Umzug ist nötig und ich bin so traurig...

    • (1) 09.08.16 - 08:51

      Vielleicht könnt ihr mir helfen neue Sichtweisen auf mein aktuelles Problem zu zeigen, da ich mich selbst gedanklich einfach nur im Kreis bewege. Ich habe Angst den Zwillingen indirekt die Schuld zu geben…
      Vorab: Ich tue mich schwer Entscheidungen zu treffen und die Veränderung im Anschluss anzunehmen. Keine Veränderung geht bei mir einfach so, ich mach alles unnötig kompliziert.
      Ich habe 3 Kinder (1 große Tochter und Zwillinge). Ich wollte nie 3 Kinder, aber die Natur hat uns den Plan zu nichte gemacht. Während der Schwangerschaft und bis heute habe ich versucht es so anzunehmen und kein Problem draus zu machen. Es hat funktioniert. Bis heute. Nun stehen Veränderungen an die mit 2 Kindern erstmal kein Problem gewesen wären.
      Vieles konnten wir bereits lösen (Auto, Job etc.) – das hat viel Kraft gekostet, fühlt sich aber alles gut an.
      Bei einen Thema könnte ich jedoch jeden Tag heulen: Wir müssen umziehen. Wir haben ein super schöne Dreiraumohnung. Eigentlich wollten wir uns später ein Haus kaufen (außerhalb in Richtung meiner Arbeit). Davon haben wir uns schon verabschiedet. Wir schaffen das eigentlich nicht und möchten derzeit nicht aus der Stadt weg. Dann hatten wir uns überlegt eine Eigentumswohnung zu kaufen. Aber zu fünft? Eh wir die abbezahlt haben, sind die Kinder langsam raus. Eine kleinere Wohnung wäre die Lösung. Hatten wir auch eine, aber nicht nur die Zweiffel an der Größe auch diverse andere Sachen haben uns abgehalten. Ich konnte schon vor der Unterschrift keine Nacht mehr schlafen. Wir haben es gelassen.
      Nun haben wir uns aus zahlreichen Gründen fürs Mieten und weitersparen entschieden und mir geht es richtig gut damit. Eine neue Wohnung ist gefunden, die alte Wohnung ist gekündigt. Viele Kompromisse mussten wir eingehen, der größte ist sicherlich der Mietpreis. Auch wenn ich mit allem Leben kann, bringt der Umzug jetzt das Fass zum überlaufen. Ich will hier nicht weg und mit 2 Kindern hätten wir das jetzt auch noch nicht gemacht. Aber zu fünft sehe selbst ich ein, dass es zwar noch 2 Jahre gut geht, aber irgendwann der Punkt kommt, wo es eben nicht mehr geht. Ich wollte warten bis es soweit ist, mein Mann will jetzt umziehen, einfach damit wir die Entscheidung weg haben und wir neu starten können.
      Ich vermisse jetzt schon alles. Heule jeden Tag. Meine Tochter macht es mir auch schwer Abschied zu nehmen. Ich drehe mich im Kreis. Mache die neue Wohngegend schlecht, alles einfach.
      Habt ihr Tipps um mich aufzumuntern?

      • Du bist nun mal Mutter von drei Kindern. Das wird auch so bleiben. Was soll das Geheule und Gejammere? Ich hoffe, du heulst nicht die ganze Zeit vor den Kindern!
        Das eine 3 - Zimmer nicht ausreicht ist doch klar. Warte doch erstmal ab, vielleicht kommt doch alles anders und du fühlst dich doch wohl.

        Du bist der Erwachsene und die Kinder lernen am Modell. Was für ein Vorbild willst du sein? Also reiss dich mal zusammen!

        • Deswegen frage ich hier um Tipps, um es eben nicht an den Kindern auszulassen sondern einen Weg zu finden, damit besser umzugehen.
          Und ja, knapp das doppelte an Miete tut weh. Man muss für alles auch irgendwann, irgendwie arbeiten gehen und Zeit für die Kinder brauch man auch noch. Da wir die Kleinen zu Hause betreuen und beide in Teilzeit sind, wirds auch nicht leichter.
          Vieles wird sich sicher über die Zeit regeln.

