Wie verhalten? Mutter klagt über Vater

    • (1) 22.08.16 - 09:39

      Hallo, meine Mutter hat die Angewohnheit, sich bei mir über meinen Vater auszulassen. Gestern z.B. hat er den 49. Hochzeitstag vergessen und sie war (verständlicherweise) sauer, dann herrscht da wieder tagelang Knatsch. Kann ich verstehen, dass sie dann gallig ist. Auf der anderen Seite vergisst er eigentlich immer den Hochzeitstag, nicht aus böser Absicht, sondern er denkt nicht so an einzelne Tage. Eine dezente Erinnerung von mir will er nicht. Meine Eltern und ich sehen uns aufgrund der Entfernung nicht oft. Am Telefon lässt sie sich dann über ihn aus und ich (Einzelkind) stehe zwischen den Stühlen. Höre ich nur zu, fragt sie "Was meinst DU denn dazu? Wie FINDEST du das denn?". Beziehe ich nicht sofort Partei FÜR sie und bleibe neutral, heißt das in ihren Augen, dass ich GEGEN sie und FÜR meinen Vater bin. Echt doof. Stimmt ja auch nicht.
      Also, wie würdet ihr euch da verhalten, was antworten?
      Am liebsten wäre es mir, ich würde von der Thematik gar nichts hören, aber das respektiert sie nicht und fängt immer wieder an, wenn mal Zunder ist.
      Viele Grüsse

      • Abgrenzen. Ist ganz klar die Sache Deiner Eltern und nicht Deine - und das würde ich genauso sagen.
        Du bist immer die Dumme - einmal für den einen - oder für den anderen ;-)
        Die sollen ihren Knatsch alleine ausmachen - wie die letzten 49 Jahre auch.....
        LG Moni

        Ich hab meiner Mutter zum einen irgendwann gesagt, dass ich ihr gerne zu höre, zum anderen, dass ich dazu aber nicht äußere. Zum anderen: Sie weiß - an deinem Beispiel - jetzt seit mind. 49 Jahren, dass dein Vater da nicht dran denkt und das ohne böse Absicht. Irgendwann ist ja dann auch mal gut mit aufregen.

        Mit der Erinnerung: meine Mutter schickt mir regelmäßig Erinnerungen, wer nicht gerade alles Geburtstag hat - ich finde total nervig.

        • #rofl

          Meine macht das auch. Natürlich via WhatsApp.

          Am besten: sie schreibt in der großen Familiengruppe. "Hallo! Tante Berta hat heute Geburtstag! Herzlichen Glückwunsch!" dann zieht natürlich jeder nach - ich nicht. Aus Protest. Ich gratuliere dann immer einen Tag später. Das mag sie gar nicht. ;-)

      (5) 22.08.16 - 10:14

      Versuche es doch mal mit aktivem Zuhören ("Das war bestimmt doof für dich", "Da bist du bestimmt traurig gewesen"), aber wenn sie dich konkret nach deiner Meinung fragt, sagst du sowas wie "Das kann ich hier aus der Ferne nicht beurteilen" oä

      (6) 22.08.16 - 10:21

      Hallo,

      wenn sie bei Dir wegen "vergessenem Hochzeitstag vom Vater" beschwert, würde ich eine Gegenfrage stellen: Was hast Du meinem Vater zum Hochzeitstag geschenkt/vorbereitet? Immerhin ist es ja auch sein Hochzeitstag - eine kleines Geschenk/liebe Worte/ein Essen etc. könnte sie ja auch anbringen ..... Vielleicht merkt sich Dein Vater dann den Termin ....

      Sonst erklären versuchen, dass sie sicher auch nicht will/wolle, dass sich Dein Vater bei Dir "ausweint" - darum bitte diese Thema unter sich ausmachen.

      lg
      giersch

    • (7) 22.08.16 - 10:43

      "Boah Mama, ich bin deine Tochter, nicht deine Freundin. Laß mich da raus!"

