Sorgerecht

    • (1) 21.09.16 - 08:51

      Hallo Liebe Mitglieder!

      Seit einigen Monaten lebe ich in einer Beziehung mit einem Mann in Scheidung. Er hat eine 4-jährige Tochter. Nun überlegt er sich, die Kleine zu sich bzw. uns zu holen, weil:

      Die Mutter des Kindes in einer "freien christlichen gemeinde" ist, die hier vor Ort Sektentypische Messen abhalten. Zudem kommt, dass die Mutter nicht mit dem Kind zum Arzt geht, denn "nur beten hilft".
      Die Tochter sagte ihm, sie möchte bei ihm bleiben.
      Er weiß, dass die Mutter das Kind lediglich zum Zweck geboren hat und es auch so behandelt (check-listen-mäßig: Hunger? Müde? Alles abhaken und dann sitzen lassen)

      Allerdings weiß er nicht wie er es anstellen soll weil:

      Wir bald (in 9 Monaten) wegen meines Studiumd 150km weit weg ziehen.
      Ich eben die nächsten 7 Jahre Studentin bin.
      Er Schichtarbeit hat.
      Zwar sind seine Eltern bereit wie ich immer zu helfen, aber wir wissen nicht wie.

      Er lässt keinen an sich ran, blockiert und geht innerlich kaputt.

      Natürlich haben wir uns an einen Anwalt gewendet, der sagte nur, dass er keine Chance wegen seiner Schichtarbeit hat

      6:00 - 14:00
      14:00 - 22:00

      Vielen Dank im Voraus!
      Lg

      • Ei Ei Ei... Schon wieder eine Neue die meint Mama spielen zu müssen#zitter #sorry nichts für ungut.

        Nagut...

        "Seit einigen Monaten" - Das Hauptwort!

        Der Vater kann sich nicht um die Tochter kümmern, da es seine Schichtarbeit nicht zulässt. Punkt. Du kannst die Mutterrolle nicht übernehmen, denn du bist gerade mal "Seit einigen Monaten" in diese Familie involviert. Dass der Vater die Nähe zu seiner Tochter wegen einer Partnerin mit der er erst "Seit einigen Monaten" zusammen ist, verlässt finde ich sowieso schon heftig. Aber das ist seine Entscheidung. 9 Monate sind es ja noch bis zum Abschied.

        Ich nehme an, dass Du keine eigenen Kinder hast!? Aber Du möchtest einer Mutter ihr Kind wegnehmen und es 150 km weit mitschleppen, zu einem Vater der in Schichten arbeitet und einer Studentin, die sicherlich andere Dinge im Kopf hat als sich um ein 4 jähriges, dann wahrscheinlich 5 jähriges Mädchen zu kümmern, dass gerade seiner Mutter entzogen wurde. Das arme Kind verliert zudem seine gewohnte Umgebung, seine Freunde, und das alles auch noch im Vorschulkindalter, wo auf das Kind nochmal eine Veränderung zukommt. Mutig.

        In wie fern könnt ihr beurteilen, dass die Mutter dem Kind ärztliche Hilfe (komplett!) verweigert? Ich renne auch nur selten zum Arzt, denn ich habe meine Meinung über Pharmazeutika. Hat das Kind eine Grippe und behält die Mutter das Kind daheim oder fällt das Kind vom Dach und betet es wieder gesund? Darin liegt ein großer Unterschied. Bei Zweiterem würde ich das Gespräch mit der Mutter suchen und zur Not bevor ihr geht den / einen Kinderarzt konsultieren, damit er ein Auge darauf hat. Es finden aber schon PFLICHT- Voruntersuchungen statt, so dass die Mutter so wie so schon dazu verpflichtet ist in regelmäßigen Abständen beim Kinderarzt vorzustellen.

        Und dass ein 4 jähriges Kind sagt, dass es beim Vater bleiben möchte, zählt überhaupt nicht. Sorry. Ein Kind in dem Alter sagt viel, vor Allem wenn es in einer entsprechenden Umgebung und Art danach gefragt wird. Wenn es von selbst kam, hat das auch ganz sicher eine andere Bedeutung.

        Meine Meinung:

        Halt Dich da raus. Du bist erst "Seit ein paar Monaten" mit jemandem zusammen der ein Kind hat. Die Mutterrolle kannst und darfst Du nicht übernehmen. Diese Materie geht Dich erst nach dem eigenen Kind etwas an. Kümmere Dich erstmal um Dein Studium und lerne Deinen Partner mit dem Du erst "Seit ein paar Monaten" zusammen bist erstmal richtig kennen. Der Umzug wird auch eine Belastungsprobe für eine relativ frische Beziehung. Der Vater wuppt das was ihn stört schon. Wenn nicht, auch egal. DAS KIND HAT EINE MUTTER und basta.

        In diesem Sinne: Alles Gute für Deinen Umzug und Dein Studium.