          • >>Deswegen frage ich hier um Tipps, um es eben nicht an den Kindern auszulassen...<<
            Das sollte Dein gesunder Menschenverstand Dir sagen #schwitz
            Es wird einfacher, wenn sie größer werden, einer Freundin von mir ging es ähnlich, ich weiß also ungefähr, wie es Dir geht #liebdrueck

            LG

      Ich kann dich verstehen, ich mag Veränderungen auch garnicht und möchte am besten immer alles ein Jahr im Vorraus geplant haben. Spontan bin ich so garnicht und wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dass sich dann ändert (ändern muss), fühle ich mich unwohl und werde zickig.

      Ich denke das Hauptproblem ist, dass ihr euch vom Traum eigenes Haus verabschieden musstet, oder? Sicherlich haben Autowechsel, Doppelanschaffungen und größere Wohnung dazu beigetragen.
      Ist die neue Wohnung denn so weit entfernt? Gefällt sie dir nicht oder ist wirklich was schlimm an der Gegend?

      Ist natürlich blöd, dass dein Mann es sofort in Angriff nehmen möchte, du aber gewartet hättest. Im Grunde sollte dir aber klar sein, dass mit einer größeren Wohnung vieles entspannter läuft, auch wenn die Kinder jetzt größer werden.
      Atme tief durch und betrachte alles nochmal ganz genau. Morgen oder so. Wenn man sowieso grad mies gelaunt ist, bringt das eh Nichts ; ).

      • Das wir kein Haus kaufen, da bin ich sogar froh darüber. Das war eher der Wunsch meines Mannes. Ich kann damit sehr gut leben.
        Ich fühle mich halt wohl wie es jetzt ist. Die Nachbarschaft ist toll, die Große hat Freunde und kann im Hof spielen. Viele kleine Sachen machen das Leben eben schön hier... Der Abschied fällt halt schwer.

    Tja, viele Menschen mögen Veränderung nicht. Das kann ich verstehen. Allerdings finde ich, dass Du diese Gedanken bezüglich der Zwillinge ganz schnell los werden musst. Du machst ja dieses Pech, dass du ausgerechnet statt 1 Kind, wie geplant, 2 Kinder bekommen hast, dafür verantwortlich, dass nicht alles so ist, wie Du es dir vorgestellt hast. Das Leben ist kein Wunschkonzert und man bekommt nicht immer alles so wie man sich wünscht.

    Also, jetzt hege keinen Groll auf das Schicksal oder die Kinder.
    Es ist doch nur ein Umzug! Ihr bleibt doch sogar in der gleichen Stadt und könnt weiterhin Eure Freunde treffen usw.

    Ich finde Dein Problem ist eins das Du Dir selbst machst und alles schwarz malst. Das ist eins dieser Probleme die man meiner Meinugn nach einfach abstellen sollte. Die GEdanken abschalten. Das geht! Etwas härter werden, Dinge akzeptieren und weiter machen!

    Ich denke, es wäre wichtig für dich mal mit jemandem zu reden, der dich versteht und dich nicht deswegen verurteilt, bzw. blöd anmacht und noch weitere Dinge von dir fordert.

    Ich kann dich verstehen. Ich hasse Veränderungen auch und schiebe sie meißtens so lange es geht vor mir her... allerdings kann ich mich dann aber im nachhinein auch schnell mit der neuen Situation anfreunden.

    Mach dir keinen Druck... du darfs traurig sein. Das Leben ist nun anders, als du es geplant hast, du hast nun 3 Kinder statt 2.... du darfst genauso traurig sein mit einem Kind "zuviel" wie eine Frau mit verzweifeltem Kinderwunsch, die nur 1 Kind, statt der erhofften 2 hat. Es gibt da keine Abstufungen... das Leben ist anders, als man es sich erträumt hat und darüber darf und muß man trauern um mit der neuen Situation klar zu kommen. Das können nur wenige "normale Menschen" verstehen, dass man über etwas traurig ist, worüber man sich doch freuen "muß" laut gesellschaftlicher Norm... das erfordert etwas mehr Empathie.

