Kind beim Vater leben lassen? Seite: 2

              • (26) 11.03.16 - 09:16

                Hallo,

                so wie es scheint, ist Anerika die Heimat des Vaters. Zu Beweggründen ist auch nichts geschrieben, da nun einen "Egotrip" hinein zu interpretieren ist etwas unfair.

                Und überhaupt wundert es mich auch, dass (bis) hier das Kindeswohl überhaupt nicht berücksichtigt wird. Die Nutter selbst schreibt, der Sohn hat eine deutlich engere Bindung zum Vater. Gerade bei einem förderbedürftigen Kind sehe ich es als fatal an, die Hauptbetugspetson zu verlieren.

                Daher wäre ich dafür, das Kind dem Vater anzuvertrauen, sofern er das auch möchte.

                LG

          (27) 07.03.16 - 16:53

          Das Kind wird auf jedem Fall in einem anderen Land leben. Der Vater in den USA, die Mutter in Deutschland. Sexistisch ist, dass hier selbstverständlich nur darauf der Blick gelegt wird, dass die Mutter dann weit weg ist. Der Beitrag der TE macht aber deutlich, dass das Kind eine sehr enge Bindung zum Vater hat. Hier klingt es aber meist so, als müsse das Kind auf jeden Fall zur Mutter. Es ist sexistisch anzunehmen, das Kind gehöre zur Mutter und den Vater dabei auszublenden. Und es ist sexistisch zu unterstellen, dass die Mutter das bessere wichtigere Elternteil sei. Zudem ist es sexistisch anzunehmen, dass nur die Mutter unter der Trennung leiden würde und den Vater und dessen Gefühle zu ignorieren.

            • (30) 07.03.16 - 21:04

              Wir kennen zunächst einmal nicht die Bewegründe des Vaters, darum können wir sie hier auch nicht beurteilen. Dass das Dilemma aufgrund der Entscheidung des Vaters überhaupt erst zustande kommt, steht einerseits außer Frage, spiel in dieser Diskussion aber auch erst eine Rolle, nachdem die Sexismusvorwürfe erklärt wurden. Vorher wurde hier damit argumentiert, dass die Mutter ihr Kind ja vermissen könnte und es klang häufig an, dass das Verhältnis Mutter-Kind anders beurteilt wird als das Verhältnis Vater-Kind.

              Was die Betreuungssituation in den USA angeht, das kann doch niemand hier beurteilen. Eine Freundin lebt dort mit drei Kindern und ich träume von ihren Betreuungsmöglichkeiten! Klar, teuer sicher, aber können wir beurteilen, ob der Vater es sich leisten kann?

              Das entscheidende ist aber folgendes: Es geht um das Kind! Ja, vielleicht war es die Entscheidung des Vaters und er hat "selbst Schuld" und dann ist es nur recht und billig, dass er das Kind nicht mehr sehen kann. Aber hilft das dem Kind auf irgendeine Weise?

          (31) 11.03.16 - 09:21

          Ich will mich an der Sexismusdebatte überhaupt nicht beteiligen, aber Danke! DAS ist genau die andere, oft ignorierte Seite der Medaille.

(32) 07.03.16 - 17:32

Hallo,
für mich würde es nicht in Frage kommen. Nicht wegen der Schuldgefühle, nicht wegen der Gewissensbisse. Ich würde schlicht mein Kind vermissen und nicht für ständig am anderen Ende der Welt wissen wollen.

  • (33) 07.03.16 - 18:04

    Das wäre der pure Egoismus auf dem Rücken des Kindes ausgetragen.

    Das Kind soll bei der TE bleiben, obwohl es eine deutlich engere Bindung zu seinem Vater hat? Ich befürchte die Mutter wird sich und dem Kind damit auf Dauer keinen Gefallen tun.

    • (34) 11.03.16 - 09:23

      Ganz genau!
      Mich würde es umbringen, wenn meine Kinder von mir getrennt werden, aber so leider das Kind, das seine liebste Person verliert...

(35) 07.03.16 - 18:09

Hallo,

ich weiß nicht wie das Verhältnis zwischen Dir und dem KV ist und welche Vertrauensbasis ihr habt, das weißt Du besser als ich.

Zu bedenken gebe ich folgendes:

Lebt Euer Kind erst mal mit dem KV in den USA, stehen Deine Chancen Euren Sohn gegen den Willen des KV wieder nach Deutschland zu holen sehr schlecht, nahezu bei 0.

In den USA gibt es in der Elementary School je nach Schule auch Förderunterricht (wie in Deutschland auch) ob das für Euren Sohn ausreichend ist, kann ich nicht beurteilen.

Die große Frage ist wohin der KV ziehen möchte und welche Schulen es dort gibt.

