Das liebe Geld

    • (1) 30.09.16 - 13:43

      Hallo!

      Ich möchte euch gerne mal was fragen. Da man das Thema Geld nicht immer so einfach bespricht im Freundeskreis, hoffe ich auf eure ehrliche Meinung Einschätzung.

      Vor meiner Schwangerschaft habe ich genauso viel verdient wie mein Mann. Wir waren nicht verheiratet, also Steuerklasse 1 und haben uns die Kosten geteilt.

      Nun haben wir vor 4 Jahren Zwillinge bekommen. Ich arbeite 20 Stunden die Woche seit die Kinder 2 sind. In meine alte Anstellung konnte ich nicht zurück, da der Job im Vertrieb war und das Teilzeit nicht möglich war.

      Ich verdiene netto (Steuerklasse 5) ca. 900 Euro. Mein Mann netto 2.700 (inklusive firmenfahzeug, Benzin, Versicherung)

      Er zahlt 1200 Euro aufs gemeinschaftskonto für die Tilgung vom Haus, Lebensmittel etc. Ihm bleiben also 1500 Euro für sich.

      Wenn wir nun Klamotten für die Kinder kaufen muss ich oft die Hälfte dazugeben. Er gönnt sich oft teure Dinge, die ich mir gar nicht leisten könnte.

      Ich ärgere mich, da ich ja bedingt durch die Kinder gar nicht mehr arbeiten kann und deswegen mit dem Geld immer knapsen muss (und dazu noch Steuerklasse 5 habe) während er sich so viel gönnen kann. Hand aufs Herz: wie empfindet ihr das?

      • (2) 30.09.16 - 13:53

        Ganz ehrlich? Ich versteh nicht wie man sowas mitmachen kann. Ich hätte da schon längst was gesagt. Mit so einem mann könnte ich nicht zusammen leben. Ich habe 700€ elterngeld und 2x kindergeld. Mein mann verdient 2500€ netto. Ich musste noch nie knausern oder mich zurücknehmen. Wir haben eh nur 1 konto wo alles rauf und auch ab geht. Fertig. Es ist unser Geld.

        Ich würde so nicht zusammenleben können.

        Lg

        • Also das kenne ich so nicht...
          Mein Mann und ich sind seit 8 Jahren verheiratet und seither gibt es hier 1! Gemeinsames Konto, alles andere fände ich gruselig #kratz
          Ich bin seit der Geburt unserer Großen Zuhause (ja ist von uns beiden so gewollt) und mein Mann verdient Netto durchschnittlich 3100 €, dazu kommen jetzt 2x KiGe und nun 1 Jahr lang Basiselterngeld von 300 €! Wobei vom KiGe jeweils 80 €uro für die Kinder gespart werden ;-)
          Somit wird hier natürlich ALLES aus einem Topf bezahlt und somit gibt es (bei uns) keinen Ärger!!!

          lg, Melli

      Ich sehe das genauso wie Feelia. Ihr seid eine Familie, da gibt es kein mein und dein. Wir haben uns auch ein Gemeinschaftskonto gemacht, da gab es diese Diskussionen nicht.

      Eigentlich traurig, dass dein Mann dich nicht unterstützt.

      Hallo,

      für mich klingt das etwas befremdlich ... Wir haben drei Kinder und ein völlig anders finanzielles Modell:

      Wir haben ein Konto - auf dieses Konto fließt mein Gehalt (ich arbeite 100%) und das meines Mannes (der weniger arbeitet) und sonstige Einnahmen, wenn wir mal welche haben.

      Alles, was regelmäßig anfällt an Kosten, wird als Dauerauftrag abgebucht (Strom, Buskarte Kinder, ....). Das ist im Monat eine fixe Größe. Wir haben beide eine EC Karte zu dem Konto. Es gibt auch nicht "mein Geld" und "dein Geld". Zudem gibt es noch eine VISA Karte (wir haben nur eine, brauchen wir nur im Urlaub). Da ich geschäftlich gelegentlich ins Ausland muss, läuft die auf mich.

      Dann haben wir drei Sparkonten. Eins heißt das "Autokonto" - wo wir monatlich einen bestimmten Betrag hinüberweisen, da wir demnächst ein neues Auto brauchen, das wir bar bezahlen wollen. Sind wir mal knapp, dann fällt die Rate (die wir großzügig kalkuliert haben), weg.

      Eins ist das "Urlaubskonto". Auch da geht ein definierter Betrag hin. Sollten wir finanziell nicht hinkommen, wird der eben gekürzt und der Urlaub entsprechend angepasst.