    Ich hoffe, du findet jemanden, der dir das Verständnis geben kann, was du brauchst... ich denke, es gibt viele Frauen, geschockt sind über eine Zwillingsschwangerschaft und das erst mal verdauen müsen. Es bringt nix, da alle Gefühle wegzudrücken und einen auf "es ist alles schick" zu machen, wenn es nicht so ist. Das brodelt und kocht und irgendwann muß es eben raus.

    vielleicht gibt es da auch die Möglichkeit einer Gesprächstherapie.... es muß ja kein Psychologe sein, nu jemand, der sich mit der Problematik auskennt und der nicht dauernd sagt "Reiß dich zusammen, finde dich damit hab, sei froh" #herzlich

Bis zum letzten Absatz konnte ich dich annähernd verstehen, aber dass du jeden Tag heulst... ich hoffe auch sehr, dass du das nicht vor den Kindern tust.

Lenk dich ab, heul meinetwegen am Tag des Umzugs. Auch nochmal wenn ihr im Chaos sitzt in der neuen Wohnung, aber dann muss auch mal gut sein.
Du musst doch zu tun haben?!

Hallo,

das mit den drei statt zwei Kindern kannst Du nun nicht mehr ändern.

Und ja, jeder von uns hat mal diese Phasen, wo einem einfach alles zu viel ist.
Bei Euch ist es gerade die Gesamtsituation mit dem Umzug etc.

Hier schrieb jemand, dass Du froh sein sollst, drei Kinder zu haben, auch wenn Du nur zwei geplant hast.
Ich hatte die Tage auch mal so einen leichten Koller.
Die Kinder haben Ferien, das Haus ist permanent wie ein Taubenschlag (Tür auf - Tür zu, Maaaaaaamaaaaaa, Nachbarskinder, Gezicke, Gestreite, Gepolter, immer ist irgendwo was unordentlich oder es wurde mit Saft rumgesaut oder mit Keksen gekrümelt. Und arbeiten muss ich auch noch, mein Urlaub kommt erst noch.

Wenn ich dann Freunde sehe (kinderlos oder mit schon halbwegs flügge gewordenen Kindern sehe), die entspannt im Garten sitzen, ins Café oder moorgens schön frühstücken gehen usw, dann werde ich auch mal etwas neidisch.

Mein bester Freund schrieb mir z.B. die Tage, dass er noch mit einer Bekannten ins Eiscafe geht, wenn sie von der Arbeit kommt.

Eiscafe ist für mich im Moment weit in der Ferne (mit zwei kleckernden, quengelnden und schweinzenden Kindern macht das keinen Spaß und Freunde/Bekannte haben immer genau dann Zeit, wenn ich keine habe und umgekehrt. Isso.).
Danach fährt er wieder heim und sie geht dann noch mit einer anderen Freundin was essen und später ins Kino.
Da rutschte mir auch ein "Die hat a Leben!" raus.

Und er meinte daraufhin, dass sie oberflächlich gesehen schon ein schönes Leben hat, aber mit Anfang 30 noch keinen festen Partner hat, immer an Vollidioten gerät mit denen sie hinterher nur Terz hat, noch bei ihren Eltern wohnt (wo es auch oft Theater gibt wegen Haushalt und Co) und sie zudem auch einen großen Kinderwunsch hegt.

Du siehst, jede Medaille hat zwei Seiten. ;-)
Als ich das hörte, wollte ich dann doch nicht mehr tauschen...:-p

Meine Frage an Dich:

Zieht ihr innerhalb Eurer Stadt um?
Oder richtig weit weg?

Sieh es auch mal positiv - Ihr habt jetzt erst einmal eine größere Wohnung.
Neues Umfeld, neue Leute - da kann sich auch viel Schönes draus ergeben, neue Freundschaften und mehr.

Und dann baut Ihr Euer Haus eben erst später.
Haben z.B. die Eltern von meinem Exfreund gemacht, die auch drei Kinder hatten.

Als alle drei Kinder aus dem Haus waren, haben sie sich einen kleinen hübschen Bungalow gebaut, groß genug für die beiden und nicht so riesig (und teuer), wie es mit drei Kindern nötig gewesen wäre.

