zurück auf's land - dorfleben mit kindern...???

    • (1) 03.07.16 - 22:38

      hallo,

      ich suche gleichgesinnte, bzw erfahrungsberichte. denn je mehr ich überlege, umso schwieriger wird es für mich....

      ich bin 37, verheiratet, habe zwei kinder ( 2 und 3 jahre) und wohne seit 12 jahren in einem grossen ballungsgbiet. seit 8 jahren in einer schnell wachsenden kleinstadt (ca. 16000 einw).

      stammen tue ich aus einem sehr kleinem dorf mit 400 einwohner in einer kark besiedelten gegend mitte deutschlands. selbst das internet ist dort noch im jahr 2005 stehengeblieben. in diesem ort gibt es kein geschäft mehr, sehr sehr wenige kinder, der bus fährt nur zu schulzeiten und irgendwann wird dort jedes 3. haus leer stehen. ABER - meine innig geliebte familie lebt noch dort. eltern, noch grosseltern, geschwister, onkel, tanten, cousinen und ein paar alte schulfreunde. kurzum, wir sind dort noch stark verwurzelt und spätestens alle 3 wochen da für besuche feste etc. die nächste kleinstadt mit einkaufsmöglichkeiten, schulen, kiga, freitzeitmöglichkeiten liegt knapp 12 km entfernt, die nächstgeössere mit 60000 einw knapp 25 km entfernt.

      wir haben haben im ballungsgebiet vor 5 jahren ein reihenhaus gekauft, auch freunde gefunden, tolle nachbarn, fühlen uns wohl,mein mann stammt nicht von hier und ist beruflich ungebunden, da im aussendienst per homeoffice. dementsprechend ist er auch viele nächte in der woche weg.

      trotzdem zieht es uns in meine heimat. hätten wir keine kinder, wäre entscheidung schon längst zugunsten des landlebens gefällt. aber nun denke ich an meine kinder.... kiga, schule, freizeitmöglichkeiten, alles nur wenige minuten entfernt. geschweige denn von den schul- und ausbildungsmöglichkeiten. ausserdem kann man hier immer was unternehmen, vereine, kino, zoo usw. 2 autos haben wir trotzdem, denn bahnfahren ist trotzdem nicht ideal hier. zur arbeit habe ich aber auch hier 30 km mit dem auto.

      dazu kommt unsere finanz situation. wir knabbern schon an den hohen hausraten. bei einem hausverkauf könnten wir gewinn erzielen und in eine leerstehende wohnung meiner eltern mit 130qm ziehen, uns dann finanz ein wenig erholen und irgendwann einen neustart wagen. ob wir das dann durchziehen, weiss ich nicht. ich habe schon bedenken, dass wir in diesem ort dann sitzenbleiben und meine kinder, so wie ich damals, unter der fehlenden infrastruktur leiden....
      aber urlaube wären wieder möglich, da wir nicht jeden cent umdrehen müssen. und meine familie könnte auf das babyfon aufpassen, wenn ich mal abends wieder ins fitnesstudio gehen möchte, so mal rein egoistisch gesehen....
      mein mann mag gerne umziehen, er fühlt sich dort wohl. aber ich lasse sehr gute freundschaften zurück. und das gefühl der freiheit, mit den möglichkeiten hier...

      hat jemand etwas ähnliches erlebt....

      • (2) 03.07.16 - 22:39

        schreibfehler, sorry habe alles schnell im handy getippt

        (3) 03.07.16 - 22:52

        Hallo
        Eine etwas andere Situation aber ich bin in einem Gebiet aufgewachsen in dem NICHTS ohne Auto ging. Wirklich nichts. Es gab nichtmal Gehwege.
        Als wir älter waren konnten wir mit Glück zu Freunden im gleichen Gebiet fahren mit unserem Fahrrad aber das war es schon.
        Ich kann zwar den Wunsch nach der Nähe zur Heimat und der Familie verstehen aber ich wollte das nicht. Insbesondere in Deutschland.
        Es ist ja nicht nur so das die Kinder total abhängig sind, ich selbst fand es auch total nervig selbst für Kleinigkeiten ins Auto steigen zu müssen.
        Hier habe ich jetzt das genaue Gegenteil und es hat echt was einfach mal schnell zu Fuß zum Supermarkt gehen zu können & zu sehen wie frei die Kinder sind.
        Was ja nicht heißt das ihr nichts ändern könnt, nur die Option "zurück ins Kaff" wäre meiner Ansicht nach der größte Fehler und ein extremer Rückschritt.
        Auch wenn du sagst wenig besiedelt, gibt es in der näheren Umgebung nichts mit besserer Infrastruktur ?

