Das Leben ist ein einziger Kampf

    • (1) 16.09.16 - 20:23

      Guten Abend. Ich muss einfach mal was los werden. Ich bin 30 hab zwei Kinder und bin verheiratet. Mein Mann ist Bürokauffmann und ich Tagesmutter. Ich hab das Gefühl das ganze Leben ist oft nur ein Kampf wer hat was besseres und welches Kind kann was tolles. Ich finde andere Muttis schlimm. Meine kleine ist zwei. Und überall geht es nur darum wie man sein Kind erzieht, was das Kind isst. Wer hat das bessere Haus das bessere Auto. Langsam fang ich auch schon an mich zu vergleichen. Wir wohnen in einem Ort wo alle viel Gekd haben. Außer wir Wahrscheinlich. Wir haben kein Haus gekauft , ich fahre ein altes Auto ich hätte gern ein drittes Kind aber finanziell ist es nicht drin. Oft will ich einfach nur hier weg ziehen und mich von diesem Zwang lösen. Kennt ihr dieses Gefühl? Gruß Kathy

      • (2) 16.09.16 - 20:38

        Huhu!
        Ich denke sowas gibt's in jedem Lebensabschnitt.
        Welchen Schulabschluss hast du?
        Wo arbeitest du?
        (...)
        Auf welchem Kreuzfahrtschiff verbringt ihr euren Lebensabend?

        Aber man kann sich zum Glück entscheiden ob man diesen Kampf kämpft oder anderen beim Kämpfen zuschaut.

        (3) 16.09.16 - 20:41

        Guten Abend :-)

        Ja, das Gefühl kenne ich zu gut. Ich bin 30, habe zwei Kinder und bin Single. Mit Kinder Nummer eins hab ich noch in der Großstadt gelebt, hab einen großen Freundeskreis gehabt und das Leben genossen.

        Nun lebe ich mit 2 Kindern auf dem Land- es reicht allein die Tatsache, dass ich keinen Mann und kein Auto habe(und nicht arbeiten gehe #schock) um mich gesellschaftlich komplett auszuschließen.

        Und wenn man doch mal jemanden trifft geht es nur um Status...

        Ehrlich hab ich die Nase voll. Ich arbeite intensiv daran, mir mein Leben zurückzuholen und 2018 zurück in die Großstadt zu ziehen. In der Zwischenzeit konzentriere ich mich auf mich und meine Kinder.

        Öfters frag ich mich, ob's ein Ego-Problem ist, wenn man sich von Belanglosem so angreifen lässt wie wir es scheinbar tun...

        Alles Liebe,
        Lola

        (4) 16.09.16 - 20:50

        Hallo,

        Nein, ich kenne das Gefühl nicht.
        Mir sind allerdings auch andere und Ihr Denken völlig egal.

        Wir leben unser Leben und sind genauso glücklich.

        Unsere Kinder sind für uns die Besten, unsere Jobs passen genau zu uns und ich möchte gar nichts anderes.
        Mir ist völlig Schnuppe was andere Kinder essen und auch was andere für Autos fahren.

        Du musst etwas mehr Selbstvertrauen haben.

        Ich bin glücklich mit meinen Leben.

        Lg

      • Ist doch Dein Leben?

        Wer zwingt Dich denn in diese Situation? Deine Unzufriedenheit kommt von Deinem eigenen Unzulänglichkeitsgefühl - da kann doch kein anderer was für.

        Ich weiß schon, dass es manchmal nicht leicht ist, den Durchblick im eigenen Leben zu haben. Aber wenn Du Dich sooo unwohl fühlst und mit der Mentalität Deiner sozialen Kontakte nicht klar kommst, dann schau, dass Du wohin kommst, wo es besser für Dich passt.

        Da profitiert doch dann die ganze Familie von, wenn es den Eltern besser geht und sie glücklicher sind.

