Muslimisch, katholisch , es macht mich verrückt

    • (1) 20.09.16 - 08:14

      Hallo ihr lieben ! Ich bin katholisch (und auch gläubig ) und mein Freund ist Moslem.(allerdings hat er kaum Ahnung von seiner Religion, was er auch selbst zugibt).... Unsere Tochter ist jetzt zwei Jahre alt und das zweite Kind ist unterwegs . Es hat lange gedauert bis wir uns geeinigt haben. (Und bevor jetzt jemand sagt wieso man sein Kind tauft, ganz einfach: weil ich möchte dass mein Kind eine gerade Linie im Leben hat. Und der Satz "lass es doch später selbst entscheiden" hat für mich keine Bedeutung. Wie soll denn ein Kind etwas selbst entscheiden, was es nicht mal richtig kennenlernen kann ? Soll es in der Zeit an Einhörner glauben ?
      Naja wie auch immer (man merkt ich bin sehr gereizt).... Wir haben das Thema mal bei seinen Eltern angesprochen. Und der Vater ist komplett ausgerastet. Er würde uns mit dem ar*** nicut mehr anschauen wenn sein Enkelkind getauft wird und in die Kirche gehen würde. Und icu als Christin saß dabei. Also mit diesem
      Satz hat er jeglichen Respekt von mir verloren. Mir soll es recht sein wenn er uns nicht mehr anschaut. Das doofe an der Sache ist dann Natürlicu mein Freund.. Es sind ja immerhin seine Eltern. Seitdem Gespräch war das Thema erstmal weg. Und er hatte aufeinmal seine komplette Meinung geändert. Ich weiß nicht was ihm
      Sein Vater eingetrichtert hat. Aber ich weiß dass türkische Jungs sehr viel wert auf die Meinung ihrees Vaters geben und nur das machen was der Vater für richtig hält. Vor einigen Wochen habe ich das Thema erneut angesprochen. Es ist natürlich erstmal ausgeartet. Aber wir haben eine schöne gemeinsame Lösung gefunden. Das Kind kann bzw wird wenn es zwei Eltern unterschiedlicher Religionen hat, beide kennenlernen. (War von Anfang an so ausgemacht ).ich bin bereit auch seine Religion kennenzulernen und mich gemeinsam mit ihm darüber zu informieren um auch unserer Tochter darüber zu "belehren".Allerdings gehört für mich die Taufe dazu . Wir wohnen in einer christlichen Gegend, wir wohnen neben der Kirche und gehen dort auch fast regelmäßig hin, das Kind geht ab nächstes Jahr in einen katholischen Kindergarten. Wie soll ich meinem Kind in der 3. klasse erklären dass es nicht mit zur Kommunion gehen darf weil es nicht getauft ist obwohl ihr ganzes Umfeld das können ?

      Ich hatte ihn überzeugt und wir waren froh mit unserer Entscheidung. Jetzt kommt aber wieder der Vater ins Spiel. Er möchte seinem
      Vater nicht in den Rücken fallen. Er möchte ihn nicht enttäuschen . HALLO? Wir sind eine eigene Familie ! Wenn ich danach gehen würde dann wäre mein Kind schon 200 mal
      Getauft weil
      Meine Eltern so enttäuscht sind .

      Aber er ist so sehr abhängig von der Meinung seines Papas . Ich weiß nicht was ich noch machen soll. Sein Vater verlangt dass ich mit meinem Freund muslimisch heirate, also Symbolisch vor "Allah", weil es ja eine Sünde ist wenn man unverheiratet Kinder bekommt und dadurch wären die Kinder beschützt .. Ähh ?! Achso und ich soll auf meine Taufe verzichten ? Das ist für mich auch eine Sünde weil ich bei meiner Firmung geschworen habe meine Kinder christlich zu erziehen.

      Wie gesagt, sein Papa hat mit seiner Reaktion auf das Thema Taufe wortwörtlich bei mir verkackt und ich habe keinerlei Interesse an seiner Meinung. Leider sieht mein Freund das anders . Was können wir tun ? Bitte keine Antworten wie "auf die Taufe verzichten"
      Weil das ist nicht Sinn der Sache. Ich verzichte nicht wegen der Meinung eines Dritten auf etwas worüber mein Freund und ich uns einig sind. Heimlich möchte es mein Freund auch nicht machen. Ich bin echt verzweifelt. Mich macht das kaputt. Wenn wir einen Jungen bekommen würden sie auch eine Beschneidung wollen. Würde ich aber nie tun, Weil das etwas körperliches ist das nicht rückgängig gemacht werden kann. Wenn sich das Kind später für einen anderen glauben entschiedet kann es immer noch aus der Kirche aussteigen.

      WAS SOLLEN WIR TUN MIT SEINEM VATER??

      • Hallo,

        Du willst das nicht hören, hast Du ja geschrieben, aber hier will jeder seine Meinung durchsetzen und das ist nicht im Sinne des Kindes und darum ist es hier mit Sicherheit angebracht, das Kind entscheiden zu lassen, wenn es alt genug ist. Ich bin der Meinung, auch ohne Taufe oder sonstiger Religionszugehörigkeit kanne man eine wunderbare, klare Linie im Leben fahren.

        LG

        • (3) 20.09.16 - 08:43

          Super Antwort !

          Wir haben uns zusammen entschieden . Es steht nur noch der Papa im Weg . Der macht es uns schwer. Ich Möchte ja nicht dass die familie daran zerbricht . Aber ist das wirklich ein Grund ?! Sollte eine Religion eines Enkelkindes wirklich ein Grund für sowas sein ? Das finde ich arm ! Und meine Frage war wie wir es dem
          Vater besser rüberbringen können oder ob es Tipps gibt oder sonstwas . Weil ich muss dem Vater überhaupt nix recht machen. Es ist das Kind von mir und meinem
          Freund. Was wir mit unserem
          Kind machen kann ihm egal sein

          • Ich habe Dir bereits geschrieben, was ich davon halte. Du willst eigentlich genau so stur dem Kind eine Religion aufdrängeln, wie es der Vater tun will. Was soll diese Rangelei? Was schadet es dem Kind, auf beide Religionen zu verzichten und selbst zu entscheiden? Wie Du es dem Vater schmackhaft machen kannst? Garnicht, siehst Du doch, er kann es Dir doch auch nicht schmackhaft machen.

            • Das hat nichts mit Religion aufdrängen zu tun ! Das Kind kann ja immer noch austreten wenn es das möchte . Aber ein KIND kann eben noch nicht
              Entscheiden welche Religion es haben möchte deshalb entscheiden das die Eltern für das Kind als Baby . Und ich muss mir auch nichts von meinem Schwiegervater schmackhaft machen lassen wenn mein Freund und ich unsere eigene Meinung haben . Aber der Opa stellt sich quer

Top Diskussionen anzeigen