        LG

        • (4) 05.07.16 - 20:37

          hey, danke dir. ja die nächste kleinstadt mit einer passablen infrasturktur ist 12 km entfernt. eigentlich würden wir da dann ein haus kaufen.
          das kaff wäre nur eine übergangslösung.

          lg

      (5) 03.07.16 - 22:59

      "..dass wir in diesem ort dann sitzenbleiben und meine kinder, so wie ich damals, unter der fehlenden infrastruktur leiden...."

      Warum willst du das Risiko eingehen? Fahrt da hin zu Besuch und freut euch auf euer richtiges Leben. Fitnessstudio ist wohl such nicht um die Ecke ;).

      Zieht dort hin, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Und das mit den Kosten für das Hsus ist wohl leider Hausgemacht. Vielleicht könnt ihr Umschulden oder so. Oder verkauft das Haus und zieht in eine Wohnung.

      Lange Rede: bleibt in der Stadt.

      Vg

      • (6) 04.07.16 - 10:31

        Und wenn irh in den nächsten etwas größere/n Dorf/Ort zieht? wo die Infrastruktur doch etwas besser ist und es vielleicht noch Arzt, Kiga und Grundschule gibt? Habt irh ein oder zwei Autos? Ganz ohne eigenes Auto, das hätte ich nicht ausgehalten, etwas Freiraum brauche ich schon.

      • (7) 05.07.16 - 20:38

        hi, danke dir. ja klar sind die probleme hausgemacht, aber manchmal ändert sich das leben einfach und muss sich anderweitig anpassen.

        lg

        • (8) 05.07.16 - 21:35

          Das mit dem "hausgemachtem Problem" war nicht böse gemeint. Eher so, dass ihr es ja auch wieder ins Positive wenden könnt. Es liegt in eurer Hand.
          Alles Gute für euch :)

    (9) 04.07.16 - 00:01

    Hallo,

    ich komme aus einem recht kleinen Ort in NRW, ringsherum zahlreiche andere (noch) kleinere Orte, die nächsten etwas größeren Städte 13 bzw. 15km entfernt. Infrastruktur damals wie heute eher kontraproduktiv, zwar Kindergarten, Grundschule, Supermarkt, Schwimmbad, ... im Dorf, aber vor allem als Teenager täglich das Gefühl, dort zu "versauern".

    Bin dann mit 19 zum Studieren mit meinem Mann in die nächste Großstadt gezogen (60 km entfernt, ca. 150 000 Einwohner). Wir haben uns gleich wohl gefühlt, Freunde gefunden, etc. . Sind dann vor acht Jahren für unsere Kinder und ein ziemlich geniales Haus wieder auf's Land gezogen, 7 km von der Großstadt entfernt. D.h., wir sind in weniger als 10 Minuten mit dem Auto in eben dieser Stadt, so dass wir zwar "im Grünen" wohnen, die vielen Vorteile einer Großstadt jedoch (fast) uneingeschränkt nutzen können. Direkt im Ort haben wir hier auch einen Kindergarten, eine Grundschule, seit einem Jahr wieder einen Dorfladen #pro;-) sowie diverse Sportangebote.

    Wir sind hier gut integriert, haben unsere Freunde weiterhin auch in der Stadt und haben die Entscheidung nie bereut. Obwohl drei meiner vier Geschwister mit ihren Familien in meinem Heimatort leben sowie "drum herum" auch drei gute Freund/innen, hätte ich nicht wieder dorthin zurück ziehen wollen. Zu Besuch bin ich immer sehr gern da, aber mehr auch nicht. Das Thema "Rückzug" ;-) kam vor etwa zehn Jahren mal auf, da mein Mann und ich damals noch beide in der Gegend gearbeitet haben (während des bzw. nach dem Studium(s) ). Der Gedanke verursachte bei mir allerdings ein richtig blödes Bauchgefühl, Grund genug, es nicht zu tun.

    Fazit: sobald Ihr wegen des einen oder anderen Punktes Bedenken und ein "blödes Bauchgefühl" habt, solltet Ihr Euch das Ganze mehr als gut überlegen. Ich an Eurer Stelle würde nicht "zurück ziehen", sondern schauen, ob Ihr Eure finanzielle Situation grundsätzlich verbessern könnt (Nebenjob o.ä.).

