Lügen

    • (1) 28.09.16 - 21:03

      Hallo zusammen,

      Folgendes hat sich heute bei uns (Mama, Papa, Tochter 2,5 J., Sohn 4,5 M.) abgespielt:
      Ich war von 18:20h bis 19:50h beim Rückbildungskurs und mein Mann zuhause mit den Kindern.
      Als ich wiederkomme sitzt Tochter vor dem Fernseher (ist oft so wenn er allein mit den Kindern ist). Find ich jetzt nicht so super, aber na gut, ist ja nicht jeden Tag...
      Als ich frage ob sie zu Abend gegessen haben, bekomme ich zur Antwort er hätte sie ein paar Mal gefragt, aber sie wollte nichts. Er hätte ihr sogar ein Würstchen gezeigt um sie zu locken, aber selbst das hätte nichts gebracht.
      Was er allerdings nicht wusste, ich habe heute das letzte Würstchen zum Mittagessen gegessen...
      Als ich ihn gefragt habe was für ein Würstchen, ist er mir ausgewichen und hat irgendwas von Käse erzählt den er geholt hat.

      Wie seht Ihr das?

      Er hat mich da doch wohl angelogen, oder?
      Wie würdet Ihr reagieren?
      Ich frage mich gerade, ob er das schon öfter gemacht hat... Mir geht es darum, ob er einfach zu faul war mit ihr zu essen oder was das sonst soll...
      Einerseits will ich keinen unnötigen Streit anfangen, andererseits beschäftigt es mich aber schon...

      Liebe Grüße

      An

      • Gut, dann hat er wegen dem Würstchen gelogen, und? Wenn deine Tochter hunger hat, kann sie den Mund auf machen und dies sagen. Glaubst du echt, dein mann macht eurer Tochter kein Essen, wenn sie sagt, sie habe Hunger? Ich würde da jetzt kein Drama draus machen. Du hättest auch deine Tochter fragen können ob sie was zum Abendessen gegessen hat. Wenn ja, super. Wenn nein, dann hatte sie wohl keinen hunger- auch ok.

        • >>>Wenn deine Tochter hunger hat, kann sie den Mund auf machen und dies sagen.<<<

          Klar, ein Kind, das vor dem TV sitzt, macht freiwillig das Gerät aus, um zu essen. #augen
          Kinder haben nie Hunger, wenn sie vor der Glotze hocken.

          Ein Kind in dem Alter holt man an den Tisch und wenn der Vater was isst, wird das Kind auch essen. Ansonsten kommt beim zu Bett bringen der große Hunger.

          TE: Ich wäre sauer, wenn mein Mann mir so einen Mist verkaufen wollte, nur weil er zu faul war, mit dem Kind zu Abend zu essen.

          • Wer sagt denn, dass sie die ganze zeit vor dem Fernseher saß? Übrigens gibt es bei uns für meinen Sohn gegen 18 Uhr essen, da er um 19 Uhr ins Bett geht, vor dem rückbildungskurs wäre also noch zeit gewesen, essen vorzubereiten oder die Tochter zu fragen, was auf ihr Brot drauf soll.

            • >>>Wer sagt denn, dass sie die ganze zeit vor dem Fernseher saß?<<<

              Niemand sagt das.

              Die TE schrieb:
              >>>Als ich wiederkomme sitzt Tochter vor dem Fernseher (ist oft so wenn er allein mit den Kindern ist).<<<
              Das Kind saß vor dem TV und hatte noch nichts gegessen.

              >>>vor dem rückbildungskurs wäre also noch zeit gewesen, essen vorzubereiten oder die Tochter zu fragen, was auf ihr Brot drauf soll.<<<

              Ahja, jetzt hat die TE die A-Karte? Sie ist jetzt schuld, weil sie nicht vorher alles gergelt hat?

