Pflegeheim oder Pflegekraft zuhause ?

    • (1) 17.04.16 - 20:47

      Hallo liebe Forenmitglieder und Familien,

      meine Eltern sind nun in einem Alter, in dem ihnen der Alltag Probleme bereit.

      Sie sind zwar noch mehr oder weniger agil, jedoch fallen ihnen alltägliche Dinge wie einkaufen gehen, kochen, putzen und was sonst noch so anfällt, zunehmend schwerer.

      Noch können sie sich um sich selbst kümmern, doch in dem Alter bleibt dies wahrscheinlich nicht mehr lange so.

      Da wir etwa 100 km von Oma und Opa entfernt wohnen, können wir nicht jeden Tag aushelfen und sehen sie auch nicht so oft.

      Nun fragen wir uns, ob sie, falls sie sich nicht mehr selbst um sich kümmern können, in ein Heim schicken sollen oder eine Pflegekraft für sie angagieren.

      Kennt sich jemand mit Pflegekräften und Altersheimen aus und kann uns hier Erfahrungen mitteilen ?

      Wie sieht es preislich aus und wie können Pflegekräfte helfen und den Alltag erleichtern ?

      Danke für alle Antworten und ganz liebe Grüße.

      • Hallo,

        frag deine Eltern doch mal in einem persönlichen Gespräch, ob sie sich schon Gedanken gemacht haben zu diesem Thema. Davon würde ich alles weitere abhängig machen.

        Was die Kosten angeht, müssen die Pflegeperson, deren Partner sowie die Kinder für die Pflege zahlen. Aber da gibt es zuverlässige Seiten im Internet, die dir das mit den Ko sten und Selbstbehalt und dergleichen genau erklären.

        #winke

        (3) 17.04.16 - 21:16

        Hallo,
        der erste Schritt wäre erstmal einen Pflegedienst ausfindig zu machen, der alles abdeckt.
        Essen auf Rädern, Hauswirtschaftliche Leistungen, Alltagsbegleitung, Pflegeleistungen und am Besten für den Fall auch Palliativ Versorgung.
        Dann, geht es oft auch ohne Heim.
        Kurzzeitpflege, Tagespflege ist auch später möglich. Abrechnungen verschiedener Leistungen ist zurzeit auch einfacher geworden im häuslichen Bereich.
        Aber, es hört sich so an als würdest du noch ganz am Anfang stehen mit Infos.
        Macht ein Beratungstermin mit einem Pflegedienst mit deinen Eltern aus was gebraucht wird.
        Oft ist ein Schritt für Schritt Eintritt ins Haus für den Pflegedienst einfacher. Deine Eltern können erstmal vertrauen aufbauen durch z.B. Essen auf Rädern oder einmal die Woche Hauswirtschaft.
        Gruß

        (4) 17.04.16 - 21:17

        Die erste Frage, die sich stellt, ist:

        Sehen das Deine Eltern genauso? Denn wenn nicht, ist jeglicher Aktionismus Deinerseits vermutlich eine schwere Beleidigung für sie.

        Ansonsten:
        Pflegekräfte pflegen. Sie sind in erster Linie nicht für's Putzen, Einkaufen, Kochen zuständig.
        Wenn es um alltägliche Helferlein geht sind z.B. Essen auf Rädern, eine Putzfrau, der Bringdienst vom Supermarkt bessere und günstigere Ansprechpartner.

        Sollten Deine Eltern pflegebedürftig sein, gibt es Pflegedienste. Erst wenn es nicht mehr ausreicht, ein- bis zweimal am Tag vorbeizukommen, sollte man sich um Alternativen Gedanken machen. Soweit ich weiss, nehmen sich ein Altersheimplatz und eine Pflegekraft zuhause nicht allzuviel. Je nach Pflegestufe können da 3000€ monatlich auf Euch zukommen. Allerdings ist das je nach Heim / Pflegekraft sehr unterschiedlich.

        Grüsse
        BiDi

        • (5) 17.04.16 - 22:13

          "Erst wenn es nicht mehr ausreicht, ein- bis zweimal am Tag vorbeizukommen,"

          Mit Pflegestufe 2 oder 3 kommt der Pflegedienst weitaus öfter- in schweren Fällen auch per 24-Stunden-Rufbereitschaft nachts, wenn es nötig ist.
          Ich hätte meinen Mann vor seinem Tod niemals in ein Pflegeheim gegeben, es war schon alles abgesprochen - mit Hilfe eines guten Pflegedienstes kann man einen Menschen lange zuhause versorgen.