    Viele Grüße,

    Kathrin

    (10) 04.07.16 - 04:11

    Du schreibst es. ,,fein egositisch gesehen" Du gehst dann ins Fitnesstudio und did Kinder ?

    Arme Kinder sage ich immer. Wir wohnen sehr zentral und dennoch am absoluten A.. der Welt. Unsere Kinder werdn aber definitiv nicht durch unsere Wahl leiden müssen, darauf haben wir beide geachtet. Dafür pendelt eher jeder für uns. 30 km ist ein Witz.

    Für mich würde sich die Frage nicht stellen. Ich liebe unser zentrales A.-leben. Ich kann die Sehnsucht deifnitiv verstehen aber irgendwo ist ja eine Grenze und die wäre für mich bei euch überschritten.

    #winke

    • (11) 05.07.16 - 20:41

      hi,

      dir auch lieben dank.

      ja, ich gehe ins fit und die kids schlafen ;)
      arm dran sind sie auf keinen fall...

      werden aber auch hier aktuell zu all ihren freunden gefahren und freizeitaktivitäten ;)

      lg

(12) 04.07.16 - 06:50

Warum nicht. Ansosnten lebt bald niemand mehr auf dem Land.
Ich finde die entwicklung traurig. Vielleicht gibt es auf dem Land auch möglichkleiten die es in der Stadt nicht gibt.

  • (13) 05.07.16 - 20:42

    das stimmt wohl.
    gott sei dank gibt es noch einige junge leute dort, die sich für haus &co entscheiden.
    und ja, auf dem land gibt es so viele tolle sachen zu erleben.

(14) 04.07.16 - 07:05

Ich bin auf dem Land groß geworden und bin zum studieren in eine Großstadt gezogen, was mir sehr gut gefallen hat. Trotzdem hat mir das Stadtleben auf Dauer nichts gegeben und ich ging zurück. Mit Kindern würde ich definitiv nur auf dem Land leben wollen. Wir hatten als Kinder alle Freiheiten, konnten auf den Straßen Fahrrad fahren weil es keinen Verkehr gab, sind alleine zum Spielplatz gelaufen, in so einem Nest passiert ja nichts. Wir als Kinder haben das sehr genossen und das wünsche ich mir für meine Kinder später auf. LG

  • (15) 04.07.16 - 19:45

    Ja gut - aber man muss ja desswegen nicht gleich in ein nest ohne infrastruktur ziehen.

    Wir wohnen zb in einer stadt, 100'000 einwohner, wenn man die randgebiete grosszügig mitzählt, haben hochschulen, mehrere echt gute theater, kinos, gute arbeitgeber... Unsere kids gehen ab vorschule zu 90 prozent zu fuss zur schule, mit dem rad (ab 8 jahren) oder per bus/ mofa.

    Wer etwas lockere eltern hat spielt ab kindergarten auf den spielplätzen allein, wer mit 9 nicht alleine per velo/skateboard oder ähnlichem im quartier freunde besucht ist eher ein waschlappen.

    Es ist also nicht nötig, gleich alle annehmlichkeiten hinter sich zu lassen, um auch heute noch so zu leben wie du als kind.

Hallo, es gibt Land und Land. Wir leben auch auf dem Land, allerdings gibt es hier alles, was man braucht: Supermarkt, Becker, Apotheke, Kiga und eine Schule. In die nächste Kreisstadt kommt man mit dem Bus in 15 Minuten. In einem Dorf, in dem es gar keine Infrastruktur gibt, möchte ich nicht leben.

Ich selbe komme aus einer Großstadt und arbeite auch dort, so dass ich täglich 40 Minuten zur Arbeit brauche, aber das geht noch.
Ich würde dort nie wieder leben wollen, denn diese Ruhe hier liebe ich. Unsere Kinder können sich hier frei bewegen und wohnen auch gern hier.

An eurer Stelle würde ich aber nichts verändern, denn es scheint ein totes Dorf zu sein. Hier entsteht gerade ein Neubaugebiet. Binnen weniger Wochen gab es keine Grundstücke mehr. Auch Bestandsimmobilien stehen nur kurz zum Verkauf. LG

  • (17) 05.07.16 - 21:14

    Das möchte ich unterstreichen. Es gibt Land und Land.