        Also: Popo hoch und Leben verändern! Mehr hast Du doch nicht, und irgendwann würdest Du Dich ärgern, dass Du nicht mutiger warst ...

        jg

        PS: Tagesmutter ist ja mal son kleiner Griff ins Klo, wenn Du die vergleichenden Eislaufmütter meiden möchtest oder? Das kommt Dir bestimmt immer wieder unter. Vielleicht kannst Du lernen, da positiv etwas gegenzusteuern, damit den Eltern auch bewusst wird, dass egal ist, was ein Baby mit 1 oder 2 kann. Hauptsache sie werden geliebt und bekommen genug Zeit von ihren Eltern. Erziehungsunzulänglichkeiten zeigen sich ja meist erst langfristig...

        (6) 17.09.16 - 08:34

        Guten Morgen!

        Wieso lässt du dich auf diesen "Kampf" ein?

        Wir wohnen in einem Stadtteil, in dem Statussymbole und "Projektkinder" gaaaaanz wichtig sind. Alle sind sehr bildungsbewusst und natürlich haben alle studiert, was sie automatisch auch von ihren Kindern erwarten. Selbst, wenn die noch nicht oder gerade erst eingeschult wurden und keiner wissen kann, wie das so laufen wird mit der Leistungsbereitschaft der Kinder.

        Als die Kinder klein waren, hat mich das manchmal auch sehr beeindruckt, mittlerweile grenze ich mich davon sehr bewusst ab, auch weil mir einiges so dermaßen auf den Senkel geht. Ich will gar nicht dazu gehören. Ich bin hier eine No-Go-Mutter, glaube ich. Wir fahren eine alte Gurke von Auto, wohnen aus Prinzip zur Miete und das mit dem Anziehen kriegen weder mein Mann noch ich anständig auf die Reihe. Ist uns auch nicht wichtig. Übergewichtig sind wir auch.

        Doof nur, dass meine Kinder ganz gut laufen, gut klar kommen, sozial sehr verträglich und dazu noch ziemlich hübsch sind. Das kriegen viele hier gar nicht auf Reihe.

        (Eine "Freundin fragte mal ernsthaft: "Wie kann es sein, dass ihr zwei sooo hübsche Kinder habt?!"

        Ich: "Weil Minus mal Minus Plus ergibt. Noch Fragen?" )

        Oft ernte ich auf Elternabenden o.ä. überraschte Ausrufe: " DUUUU bist die Mutter von XY?"

        "Ja, Entschuldigung!" *geht kichernd ab*

        Es hat einen gewissen Unterhaltungswert.

        Das andere, was ich im Laufe der Jahre immer und immer wieder merke: Unter jedem Dach ein Ach! Ich lasse ich da nicht mehr blenden und das solltest du auch nicht tun. Gerade in diesen Vorzeigefamilien geht es hinter den Kulissen oft ordentlich ab. Das kriegt man dann mit, wenn man einfach nur zuhört ohne sich messen zu wollen. Ich denke immer öfter, was ich doch für ein großes Glück hier zuhause habe.

        Es ist mir echt egal, wie andere mich sehen. Fertig.

        LG

        • (7) 17.09.16 - 13:43

          Klasse Antwort!

          Obwohl die Frage ja nicht mal gedacht werden sollte.

          Bei deinem Beitrag musste ich lächeln. Ich hatte mal eine strahlend schöne Schülerin (wirklich eine Ausnahmeschönheit) dazu noch total sportlich, da war ich baff als ihre dicken Eltern beim Elternabend gesehen habe. Die waren aber total lieb und lustig und richtig patente Eltern, ohne viel Wind zu machen. :-)

        (10) 18.09.16 - 20:59

        Du bist mir sehr sympathisch. Als jemand, der auch mehr als den gesellschaftlich vertretbaren BMI von 21 oder weiß was ich habe, weiß ich ganz genau was Du meinst*ggg*. Finde es ja immer wieder erstaunlich, in unserer ach so toleranten Gesellschaft kannst Du Dir ja einiges erlauben. Aber bloß kein Übergewicht- das geht jawohl gar nicht!

