo ihr Lieben,

Erstmal will ich euch bitten keine Vorurteile zu schmeißen. Jedoch will ich eure Meinung hören bzw vl jemand auch in So einer Situation?

Mein großer (6 Jahre erste ehe) wird in September eingeschult. Der Kindergarten und Schule raten ihn auf die förderschule zu schicken da er konzentrationsprobleme hat, sprachprobleme (wird deutsch, english erzogen), er ist ständig müde (obwohl er um 8 ins Bett geht) War aucu schon beim Kinderarzt und er hat logopädie. Aber sie hat auch einen Verdacht auf adhs. Ich kümmer mich wirklich um alles und dass er ein normales schulleben haben kann. Aber er ist Papa Kind. Komplett. Mir zeigt er die liebe nicht so wie seinen Papa wenn ihn jemand fragen würde wo er leben will ist saß bei seinem Papa. Sein Papa zieht aber im Juli nach Amerika. Und er hat mich auch schon gefragt ob er zu ihm darf.

Ich bin nicht überfordert mit ihm (habe noch einem Sohn aus 2 ehe) aber es ist so anstrengend mit ihm jeden tag aufs neue. Meine Kräfte sind auch Nur bedingt (Bin in Therapie wegen einer posttraumatischen belastungsstörung, angst und panikstörung) manchmal denk ich mir nur dass sein Papa mehr bei ihm erreicht und er in Amerika mehr aus ihn heraus holen könnte schultechniscj. Hier die sonderschule weiß ich aus von Familien Kreis jnd Freundeskreis dass wenn man einmal in die förderschule kommt da nicht mehr Raus kommt egal was die Lehrer sagen.

Aber ich weiß jetzt schon dass wenn icj ihm sein Vater gebe ich mir dann solche schuldgefühle machen werde. So ein schlechtes Gewissen haben werde. (Vorallen aucu das von meinen Eltern bis an mein lebensende zj hören bekomme dass ich angeblich mein Kind aufgegeben hätte) ... es ist ja vorerst nur eine Überlegung von mir.

Wie ist das bei euch? Leben von euren kindern welche bei dem Papa? Vl sogar im Ausland ?

Klar ich kann ihn dann nicht jedes Wochenende besuchen und wenn dann nur in den Ferien. ;(

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Hallo,
für mich würde es nicht in Frage kommen. Nicht wegen der Schuldgefühle, nicht wegen der Gewissensbisse. Ich würde schlicht mein Kind vermissen und nicht für ständig am anderen Ende der Welt wissen wollen.

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Das wäre der pure Egoismus auf dem Rücken des Kindes ausgetragen.

Das Kind soll bei der TE bleiben, obwohl es eine deutlich engere Bindung zu seinem Vater hat? Ich befürchte die Mutter wird sich und dem Kind damit auf Dauer keinen Gefallen tun.

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Ganz genau!
Mich würde es umbringen, wenn meine Kinder von mir getrennt werden, aber so leider das Kind, das seine liebste Person verliert...

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Hallo!

Wenn die Förderschule erst mal besser ist, dann schick ihn ruhig da hin. Er kann später auf eine normale Schule wechseln, aber eben nur dann, wenn er wirklich so weit ist. Leider ist das eben nicht oft der Fall, oft sind die probleme zu groß. Aber ich kenne durchaus Fälle, wo Kinder nach 3 Jahren Förderschule auf eine normale Grundschule wechseln konnten, oder nach den ersten vier Schuljahren auf eine Mittelschule.

In die USA würde ich ihn nicht schicken, denn Du kannst ihn dann nicht wieder holen. Auch wenn es Dich kaputt macht. Auch ist die Kinderbetreuung da eher schwieriger und auch die Frage, ob er so gut gefördert werden könnte oder auf einer Schule mit allen anderen Kindern untergehen würde ist ja offen. Sein Vater würde ja auch Vollzeit arbeiten, und wer soll sich dann kümmern?

Wenn die Sache mit der Schule eine Weile läuft und euch ein spezialisierter Kinderarzt weiterhelfen kann ob er ADHS hat und vielleicht mit Medikamenten eingestellt werden muss, würde es sich sicher bessern mit ihm. Gib ihn nicht auf.

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Sexismus! #contra

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wo? definierst du einmal für mich dein verständnis von sexismus und belegst mit ein, zwei beispielen aus dem vornan gegangenem Text, wo du diesen siehst?

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Hallo,

ich würde mir das extrem gut überlegen.

"Nur in den Ferien"... ein Flug nach Amerika und zurück ist verdammt teuer - keine Ahnung, wie es finanziell bei dir aussieht. Du musst eigentlich damit rechnen, dass dir dein Kind total fremd wird.. und du sein Aufwachsen/sein Leben kaum noch mitbekommst.. Dann wird er älter, hat kaum noch Lust zu telefonieren , die Zeitverschiebung... usw.

