Mitarbeit im Hausehalt Teenager Alarm

    • (1) 30.08.16 - 12:49

      Hallo,

      wir haben drei Kinder, wobei das Nesthäckchen (6) mit einigem Abstand gekommen ist und somit eine Sonderrolle einnimmt. Die Große, 11, 14, sollen im Haushalt mithelfen, bei uns fällt viel an.
      So wie die beiden sich verhalten, bekomme ich manchmal Zweifel, ob das, was ich verlange unverhältnismäßig ist. Die 11 jährige soll den Geschirrspühler ausräumen (auch wenn es manchmal 2 Mal am Tag ist) und die Hasen morgens rauslassen. Die Große hat eine Liste von Dingen (Wäsche falten, Staubsaugen in einem Zimmer, Stall ausmisten, solche Sachen halt) und soll täglich so 1-2 davon erledigen.

      Der kleine gießt Pflanzen und füttert ab und an.

      Ist das zu viel???

      Immer wenn ich andere Mütter frage , bekomme ich zu hören, bei uns fällt nicht viel an-kleine Wohnung-kein Garten- ein Elternteil ist zu Hause- klar, da ist es anders aber wir arbeiten jetzt beide (wieder) und haben nun einmal Haus und Garten, das ist nicht machbar, wenn die Kinder nicht helfen (oder aber ich kann mich ihnen gar nicht mehr widmen)

      Was meint ihr?
      febe

      • (2) 30.08.16 - 12:56

        Was genau ist denn Deine Frage. Nur, ob das zu viel ist?

        Ich finde, dass das durchaus zumutbare Aufgaben sind.

        Allerdings Rollen sich mir die Fußnägel hoch wenn ich lese, dass das Nesthäkchen eine Sonderrolle hat. Dass die andere, kleinere Aufgaben hat, okay. Aber einem Kind eine Sonderrolle zuzuschreiben, das finde ich sehr ungünstig

        (3) 30.08.16 - 13:01

        Hallo,

        berufe eine Familienkonferenz ein und erkläre den Teenagern mal:

        entweder ihr bringt euch mit in Haushalt ein und habt dann auch "Gut" davon wenn Mama Geld mit in die Haushaltskasse bringt

        oder

        Mama hört wieder auf zu arbeiten und es werden sämtliche Sonderwünsche/Vereinsbeiträge getrichen und das Taschengeld gekürzt.

        So habe ich es bei meinen beiden Kindern gemacht, und es klappte eingermaßen

        Sie mussten eigentlich nur abwechselnd die Meerferkel/Hasen säubern und abwaschen (damals gab es bei uns noch keine Spülmaschine im Haushalt). Ansonsten auch mal die Zimmer "begehbar" machen und jeder seinen Wäschestapel von der Treppe mit in ihre Zimmer nehmen und verräumen. Wer was gemacht hat war mir egal, Hauptsache es war am Abend fertig

        LG

        (4) 30.08.16 - 13:03

        Dass man verlangt, dass eine 11Jährige die Spülmaschien ausräumt, kann ich noch verstehen, aber Wäsche falten, staubsaugen, Stall misten etc? Hallo? Es sind Kinder und keine kostenlosen Arbeitskräfte.

        Man kann eine feste Aufgabe verteilen, aber doch nicht die Arbeitslast, die man nicht schafft, auf die Kinder abwälzen.

        Wenn ein Haus und ein Garten die komplette Zeit einnimmt, dann ist irgendwas falsch. Ein Leben sollte nicht nur darin bestehen, dass man andauernd in Haus und Garten arbeiten muss und für nichts mehr anderes Zeit hat.

        Ich musst als Teenie zu Hause nicht helfen, hatte auch keine festen Aufgaben.

        • Ich finde nicht, dass es mit Arbeit verteilen zu tun hat. Sie ist doch schon elf. Ich musste mit 11/12 schon wasche aufhängen und wieder abnehmen. Geschadet hat es mir nicht.

          Wir waren auch drei Kinder mit Haus. Und jeder musste mit anpacken, weil meine Eltern arbeiteten.

            • Schadet es Kindern, wenn sie im Haushalt helfen? Und schadet es ihnen, wenn sie wissen, welche Aufgaben sie erfüllen sollen?

              Und schadet es einem Kind, wenn es die Arbeit, die (s) ein Haustier verursacht, selbst mit übernimmt?

              • Es geht nicht um Mithilfe, sondern feste Aufgaben bzw. richtige Arbeit wie Stall ausmisten und für 5 Leute Wäsche falten....also den Fall der TE.
                Keine allgemein Diskussion über Kinder die helfen.