        • Mir war nicht bewusst, dass hier eine derart respektlose Art miteinander umzugehen herrscht.
          Ich habe und werde sicher nie versuchen Mama zu spielen, diesen Vorwurf lasse ich bestimmt nicht zu. Ich versuche lediglich dem Mann, den ich liebe zu helfen, da er sich komplett vor der Realität verschließt.
          Dass die Mutter nicht zum Arzt geht, weil Medikamente humbug sind und nur die Nähe zu Gott gesund macht sagt sie selbst. Das ist keine Vermutung.

      Hallo,

      haben die beiden gemeinsames Sorgerecht? Zumindest hat er doch ein Umgangsrecht, welches er auch wahrnimmt.
      Dass die Mutter nicht mit dem Kind zum Arzt geht, muss dein Mann beweisen.
      Das wird schwierig, wenn sie zumindest die normalen Vorsorge-Untersuchungen wahrnimmt.

      Wenn dein Freund der Mutter keine einschneidenden Dinge nachweisen (und ich meine nachweisen, nicht einfach behaupten) kann, die das Kindswohl gefährden, wird seine Tochter bei der Mutter bleiben und er kann sein Umgangsrecht wahrnehmen.

      Im Übrigen wird vom Familiengericht die Äußerung der Tochter, dass sie bei ihm bleiben möchte, noch nicht zur Urteilsfindung herangezogen. Das geschieht er bei Kindern ab ca. 12 Jahren.

      "Nun überlegt er sich, die Kleine zu sich bzw. uns zu holen, weil:..."
      Tja, ich würde sagen, überlegen kann er viel. Die Sache ist die, dass es wohl sehr schwer umzusetzen sein wird.

      LG

      Nici

    • Wieso zieht der Papa 150 km von seinem Kind weg wegen einer Freundin mit der er seit paar Monaten zusammen ist? (sorry) aber auf der einen Seite vom kind weg ziehen und auf der anderen Seite das Sorgerecht haben wollen, passt nicht ganz zusammen.

      Dann, wie würde er sich die Betreuung vorstellen und wie will er dies mit seiner Schichtarbeit vereinbaren? Da muss er ja einen genauen Plan haben.

      Ansonsten muss er diesbezüglich einfach mit der Mutter reden ob sie sich vorstellen kann dass das Kind bei ihm lebt!? Daa Sorgerecht könnte ja trotzdem geteilt bleiben!?

      Hallo!

      Sein Kind - seine Sorge! Halt Dich da raus!
      Das Kind hat bereits 2 Eltern!

      Im Übrigen gesetzlich ist die Scheidung noch nicht einmal durch - da muss offensichtlich noch viel geregelt werden. Einen Anwalt hat er schon - dann passt das!

      Und wart es erstmal ab, wenn ihr 150 km weit wegzieht, dann wird schon der "übliche Umgang" wegen Transport und Schichtarbeit bald einschlafen .... es sei denn seine Tochter ist ihm doch so wichtig, dass er eben gar nicht erst wegzieht!

      LG, I.

    • Er will das Kind beim Umzug mitnehmen - DAS ist mMn der einzige Grund.

      Alles andere sind vorgeschobene Begründungen und dienen nur diesem Zweck.

      Er ist zu feige sich zwischen seinem Kind und seiner Neuen zu entscheiden. Deswegen will er der Mutter das Kind wegnehmen. PFUI

      Ok, Du hast einen Typen an Land gezogen der ein Kind hat, bist gerade Mal seit Kurzem mit ihm zusammen, zerrst ihn bald 150 Km weit weg wegen Deinem Studium (dass er da mit macht ist genauso schlimm), lästerst hier über die Mutter und willst dieser auch noch das Kind entziehen und das gewohnte Leben des Kindes gegen ein ungewissen Leben mit einem Vater der so gut wie nie Zeit hat und einer Frau die praktisch fremd ist und mit ihrem Studium beschäftigt eintauschen?

      #kratzWie kommt man auf sowas? Dir sollte man schon jetzt die Kinder entziehen die Du mal bekommst. Sorry, aber Deine Vorstellungen gehen gar nicht#contra

      Komm mal klar und kümmere Dich mal lieber um Dein Leben und Dein bevorstehendes Studium. Dich geht das alles sowas von nichts an! Der Vater wird schon wissen was für Risiken er eingeht. Wenn er Dich notgedrungen nach Rat fragt, schick ihn weiter zu seiner Ex oder seinem Anwalt. Jeden anderen geht das nichts an. Man kann nun mal nicht alles haben (Kind oder Umzug). Hoffentlich entschiedet er sich noch richtig oder kommt nach dem Umzug schnellstmöglich zur Besinnung. Falls nicht; Lasst die Mutter in Ruhe. Die wird nach fast 5 Jahren schon wissen was sie tut#nanana

      • Ich habe ihn nie darum gebeten mit mir wegzuziehen, das ist alleine seine Entscheidung.
        Gelästert wird hier nicht über die Mutter, ich benenne lediglich die Tatsachen.

