Mama arbeitet, Papa bleibt beim Baby

    • (1) 06.07.16 - 12:26

      Hallo, ich arbeite seit sieben Jahren Vollzeit, mein Mann Teilzeit. Das Modell hat sich jahrelang gut bewährt, und auch unsere Töchter (13 und 11) haben das gut angenommen.

      Allerdings waren sie bei dem Wechsel auch schon etwas größer. Vor fünf Monaten haben wir noch einen Sohn bekommen.
      Ich habe ein Jahr Elternzeit genommen und muss leider nach dem Jahr meinen AG wechseln, bei dem ich zehn Jahre war, da ich in der Schwangerschaft übelst gemobbt wurde und sogar ein BV deshalb bekam. Nun habe ich ein tolles Angebot bei einem anderen AG bekommen, bei dem alles stimmt, aber zum 1.10.
      Die Elternzeit kann ich ja beenden, das ist kein Problem, aber ich weiß nicht, wie ich das für meinen Sohn finde. Er wird noch voll gestillt und bis Oktober habe ich sicher einige Mahlzeiten ersetzt. Mein Mann ist der beste Vater, den ich mir vorstellen kann und wird das mit ihm super machen, aber mein Mamaherz ist traurig.
      Ich bin von 7 bis 15.30 Uhr außer Haus und habe noch vier Stunden, bis er schlafen geht. Ich habe einfach Angst, vieles zu verpassen, aber das Angebot ist super.
      Mein Mann würde bis unser Sohn 3 ist nur auf Minijobbasis arbeiten, finanziell passt das.
      Unsere Mädchen waren eben aus dem Gröbsten raus, als ich wieder Vollzeit anfing, der Kleine ist dann noch ein Baby. Hat jemand eine ähnliche Situation erlebt? LG

      • Hallo
        Ich kenne eine Familie bei der die Mutter nur kurz daheim war, sie ist Hauptverdiener und verdient um einiges mehr als ihr Mann (Beamte mit hoher Besoldnungsgruppe).
        Als Außenstehende finde ich das echt super toll, schade das es 2016 noch Leute gibt die das komisch finden. Damit meine ich jetzt nicht dich sondern beziehe mich auf das was sie mir so erzählt haben.
        Deine Sorgen kann ich schon verstehen aber mal ehrlich, sonst ist es beim Vater so und das wird dann eben mit seiner Rolle abgetan #augen
        Von mir also ein klares Ja!
        Alles gute!

        LG

        Hallo,

        ich kann verstehen, dass dein Mamaherz schmerzt, aber es ist für dich eine tolle Möglichkeit wieder in den Beruf einzusteigen, wer weiß was ist, wenn du wartest bis deine Elternzeit zu Ende ist ;-).

        Dein Mann wird das super machen, aber das weißt du ja :-). Unsere beiden sind mit jeweils 1 Jahr in die Kita gekommen. Ab da bin ich Teilzeit arbeiten gegangen, durhc meine Fahrtzeit waren sie von 06:45 Uhr bis 15:45 Uhr in der Kita. Ich fand das nicht so toll, weil unsere kleine zu dem Zeitpunkt noch nicht mal laufen konnte, aber sie hat es für mich am Woen gemacht #rofl#rofl#rofl.

        Dein Sohn ist super versorgt, das ist das wichtigste, klar bekommt man nicht mehr alles so mit, aber auch du wirst seine weiteren Schritte miterleben und auch immer ein Teil von Ihnen sein #winke.

        Lg

        Meine beste Freundin hat 2 Jungs und ist jeweils nach 8 Wochen wieder arbeiten gegangen. Muttermilch hat sie abgepumpt.
        Sie hatte aber immer ein Aupair für die Kleinen und die Oma.
        Da finde ich das mit dem Papa schöner.

      • Hallo,

        ich bin nach 8 Monaten EZ wieder Vollzeit arbeiten gegangen. Und ja, ich fand es blöd und mein Mutterherz hat geblutet, weil Du in der Tat den ein oder anderen Entwicklungsschritt nicht richtig mitbekommst. Auch fand (und finde es noch immer) ich es traurig, dass ich meine Nachmittage nicht mit dem Kind verbringen und so banale Dinge wie Babyturnen etc. machen kann.

