Baby Alkohol

    • (1) 10.03.16 - 09:03

      Guten Morgen, nach einer wiederholten schlaflosen Nacht, habe ich mich endlich dazu entschlossen hier anzumelden - ich bin sein einem Jahr stille Leserin eurer (unserer) Problem und es gibt mir viel Kraft zu Wissen, dass wir alle ähnlich fühlen und denken.

      Zu meinem Problem: Meine Schwiegereltern trinken täglich zu Mittag und am Abend, ich habe versucht dies zu ignorieren und ehrlich gesagt habe ich es verharmlost. Aber seit der Taufe meiner 3Monate alten Tochter weiß ich das beide ein großes Problem haben (sie haben immer einen Grund zu feiern.... hoher Konsum - hohe Toleranz)
      Meine Schwiemu nervt mich seit der Geburt meiner Tochter dass Sie, sie haben möchte, auch über Nacht. Sie fragt mich aber nie direkt, sondern wirft einfach Sätze in den Raum, meine Antwort darauf hört Sie nicht. (Jetzt dauerts nicht mehr lange dann schläft Sie hier) ich habe Sie ehrlich gesagt immer als übergriffig empfunden mit keinerlei Rücksicht auf meine Gefühle. Ich denke aber hinter ihrer Art spricht der Alkohol, ich denke Sie ist Alkoholikerin und das schon seit Jahren. Ich kann ihr meine Tochter nicht anvertrauen. Ich möchte euch fragen was ihr von dieser Geschichte denkt... Vielen Dank :-)

      • Oh je. Also zu Alkoholikern würde ich mein Kind auch nicht geben. Egal wie alt es ist. So lange sie das nicht in den Griff bekommt ignorierst Du eben ihre Wünsche auf das Kind aufzupassen. Ich würde auch sagen warum. Damit muss sie leben.

        • Danke für deine Antwort. Ich denke Sie wird es abstreiten und verharmlosen, wird mich als paranoid darstellen (mein Freund steht hinter mir) Ich habe ihm die Augen geöffnet, er wollte es nicht wahrhaben dass auch seine Mutter betroffen ist, wir verdauen diese Erkenntnis zur Zeit beide. Ich werde warten und noch etwas beobachten (ausrede: Baby ist noch zu klein, ich bleibe übrigens 2 Jahre zu Hause und komme fabelhaft mit meiner Tochter, Haushalt usw klar. Wüsste auch nicht warum ich Sie nur zur Freude der Oma abgeben sollte?

          • "Wüsste auch nicht warum ich Sie nur zur Freude der Oma abgeben sollte? "

            Eben zur Freude der Oma vielleicht und weil ein Kind davon profitiert, mehr positive Kontakte zu haben als die Mutter und irgendwann sicher mal woanders betreut werden soll oder muß?

      Du hast jedes Recht der Welt bei einem solchen Verdacht dein kind nicht zu ihr zu geben. Ich würde genau so handeln an deiner Stelle. Und solange du diesen Verdacht hast, ist sie in der Bringschuld dir zu beweisen, dass es entweder nicht der Fall ist, dass sie Alkoholikerin ist oder dass sie sich ändert, wenn sie ihren Enkel/Enkelin sehen möchte. Das würde ich auch ganz klar so mit ihr kommunizieren.

      • Wenn Sie mich ausnahmsweise auch mal DIREKT darauf anspricht ob Sie meinen Engel haben kann, werde ich es ihr sagen....dass Alkohol und Kinder nicht zusammenpassen. Kinder merken es ja auch wenn Sie älter werden und leiden still unter diesem Einfluss. Welche Mutter möchte das... Danke euch :-)

    Ganz ehrlich: ob Alkoholikerin oder nicht, ist (fast) egal. Grundsätzlich entscheiden die Eltern, ob ihr Kind woanders übernachtet oder nicht, da braucht man keine Ausrede, nicht mal eine Begründung.