              Unsere Tochter geht zur Zeit so ca. um acht ins Bett. Ich habe sie bevor ich gegangen bin noch gebadet und den Schlafanzug angezogen, dann war es schon viertel nach sechs. Bei uns gibt es im Normalfall zwischen halb sieben und sieben Abendessen.
              Wir kamen auch erst um halb sechs heim, mein Mann auch.
              Ist es denn zu viel verlangt, dass er mit ihr isst? Ich mache das doch auch...
              Ich frage mich einfach, ob es vielleicht öfter so läuft wenn ich nicht da bin. Kind wird vor dem Fernseher geparkt und nachher wird erzählt sie hätte keinen Hunger gehabt...

              • Also ehrlich gesagt, überlasse ich es demjenigen, dem ich die Kinder anvertraue, was und ob er ihnen zu essen anbietet. Meine Kindern melden sich bei Hunger eh. Wenn sie etwas essen wollen und dann ignoriert werden, wäre ich sauer. Aber sonst verhungert kein Kind in der kurzen Zeitspanne.

                • Im Normalfall sehe ich das auch so, aber man hat als Familie doch einen Rythmus und den sollte auch der Vater einhalten wenn die Mutter nicht da ist.

                  Ich weiche auch mal von unserem Rythmus es die Umstände erfordern aber im normalfall ist Essenszeit um halbsieben.
                  Es kommt ja der ganze Abend durcheinander. Bei uns wäre das so. Sie soll um eine Gewisse Zeit im Bett sein, weil sie früh raus muss, hat dann aber noch hunger oder sie wacht dann Nachts auf und hat hunger.
                  Steht dann der Vater auf, der Abends schon zu faul war ihr was zu essen zu machen? Bestimmt nicht.

                  Ich bin auch schon heimgekommen und sie hatten nicht gegessen - warum auch immer. Aber mein Mann ist so ehrlich zu sagen "Nein, wir haben noch nicht gegessen", was mir dann auch nicht gefällt, aber ist halt an dem Tag dann mal so (es sind wirklich seltene ausnahmen, sonst würde ich da auch das Gespräch suchen).

                  Würde er mich anlügen wäre ich STINKSAUER.

                  • Ehrlich, kein Kind braucht eine Familie, die so eingefahren ist, dass das Essen IMMER pünktlich auf die Minute auf dem Tisch steht.

                    Meine Güte, dann isst es eben mal etwas später. Und Meine Güte, dann hat es eben mal eine halbe Stunde weniger Schlaf, weil Mama unterwegs war. Und? Wenn Mama das nicht aushalten kann (das Kind kann es mit Sicherheit, wenn es gesund ist!), dann darf sie halt nicht weggehen.

                    Daraus ein Drama zu machen zeugt doch von zu wenig Lebensinhalt.

                    Meiner Meinung nach, zwingt man mit so starren (Essens-)Zeiten die Leute in ein Korsett.

                    Das Leben ist schon so Regelbestimmt, da sollte es wenigstens in den eigenen 4 Wänden ETWAS gelockert zugehen.
                    Ich finde so feste Essenszeiten auch echt von vorgestern. So voll 1950.

                    Aber wenn ihr damit klar kommt. Oft übernimmt ja auch das Verhaltensmuster von den Eltern.

                    Bei uns klappt das gar nicht. Jeder isst, wann er hungrig ist. Wir sind alle am arbeiten, die Jungs lange in der Schule, wir haben alle unterschiedlich Hunger. Das bekommen wir gar nicht unter einen Hut, unter d. Woche.

                    Am Wochenende bemühe ich mich, die mal alle an einen Tisch zu bekommen. Das klappt aber höchstens für EINE Mahlzeit am Tag. Entweder Frühstück, oder Abendessen. Meist Abendessen, weil immer ICH Frühstück machen muss. Dafür habe ich keinen Bock.

                    Insgesamt darben meine Kinder nicht, sind trotzdem wohlgenährt und fühlen sich in diesem "unstrukturierten" Familiengefüge wohl. ;-)

                    • "
                      Bei uns klappt das gar nicht. Jeder isst, wann er hungrig ist. Wir sind alle am arbeiten, die Jungs lange in der Schule, wir haben alle unterschiedlich Hunger. Das bekommen wir gar nicht unter einen Hut, unter d. Woche."
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                      So unterschiedlich sind die Menschen. Ich finde was Du beschreibst ist eine WG und keine Familie.