                • Was ist denn am Stallausmisten so schlimm? Und am Wäsche falten? Es geht doch nicht um ein kleines Kind, sondern um eine 14-Jährige. Die zieht vielleicht in vier Jahren aus und hat dann ihren eigenen Haushalt zu führen. Und in dem Alter gehen viele Schüler schon "echt" arbeiten. Zeitungen austragen z.B.

                  Und auch wenn das Beispiel weiter unten echt toll klingt, dass Aufgaben nach Tagesform vergeben werden so kann ich mir gut vorstellen, dass es mit Teenies sttessfreier ist, wenn die klar umrissene Aufgaben haben. "Einmal am Tag Stall misten, wann Du das machst, kannst Du Dir selber einteilen." ist bestimmt weniger Diskutiererei, als wenn die Aufgaben jeden Tag individuell vergeben werden.

                  • Stall ausmisten ist schwere körperliche Arbeit und sicher nichts für ein 14 Jähriges Mädchen! Hast Du mal ne Schubkarre mit Mist geschoben?

                    Ich kann auch problemlos meinen Haushalt führen ohne dass ich irgendwas machen MUSSTE, es war auf freiwilliger Basis.

                    • Häh? Die TE spricht von Hasen. Wenn die nicht eine komplette Zucht haben, muss man da nicht mit einer Schubkarre ran. Da geht es nicht um einen Bauernhof, wo der Kuhstall gemistet werden muss.
                      Mit 14 sollten die Kinder so weit sein, dass sie einen Hasen sauber machen können und auch mit einem Wäschestapel fertig werden. Das ist weiß Gott nicht zu viel verlangt. In wenigen Jahren werden sie so weit sein, dass sie von zu Hause ausziehen, und dann kommt das böse Erwachen, wenn sie bis dahin nichtmal ihr Bett selbst machen mussten. Ich finde es absolut richtg, die Kinder altersgemäß in den Haushalt mit einzubeziehen, umso besser kommen sie später selbst zurecht und wissen, dass die Hausarbeit nicht die Heinzelmännchen erledigen. Dass so etwas immer zu Diskussionen führt, ist aber natürlich. Welcher Teenager hat da schon Bock drauf? :-p

                      • Das war jetzt nicht eindeutig, Stall ausmisten klingt jetzt nicht nach nem Kaninchengehege.

                        Aber so what...ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass ich nichts machen MUSSTE, also keinerlei Zwang, keine Aufgaben etc und ich bin trotzdem ein ordentlicher Mensch geworden.

                        Ordnung halten oder nicht, hat nichts damit zu tun, wie man es zu Hause gelernt hat, da könnte ich x Beispiele bringen.
                        Ich musste nichts machen und bin ordentlich und andere hatte x Aufgaben und sind die Schlunzes vorm Herrn.

                        • Ich finde, dabei geht es auch gar nicht nur darum, den Kindern beizubringen, wie Haushalt geht. Das ist sicher ein Teilbereich. Dass sie sehen, verstehen und erkennen, dass Wäsche nicht wie durch Zauberhand gebügelt und gefaltet im Schrank liegt, obwohl sie am Vortag noch dreckig im Wäschekorb lag. Das ist ein Teil

                          Aus meiner Sicht ist es aber genau so wichtig, dass sie verstehen und erkennen, dass die Familie eine Gemeinschaft ist, in der jeder seine Aufgaben hat. Die Größeren haben große Aufgaben, und die Kleinen haben kleine Aufgaben.

                      Meine Kinder müssen nur ihr Zimmer selber Sauberhalten als regelmäßige Aufgabe trotzdem traue ich ihnen zu, wenn sie allleine wohnen, dann ihren Haushalt führen zu können. Sie bekommen doch mit, was anfällt während sie bei der Familie wohnen!
                      Meine Tochter (15) MUSSTE nie bei der Wäsche helfen, aber seit ca. 2 Jahren wäscht sie ihre Kleidung alleine, und legt sie auch zusammen; bügelt sie sogar im Bedarfsfall.

                      Mein Sohn (19) wäscht schon länger seine Sportsachen und kocht seit er 14 ist, am WE ab und zu mal, wenn ER Lust hat. von ALLEINE, ohne dass sie müssen oder mussten. Und ich traue ihnen zu, auch alle anfallenden Arbeiten im Haushalt zu beherrschen, wenn es soweit ist.

                      Soweit zu: wer als Kind nie hilft kann es später als erwachsener nicht.

                      • (15) 01.09.16 - 08:20

                        Und genau die Formulierung "die kriegen doch mit was anfällt, wenn sie BEI der Familie wohnen" ist für mich der Knackpunkt, an dem sich hier wohl die Geister scheiden.

                        Ich für meinen Teil bin der Meinung:

                        Kinder sind doch keine Gäste, die bei einer Familie wohnen, sie sind Teil der Familie.

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