        Und auch hier noch mal: ich habe weder vor mama zu spielen noch mit der Mutter anderweitigen Kontakt zu haben, egal ob guten oder schlechten. Ich versuche nur, IHM behilflich zu sein

        • Hier behauptet auch niemand, dass Du ihn zwingst. Wir sagen lediglich, dass es nicht okay ist. Auch kann ich Dir nur sagen, dass Du ihm nicht hilfst. Es ist nicht Dein Kind! Du hast Dich da ganz einfach rauszuhalten. Was für Tips willst du ihm schon geben als Nichtmutter und nicht Familienrechtsanwältin? Konzentriere Dich auf Dich und ihn ALS PARTNER (nicht Vater eines Kindes!). Das was mit dem Kind zu tun hat, macht er mit sich selbst, der Mutter und dem Anwalt aus. Das Kind steht dir insofern zu, dass du mit ihm Ball spielen darfst wenn es den Vater besucht. Klingt hart aber warte erstmal ab bis du selbst Kinder hast. Dann verstehst du alles besser.

    Hallo, wieso geht der Vater denn nicht mit dem kind zum Arzt und betreut es, wenn es krank ist? Kann er schonmal üben, wie das so ist! LG

    Weiß denn jemand von den schlauen Antworten hier, warum sich Mutter und Vater getrennt haben. Ja es kommt auch oft genug vor, dass sich die Mütter von den Vätern trennen... Aber die neue Freundin anfeinden geht dann immer gut... Kenne ich.

    Zu deiner Frage. Ich denke, es wird sehr sehr schwierig werden, dass die Kleine zu euch kommt. Wenn es tatsächlich so ist, dass sie klar formuliert, dass sie zu euch möchte, dann kann der entsprechende Richter das berücksichtigen.

    Aber es ist ein langer steiniger Weg, den dein Freund da vor dir hat.

    Leider hilft das Wegziehen da wahrscheinlich auch nicht. Allerdings muss ich dazu sagen, dass 150 km keine Entfernung sind. Die Mutter des Kindes meines Mannes ist damals südlich gezogen und mein Mann hat nördlich einen Job bekommen, das waren dann 350km, die er, die wir jedes zweite Wochenende gefahren sind. Mittlerweile sind es "nur" noch 200km, weil sie wieder etwas näher gekommen sind, da kann er, können wir auch mal zu einem Fußballspiel etc hinfahren. Also 150km geht theoretisch schon, aber es wird bei Gericht nicht helfen.

    Sollte die medizinische Versorgung tatsächlich nicht gewährleistet sein, kann es ein Grund sein, aber das muss dein Freund nachweisen.

    Bei allem anderen, was du geschrieben hast, zwecks nicht mehr als Grundversorgung des Kindes, da immer etwas vorsichtig sein, mit dem eigenen Gefühl und mit den Aussagen des Kindes.

    Du kannst deinen Freund nur mental unterstützen, bei allem anderen (gerade für Außenstehende) ist vornehme Zurückhaltung gefordert, sonst entstehen Anfeindungen wie hier, denn für die Neue gibt es meistens wenig Verständnis, ganz egal, wie es zur Trennung kam (kurz von mir: die Exfrau meines Mannes hat 3 Wochen nach der Hochzeit angefangen fremd zu gehen und kein Jahr später war sie mit demjenigen zusammen. Mein Mann und ich haben uns erst nach der Trennung gut kennengelernt. Sobald jemand die Situation mit der Exfrau nicht kannte, bin ich teilweise so schief angesehen worden und angefeindet worden. Ich wurde neulich, mittlerweile sind wir verheiratet, die Situation mit dem Kurzen läuft gut, wurde ich gefragt, ob ich denn nicht Angst hätte, dass er mich auch mit dem Kind sitzen lässt.... Es sind immer die Männer und die neue Freundin schuld, immer)

    Hallo esther,

    also was den Anwalt angeht, würde ich aber an Stelle deines Freundes und als Vater des Kindes doch noch mal eine zweite Meinung bei einem anderen Anwalt einholen, um auch wirklich alle Möglichkeiten auszuloten.

    Meine Ex-Frau und ich hatten ein ähnliches Problem wie dein Freund jetzt mit seiner Ex. Nach langem hin und her und viel Streit und Tränen habe ich schließlich einen sehr guten Anwalt in Planegg gefunden, der auch auf Familienrecht spezialisiert ist und mir wirklich sehr gut weiter geholfen hat. Hier kannst du dir selbst ein Bild machen und findest auch die Kontaktdaten, falls dein Mann Interesse hat: http://www.kpra.de/home/ .

    Ich wünsche deinem Freund noch viel Kraft und drücke ihm die Daumen, dass er bzw. ihr das Problem bald lösen könnt!

    Viele Grüße,
    Trendig

Top Diskussionen anzeigen