      Meine Tochter und ich haben da ein anderes Verhältnis.
      Sie erzählt mir worüber sie sich ärgert ich ihr von mir.
      Ich erwarte nicht, dass sie Recht spricht und bin ihr sogar dankbar, wenn sie mir ihre Sichtweise mitteilt. Die ist nämlich nicht immer mit meiner identisch ;-)
      Manchmal ist aber ein , "Ich kann verstehen , dass dich das geärgert hat" Oder ein " Ach komm ärgere dich nicht, du weißt doch xy ist so, der meint es doch nicht so", auch mal recht hilfreich für das Gemüt.
      Wieso du zwischen zwei Stühlen hängst, kann ich gerade nicht nachvollziehen.
      Dein Vater hat einen wichtigen Tag vergessen und deine Mama ärgert sich und teilt dir das mit. Und fragt dich wie du das findest...

      Sie verlangt doch nicht , deinen Vater weniger zu lieben, ihn zu maßregeln oder sonstiges.

      Wieso muss man da Partei ergreifen?#kratz

      • Ich kenne das von meinen Eltern auch so. Ganz fies war es, wenn sie sich gestritten haben und mich dann plötzlich einbezogen haben, wer denn Recht hätte...da war ich noch Jugendliche. Am Anfang hab ich den Fehler gemacht,, meine Meinung zu sagen und wurde entsprechend von dem "Verlierer" angemotzt..."war ja klar, du bist immer auf x Seite" usw. Mittlerweile halte ich da Abstand und sag gar nix. Dafür werde ich dann zwar auch angemotzt, aber kein Vergleich. Meine Mutter hatte irgendwann auch den Einfall, sich über meinen Vater auszulassen. Ich habe zugehört, aber ohne Kommentar. Das hätte einfach zu einer unendlichen Geschichte geführt. Meine Mutter hat keine Freundin, also muss ich herhalten. Sonst hätte ich schon längst gesagt, dass ich die falsche Person dafür bin. So halte ich es eben aus.

        • Also als Jugendliche kann ich verstehen, dass man da in eine "Falle" tappt.
          Als Erwachsene kann man einen Weg finden, sich dazu zu äußern ,ohne für jemanden Partei zu ergreifen bzw zu richten.
          Denn zum Einen hilft ja der "Richterspruch " niemanden, es verschlimmert /vertieft die Sache nur noch.
          Zum Anderen hilft aber so ein verständnisvoller /beruhigender und vom Sichtpunkt anderer Satz, schneller von der Palme wieder runter zu kommen.
          Oder je nach Typ ein in den Arm nehmen und "Ach ihr zwei.....manchmal könnte man meinen ihr seid Hund und Katz" oä reicht dann schon oft.

          Wie schade, dass deine Mutter keine Freundin hat!
          Allerdings sind meine Kinder auch meine Vertrauten in manchen Dingen.
          Allerdings würde ich nie alles mit ihnen besprechen. Es gibt Dinge die macht man mit sich selber oder eben mit der besten Freundin aus und eben nicht mit seinem (erwachsenen ) Kind.
          Allerdings können wir uns schon erzählen , wenn wir uns über den Partner geärgert haben.
          Ist doch was normales, dass man sich mal ärgert und drüber geredet ist halb gelöst.

          Ich denke die Kinder Elternebene verschiebt sich soweit, dass man fast schon von einer Freundschaft mit familärer Verbundenheit reden kann.
          Viele erwachsene Kinder reden mit ihren Eltern auch über ihren Ärger mit ihren Partnern, für mich dasselbe wie das Erzählen der Eltern über den Ärger mit ihrem Partner!
          Jetzt haben die erwachsenen Kinder auch die Möglichkeit angemessen damit umzugehen.
          Wenn die Probleme vor dem Kind ausgetragen werden sehe ich das auch schwierig

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