          Aber dieser Fall ist bei der TE ja noch lange nicht akut. Die Eltern tun sich ja gerade mal mit dem Haushalt etwas schwerer - evtl. ist noch lange nicht an Pflegestufe usw. zu denken.
          LG Moni

          PS: Irgendwie hat mich die Formulierung geschockt "soll ich sie in ein Pflegeheim schicken"....:-(

          (6) 18.04.16 - 07:53

          Hallo,

          es gibt auch PFLEGEdienste die haushaltsnahe Arbeiten (saubermachen, einkaufen usw.) mit anbieten, soviel dazu dass dort nur gepflegt wird. Man sollte sich da doch ersteinmal erkundigen. Und auch mir ging bei dem Satz: - ins Heim schicken - die Hutschnur hoch. Solche schwerwiegenden Entscheidungen sollten dann doch bitte MIT den Eltern ab- und besprochen werden.

          LG

      (7) 17.04.16 - 21:35

      Hallo,
      meine Eltern hatten das bei meiner Oma so geregelt, dass anfangs, als sie nicht mehr alles selbst machen konnte, eine Frau auf Stundenbasis kam.
      Sie machte, was so anfällt im Haushalt. Und hat jeden Tag für Mittags etwas gekocht.
      Meist war sie am Vormittag so drei Stunden da, manchmal länger oder kürzer, je nach Bedarf.
      Toll war, dass diese Frau sehr menschlich mit meiner Oma umging und sich auch mal auf einen Kaffee zu ihr gesetzt hat.

      Als es dann pflegerisch wurde mit Duschen und Anziehen etc. kam ein Pflegedienst hinzu.

      Es gibt in vielen Städten sog. Pflegestützpunkte, die Angehörigen helfen den für die Familie richtigen Weg zu finden.

      Und es gibt inzwischen Vermittlungsfirmen, die Haushalts- und Pflegekräfte vermitteln, die dann teilweise sogar 24 Std.-Pflege zu Hause leisten und auch den Haushalt machen. Das sind dann meistens Frauen aus Spanien o. ä.
      Dadurch dass es über diese Agenturen läuft, ist das alles arbeitsrechtlich abgesichert.

      Viel Erfolg bei der Suche, nach der für eich richtigen Lösung!

      (8) 17.04.16 - 21:50

      Wäre es nicht in erster Linie Sache deiner Eltern sich darüber Gedanken zu machen und zu entscheiden was sie möchten, was sinnvoll ist?

      1. In ein Pflegeheim "schicken" kannst Du sie sowieso nicht, dass müssen Deine Eltern selber entscheiden. Ich gehe mal davon aus, dass Du mit "Oma und Opa" Deine Eltern meinst? Ist etwas mißverständlich ausgedrückt.

      2. Wie alt sind Deine Eltern?

      3.Wenn es wirklich mal soweit ist, dass einer von ihnen aus gesundheitlichen Gründen Pflege benötigt, wird eine Pflegestufe beantragt und es können Pflegedienste zur Hilfe herangezogen werden.

      4. Solange Deine Eltern "nur" hauswirtschaftliche Hilfe brauchen, wäre es eher anzudenken, vielleicht eine Putzhilfe fürs Haus und einen Hausmeisterdienst für Garten, Außenpflege usw. gelegentlich zu engagieren?

      5. Hier kann Dir überhaupt niemand Angebote/Preise von z.B. privaten Pflegern auch aus dem Ausland oder auch von Altersheimen benennen. Das ist ein riesiger Markt und die Preise entsprechend verschieden. Ohne Pflegestufe ist das ohnehin kaum zu bezahlen bzw. bekommst Du garkeinen Platz.

      6. Hast Du mit Deinen Eltern schon mal darüber geredet? Vielleicht haben sie schon eigene Pläne.
      LG Moni

      (10) 17.04.16 - 23:45

      Wenn sie nicht gepflegt werden müssen, dann braucht Ihr gar keine Pflegekraft. Die sind ausschließlich für die Pflege der Patienten zuständig, aber nicht für Einkaufen, Wohnung reinigen, Kochen usw.

      Das widerum übernehmen die Hauswirtschaftskräfte, die Ihr auch bei Pflegediensten anfordern könnt. Solange aber Deine Eltern keine Pflegestufe haben, wird das leider nicht von der Kasse übernommen.

      Das heißt, im Grunde könnt Ihr Euch auch selbst jemanden organisieren. Oder mal gucken, ob es bei Euch Nachbarschaftshilfe gibt, dann wird es vielleicht günstiger.

