Bin überfordert

    • (1) 26.07.16 - 11:01

      Hallo Ihr Lieben,

      ich bin grad echt deprimiert und muss mich mal ausheulen. Meinen Mann sehe ich erst am Wochenende wieder deswegen müsst Ihr herhalten. :-)

      Am besten beschreibe ich erst mal meine Situation:

      Wir haben momentan noch die klassische Rollenverteilung. Ich bin zu Hause mit unseren zwei Kindern. Mia (5) geht halbtags in kindergarten, Ben (2) geht ab September in Kindergarten. Wir sind letztes Jahr in eine größere Mietwohnung umgezogen, mit Garten.

      Bis dahin lief alles super. Bis mein Mann Ende letztes Jahr eine Beförderung Angeboten bekommen hat. Wir haben lange darüber geredet und waren uns einig das er die Stelle annehmen sollte. Leider ist es jetzt so das wir uns unter der Woche gar nicht mehr sehen. Er kommt spät nach Hause und geht bevor die Kinder und ich aufstehen. Vor allem Mia bedrückt das sehr.

      Seit Anfang des Jahres bin ich ständig krank. Januar lag ich mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus. Seitdem liege ich alle paar Wochen flach. Wirklich jeden Monat bin ich krank. Meine Mutter und meine Schwiegermutter haben beide dieses Jahr schon eine Woche Urlaub für mich geopfert um mich zu unterstützen und mir die Kinder abzunehmen.

      Trotzdem bin ich heillos überfordert, ich bekomme den Haushalt nicht mehr auf die Reihe. Hier sieht es einfach total chaotisch aus. Die Kinder empfinde ich momentan einfach nur als anstrengend. Ich fall jeden Abend mit den Kindern ins Bett, weil ich mich so erschöpft fühle.

      Und zu allem Überfluss hab ich jetzt auch noch von mehreren Personen gesagt bekommen, das eine bestimmte Mutter im Kindergarten über mich lästert. Sie macht sich hinter meinem Rücken lustig über mich, das sie nicht versteht wie Ich überfordert sein kann. Und redet recht übel über mich. Und lustigerweise nimmt mich das grad am meisten mit.

      Für Tipps und Tricks wie ich mit der Situation umgehen kann, wäre ich dankbar.

      Entschuldigt bitte den langen Text und Danke schon mal für eure Antworten.
      Kadafra

      • Hallo.

        Das A und O ist ein intaktes Immunsystem. Geh zu deinem Hausarzt oder zu einem guten Heilpraktiker und lass dir was geben, dass dich wieder etwas stärkt. Dann hört zumindest das "ewige Kranksein" auf und du kommst wieder zu Kräften.

        Wirst sehen, dann stehst du auch drüber, wenn jemand über dich ablästert. ;-)

        Alles Gute!#winke

        • Danke für Deine Antwort.

          Mein Hausarzt erklärt meine dauernden Krankheiten damit das mein Immunsystem durch den ewigen Schlafmangel geschwächt ist. Und das aufhört wenn Ben irgendwann durchschläft. Und unser Kinderarzt sagt durchschlafen ist ein Reifeprozess, da kann man nichts machen, einfach abwarten...

          Wahrscheinlich sollte ich aber noch mal hin und einfach darauf bestehen, mich durchchecken zu lassen.

          • Hallo,

            ich klinke mich hier mal schnell ein. Ich hatte diesen Winter auch eine Lungenentzündung und hatte hinterher noch länger gesundheitliche Probleme. Da mein Mann viel unterwegs ist, bin ich mit den 4 Kindern auch viel allein und ständig wurden hier neue Krankheiten angeschleppt, die ich mir eingefangen habe. Ich stille unseren Jüngsten noch und habe auch "chronischen" Schlafmangel. Ich kam also auch nicht richtig auf die Beine. Ich habe dann von meinem Hausarzt einige hochdosierte Vitamin C, Zink und Vitamin B (genaue Zusammensetzung weiß ich jetzt nicht) Infusionen bekommen. Die haben mich wirklich aufgebaut. Vielleicht wäre das für dich eine Idee. Zumindest war ich nicht mehr so unglaublich erschöpft und mir ging es dadurch insgesamt besser.

            LG und alles Gute

            Mian

          • Oh... wem sagst du das. Mein Sohn hat mit 4 (!) Jahren zum ersten Mal eine Nacht durchgeschlafen. In seinen besten Zeiten war er nachts alles Viertelstunde wach und am schreien. #schwitz
            Es wurde etwas besser, als ich ihn zu mir ins Bett nahm. Aber ein richtig "guter Schläfer" ist er noch heute nicht - und er wird demnächst 12. ;-)

            Lass dich nochmal durchchecken und dir was fürs Immunsystem geben!!

            Alles Gute!!!#winke

      Hi Kadafra,

      deine Situation nennt sich "Alleinerziehend mit Mann" ;-)
      Da geht es dir genauso wie mir.

      Der Alltag mit 2 relativ kleinen Kindern ist anstrengend, keine Frage. Mein Mann erzieht die Kinder aufgrund seiner ständigen Abwesenheit auch nicht mit, hilft natürlich nicht im Haushalt und auch ansonsten bleibt alles an mir hängen. Berufstätig bin ich auch noch (halbtags). Kein Wunder, wenn man abends froh ist, wenn die Kinder im Bett sind.

      Aber das darf nicht soweit gehen, dass du dadurch krank wirst. Hieraus wird deine Situation ein Problem, dem man Abhilfe schaffen muss. Du muss unbedingt versuchen, den Druck bei dir rauszunehmen. Du KANNST nicht alles schaffen. Richte dir tageweise Zeiten ein, in denen du zumindest "planst", den Haushalt zu erledigen oder die Einkäufe etc. Schaffst du es in den Zeiten, super! Wenn nicht, MUSS es dir egal sein, dass du es an einem anderen Tag erledigst! Deine Bude muss nicht glänzen, es reicht, wenn eine gewisse Grundhygiene und eine gewisse Grundordnung herrscht.