    Den Alkoholkonsum deiner SE kann ich nicht beurteilen. Auf Sätze wie "Jetzt dauerts nicht mehr lange dann schläft sie hier" würde ich gar nicht eingehen, das bringt nichts. Jetzt ist das Kind 3 Monate alt und bei der Oma schlafen steht überhaupt nicht zur Debatte.

    Wenn das Kind drei Jahre alt ist könnt ihr das, falls sie dann überhaupt noch will, weiter diskutieren.

    • "Jetzt ist das Kind 3 Monate alt und bei der Oma schlafen steht überhaupt nicht zur Debatte."

      Was ist die Begründung dafür? Ich kenne viele Eltern, die ihr 3 Monate altes Kind bei den Großeltern übernachten lassen. Warum darf sowas grundsätzlich nicht zur Debatte stehen? #kratz

      Und warum ist drei Jahre das Alter, wo man das erst diskutieren kann? Ich verstehe deine Logik dahinter garnicht!

      Dass die Schwiegereltern trinken und man das aus diesem Grund nicht möchte, ist das Eine, aber dass eine Disskusion über das Übernachten bei den Großeltern erst ab dem 4. Lebensjahr ein Thema sein darf, eine ganz Andere!

      Ich kenne kein Kind, dass in seiner Entwicklung gestört ist, nur weil es mit drei Monaten schon bei den Großeltern übernachten durfte, im Gegenteil die Kinder haben nicht nur eine sehr enge Bindung zu ihren Eltern, sondern auch zu ihren Großeltern und das ist für für alle Beteiligten sehr wertvoll!

      • Es gibt Mütter, die stillen ihre Kinder. Da ist das Übernachten OHNE Mama kein Punkt, der debattiert wird.

        Für mich stand das daher nie im Raum, ob meine Säuglinge woanders schlafen als ich es tat.

        Und auch sonst (wenn ich nicht gestillt hätte) hätte ich damit ein Problem gehabt, da ich der Meinung bin, dass Menschen, die trinken, nicht unbedingt dazu in der Lage sind, einen Säugling auch Nachts angemessen zu versorgen. So ein 3 Monate junges Baby schläft ja nicht unbedingt von 18 - 8 Uhr. Es braucht Nachts eine neue Windel, Milch, Kuscheleinheiten.

        Ich als Mutter würde das einem Menschen, der getrunken hat, nicht zutrauen geschweige denn überlassen wollen.

        Die Bindung zu den Großeltern ist im übrigen nicht angeboren. Die wird herbeigeführt. Wenn die Großeltern nun tatsächlich trinken, dann ist es KEINE unbedingt positive Bindung, die das Kind da erfahren würde.

        Natürlich ist eine Bindung an Großeltern im Prinzip eine gute und wichtige Sache, aber wichtiger in meinen Augen ist, dass das Baby eine enge Bindung zu den Eltern aufbaut. Das Urvertrauen bildet sich in den ersten Wochen und Monaten aus. Wird es hingegen gestört, weil das Baby in manchen Nächten (nämlich in den Nächten, wo es bei Oma schläft) nicht angemessen versorgt wird (angetrunkene Menschen überhören so ein schreiendes Baby vielleicht auch mal), dann kann das dauerhaften Schaden für das Kind bedeuten.

        ICH würde da vorbeugen wollen und liesse das Kind mit dem Wissen eben gerade NICHT über Nacht bei Oma.

        L G

        White

        • Ich stille voll, deswegen ist es auch unmöglich. Deswegen finde ich auch schon nur den Gedanken daran nicht mehr "klar".

          Den Rest den du geschrieben hast, spricht mir aus der Seele. Ich danke dir.

          • Deine Schwiegermutter hat doch aber gar keinen Zeitpunkt genannt, wann sie die Kleine gerne man über Nacht hätte...
            Sie wird sie Dir bestimmt nicht von der Brust reißen wollen.

            Das Alkoholthma ist natürlich eine andere Geschichte aber das kannst Du ja direkt ansprechen, wenn sie konkret nach einer Übernachtung fragt.