      Dann gibt es noch das "Überschusskonto" ... das wird bedient, wenn wirklich am Monatsende ein Überschuss da ist und dient für Altersvorsorge, ungeplante Ausgaben, Familienfeiern ...

      Dann gibt es so die "mittelfristigen Ausgaben" - nun kommt z.B. Weihnachten. Das können wir nicht in einem Monat "wuppen" - da haben wir ein Budget, das wir einfach auch füllen (wir wissen noch nicht, wer was bekommt, aber wir wissen für jeden Beschenkten, in welchem Rahmen sich das befindet). Oder die Sprachreise unserer Tochter. Oder die Selbstbeteiligung an der Zahnspange. Oder ...

      Was dann übrig bleibt (wenn was übrig bleibt #schein) ... da sprechen mein Mann und ich monatlich darüber. Alles was über ... lass mal sagen 50€ ist, wird kurz besprochen. Ich neue Hose, er und die Jungs zum Friseur, .... Dann schauen wir, ob es reicht und sonst überlegen wir, was wir noch irgendwie verschieben können.

      Er arbeitet weniger, aber er wuppt daheim viel mehr ... daher ist er finanziell völlig gleichberechtigt. "Sein Geld" gibt es nur im wirklich Kleinen, z.B. hat er unseren Nachbarn Rasen gemäht und Hecke geschnitten, als der Mann im Krankenhaus war - und sie hat ihm dann 50€ zugesteckt. Ich weiß nicht, was er damit gemacht hat.

      Ansonsten ist alles gleichberechtigt und transparent.

      GLG
      Miss Mary

      • Dein Konzept finde ich super.

        Darf ich fragen wie du das mit den mittelfristigen Ausgaben machst? Hast du da auch ein Konto für? Oder wie regelst du das das?

        Legst du jetzt schon etwas Geld für Weihnachten zurück? Und wenn ja wohin? Extra Konto? Bar?

        Und die Autoversicherung? Das sind bei mir beispielweise 500 Euro die nur einmal im Jahr abgebucht werden. Geht sowas bei euch von den "mittelfristigen Ausgaben"?

        LG
        Jule

        • Hallo,

          sorry, ich habe deinen Beitrag erst gerade entdeckt. Langfristiges Geld, das wir erst mal nicht brauchen, legen wir anders an, daher ist das "Überschusskonto" das mittelfristige Konto.

          Da kommen auch die mittelfristigen Ausgaben drauf. Ja, Weihnachten ist im Oktober nun schon langsam im Budget ... das kommt mit auf das "mittelfristige Konto". Die Autoversicherung habe ich im Blick. Es ist so: Januar (der Überschuss zahlt die Autoversicherung), Februar (geht der Überschuss meistens aufs Überschusskonto), März (teilweise und ich zahle 200€ den Campingplatz ab, wo wir den Urlaub verbringen), April (sind meistens Osterferien, da bleibt wenig übrig und es stehen Sommerkleider und Schuhe an), Mai (sind meistens Pfingstferien und wir fahren ein paar Tage weg, ein kleiner Betrag zahlt den Sommerurlaub weiter ab), Juni (da versuchen wir nochmals zu sparen), ... etc. Es gibt Monate, wo ich weiß, dass nichts übrig bleibt, z.B. der Januar mit allen Rechnungen und Monate, wo wir einfach viel sparen (z.B. Februar - es ist ein kurzer Monat, es gibt nicht so viel zu machen und die Kinder sind meistens in der Schule ganz gut beschäftigt).

          Weihnachten ist so bisschen ein Sonderfall. Ich weiß, es klingt total doof, aber ich kaufe wirklich einige Dinge im Sommerurlaub. Wenn ich im September heimkomme, dauert es immer so drei - vier Wochen, bis ich eine wirkliche Struktur habe und die Preise steigen ... Wenn es was besonderes sein soll, schaue ich schon im August. Und wie gesagt, wenn alles gut klappt, geht der Überschuss diesen Monat direkt in die Weihnachtskasse.

          GLG
          Miss Mary

    Ich sehe es eigentlich genauso. Warum machst du das mit und habt ihr vor den Kindern denn gar nicht über das "Dannach" gesprochen?

    Ich verdiene seid mein Mann sein Studium abgeschlossen hat weniger - trotzdem gibt's nur ein gemeinsames Konto und auf das haben wir beide zugriff. Wir sind eine Familie und Wirtschaften gemeinsam. Anders wollen wir beide das auch gar nicht. Ich kenne aber auch Paare mit getrennten Konten und auch da läuft es gerechter ab. Da zahlt jeder einen gewissen Prozentsatz auf das gemeinsame Konto - also der mehrverdiener deutlich mehr....so haben beide gleichviel für persönlichen Luxus - der Rest geht in die Familienkasse.