Auch in den USA gibt es gute und weniger gute Schulen und nicht alle guten Schulen sind zwingend Privatschulen.

In großen Ballungsgebieten (sprich Großstädte) ist das allerdings i.d.R. wirklich so.

Wie sehen Eure finanziellen Mittel aus? Ist es Dir überhaupt möglich Deinen Sohn öfter im Jahr zu besuchen oder nach Deutschland zu holen?

Und zu guter letzt - Du überlegst ob Du Euren Sohn, zum Wohle Eures Kindes, dem KV tausende von KM weit weg gibst. Was ist mit dem KV, ist es für ihn auch eine Option zum Wohle Eures Kindes in dessen Nähe zu bleiben?
Wenn nein, warum nicht?

Gruß K.

(36) 07.03.16 - 18:13

Hallo, ist es nicht das Wichtigste zu wissen, was das Wichtigste für das Kind ist? Zu wem möchte das Kind, zu wem hat es eine engere Bindung. Und vor allem - WER von euch beiden kann den besonderen Bedürfnissen des Kindes besser Rechnung tragen und will auch diese Verantwortung übernehmen!

Wir Eltern sollten da uns selbst gefühlstechnisch raushalten, das ist unsere Pflicht, auch loslassen zu können. Für ein Kind ist es doch schon schlimm genug, sich für eine Seite entscheiden zu müssen ...

Wenn ihr als Eltern das Gefühl habt, dass Amerika für euren Sohn die besseren Chancen bietet und Papa das auch möchte - dann wäre es richtig, diesen Schritt zu tun.

VG
B

(38) 07.03.16 - 19:57

Die Frage ist doch eher... Warum geht der Vater weg???
Warum tut er das seinen Sohn an? Warum zwingt er seinen Sohn sich entscheiden zu müssen und sich zu trennen von der Mutter, dem Bruder und den Großeltern und den Freunden sowie einfach dem vertrauten Umfeld??? Warum frage ich mich handelt ein liebender Vater so? Wir reden hier nicht von 200km. Sondern das andere Ende der welt!!!
Und wie hier schon gesagt wurde. Gegen den Willen des Vaters, wirst du dein Kind aus den USA nicht mehr raus bekommen.

Letztlich ist in den USA die finanzielle Absicherung unerlebenswichtig. Angefangen bei der Krankenversicherung und den oft mangelhaften staatlichen Schulen. Kann der Vater das?was ist mit dem
Halbbruder? Wie ist die Beziehung zwischen beiden. Sie wachsen quasi getrennt auf. Und die Großeltern? Haben diese überhaupt die Möglichkeit dort hin zu reisen???

Alles umfallen würde ich das Kind in dt. Lassen. Gerade wenn er Probleme hat, würde der Wegbruch des Großteils der Familie und der vertrauten Umgebung doch eher fatal sein.

  • (39) 12.03.16 - 01:02

    hmm was ist eigentlich genau gemeint wenn manche davon sprechen: gegen den willen des Kindsvaters das kind wieder nach deutschland zu holen? Ich verstehe nicht. Warum sollte solch ein szenario eintreffen bzw. wieso wird das als ratschlag oder als anhaltspunkt für die ratsuchende hier immer wieder genannt?

(40) 07.03.16 - 21:14

Schwierige Entscheidung . Meine Kids lebten auch eine Zeit Beim Papa weil es aus gesundheitlichen Gründen besser war. Ich habe sie an den we gesehem und es War ganz schön hart. Jetzt leben sie wieder bei mir. Es War nur für eine Zeit lang aber selbst da hatte ich Probleme .
Besonders zu Anfang.
Es klingt blöd aber mit der zeiz wird es dann besser . Man gewöhnt sich ja irgendwie doCh an alles.
Ich würde versuchen das alles mal nur aus Kindersicht zu sehen. Wo kann er besser gefördert werden ? Wo fühlt er sich wohl ? Wo ist er Zuhause ? Wer hat mehr zeIT für ihn ? Und wo möchte er leben ? Ein Kind von 6 Jahren kann das durchaus schon sagen ( zumindest konnte meine das )

Vielleicht hilft eine Beratung beim Jugendamt . Was sagt denn der Vater dazu ?

(41) 08.03.16 - 07:00

Hallo,

Wenn der Vater da mitspielt, dem Kind jegliche Förderung die es braucht zukommen lassen kann und neben dem Beruf die nötige Zeit aufbringen kann, dann würde ich das Kind wohl gehen lassen....