                      Ich erinnere mich gern an die gemeinsamen Mahlzeiten mit meiner Familie und wenn ich durch die Zeit reisen könnte, würde ich in die Zeit reisen, in der wir mit der ganzen Familie wie jeden Tag Abendbrot gegessen haben. Stinknormaler Alltag. Und so schön und gemütlich.
                      Und voller Geborgenheit und Regelmäßigkeit, die uns Geschwistern die nötigen tiefen Wurzeln gegeben haben um uns auszubreiten.

                      (Mein Vater ist Unternehmer und meine Mutter war bereits in den 70ern Führungskraft und Vorgesetzte. Beide haben mehr als 50 Std gearbeitet in der Woche. Und trotzdem konnte das Credo: eine gemeinsame Mahlzeit am Tag zu 90% eingehalten werden).

                      Jeder wie er mag, aber ich glaube dass "so 1950" ein Kompliment ist. Denn: der Familienzusammenhalt war damals nachweislich deutlich besser.

                      • Man kann auch gemütlich beisammen sitzen und gemeinsam essen, auch wenn es an dem einen Tag 19 Uhr ist und am nächsten eben 1 Stunde später, weil alle gemeinsam eben erst jetzt von einer Verabredung gekommen sind!

                        Wir essen auch immer gemeinsam, aber ich habe dabei noch nie auf die Uhr geschaut und geachtet, wie spät es gestern war..?!

                        1950 ist eher kein Kompliment. Der Familienzusammenhalt war unter anderem deshalb stärker, weil der Frau eine ganz klare Rolle (Hausfrau und Mutter) zugewiesen war, die Kinder bedingungslos zu gehorchen hatten und zerstrittene Eheleute sich selbst wenn sie gewollt hätten, nicht hätten scheiden lassen können, weil sie sich so zu Aussätzigen in der Umgebung gemacht hätten. Da hat vieles nur deshalb so toll zusammengehalten, weil ein starres Korsett vorgegeben war, an dass sich jeder zu halten hatte.
                        Ernsthaft, sowas findest Du tatsächlich schön? #zitter

                        • Du hast gelesen, dass meine Mutter bereits zur damaligen Zeit eine wesentlich bessere Position bekleidete als die meisten Frauen heute?

                          Und sie ist ein Kind der 50er Jahre Familien.

                          Und Scheidung war nicht so verbreitet. Stimmt. ABER: Heute sind Beziehungen oft Kompromisslos. Meine Oma (Ärztin. so viel zum Thema "die Rolle der Frau") hat mal gesagt; klar war es nicht immer schön. Aber wir wussten wir schaffen das.

                          Und in meinem Bekanntenkreis gibt es bereits jetzt 3 geschiedene Paare mit insg 4 Scheidungskindern. Ist das schön?

                          • Und das heißt nicht, dass ich gegen die Scheidung bin. Aber ich habe das Gefühl viele sind jetzt schneller bereit diesen Schritt zu gehen, obwohl sie vielleicht noch eine Chance gehabt hätten. Und ich red hier nicht über Gewalt (psychisch oder physisch). Dann muss man natürlich gehen

                            • Ja, Gott sei Dank können heute die Frauen wesentlich selbstbestimmter ihren Weg gehen, als damals, wo Frau noch nach dem Schuldprinzip geschieden wurde, finanziell am Arsch war und Gesellschaftlich geächtet. Kein Wunder, dass die Ehen 50 Jahre und länger hielten - eine Scheidung wäre -zumindest für die Frau - ,das Todesurteil gewesen.

                              Das heuer Ehen schneller in die Brüche gehen, ist sicherr auch diesem Umstand geschuldet, nicht mehr durchhalten zu müssen.
                              Ich finde echt, dass ist das kleinere Übel. Heiraten wird eh überbewertet.

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