    (10) 30.09.16 - 14:07

    Na ja, du bekommst ja Kindergeld, das ist für Anschaffungen (Kleidung zum Beispiel) für das Kind gedacht. Das er die Hälfte davon mit bezahlt, finde ich sogar noch großzügig. Denn du bekommst dieses Geld eben für die Kinder. Klar ist es ärgerlich, geldeinbußen zu haben. Aber von seinem Geld kann er sich doch kaufen, was er will. Er übernimmt ja dafür auch den Großteil eurer Lebenshaltungskosten. Wir haben zu. B. Jeder ein eigenes Konto und zusätzlich ein Gemeinschafts Konto. Auf das zahlt jeder von uns einen ant0il wer gemeinsamen kosten und jeder hat dennoch sein eigenes Geld zur Verfügung, mit dem er machen kann, was er will. Da ich weniger verdiene als mein Mann (ebenfalls Steuerklasse 5 und Teilzeit beschäftigt), zahle ich auch weniger Geld auf unser Konto ein. Dafür zahle ich aber alle Kleidung von unserem Sohn. Denn dafür bekomme ich das Kindergeld.

    • -finde ich sogar noch großzügig-

      Im Ernst? innerhalb einer Familie? Ach du meine Güte. Ich kann mir hier mittlerweile nur noch an den Kopf fassen. Großzügig. Kindergeld. Oh man. #schock

      das stelle ich mir seeeehr anstrengend vor, so zu leben

      das hat mit "gemeinsam" nichts zu tun

      • Doch, klar. Mein Mann bezahlt so gut wie alle Kosten für sein Haus (ich bin zu ihm gezogen), er zahlt alle gemeinsamen Versicherungen, das Benzin für unser Auto, er zahlt den Einkauf am Wochenende (ich den täglichen) und gemeinsam zahlen wir dir Kindergarten kosten, Telefon und Strom. Dann hat jeder noch eigene Versicherungen und ich bekomme das Kindergeld, also zahle ich den täglichen Bedarf für alles, was unser Sohn braucht. Ich kaufe von meinem Geld alle Geschenke für jeden Verwandten oder Freunde zum Geburtstag und zu Weihnachten.

        • Verstehe ich das richtig? Du bist verheiratet, hast mit Deinem Mann Kinder, aber....
          Das Haus gehört ihm, Versicherungen zahlt er nur, wenn sie gemeinsam sind, was Du an Versicherungen brauchst, zahlst Du. Du bekommst Kindergeld, Dein Mann hat damit nichts zu tun, deshalb zahlst Du alles für Deinen Sohn außer Kindergarten.

          Ich wünsche Dir, dass Eure Partnerschaft ewig hält, wenn nicht, wirst Du ziemlich schlecht da rausgehen, so, wie Ihr das regelt. Für mich wäre so etwas keine Partnerschaft, eher ein Verhältnis. Aber wenn Ihr glücklich damit seid.....
          Gruß Bernd

          • Ja, ich zahle einen minimalen Beitrag der tatsächlichen kosten für das Haus, da ich netto nur 785 Euro verdienen und er netto etwa 1800. Von seinem Geld bezahlt er eben alle nötigen Versicherungen für Haus und Auto, ich beteilige mich mit 130 Euro monatlich an Telefon, Strom und Haus, gemeinsam zahlen wir den Kindergarten Beitrag von 230 Euro, ich fahre kein Auto, ich bekomme aber 190 Euro Kindergeld. Ich kaufe die Kleidung für unseren Sohn, das tägliche essen und all den alltäglichen Kram eben. Er bezahlt unseren wochendeinkauf und alle Getränke. Große Geschenke bezahlen wir zusammen. Alle andern Geschenke kaufe und bezahle ich, da mein Mann jemand ist, der immer auf den letzten Drücker Geschenke kauft und sich keine Gedanken darum macht, wem was gefallen könnte. Also mache ich das. Auf unserer Gemeinschafts Konto zahlt er monatlich 550 Euro ein, ich monatlich 150. Davon werden alle gemeinsamen kosten (Haus, Öl, Strom, Wasser, Telefon, Kindergarten, Reparaturkosten) abgezogen. Da er mehr verdient (immer schon mehr verdient hat als ich, selbst unverheiratet mit Steuerklasse 1), zahlt er auch mehr als ich. Ich finde es daher nur gerecht, dass ich alles, was unser Kind im Alltag betrifft, zahle. Da er so gut wie alles andere fast allein finanziert.

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