Schultechnisch könnt ich mir gut vorstellen, dass sie tatsächlich um einiges mehr rausholen können in Amerika. Aber wie gut spricht er englisch?!

lg

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Auch hier: Sexismus! #contra

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Der Vater möchte aber auch sein Kind aufwachsen sehen

Und er hat das gleiche Recht wie die Mutter.
Auch ihm kann das Kind über die Entfernung hin fremd werden. Er hat auch ein Interesse daran sein Kind bei sich zu haben. Und da hat die Mutter keinen höheren Leidensdruck oder Rechte die höher zu bewerten wären .
Ich würde die Möglichkeit im Sinne meines Kindes sehr wohl in Betracht ziehen.

Vor allem da er ja anscheinend sehr an seinem Paarung und die Eine Probleme mit dich selbst hat.

Eine Frau hat also nicht mehr oder weniger darunter zu leider Wie ein Vater und daher hat die Überlegung ob er in Amerika leben soll, die gleiche Berechtigung wie die ob er hier in D bleibt. ..

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Wird jemals ein Vater gefragt, ob er ein schlechtes Gewissen oder gar Schuldgefühle hat, sein Kind bei der Mutter zu lassen?
Muss sich ein Vater deswegen Vorwürfe anhören?

Nein!
(Offtopic: Auch das ist weit verbreiteter Sexismus in unserer Gesellschaft.)

Wenn du und der Vater der Meinung seid, dass es das Beste für das Kind ist, dann macht das. Das Kind gehört niemandem und Loslassen ist die erste Elternpflicht!

Wenn es also keine "technischen" Probleme gibt. Ist der Vater Amerikaner? Kann er mit dem Kind einfach so umsiedeln?

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Was bist du denn für ein Verbitterter? Was hat das mit Sexismus zu tun, wenn das Kind in einem anderen Land leben soll? Hä???

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Es gab eine Sexismus-Diskussion in Allgemein.
Dort wurde die These vertreten, dass hauptsächlich Frauen von Sexismus betroffen sind.

Ich behaupte, dass die allermeisten Threads in diesem Forum sexistisch sind. So wie die Antworten in diesem Thread.

Und ja, es ist sexistisch, dass Frauen sich dafür rechtfertigen müssen, wenn sie ihre Kinder loslassen, um ihnen das Beste zu ermöglichen!

Und ja, es ist sexistisch, dass solche Fragen Männern nie gestellt werden, und diese meist auch nicht in die Entscheidung einbezogen werden.

Das hat nichts mit "verbittert" zu tun, sondern mit Gleichbehandlung. Aber wenn schon, dann auch richtig!

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Hallo,

ich weiß nicht wie das Verhältnis zwischen Dir und dem KV ist und welche Vertrauensbasis ihr habt, das weißt Du besser als ich.

Zu bedenken gebe ich folgendes:

Lebt Euer Kind erst mal mit dem KV in den USA, stehen Deine Chancen Euren Sohn gegen den Willen des KV wieder nach Deutschland zu holen sehr schlecht, nahezu bei 0.

In den USA gibt es in der Elementary School je nach Schule auch Förderunterricht (wie in Deutschland auch) ob das für Euren Sohn ausreichend ist, kann ich nicht beurteilen.

Die große Frage ist wohin der KV ziehen möchte und welche Schulen es dort gibt.

Auch in den USA gibt es gute und weniger gute Schulen und nicht alle guten Schulen sind zwingend Privatschulen.

In großen Ballungsgebieten (sprich Großstädte) ist das allerdings i.d.R. wirklich so.

Wie sehen Eure finanziellen Mittel aus? Ist es Dir überhaupt möglich Deinen Sohn öfter im Jahr zu besuchen oder nach Deutschland zu holen?

Und zu guter letzt - Du überlegst ob Du Euren Sohn, zum Wohle Eures Kindes, dem KV tausende von KM weit weg gibst. Was ist mit dem KV, ist es für ihn auch eine Option zum Wohle Eures Kindes in dessen Nähe zu bleiben?
Wenn nein, warum nicht?

Gruß K.

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Hallo, ist es nicht das Wichtigste zu wissen, was das Wichtigste für das Kind ist? Zu wem möchte das Kind, zu wem hat es eine engere Bindung. Und vor allem - WER von euch beiden kann den besonderen Bedürfnissen des Kindes besser Rechnung tragen und will auch diese Verantwortung übernehmen!

Wir Eltern sollten da uns selbst gefühlstechnisch raushalten, das ist unsere Pflicht, auch loslassen zu können. Für ein Kind ist es doch schon schlimm genug, sich für eine Seite entscheiden zu müssen ...