      (11) 18.04.16 - 20:46

      #winke

      1. Für alle! Altersheim gibt es nicht, es heißt Altenheim.

      2. Ich bin exam. Altenpflegerin in einem Alten- und Pflegeheim.

      3. Es gibt ganz viele verschiedene Möglichkeiten, deinen Eltern Unterstützung zukommen zulassen.

      - Theoretisch könnten deine Eltern natürlich in ein Altenheim einziehen. Da gibt es auch einen Unterschied zwischen nur Altenheim und Alten- und Pflegeheim. Theoretisch könnten sie aber in beide einziehen. Die Frage ist nur ob sie das möchten!

      - Dann gibt es das Betreute wohnen bzw. Betreute Wohngruppe. Eine gute Alternative zum Altenheim.

      Dort lebt man in Gemeinschaft, kocht gemeinsam usw.

      - Außerdem gibt es die lieben Damen, die aus dem Ausland zu uns nach Deutschland kommen.
      Sie unterstützen tatkräftig im Haushalt, beim einkaufen usw.

      - Dann gibt es noch die Rufbereitschaftshäuser.
      Diese Häuser sind meistens an einen Pflegedienst gekoppelt. Die Menschen die da wohnen, haben alle eine Rufanlage auf dem Zimmer. Diese können Sie betätigen, wenn sie Hilfe benötigen.

      - Oder es gibt noch den Mobilen Pflegedienst.

      Dieser würde ein bis mehrmals täglich zu deinen Eltern nach hause kommen. Je nach dem wie viel Hilfe sie benötigen.

      Einen Intensivpflegedienst gibt es auch noch.

      Aber wir hoffen mal, dass deine Eltern den nie benötigen werden.

      Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

      LG :-)

      • :-D aber sicher doch, den Begriff Altersheim gibt es durchaus noch - in Süddeutschland und Österreich wie auch in der Schweiz. Schriftlich genauso wie selbstverständlich umgangssprachlich.
        In Österreich gehen sie erst langsam dazu über, auch Seniorenheime zu sagen.
        Wenn Du googelst, erscheint es auch noch überall.
        https://www.wohnen-im-alter.de/einrichtung/altersheim
        So, Klugscheißermodus aus#freu
        In allem anderen stimme ich Dir natürlich zu - wobei die Kostenfrage auch nicht vernachlässigt werden darf. Manche Versorgungsleistungen sind fast nicht zu bezahlen - leider.
        LG Moni

        • Mag sein das dieser Begriff bei Euch noch existiert- bei uns nicht mehr!

          Ganz schreckliches Wort! Deswegen sagte ich es heißt Altenheim.

          Und ja, natürlich ist so ein Pflegeplatz bzw. eine Pflegekraft nicht billig. Dazu hatte ich gar nichts geschrieben, weil es sehr unterschiedlich ist, von Heim zu Heim, von Wohnort zu Wohnort, von Pflegedienst zu Pflegedienst. Da gibt es keine allgemeinen Preise. Ich kenne nur die von dem Heim wo ich arbeite exakt.

          Lg

    (14) 19.04.16 - 08:34

    Wir haben uns einige Jahre um die pflegebedürftige Großtante meines Mannes gekümmert. Sie lebte allerdings bei uns im Haus.
    Wir haben einen Pflegedienst engagiert, der kam morgens und abends. Später ging sie in eine Tagespflege Einrichtung, wurde morgens abgeholt und abends nach Hause gebracht. Da wir beide berufstätig waren und zwei kleine Kinder im Haus hatten, ging es nicht anders.
    Später, als es Gesundheitlich schlechter wurde, wollten wir eine Pflegekraft aus dem Ausland einstellen, die bei uns bzw in Ihre Wohnung in ein eigenes Zimmer gezogen wäre, um 24 Stunden da zu sein.
    Eine 24-stunden Pflege aus Deutschland ist quasi nicht bezahlbar gewesen. Preise für pflegene sind von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich und immer von der Pflegestufe abhängig.

    LG

    (15) 23.04.16 - 13:45

    Hallo Elysaa,

    Ich hatte in der Familie einen sehr ähnlichen Fall.

    Wir haben ein offenes und langes Gespräch mit meinen Eltern geführt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass ein Altersheim auf keinen Fall das Richtige ist und Pflegekräfte aus Polen oder Osteuropa auch nicht.

    Also haben wir uns für eine 24h Pflege entschieden.

    Nach langer Recherche und viel Mühen haben wir viele Vermittlungsportale ausprobiert und sind am Ende, wegen dem Service und Preis bei https://www.careone.de/ geladendet.