      Ich sag dir, wenn du es schaffst, das alles etwas lockerer zu sehen, hast du mehr Zeit für die Kinder, wirst so entspannter mit ihnen und empfindest sie nicht mehr als so anstrengend. Und die anderen Muddis sollten dir sowieso am Allerwertesten vorbeigehen. Leicht gesagt, ich weiß. Aber die haben meist keine Ahnung davon, wie es ist, allein für alles da zu sein. Kein Partner, der im Haushalt mit anpackt, die Kinder badet und ins Bett bringt usw usw. Die meisten Frauen wissen das gar nicht zu schätzen und nehmen es als selbstverständlich. Also pfeif auf sie :-D

      Du schaffst das ganz sicher. Und nicht vergessen: Je älter die Kinder werden, desto leichter wird es ;-)

      Alles Gute!

      LG
      J.

      • Nur dass "Alleinerziehend mit Mann" den Vorteil hat, dass sie sich nicht auch noch um das Einkommen kümmern muss.

        Deshalb finde ich die Aussage als Vergleich zum "Alleinerziehendsein" etwas grenzwertig.

        Unabhängig davon sollte natürlich der Grund für diese Antriebslosigkeit und Überforderung gefunden werden. Gesundheitliche Probleme, ggf. fehlende Alltagsstruktur oder schlicht auch mentale Unterforderung mit dem häuslichen Dasein.

        Grüße Küstenkönigin

        • Zum einen: "Alleinerziehend mit Mann" ist der Titel eines sehr berühmten Buchs zu genau diesem Thema ;-)

          Zum anderen:
          Wir wissen doch gar nicht, ob sie arbeitet oder nicht. Ich z.B. bringe den Löwen-Anteil unseres gemeinsamen Einkommens auf, obwohl mein Mann in Vollzeit und ich in Teilzeit arbeiten. Es ist keineswegs abwegig, diese Situation mit alleinerziehend zu vergleichen, denn ein Mann, der nur 1 Tag in der Woche für die Familie da ist, kann in einer Familie ebenso wenig beitragen, wie es ein getrennter Elternteil kann. Vorausgesetzt, er ist da. Da liegt der Unterschied. Ich will Alleinerziehende auf keinen Fall mit dieser Situation gleichsetzen, aber soooo abwegig ist der Vergleich nicht.

          • Die TE schreibt doch im Ursprungstext, dass sie nicht arbeitet sondern (noch) mit dem Jüngsten zu Hause ist

            Doch, der Vergleich ist abwegig.

            Denn alleinerziehend bedeuted auch, dass abends keiner nach Hause kommt, auch wenn die Kinder schon schlafen, mit dem du dich emotional austauschen kannst, der die Sorgen und Freuden über die gemeinsamen Kinder teilt.

            Wenn du AE wärst, würdest du arbeiten UND alles das machen mit und für die Kinder, Haushalt etc. was jetzt tagsüber gemacht wird und hättest immer noch weniger Geld am Ende UND weniger Zeit für deine Kinder.
            Viele Situationen müssen alleine entschieden werden.
            Um abends weg zu gehen, bräuchtest du einen Babysitter etc....

            • Diese Situation haben viele in Wochenend- und Fernbeziehungen. Da kommt abends auch kein Mann nach Hause, dieser ist bei Problemen und Entscheidungen auch nicht immer greifbar und man braucht abends für jeden Termin einen Babysitter.

              Alleinerziehende haben es sicherlich nicht leicht. Ich weiß das, da meine Mutter selbst allein erziehend war. Aber auch sie sagt, dass z.B. meine Situation durchaus nicht selten mit der ihren vergleichbar ist.

              Ich denke aber nicht, dass man in einem Forum darüber diskutieren muss, wer es schwerer hat und wer viel mehr leisten muss. Dazu sind die Lebensumstände - alleinerziehend oder nicht - viel zu unterschiedlich.

              Nein, das bedeutet es nicht unbedingt. In meinem Fall ist es genau so, wie du es hier beschreibst. Hatte ich auch schon geschrieben.

              Es ist nicht alles schwarz/weiß. Es gibt etliche Lebenssituationen, die vergleichbar sind.

              Und zudem solltet Ihr den Buchtitel, den ich mit einem Augenzwinker-Emoticon versehen habe, nicht zu sehr auf die Goldwaage legen.

              Eigentlich geht's hier doch gar nicht um Alleinerziehende an sich, sondern wie man der TE helfen kann... und dazu hab ich auch was geschrieben.

      Danke für Deine Antwort.

      Ich bring morgens Mia in Kindergarten und nutze den Vormittag um etwas im Haushalt zu machen. Leider ist immer viel mehr zu tun als ich schaffe. Einerseits muss ich Ben in alles mit einbeziehen, sonst stellt er mir die Wohnung auf den Kopf. Und andererseits bleibt leider so viel liegen wenn ich krank bin. Dass muss ich dann aufholen, wenn ich wieder halbwegs auf den Beinen bin. Und denke ich, ich hab alles wieder im Griff, lieg ich wieder flach.

      Das schlimme ist, mit dieser Mutter hab ich früher als mein Mann noch am Wochenende gearbeitet hat, viel unternommen. Ihr Mann hat auch viel am Wochenende gearbeitet und macht das immer noch. Sie weiss also, wie es ist, alleine mit den Kindern zu sein. Seitdem ich aber soviel krank war und mein Mann nur noch unter der Woche arbeitet ist unser Kontakt verlaufen.

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