        • (11) 19.09.16 - 15:33

          Ja, das ist so. Dick ist gleich doof und fertig.

          Manchmal ärgert mich das, aber je älter ich werde desto "sportlicher" sehe ich das.

          Wenn man nämlich aufhört, sich immer verteidigen und vergleichen zu müssen, dann merkt man schnell, dass andere auch nur mit Wasser kochen. Ich bin dann oft ganz froh, dass ich "nur" dick bin.

          Wobei sich das eigentlich nur auf meine Rolle als Mutter bezieht. Nur in dieser Rolle werde ich manchmal beäugt und bewertet und nur diese Rolle nervt mich manchmal außerhalb der Familie.

          In meinem Job spielt mein Aussehen für niemanden eine Rolle. Seltsamerweise. Weder meine Kollegen noch meine Patienten sehen die "Dicke" oder gar eine "Doofe". Die finden mich in der Regel freundlich und vor allen Dingen gut gelaunt und lustig. Und das bin ich dann auch.

          LG#winke

    Das Umziehen hilft dir sehr wahrscheinlich nicht. Auch am einem neuen Ort wirst du Vergleiche ziehen, so wie du es auch jetzt tust. Es kommt auf deine innere Haltung an und nicht auf deine Umgebung. Wenn du das Leben als Kampf wahrnimmst, musst du leider kämpfen, per (deine eigene) Definition. Vergleichen und urteilen verursacht viel Leid, innen wie aussen.

    (13) 17.09.16 - 16:36

    Hallo

    Weißt du wieviel Geld deine Nachbarn haben?

    Weißt du ob die alle schuldenfrei sind oder hohe Beträge zahlen?

    Weißt du ob die alle glücklich sind?

    Ich war am Donnerstag mit meiner Freundin frühstücken. ( mein Mann hat ptbs) und unsere älteste Tochter war in der Psychiatrie wegen Ritzen.

    An dem Tag ging es mir nicht gut und meinte dann zu meiner Freundin das ich gerne Barbie wäre und mit ken verheiratet wäre. Da wäre alles perfekt #rofl#rofl#rofl.

    Meine Freundin meinte nur das gibt es niergens.

    Mein Mann sagte gestern Abend zu mir das wir jetzt auf die Straße gehen und uns mal im Kreis drehen und uns umgucken und dabei denken da hat auch jeder Nachbar sein Päckchen zu schleppen.

    Das mit dem im Kreis drehen hat mein Mann von unserem erfolgreichen Schwager . Auch der hatte mal Probleme in der Firma. Kommt vor.

    Also genieße dein Leben und lass die anderen.

    Lg und ein schönes Wochenende

    (14) 17.09.16 - 22:30

    ...sehr richtig! Geld haben hat auch richtig dolle Schattenseiten!!!!! Genieße Dein Leben und erfreue Dich jeden Tag an der Gesundheit Deiner Familie!

    (15) 18.09.16 - 21:06

    Also ich erkenne da keinen Kampf- das ist ein typischer Fall von : Das Gras beim Nachbarn ist prinzipiell grüner auf der Seite des Nachbarn.

    Ganz ehrlich- ich bin in einem Alter in dem solche Aussagen wie Deine sich wirklich darum drehen, dass die Einschläge näher kommen, man nur noch von Krankheit und Tod im Bekannten und Freundeskreis betroffen ist.

    Da ist es echt egal ob der Nachbar einen Q7 fährt und man selbst ne alte Gurke.
    Da geht einen langsam ein Licht auf, dass das Wertvollste was man haben kann eine gesunde Familie ist. Nicht mehr und nicht weniger. Man lernt Demut. Denk daran!

(17) 19.09.16 - 10:22

HI!

Da fallen mir spontan zwei Sprüche dazu ein:

"Beim Nachbar ist das Gras immer grüner" und

"Es ist nicht alles Gold was glänzt"!

Sei zufrieden mit dem was Du hast und lach Dich insgeheim über diesen blöden "Übermuttis" kaputt!- So mache ich es auch..;-)

LG Luna

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