Patentante, ich glaub es war die falsche wahl

    • (1) 14.03.16 - 12:36

      Hallöchen,

      vielleicht könnt ihr mir weiter helfen.
      Meine Tochter ist jetzt 4 monate und soll im Juni getauft werden. Nun liegt seit einer Woche im Krankenhaus wegen rsv und ihre zukünftige patentante hat sich nicht einmal gemeldet. Nun fange ich natürlich an zu Zweifeln ob ich die richtige Wahl für mein Baby getroffen habe, kann ich ihr einfach sagen das ich sie nicht mehr als Patin will?!
      Mit meinem Mann werde ich mich noch darüber unterhalten wenn wir wieder zu hause sind.

      Was denkt ihr darüber?

      Lg

      • (2) 14.03.16 - 12:45

        Vielleicht unterhältst du dich auch mal mit der zukünftigen Patentante?

        Klar kannst du ihr das einfach sagen, aber wie wäre es mit einem richtigen Gespräch?
        In dem machst du klar deutlich, was es für dich heißt, wenn sie Patin wird und was du erwartest. (Ja, ich finde eine Meldung wie es der Kleinen geht, ist selbstverständlich, aber man weiß doch nie um die Gründe des anderen..)
        Auch gehe ich davon aus, dass ihr euch nahe steht?

        Das Ergebnis ist dann eben die Konsequenz....

        (3) 14.03.16 - 12:47

        Hallo,

        WAS erwartest du von einer Patentante? Soll sie sich jeden Tag mind. 3x melden/besuchen kommen oder soll sie dein Kind begleiten bei der christlichen Erziehung und auch für viele Fragen des Kindes zur Verfügung stehen, sie während des Erwachsenwerdens begleiten?
        Mittlerweile haben Eltern eine total überzogene Erwartungshaltung was das Patenamt angeht, sorry.

        Wenn du der Meinung bist eine evtl. falsche Wahl getroffen zu haben dann sei ehrlich und besprich deine Erwartungen mit der zukünftigen Patentante und lasse ihr bitte die Wahl dann auch NEIN zu dem Amt zu sagen.

        LG

        • (4) 14.03.16 - 13:02

          Dieses Gespräch wird es auch noch geben. Als ich sie gefragt habe ob sie Patin werden will habe ich ihr auch gesagt das sie nicht muss und das ich darüber auch nicht sauer sein werde.

          Eine einzige Nachricht hätte schon gereicht, einmal fragen ob alles in Ordnung ist, meht nicht.

          Sie sollte eine weitere bezugsperson für das Kind sein. Und das ist glaub ich nicht zu viel verlangt

          • (5) 14.03.16 - 13:17

            Doch ist es.
            Wenn du deine Erwartungen nicht sehr weit runter schraubst, findest du keinen Paten.

            • (6) 14.03.16 - 14:00

              Was hat denn ein Pate in deinen Augen für eine Aufgabe? Reicht es dir, wenn der beim Taufgottesdienst am Taufstein steht und dann braucht er nichts mehr tun? Das fände ich traurig.

              • (7) 14.03.16 - 22:15

                Nein, natürlich nicht.
                Aber eine zweite Bezugsperson zu sein ist sehr zeitaufwändig!
                Ich finde, das kann ein Pate nicht wirklich leisten, sofern er eigene Kinder hat.

      (8) 14.03.16 - 12:56

      Hallo,

      boah... also ich bin mir nun nicht sicher, ob du das nicht überbewertest. Kenne nun weder die Patentante noch die Alternativen dazu... und es kann auch Gründe haben, warum sie sich noch nicht gemeldet hat. Für dich hat dein krankes Kind Priorität, das ist absolut in Ordnung und gut so... aber SIE wird auch noch ein eigenes Leben haben, oder?
      LG

      (9) 14.03.16 - 13:01

      Du hast die Patentante natürlich über den Zustand Eurer Tochter informiert, davon gehe ich aus. Du bist mit Deiner Tochter im Krankenhaus und hast Dein Handy ständig parat, so daß Du für sie erreichbar bist.

      Manche Menschen empfinden es als Rücksichtnahme, ohnehin gestresste Eltern nicht mit ständigen Fragen zu nerven, andere - backen Kuchen für die Familie. Würde die Patentante jetzt bei Dir aufschlagen und sagen - "Ey... - fahr nach Hause mach Dich frisch - ich bleib bei der Zwergin!, sorge dafür, daß sie genug trinkt etc" (denn diese Erkrankung ist zwar sehr ernst aber unter stationärer Aufsicht durchaus beherrschbar) - würdest Du sie ansehen, wie eine Kuh wenn`s donnert und dieses Angebot gepflegt in den Wind schlagen. Eine Patentante ist keine Ersatzmuddi und Du würdest Dich bestimmt dümpiert fühlen, würde sie Dir ständig auf den Fersen sitzen. Du hättest nämlich das Gefühl, sie traute Dir einiges nicht zu.