Und sie haben ihn dort gebaut, wo es ihnen gefällt, ohne Rücksicht auf Anbindung wegen Schule etc.
Dafür haben sie kleine Annehmlichkeiten eingebaut wie z.B. ein schickes Bad, eine Sauna usw.
Sie konnten dort alles so planen, wie sie es wollten ohne Rücksicht auf die Kinder.
Gästezimmer ist auch drin, wenn mal eines der Kinder kommt.

Und warum denkst Du, dass es gerade ZWEI Jahre gut geht?
Deine Kinder werde auch größer und es wird auch wieder einiges leichter für Dich.

Kopf hoch und nun freu Dich auf die Wohnung.
Mach Dir Gedanken übers Einrichten - vielleicht plant Ihr ja hier und da ein neues Möbelstück oder ein bisschen Abwechslung (neue Gestaltung, etc). Das kann eine schöne und spannende Sache werden.

Wie Dein Mann sagt - startet neu durch, es wird auch mal etwas Abwechslung in Euren Trott bringen.

LG

  • Da bin ich ja froh, dass es nicht nur mir so geht, bei uns ist es auch gerade so, die kinder sind alle daheim, ständig raus, rein, mama dies mama das, wir wollen was essen, eis, trinken, überall chaos, nachbarskinder da usw. und dann sehe ich die facebook/whatsapp fotos meiner freundin (keine kinder) von irgendeinem schönen strand mit cocktail in der hand usw. hach ja, so ist es halt, aber ich weiß, dass sie auch mich manchmal "beneidet", sie hätte auch gerne eine familie ... die kirschen in nachbars garten sind ja immer besser, ne? und unsere kinder werden ja auch größer, dann können wir entspannt im cafe frühstücken gehen und ferne länder bereisen :-)

    • Ja, genau - Nachbars Kirschen! ;-)#winke#rofl

      Mir geht es dann auch immer etwas besser (klingt unfair!), wenn ich von anderen höre, dass es dort genauso hektisch zugeht.#schein

      Und genau so wie Du es in Deinem letzten Satz schreibst, hat es auch mein Bester zu mir gesagt.
      Er meinte, dass diese eine Bekannte sich im Moment auch viel mit unnötigen und unwichtigen "Luxusproblemen" befasst und er sich das Geplapper halt mal anhört, aber nicht viel drauf gibt.
      Aber wenn sie mal Kinder hat und sich mit vollen Windeln, Koliken, Gebrüll, Wäschebergen, Saustall, Trotzereien und Kindergekreische rumschlagen muss, dann ist da auch erst mal nix mehr mit dauernd auf Partys rumschwirren, shoppen, hier Café, da Kino, dort Cocktailbar und da drüben Festival.

      Und dann sieht die nach etlichen durchgebrüllten Nächten auch erst mal nicht mehr wie aus dem Ei gepellt aus, sondern eher wie eine zerknautschte Perserkatze.

      Selbst wenn man mal Zeit hätte, man ist oft viel zu fertig und will nur aufs Sofa.

      Und dass ich dann schon wieder so weit bin, dass meine zwei halbwegs selbstständig sind und dann kann ich meine Zeit auch wieder mehr genießen.

      Er muss es wissen, sein Sohn ist nun fast 18.
      Und er sagte mir, dass er auch diese Sch**ss-Zeiten hatte, wo viele seiner Freunde schön Urlaub machten oder abends weg gingen, während er mit den Trotzattacken eines Dreijährigen oder dem "Null-Bock-auf-Hausaufgaben" eines Elfjährigen zu kämpfen hatte.

      Sein O-Ton: "Warum soll es Dir anders gehen als mir?" ;-):-p

      (Der ist da immer so herrlich direkt - ich meinte schon mal zu ihm, dass er mal überlegen soll, so ein "Vater-Buch" zu schreiben. Wird bestimmt ein Bestseller! ;-))

      Und unter uns: tief im Kopf habe ich so eine Strichliste, wie man sie an Gefängniswänden sieht - da zähle ich ab und zu, wenn es hier mal wieder zu bunt ist - schon die Jahre, bis die Herrschaften hier flügge werden.
      Und überlege mir dann auch mal gerne so Fiesimatenten, ob ich ihnen den versauten Teppich oder die angedotzte Kommode nicht aufbewahre und dann liebevoll als Geschenk in die erste eigene Wohnung mitbringe....#ole

      LG

Top Diskussionen anzeigen