Wenn ihr als Eltern das Gefühl habt, dass Amerika für euren Sohn die besseren Chancen bietet und Papa das auch möchte - dann wäre es richtig, diesen Schritt zu tun.

VG
B

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Sehr schön auf den Punkt gebracht.

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Die Frage ist doch eher... Warum geht der Vater weg???
Warum tut er das seinen Sohn an? Warum zwingt er seinen Sohn sich entscheiden zu müssen und sich zu trennen von der Mutter, dem Bruder und den Großeltern und den Freunden sowie einfach dem vertrauten Umfeld??? Warum frage ich mich handelt ein liebender Vater so? Wir reden hier nicht von 200km. Sondern das andere Ende der welt!!!
Und wie hier schon gesagt wurde. Gegen den Willen des Vaters, wirst du dein Kind aus den USA nicht mehr raus bekommen.

Letztlich ist in den USA die finanzielle Absicherung unerlebenswichtig. Angefangen bei der Krankenversicherung und den oft mangelhaften staatlichen Schulen. Kann der Vater das?was ist mit dem
Halbbruder? Wie ist die Beziehung zwischen beiden. Sie wachsen quasi getrennt auf. Und die Großeltern? Haben diese überhaupt die Möglichkeit dort hin zu reisen???

Alles umfallen würde ich das Kind in dt. Lassen. Gerade wenn er Probleme hat, würde der Wegbruch des Großteils der Familie und der vertrauten Umgebung doch eher fatal sein.

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hmm was ist eigentlich genau gemeint wenn manche davon sprechen: gegen den willen des Kindsvaters das kind wieder nach deutschland zu holen? Ich verstehe nicht. Warum sollte solch ein szenario eintreffen bzw. wieso wird das als ratschlag oder als anhaltspunkt für die ratsuchende hier immer wieder genannt?

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Schwierige Entscheidung . Meine Kids lebten auch eine Zeit Beim Papa weil es aus gesundheitlichen Gründen besser war. Ich habe sie an den we gesehem und es War ganz schön hart. Jetzt leben sie wieder bei mir. Es War nur für eine Zeit lang aber selbst da hatte ich Probleme .
Besonders zu Anfang.
Es klingt blöd aber mit der zeiz wird es dann besser . Man gewöhnt sich ja irgendwie doCh an alles.
Ich würde versuchen das alles mal nur aus Kindersicht zu sehen. Wo kann er besser gefördert werden ? Wo fühlt er sich wohl ? Wo ist er Zuhause ? Wer hat mehr zeIT für ihn ? Und wo möchte er leben ? Ein Kind von 6 Jahren kann das durchaus schon sagen ( zumindest konnte meine das )

Vielleicht hilft eine Beratung beim Jugendamt . Was sagt denn der Vater dazu ?

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Hallo,

Wenn der Vater da mitspielt, dem Kind jegliche Förderung die es braucht zukommen lassen kann und neben dem Beruf die nötige Zeit aufbringen kann, dann würde ich das Kind wohl gehen lassen....

Ich hab einen Sohn mit Asperger und der ist ebenso das absolute Papakind, würde wir uns trennen würde er bei meinem Mann bleiben.
Klar bricht einem das als Mutter das Herz und grad in eurer Situation wo tausende Kilometer dazwischen liegen werden wird es besonders schwer.
Aber du gibst selbst zu an der Situation überfordert zu sein (was normal ist, wenn das Kind einfach nicht so den Draht zu dir findet wie zum anderen Elternteil) und ich finde es wichtig hier genau auf das Wohl des Kindes zu schauen, als auf sich selbst.
Wenn er unbedingt mit Papa mit
Möchte wird er hier bei dir nicht glücklich werden und damit wird es sich wahrscheinlich auch weiter auf die Schule auswirken.

Dann stellt sich noch die Frage wie gut du mit deinem Ex noch auskommst. Ermöglicht er dir den Umgang für die Zeit die du aufbringen kannst dorthin zu fliegen bzw. ihm auch mal herkommen zu lassen?

Würde er ihm ermöglichen zurück zu kommen, falls es dem Kind dort doch nicht so sehr gefällt? Ebenso wäre mir wichtig das ich auf dem laufenden gehalten werde was das gesundheitliche angeht.
Wenn du da genug vertrauen in den Vater hast würde ich das Kind ziehen lassen.
Und ich finde auch nicht das du dir dafür Vorwürfe machen musst, wenn du zum Wohle deines Kindes entscheidest.
Es ist nun mal nicht die feste Regel das ein Kind mehr Bindung zur Mutter hat als zum Vater.
Ich hätte mir solche Aussagen von mir selbst vor ein paar Jahren nie zugetraut, aber mittlerweile sehe ich das durch meinen Großen ganz anders.
Mir ist klar das er bei mir nicht glücklich werden würde, nicht ohne seinen Papa.

LG