      Du bist enttäuscht. Ruf sie an und informiere sie über den Status Quo - warte auf ihre Reaktion und gut ist. Ansonsten.... - und so hört es sich für mich an.... - sage ihr, so alles überstanden ist, daß Deine Erwartungshaltung eine völlig andere ist.

      (10) 14.03.16 - 14:31

      Hallo!

      Mich würde interessieren was du von ihr erwartest? Weiss sie überhaupt das die Kleine im KH ist? Solange sie davon gar nichts weiss, kann sie ja auch nicht fragen.
      Auch glaube ich ist das ein schwieriges Thema. Es gibt Eltern die wollen dann einfach ihre Ruhe haben (sind dann regelrecht genervt wenn gefragt wird), andere möchten 'Umsorgt' werden.

      Ich würde es ihr nicht Übel nehmen, da sie - wenn sie das überhaupt weiss - einfach nicht weiss wie sie sich da verhalten soll. Da hält man sich auch lieber einfach mal zurück. Unsicherheit kann da also auch eine Rolle spielen.

      Ich würde sie anrufen und ihr die Sachlage schilden wenn es mir wichtig ist.
      Mit persönlich wäre das Egal, weil ich einfach in dem Moment andere Prioritäten hätte. Da ist es einfach unwichtig ob sich Außenstehende auch Sorgen machen oder nicht. Dem Kind ist ja mit der Info auch nicht geholfen.

      LG Sonja

      (11) 14.03.16 - 14:42

      Hi,

      wenn ihr alle sehr religiös in der Familie seit, dann weiß sie, was erwartet wird.
      Wenn nicht, ist das Patenamt eh Pillepalle.

      Auch diese Patentante wird ihr Leben haben, Beruf, Hobby, etc. und nicht jede Minute an Dein Kind denken und mehrmals täglich anrufen.
      Im Berufsleben geht die Zeit im Eiltempo vorwärts....als Mama die evtl. zu Hause ist, hat die Zeit noch Zeit.

      lg
      lisa

      (12) 14.03.16 - 15:08

      Was heute um diese Patengeschichte für ein Wind gemacht wird, immer wieder erstaunlich.

      Vielleicht will sie auch einfach rücksichtsvoll sein und nicht stören? So ginge es mir zumindest. Ich würde mich melden wenn ihr wieder zu Hause seid.

      (13) 14.03.16 - 17:22

      Also im Gegensatz zu den meisten hier finde ich deine Bedenken nicht überzogen. Ich selbst habe mit meiner Maus auch schon mehrere Wochen im KH verbracht und da waren meine Family und die engsten Freunde mindestens mental für uns da. Wir haben auch viel Besuch bekommen und ich hab mich über jede SMS gefreut, ist ja nicht so als hätte man im KH den totalen Stress. Ganz ein Gegenteil.

      Und ich finde es hat auch nix mit Ersatzmutti zu tun, wenn man seine Freundin und das zukünftige Patenkind evtl auch besucht und ein Spielzeug für die Kurze und Zeitschriften mitbringt.

      Ich würde das Gespräch suchen. Hat sie selbst schon Kinder? Wenn ja, finde ich sollte sie wissen was man als Patin macht. Wenn nicht dann sprich dich mit ihr über deine Wünsche für das Patenamt. Meine wären z.B. dass es jemanden gibt der für meine Maus da ist. Mal mit ihr in den Zoo geht, später auch mal Kino. Und dass sie jemanden hat, bei dem sie sich auch mal über ihre Eltern auskotzen kann. Und eben jemanden, der auch für sie da ist, wenn sie im Krankenhaus liegt.

      (14) 14.03.16 - 17:30

      Achso, ist zwar Off-Topic aber:

      An alle die im KH nicht stören wollen. Als Mutter fühlt man sich im KH ziemlich gefangen. Ich persönlich war über jeden froh, der sich die Mühe gemacht hat und bei uns vorbei gekommen ist um mir z.B. nen Kaffee zu bringen. Oder was leckeres zu essen. Oder um mir einfach ne viertel Stunde zuzuhören. Ich weiß nicht wie die TE denkt, aber wenn eure Freunde oder Familie mit Kind im KH liegen, denke ich dass ihr ihnen mehr Freude mit einer Geste macht, als sie in Ruhe zu lassen.

      • (15) 14.03.16 - 22:12

        Nun, bei mir ist das anders.
        Es gibt wenige Leute, die ich im Krankenhaus sehen möchte, selbst wenn ich über Wochen dort bin.
        Also bitte vorher fragen!

    (16) 14.03.16 - 20:47

    in welchem verhältnis steht ihr zu der patentante?