    Wir wohnen in einem Dorf. Das ist ein "echtes" Dorf, so ganz klassisch mit Dorfmitte, d.h. Kirche und Dorfbrunnen :-). Hier gibt es einen Kindergarten, die Grundschule, Sportplatz, einige Spielplätze. Alles ist ganz bequem fußläufig erreichbar. Zudem haben wir das Glück, dass vor 7 Jahren einige Läden am nahe gelegenen Bahnhof eröffnet haben, inklusive Drogeriemarkt. Zu Fuß in 10Minuten erreichbar. Das war ein echter Segen, da sich die Kinder dort komplett mit Schulsachen eindecken können. Ich brauche also kaum das Auto im Alltag und empfinde das als ganz große Entlastung. Es macht das Leben mit Kindern sehr viel leichter.

    4km weiter wohnt meine Freundin, quasi im Hinterland unseres Dorfes :-). Sie lebt ganz idyllisch, am Rande des Waldes - eigentlich herrlich. ABER, sie kann NICHTS ohne Auto machen. Jeden Tag muss sie die Kinder zum Kindergarten bzw. zur Schule bringen und holen, häufig mehrfach. Es gibt dort keinen Gehweg, geschweige denn einen Fahrradweg. Der jüngere Sohn kann nicht mal eben zum Schulfreund rollern. Besuchskinder müssen natürlich gebracht werden. Beim älteren Sohn, der mit 12 auch mal mit dem Fahrrad fährt, muss man eine große Portion Gelassenheit mitbringen, denn auf diesen ländlichen Straßen rasen die Autos, dass einem anders wird. Mir persönlich wären die Einbußen schlichtweg zu groß, für so eine Art der krassen Abgeschiedenheit wäre ich nicht gemacht.

    Grüße
    Luka

(18) 04.07.16 - 08:04

Ich wohne so - einkaufen, Schule, Kindergarten 7 km, nächstgrößere Kreisstädte 20 km, nächste Großstädte ca. 60 km. Ja, ohne Auto geht nix - und trotzdem möchte ich nicht anders wohnen. Hier gibt's im Moment 10 Kleinkinder im ähnlichem Alter und egal welche Altersstufe, ich hab noch niemanden jammern hören.

Ja, ich werde für alles fahren müssen, auch zu Zeiten, wo andere Kinder vielleicht längst mit dem Rad fahren. Jobmäßig geht das nicht anders und es ist für Kinder ein Paradies hier. Wir haben hier schon vor dem Kind gewöhnt.

(19) 04.07.16 - 08:32

Ich bin auf dem Land in einem 500-Mann-Dorf aufgewachsen, dort herrschten ähnliche Zustände wie du sie beschrieben hast. Meine Kindheit und Jugend fand ich dadurch sehr eingeschränkt. Zur Schule, zu Freunden, zum Verein - überall hin mussten meine Eltern mich fahren. Fahrgemeinschaften mit anderen Eltern gab es zu bestimmten Gelegenheiten auch. Freunde im Ort selbst hatte ich keine, große Beschäftigung ebenfalls nicht. Als Jugendliche fand ich es dann ganz schlimm, dass man für Kino, Disco, Shopping und Freunde treffen immer von den Eltern gefahren wurde.

Ich würde das für mein Kind nicht wollen, denn das hatte auch zur Folge, dass ich bei meinem Berufsstart doch noch einen etwas beschränkten Weltblick hatte und ich z.B. mit Bahnfahren keinerlei Erfahrung hatte.

Ich denke auch, dass eure Kinder von der familiären Anbindung vielleicht nicht sooo viel haben, denn ab einem gewissen Alter interessiert einen die Verwandtschaft doch vielleicht eher weniger - Freunde dafür umso mehr.

(20) 04.07.16 - 09:24

Ich habe wie folgt gelebt:

Als Kind habe ich in einem in sich geschlossenem Wohngebiet in einer Großstadt (130.000 Einwohner) gelebt. Das alles mit einer wunderschönen Naturlage und einer viel, viel größeren Großstadt nebenan. Ich habe es geliebt. Und in meinem letzten Jahr dort (ich war 13) hatte ich alle Freiheiten der Welt.

Dann zogen wir um. In eine rund 20 km entfernte Kleinstadt (20.000 Einwohner mit allen Dörfern rundum) - beziehungsweise auf eines dieser Dröfer. Und ich habe es gehasst. Ich musste mit dem Zug zur Schule und hatte zwischenzeitlich 50 min Aufenthalt an der Schule, bis der Unterricht begann. Verbindung gab es höchstens einmal die Stunde. Und es war alles sehr sehr klein...