        Aber das Leben ist leider kein Wunschkonzert und wenn es für Euch aus finanzieller Sicht die beste Lösung ist, dann musst Du da wohl leider durch.
        Vielleicht besteht für Dich in einiger Zeit (wenn Du in der neuen Firma fest im Sattel bist) auch die Möglichkeit, deine Arbeitszeiten zu verkürzen. Ich habe konnte tatsächlich um 4h/Woche reduzieren ohne Gehaltseinbußen zu haben.

        Alles Gute für Euch!

        Ich könnte es mir für unsere Familie nicht vorstellen. Aber ihr habt ja generell die Rollen so verteilt das der Papa viel Zuhause ist also sollte es kein Problem sein. Man muß eben überlegen ob das finanzielle über die Entwicklung geht, die du dann nicht komplett mitbekommst.

      Ne geht natürlich nicht über die Entwicklung die man nicht mitbekommt, man kann Kinder ja rein mit Luft und Liebe und Fensterkitt ernähren oder was?
      Sorry aber dumme Ansage

      • Was ist denn bitte daran dumm? So wie ich es verstanden habe arbeitet der Papa Teilzeit und würde es auch weiter tun solange die TE Zuhause bleibt. Man muß eben überlegen ob man es so lässt und die TE eben erst später wieder arbeitet oder den Job annimmt und dann der Papa weniger arbeitet um beim Baby zu bleibe. Aber dann muss die TE damit leben dass sie viele Entwicklungschritte verpasst und der Papa die Zeit mit Baby hat. Ich finde daran nichts dumm.

        • Na sie hat doch das Jobangebote eben zum 1.10. ich verstehe das so - entweder sie nimmt das an und geht Vollzeit arbeiten oder bleibt daheim und muss weiter suchen. Gerade in der heutigen Zeit, in der die guten Jobs nicht auf der Straße liegen, ist es schon dumm so ein Angebot auszuschlagen "nur" weil man die Entwicklung nicht verpassen will (die sie ja schon 2x erlebt hat)

    In deiner Familie scheint das Finanzielle wichtiger zu sein, als dass der Vater die Entwicklung komplett mitbekommt...

    Ja ja, und dass die Vaeter dann die Entwicklung nicht mitbekommen, ist vollkommen ok.

    Leider haengst du irgendwo im Mittelalter fest. Schade.

Hallo,

suer Sohn wird im Oktober schon 8 Monate sein und mit Beikost sicher den Tag überbrücken können, bis du von der Arbeit wiederkommst. Außerdem ist es der Papa, der ihn betreuen wird. Für euer Kind ist es völlig ok, wenn es vom Papa betreut wird, ich würde sogar sagen, dass es ein Gewinn ist, weil Väter ihre Kinder eben doch anders (nicht schlechter oder besser) händeln.

Das du traurig bist, kann ich schon verstehen, aber dein Mann wird dir die Dinge erzählen, die euer Sohn erlebt und gelernt hat. So wie du es ihm jetzt auch erzählst.

Ich würde das Angebot an deiner Stelle annehmen.

LG

Ich kann dir nachfühlen, bei uns endet der Mutterschutz schon nach 14 Wochen, viele Mütter fangen dann wieder an zu arbeiten. Ob Papa oder Mama da ist, spielt dem Baby keine Rolle.

Stillen ist normalerweise kein Problem. Kauf dir eine gute (elektrische) Milchpumpe und frier die Muttermilch ein. Ich habe meine Tochter 7 Monate lang voll gestillt und das, obwohl ich mangels Kühlmöglichkeit die tagsüber abgepumpte Milch wegschütten musste.