    (17) 14.03.16 - 20:48

    Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten. Meine Schwägerin haben wir vor sechs Jahren als Patin für unseren Sohn ausgesucht. Sie hat sich auch immer toll um ihr Patenkind gekümmert. Dann jedoch vor zwei Jahren, ist mein Schwiegervater plötzlich verstorben, meine Schwägerin und mein Mann haben sich wegen dem Erbe bzw. dem Haus zerstritten und seit dem haben wir keinen Kontakt mehr.

    Den Kontakt zu ihrem Patenkind haben wir ihr nie verboten, allerdings hat sie sich bis heute kein einziges mal bei ihm gemeldet (selbst an seinem Geburtstag kam noch nicht mal eine Karte). Du siehst also, ob Du jetzt die richtige Entscheidung triffst (oder auch nicht), wirst Du erst im nachhinein sagen können! #winke

    Hallo! Ich kann dich verstehen. Und ich glaube auch nicht, dass du erwartest, dass die Patin alles stehen und liegen lässt und jeden Tag im KH steht oder alle 5 Minuten anruft. Aber wenn jemand ein Patenamt übernehmen möchte, sollte er zumindest ein "gewisses" Interesse am Kind haben. Bin ich der Meinung. Und grade wenn man gesundheitliche Sorgen hat, freut man sich über jede Form von "ich denk an euch"
    Ich habe so etwas ähnliches erlebt, zwar nicht mit der Patin, aber den Grosseltern meines Sohnes. Er hatte in seinem ersten Lebensjahr schwere Krampfanfälle. wir waren 2 mal eine Woche mit ihm im KH mit Intensivstation, MRT etc. Ich dachte mein Sohn stirbt oder bleibt ein Pflegefall!
    Alle meine Freundinnen, Onkels, Tanten, Cousinen etc, haben sich regelmäßig gemeldet oder auch besucht. Mal war es ne SMS, mal ein Anruf! Nur meine SE haben sich weder bei mir gemeldet und mich einmal gefragt wie es mit oder unserem Sohn geht noch haben sie einmal ihren Enkel besucht. Beide waren zu der Zeit schon Rentner.

    Auch in der Zeit zwischen den KH Aufenthalten haben sie nicht angerufen oder sind mal gekommen (wohnen so ca.45 Minuten entfernt). Ganze 6! Monate haben sie nicht einmal Anstalten gemacht uns zu sehen. Das hat mich damals sehr verletzt und ich habe ihnen das bis heute nicht richtig verzeihen können. Und ich bin mit dem Vater verheiratet! Wir haben 3 Kinder zusammen gehabt zu dem Zeitpunkt!

    Eine SMS mit " Ich denk an euch, wie geht es euch?" oder ähnliches kostet 1 Minute Zeit!!
    Und immer dieses "vielleicht will man nicht gestört werden". Dann kann ich die Nachricht auch später lesen oder eben garnicht! Würde fast meinen, jede Mutter freut sich in so einer Situation über ein paar liebe Worte! Ich hätte die Zeit ohne meine Freundinnen damals nicht durch gestanden!!

    Aber jetzt bin ich vom Thema abgekommen. Rede mit der Patin und sage ihr, dass es dich verletzt hat. Ich habe 2 Patenkinder und habe mich um beide als die noch klein waren viel gekümmert und war sicher auch irgendwie eine Bezugsperson. Inzwischen sind beide erwachsen und durch räumliche Distanz ist das Verhältnis nicht mehr so eng. Aber das ist auch normal und oK! Aber wenn du kein gutes Gefühl hast dann lass es lieber sein.
    Die Paten meiner 3 Kinder sind jetzt auch nicht ständig präsent und melden sich nicht 10 mal die Woche, aber deshalb weiss ich trotzdem das meine Kinder ihnen nicht egal sind.

    Alles gute für dein Kind! Und bei der Entscheidung mit der Patin!
    Gruss Aprilbaby

    (19) 16.03.16 - 19:59

    Hallo
    Das gleiche Problem haben wir auch seit nunmehr 7Jahren mit der Patentante unseres Großen.
    Sie interessiert sich nicht die Bohne für das Kind. Und versucht das zum Geburtstag und zu Weihnachten mit viel zu grossen Geschenken zu kompensieren.

    Da ich das aber von vornherein wusste haben wir nicht nur einen Taufpaten sondern auch noch einen Taufzeugen ausgewählt. Und das ist der beste Patenonkel den man sich vorstellen kann. Er unternimmt auch mal was mit dem Kind ( Schwimmbad oder Kino, usw)

    So hat unser Junge einen Väterlichen Freund und wir mussten bei der Taufe niemanden vor den Kopf stoßen.

    Vielleicht ein kleiner Tipp am Rande....

    Kleine Hexe1

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