Ich hab einen Sohn mit Asperger und der ist ebenso das absolute Papakind, würde wir uns trennen würde er bei meinem Mann bleiben.
Klar bricht einem das als Mutter das Herz und grad in eurer Situation wo tausende Kilometer dazwischen liegen werden wird es besonders schwer.
Aber du gibst selbst zu an der Situation überfordert zu sein (was normal ist, wenn das Kind einfach nicht so den Draht zu dir findet wie zum anderen Elternteil) und ich finde es wichtig hier genau auf das Wohl des Kindes zu schauen, als auf sich selbst.
Wenn er unbedingt mit Papa mit
Möchte wird er hier bei dir nicht glücklich werden und damit wird es sich wahrscheinlich auch weiter auf die Schule auswirken.

Dann stellt sich noch die Frage wie gut du mit deinem Ex noch auskommst. Ermöglicht er dir den Umgang für die Zeit die du aufbringen kannst dorthin zu fliegen bzw. ihm auch mal herkommen zu lassen?

Würde er ihm ermöglichen zurück zu kommen, falls es dem Kind dort doch nicht so sehr gefällt? Ebenso wäre mir wichtig das ich auf dem laufenden gehalten werde was das gesundheitliche angeht.
Wenn du da genug vertrauen in den Vater hast würde ich das Kind ziehen lassen.
Und ich finde auch nicht das du dir dafür Vorwürfe machen musst, wenn du zum Wohle deines Kindes entscheidest.
Es ist nun mal nicht die feste Regel das ein Kind mehr Bindung zur Mutter hat als zum Vater.
Ich hätte mir solche Aussagen von mir selbst vor ein paar Jahren nie zugetraut, aber mittlerweile sehe ich das durch meinen Großen ganz anders.
Mir ist klar das er bei mir nicht glücklich werden würde, nicht ohne seinen Papa.

LG

(42) 08.03.16 - 08:18

Hey!

Für mich käme das nicht in Frage. Ich würde wenn mit in die USA auswandern.

Wichtig ist, dass du dich erkundigst wie Kinder mit Besonderheit dort beschult werden. Da könntest du mal bei www.rehakids.de reinfragen. Habe ich auch gemacht als wir aktiv mit dem Gedanken spielten nach Südtirol zu gehen. Man bekommt tolle Hinweise und Tipps. Ich kenne mich mit dem integrativen Schulsystem in Amerika gar nicht aus.

Es scheint ja nicht ausgeschlossen für dich, sodass Ich die Vor- und Nachteile der beiden Länder bzgl Förderung und Beschulung besonderer Kinder eingehend beleuchten würde.

Ich habe eine Freundin aus Amerika, deren Sohn Autist ist. Sie lebt hier im Deutschland. Sie fliegen nur in den Ferien rüber. Keine Ahnung, ob das ua an der Beschulung liegt.

Liebe Grüße

Ninly

Habt ihr drüber gesprochen wie es dort abläuft für euren Sohn? Welche Schule, welche Betreuung etc. - will der Vater für "immer" rüber oder nur eine bestimmte Zeit.
Kann er sicherstellen das es dort die ideale Betreuung gibt für euren Sohn?

UND - habt ihr mal in Dt.land getested wie es ist wenn Sohn länger beim Papa lebt?
Wie ist DEIN Verhältniss zum Vater, könnt ihr offen über alles reden oder gibt es Stress etc. - besteht die Gefahr das er dich deinen Sohn gar nicht mehr sehen läßt?

Das wären erst mal Fragen die ich für mich klären würde.

Ein bischen kommt in dem Text ja durch das du dir das Vorstellen kannst, aber ein total schlechtes Gewissen hast. Du bist aber auch überfordert mit der Betreuung des Kindes. Die optimalen Vorraussetzungen hat er bei dir also auch nicht.
Wenn es ihm beim Papa gut geht, generell - warum nicht versuchen!

Könntet ihr evtl. besprechen wie es läuft wenn es nicht läuft, darf er dann so ohne weiteres wieder zu dir zurück? Dann könntet ihr ja eine Art "Probezeit" ausmachen.

Kontakt halten kann man auch USA-Deutschland. Es gibt Skype, Telefon, Mail etc. das klappt auch mit Zeitverschiebung. Flüge sind rel. teuer, Kind alleine fliegen lassen, würde ich nicht vor 12-13 Jahren, das muss euch halt klar sein.

Ich kenne auch im Bekanntenkreis einige Multi-Kuliverbindungen über diverse Kontinente hinweg. Wenn beide das wollen, klappt es auch und die Kinder können ja auch später wieder wechseln.

Bei Freunden von uns machen die es z.B. so. Sohn lebt bei Mama in Irland und besucht Papa jede grosse Ferien für mehrere Wochen, jetzt will er für eine Lehre zum Papa nach Dt.land ziehen - die beiden haben ein sehr gutes Verhältnis (rufen sich oft an, bzw. skypen) und freuen sich schon sehr - und das funktioniert seit der Sohn ein Baby ist.