      Nachtrag: Ich denke, Johanna bezog sich da explizit auf diesen Fall, trinkende Großeltern. Da kann man ruhig warten, bis das Kind 3 Jahre alt ist, um zu sehen, wie sich die Sache bis dahin entwickelt hat.

      • Da sie geschrieben hat, dass sie den Alkoholkunsum garnicht beurteilen kann und ansonsten darauf garnicht mehr eingegangen ist, bin ich davon ausgegangen, dass es für sie eine generelle Sache ist.

        Dass man Alkoholikern natürlich nicht sein Kind überlassen sollte, steht ausser Frage, aber dann ist es auch egal ob das Kind 3 Monate, oder 3 Jahre alt ist.

        Dass stillende Mütter ihr Kind nicht so ohne weiteres ihr Baby über Nacht woanders übernachten lassen können ist auch klar, aber 1. stillen nicht alle Mütter und 2. gibt es trotzdem Mütter, die auch dafür eine Lösung haben.

        Dass die Bindung zu den Großeltern keine angeborene ist, mag ja sein, aber was spricht dagegen, dass diese auch von anfang an mit aufgebaut wird? Dem Kind kann das nicht im geringsten schaden (habe ich so noch nie erlebt, oder gehört!). Und ganz ehrlich, kein Baby nimmt einen Schaden, weil es ab und an, oder von mir aus regelmäßig 1x wöchentlich bei den Großeltern übernachtet und nicht bei den Eltern.

        Meinem Sohn mussten wir auch erst "beibringen", dass ihn der Papa ins Bett bringen kann, das ging auch erst mit 6-7 Monaten. Da mein Mann meist spät von der Arbeit kam, hatte er nicht vorher die Möglichkeit dazu. Das heißt in der Theorie, hätte mein Sohn täglich mehr Zeit mit seinen Großeltern verbringen können, als mit seinem Vater. Ist die Bindung zum Vater angeboren? Besteht da ein Unterschied? Oder hätte der Vater es auch nicht mehr gedurft sich um sein eigenes Kind zu kümmern um nicht gefahr zu laufen, die Bindung zwischen meinem Sohn und mir zu zerstören? ;-)

        Es kann nie schaden, dass das Kind von anfang an mehrere Bezugspersonen hat, dass war übrigens früher ganz normal, da waren die Großeltern automatisch Teil der Familie! ;-)

        Zwar hat mein Sohn als Baby noch nicht bei den Großeltern übernachtet (hat sich leider nicht ergeben können), aber wie gesagt, ich kenne sehr viele Eltern die es von Anfang an so gehandhabt haben, dass ihre Kinder in regelmäßigen Abständen bei den Großeltern übernachten, in keiner dieser Familien gibt es auch nur ansatzweise Bindungsprobleme zwischen Mutter und Kind. Lustigerweise, kenne ich nur eine einzige Mutter-Kind Beziehung, die gestört ist und das betrifft tatsächlich eine Mutter, die ihr Kind nie abgeben konnte! Da ihr Kind im ersten Lebensjahr unglaublich anstrengend war und sie eben kaum die Möglichkeit hatte es mal abzugeben, und wenn dann nur kurzzeitig tagsüber, hat die Mutter es nicht geschafft diese enge Bindung aufzubauen, da sie einfach nur fertig war, von den vielen vielen vielen schlaflosen Nächten.

        Ich denke, dass hier garnicht das Problem darin liegt, dass es den Babys schaden würde, das "Problem" sehe ich eher darin, dass die Mütter es nicht können und wollen. ;-)
        Den Babys schadet es nicht, vorausgesetzt sie sind in einer für sie geeigneten Umgebung und es wird sich entsprechend gekümmert! ;-)

        Übrigens den Schwiegereltern der TE würde ich das Baby nicht überlassen, und falls dieser Zustand bleiben sollte, auch später nicht!

        Gruß
        #winke

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