Dann lernte ich dort meinen Mann kennen und wir blieben dort. Die Wohnungen waren preiswert, die KiTa-Struktur unvergleichlich gut! Wir bekamen Kinder und wohnten zum Schluss in einer Doppelhaushälfte zur Miete. Vor allem, als meine Kinder so alt waren wie deine, war es eine tolle Sache.

Na und dann kam die Kehrtwende! Meine Große ist leider nicht der Durchschnittsschüler. Sie ist ein klassischer Überflieger, der unter Unterforderung extrem leidet. Und für sie war in der Kleinstadt dann das Ende der Fahnenstange erreicht. Hinzu kamen berufliche Probleme bei meinem Mann.

Wir haben uns dann - wie der Zufall es will - in Richtung Großstadt bewegt und haben dort alles vorgefunden, was wir brauchten. Berufliche Flexibilität, kurze Wege und tolle Angebote für mein großes Kind. Inzwischen haben wir auch Haus und Hof hier - in Randlage zwischen Wald und Wasser.

Und wenn ich heute sehe, wie meine Kinder in diese Stadt hereinwachsen, in der ich früher gelebt habe, würde ich es einfach so NIEMALS übers Herz bringen, sie hier rauszureißen! Wenn man muss, klar. Aber WOLLEN? Niemals!

(21) 04.07.16 - 09:26

Hi,

verstehen kann ich Dich!

Wir wohnen in einer Großstadt - 500.000 Einwohner. Mich nervt es einfach nur noch. Hektik ohne Ende, immer laut immer Aktion. Klar ist alles fußläufig ums Eck. Zig Bäcker, zig Discounter, Fachgeschäfte, Einkaufszentren, Busse, U-Bahn direkt vor der Tür.

Wir haben schon nach Häusern geschaut. Hier am Land und auch an der Küste in Norddeutschland. Job hätte mein Mann auch in der Tasche gehabt. Aber wir machen es nicht. Wir trauen uns nicht. Wir sind es einfach nicht gewohnt, das Landleben. Haben Angst, dass die Kinder "untergehen", von der "Welt abgeschnitten" sind. Nicht mal eben so irgendwo hingehen zu können usw.. #zitter#zitter

Wir würden für unser Haus auch eine beträchtliche Summe erhalten, die wir auf dem Land für ein nettes Haus nicht vollständig ausgeben würden. Der Finanzielle Aspekt bleibt bei uns schon in den Köpfen, aber das alleine ist nicht alles.

Ich muss aber auch dazusagen, dass wir ein Zweifamilienhaus zusammen mit meinen Eltern haben. Würden sie den Wunsch haben - aufs Land zu ziehen, würden wir sofort mitgehen. Diesen Wunsch haben sie leider nicht - nach Norddeutschland würden sie allerdings u. U. mitziehen #zitter, mein Papa fährt sehr gerne Boot und am Kanal ist es halt auf Dauer etwas öde..... ;-) - immer rauf und runter, mal ne Schleuse....

Sicherlich werden wir weg ziehen, wenn die Kinder fertig sind mit der Schule und eigene Wege gehen oder Gott bewahre, meine Eltern irgendwann nicht mehr sind. Vorher sehr unwahrscheinlich oder aber wir gewinnen im Lotto. :-p

LG
Caro

(22) 04.07.16 - 10:25

ICh bind er Liebe wegen zu meinem mann in ein Dorf mit ca. 1000 Einwohnern gezogen. Damals noch kidnerlos, als dann usner 1. kidn geborenwurde war meien einzige Bedingung, dass ich mein Auto behalte, also wir 2 haben, damit ich im notfall schnell i´zum Arzt kann,falls mit dem Kind,was ist. ICh aheb es nie als rückstädnig empfunden,auf dem land zu wohnen, hier gibt es inzwsichen auch eien tante Emma laden mehr, BÄcker hat vor 6 Jahren, Fleischer vor 2 JAhren zugemacht.

Bei denen habe ich seeehr selten gekauft, weil die auch recht teuer waren; vermisse sie also nicht. Mich hat es nie gestört, dass ich immer isn Auto stegen muß um was zu besorgen oder zum Arzt u.ä. zu fahren.
Sogar zum Kiga mußte ich fahren, der ist 3 km entfernt genau wie die (inzwischen geshclossene) Grundschule, da fuhr aber ein Bus als meine Kinder dort hingingen. Jetzt müssen die Grundschüler in die Schule 7km entfernt mit Bus. Damals sind meine in 3. und 4. Kl. auch die 1,5 km mit Fahrrad gefahren.