(44) 08.03.16 - 10:55

Das ist wieder eine dieser sinnbefreiten Fragen...Es wird Dir nicht helfen, wenn Dir jeder seine Zahlen nennt, denn jeder hat ein anderes Lebensmodell, andere Lebenshaltungskosten, und, und, und....

(46) 08.03.16 - 11:50

Hallo!

Wie sieht das den der Vater? Würde er ihn den mitnehmen, sich um ihn kümmern?
Mich würde als Mutter wohl interessieren wie der Junge dort leben würde, ob er gefördert wird usw.

Wenn der Junge lieber beim Vater ist, würde ich ihn wohl auch gehen lassen. Mit der Vorraussetzung das der Vater sich anständig um ihn kümmert.
Blöd find ich das aber trotzdem alles. Ein Kind sollte schon die Möglichkeit haben zu BEIDEN Elternteilen Kontakt zu haben und sie auch zu sehen.
Warum will der Vater den Auswandern? Er geht doch sicherlich weil er gehen möchte und scheint da auch nicht an seinen Sohn zu denken, der ja einen starken Bezug zu ihn hat.

Würde also erstmal mit dem Vater reden. Wenn der ihn eh nicht mitnehmen will/kann, hat sich das dann erledigt.

LG Sonja

Hallo Shelbii,

Und was ist wenn du mit nach Amerika ziehst???? Das was du da geschrieben hast, errinert mich an meine situation..wir leben beide in der selben Stadt und gerade mal 1,5 km voneinander entfernt leben. Ich hatte damals meine Ausbildung gemacht und ich hatte ihn gefragt wo er den Leben möchte, nachdem ich nicht mehr an ihn ran gekommen bin und er mir die Hölle heiß gemacht hatte ( Scheidungskind). Es hieß auch dass ich ihn habe fallen lassen wie eine heiße Kartoffel , weil ich mich für eine Ausbildung entschieden habe ( das ist eine längere Geschichte). Das war kurz vor der Einschulung meines Sohnes und jetzt ist er mit der Schule fast fertig und macht ein Berufsvorbereitendes Jahr . Ich habe Ihn seit der Einschulung nur noch gelegentlich gesehen, weil sein Vater den Triumpf ausgespielt hatte , was nicht heißen soll dass das gleiche bei dir auch eintrifft. Er war auch in einer Sonder Schule und hatte es geschafft aus der Sonder Schule raus zu kommen und in eine Hauptschule zu wechseln. Was ich Dir sagen möchte ist , hör auf dein Herz es ist deine Entscheidung und deine Nerven. Ich weiß nur eins wenn ich die Zeit zurück drehen könnte, hätte ich keine Ausbildung gemacht und hätte eine Tagesmutter in Anspruch genommen oder ähnliche Hilfe. Ich hätte mein Kind bei mir und müsste nicht mit dem Gewissen leben eine Falsche Entscheidung getroffen zu haben. Ich betreue es zu Tiefst . Mach aber nicht den selben Fehler.
Ganz liebe grüße und starke Nerven

(48) 12.03.16 - 00:56

Hallo Du,

Erstmal wünsche ich dir und deiner familie viel kraft für die bevorstehende zeit und dass ih zusammen eine entscheidung treffen könnt, die irgendwie im sinne aller ist :)

Ich kann deine gedanken bzgl. deines Sohnes verstehen, dennoch sollte es dir kein schlechtes gewissen machen, wirklich nicht. vater und mutter- es gibt sie beide und euer sohn ist nicht automatisch besser bei jemandem aufgehoben, nur weil es eben die mutter oder der vater ist. es geht ja darum dass ihr zusammen in eurer entscheidung glücklich leben werdet. und wenn es dann so aussieht, dass euer sohn bei seinem vater lebt- daran ist gar nichts zu bemängeln.

ich denke auch, dass man da unbedingt einen schritt zurück machen muss und die sache versucht deutlich zu sehen: das geschlecht des elternteils sagt nichts über das wohlergehen des kindes aus. was ich damit meine: du als mama brauchst dich nicht schlecht fühlen, wenn euer kind- nicht nur dein kind- euer kind bei seinem Vater leben kann. Ich glaube aber auch, dass das insgesamt noch viel viel zeit brauch, um in den köpfen der gesellschaft anzukommen :/ du gibst euer kind nicht auf, weil es nicht im gleichen haus wie du wohnen würde, wirklich nicht..

deutlich aus deinem post ist nicht geworden, wie der vater eures Sohnes dazu steht. Weiß er von dem Wunsc des Kindes mit ihm nach amerika zu ziehen?

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