    Hier kannst du dich ja einmal umschauen und dich erkundigen. Vielleicht hilft die Seite dir ja genauso wie mir. Und wenn nicht, findest du mit Sicherheit, einen passende Lösung.

    Viel Glück, Erfolg und Gesundheit für dich und deine Familie - Guilina

    • (16) 24.11.17 - 13:25

      Hallo, ich kenne das Problem aus meiner eigenen Erfahrung. Vor zwei Jahren habe ich die Agentur http://www.pflegekrafteauspolen.de/Document,polnische-pflegekraefte gefunden. Die Firma hat mit geholfen, eine gute Altenpflegerin zu finden. Was wichtig ist, ist es mir gelungen, alles wirklich schnell und reibungslos zu erledigen. Mit den angebotenen Leistungen bin ich sehr zufrieden. Wenn ihr eine liebevolle Betreuerin sucht, kann ich euch diese Firma empfohlen. Sicher gelingt es euch, eine erfahrene Pflegekraft zu finden, die euren Angehörigen im Alltag helfen kann.

(17) 16.11.16 - 11:38

Liebe Elysaa,

deine Fragestellung ist zwar schon ein paar Monate her, trotzdem möchte ich dir meine Erfahrung mitteilen.

Vor einigen Jahren bin ich vor einer ähnlichen Situation gestanden. Meine Eltern waren grundsätzlich noch fit, aber natürlich muss man auch vorsorgen. Meine Eltern wollten nichts von Pflegehelferin, Altenheim oder so hören. Nach vielen Gesprächen haben wir eine Lösung gefunden, die für beide Seiten optimal war.

Unsere Eltern leben jetzt in einer Augustinum Seniorenresidenz http://www.augustinum.de/
Sie fühlen sich hier sehr wohl, da sie wirklich selbstbestimmt leben können. Ihre Wohnung konnten Sie nach ihrem eigenen Geschmack einrichten bzw. die alten Möbel mitnehmen.
Das war für sie zum Beispiel ein sehr wichtiger Punkt. So fühlt man sich auch gleich viel heimeliger.

Noch benötigen Sie keine Pflege, aber wenn es soweit ist, besteht die Möglichkeit, dass sie die Pflegedienstleistung in Anspruch nehmen können.

Es gefällt ihnen wirklich sehr gut und ich kann es wirklich nur weiterempfehlen.

Gruß tanteane

(18) 17.11.16 - 09:41

Hallo elysaa,

seid ihr schon zu einer Lösung gekommen? Werden Deine Eltern/Großeltern gut betreut, bzw. sind sie gut unter gekommen?

Wie schon zuvor erwähnt ist ein Pflegeheim natürlich immens teuer und wenn es nur die alltäglichen Dinge sind, die Schwierigkeiten bereiten, dann würde ich auch einen Pflegedienst vorziehen.

Wir haben auch einen Pflegedienst engagiert, der im hauswirtschaftlichen Bereich meinen Schwiegereltern hilft. Die können den Alltag natürlich sehr erleichtern. Wir haben einen individuellen Versorgungsplan aufgestellt, der sowohl die hauswirtschaftliche Betreuung umfasst, als auch Teile der Grundversorgung. Auch eine 24Std. Betreuung, wie im Altenheim/Seniorenheim wäre möglich.

In welchem Raum leben denn Deine Oma und Dein Opa? Falls das Thema noch interessant für Dich ist, od. irgendwann eine "rund um die Uhr Betreuung" , also 24Std. Betreuung notwendig sein sollte, dann kann ich Dir diesen Pflegedienst empfehlen: http://www.curadomi.de/ Ruf dort einfach mal an und lass' Dich kostenlos beraten. LG

(19) 11.02.17 - 18:18

Hallo!
Falls es nur Probleme im Alltag gibt, dann wäre das Altenheim glaube ich nicht die passende Entscheidung. Was haben deine Eltern dazu gesagt?
Wir standen vor ein paar Jahren vor der selben Entscheidung, zu Beginn wurden meine Eltern daheim betreut, d.h. Hilfe beim Kochen, Putzen, usw.

Seit ein paar Monaten wohnen sie in einer Seniorenresidenz (http://www.residenz-josefstadt.at/), weil ihr Haus einfach nicht seniorengerecht ist (schmale Türrahmen, Treppen,..). Dort fühlen sie sich ziemlich wohl, sie wohnen jetzt näher bei uns, sie haben Anschluss und unternehmen wieder einiges.

LG,
Sabine

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