Freunde in Kiga und Schule, da habe ich sie bringen müssen, aber seit sie 8 waren, fuhren sie auf dem Radweg ins nächste Dorf ihre Freunde besuchen. Sie riefen mich von dort an, wenn sie angekommen waren.
Diese Fahrerei ist das einzge,w as mich ab und zu in den vielen Jahren wirklich gestört hat, aber wir haben es alle überlebt. Meine Kinder sind jetzt 15 und 19 und der große hat inzwischen ein eigenes Auto. So fahre ich nur noch die Tochter hin und wieder zu Freundinnen, die kürzeren Weg macht sie mit Fahrrad.

Was mich manchmal auch störte, war die enge gewachsene Nachbarschaft, die für meinen Mann,der hier geboren wurde, selbstverständlich ist. ICh fand es aber z.B. schrecklich, dass ich ziemlich fremde Nachbarn, die ich grade mal ein paar Monate durch vereinzeltes "Guten Tga" über die Auffahrt "kannte", zu meiner Hochzeit einladen mußte, weil es halt so üblich ist.

Aber man gewöhnt sich an alles, meine Kinder hatten viel Raum zum Spielen, nicht nur im großen eigene Garten, sondern auch im Wald 250 m von hier oder dem kleinen Bach im Dorf.

Und frisch, wirklich gute Luft haben wir heir jeden tag zum Atmen, sind nämlich ein kleiner Luftkurort.

(23) 04.07.16 - 10:57

Wir wohnen in einem 2000 Seelen Dorf mit kiga, Grundschule, Edeka, Reitstall und jeder Menge Vereinen, Wald und Feldern vor der Tür, wunderschöne Landschaft mit Bergen und riesigen Wäldern. Eigentlich bin ich sehr zufrieden, aber noch lieber würde ich richtig weit draußen auf einem der Aussiedlerhöfe wohnen, ohne jeden Verkehr und Nachbarn. Was für Hobbies habt ihr denn? Einsam wohnen mit Pferden, Hunden, Katzen, Hühnern und frischem Gemüse aus dem eigenen Garten, eigene Ställe und Reitplatz? Genug Platz für die Kinder um Meerschweinchen und Hasen zu haben und ein Baumhaus? Im Stroh in der Scheune zu spielen, ein Trampolin auf dem Hof zu haben? Seid ihr Outdoor orientiert und würdet die ländliche Umgebung auch wirklich nutzen oder nicht? Das wäre für mich das Kriterium, ich gehe lieber mit dem Hund durch den Wald als ins Fitnessstudio. Ob man jetzt den Wohnort danach ausrichtet ob sich die Kinder als Teenager auch nicht langweilen ist Ansichtssache. Ich bin in Berlin Prenzlauer Berg aufgewachsen und habe mich als Teenager auch gelangweilt. Vieles verläuft sich in der Großstadt, auch Freundschaften, sind teilweise sehr schwierig zu pflegen.

  • Mist zu schnell abgeschickt. Also ich würde mir folgendes überlegen: nutze ich die neue Örtlichkeit, gewinne ich Spielraum oder fallen einfach nur Möglichkeiten weg? Bin ich bereit und in der Lage, meine Kinder viel zu Hobbys und Freunden zu fahren? Traue ich es ihnen zu, durch einsame Gegenden mit dem Fahrrad zu Freunden zu fahren? Kann ich selber auf kurze Wege verzichten und abends auch eher zu Hause bleiben statt viel auszugehen? Eher zum Grillen auf dem Hof einladen als Konzerte und Kino? Da muss man sich selber prüfen und dann entscheiden. Was die Kinder gut finden werden, kannst du sowieso nicht ahnen. Ich Wärterin Großstadtkind und habe glühend alle Landkinder beneidet. Meinen Cousinen ging es anders herum.

(25) 04.07.16 - 13:14

Wir leben auch auf dem Land aber SO wie du das dorf beschreibst glaube ich nicht das man sich einen gefallen tut wenn man DA hinzieht!! Was will man sein Leben da versauern. Wer relativ jung und schlau ist zieht von da weg.

Wir wohnen wie gesagt auch auf dem Land aber wir haben Ärzte / Schulen/Friseur/ Bäcker/Supermärkte/Eisdiele usw. Bis zur nächsten Großstadt (Leipzig) sind es 60 km aber alles für den täglichen Bedarf ist in unmittelbarer Nähe. Wir wollen nie,, NIE in einer Großstadt Leben aber nun ganz abgeschieden ohne jegliche Infrastruktur sollte man sich verdammt gut überlegen!

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