Alles Gute, thyme

Wir haben diese Modell ab dem zweiten Kind genauso gelebt. Bei Kind 1 war ich mehr zu Hause, bei Kind 2 mein Mann. Ausschlaggebend war unter anderem zwar auch finanzielle und organisatorische Überlegungen (mein Job ermöglicht uns schon so einiges an Luxus und Flexibilität), weitaus wichtiger war uns aber etwas ganz anderes...
Nachdem ich die ersten Jahre die Zeit mit Kind eins ganz entspannt gestalten konnte (viel zu Hause, ein kleines wenig studiert) und mein Mann uns alleine finanziell versorgt hat, wollte ich es ihm andersherum beim zweiten Kind genauso gönnen.
Und ich muss zugeben, dass ich immer wieder erstaunt bin, dass so ein Geben und Nehmen im 21. Jahrhundert noch nicht selbstverständlich ist.
Er hat diese Zeit unglaublich genossen - genauso wie ich bei ersten Kind.
Nun ist das zweite Kind bald sechs und wir sind alle sehr zufrieden und glücklich wie es ist. Wenn sie in die Schule kommt, wird er noch einmal Stunden reduzieren.

Natürlich wird es dadurch Dinge geben, die dein Mann intensiver miterleben wird als du, aber die hattest du doch dafür bei deinen Töchtern, oder?

Und ich muss immer wieder sagen, dass es mich glücklich macht, nach Hause zu einer fröhlichen Familie zu kommen und zu wissen, dass ich dazu beitrage, dass sie gut versorgt und abgesichert sind.

  • Vielen lieben Dank für deine Sichtweise! Genau so ist es, ich hatte das schon bei meinen Töchtern. Zudem mag ich meinen Beruf sehr und weiß, dass mein Mann unseren Sohn toll versorgen wird.

    (21) 06.07.16 - 20:40

    Wir handhaben es ähnlich, mein Mann steckt im Beruf zugunsten der Kinder ebenfalls zurück, wat auch in Elternzeit, und wir erleben es als Gewinn für alle.

    Schön in diesem - eher "traditionellen" ;) - Forum auch mal so etwas zu lesen.

Krass, ich könnte das nie.
Habe immer die Babyzeit so genossen, diese Anhänglichkeit der Kleinen bis sie 2 und abgestillt waren, kuscheln, meine Kleinste hab ich die ersten 5 Monate quasi ununterbrochen in der Trage gehabt, teils alle halbe Stunde gestillt...
Mein Mann ist aber auch zudem jemand der NICHTS im Haushalt macht, bzw. nur n riesen Chaos veranstaltet, weder weiß wo der Besen steht, noch wo die Kinder ihre Socken liegen haben etc.
Daher ist es für mich absolut unvorstellbar, ich bin wie ne Alleinerziehende trotz Mann, daher käme ich mir verantwortungslos vor wenn ich nun arbeiten müsste, gerade mit Baby!

Bei euch ist ja alles anders gelagert.
Dann passt das doch.

  • Und das lässt du zu ? Sorry aber dann bist du doch selbst Schuld!
    Echt traurig sowas zu lesen.

    • Schuld? Traurig?
      Dann kam das falsch rüber, ich bin zufrieden so.
      Mein Mann ackert mehr als 40 Stunden, und Erziehung und Haushalt sind dann nun mal meins. Irgendwas muss und möchte ich ja auch machen, und bei uns macht jeder das was er am besten kann und mag. Er kocht zwar besser als ich, aber dafür hab eben ich mehr Zeit als er.
      Na ja, und nur weil er nicht weiß wo die Kinder ihre Kleidung liegen haben heißt das ja nicht dass er sich nicht mit ihnen beschäftigt.
      Für mich sind das so Frauensachen, Kids einkleiden, Bude aufräumen und sauber halten... bei uns bin ich diejenige die darin aufgeht und was dafür übrig hat. Und mein Mann arbeitet gerne außer Haus.
      Bei der TE ist es halt anders rum. So what.

      • Darum geht es doch gar nicht.
        "Männersache" und "Frauensache" sind einfach nur ausreden. Frauen können lernen, Männer aber nicht?
        Ich musste bei unserem ersten Kind genau so wie mein Mann lernen (der übrigens mehr als 40h arbeitet...)
        Wenn dein Mann aber nur Spaß mit den Kindern haben kann und nichtmal in der Lage ist den Kindern Socken(!) anzuziehen ist das für mich ein Armutszeugnis.

        Ernsthaft mal, sogar mein 6 jähriger kann da mehr.

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