Au-pair aus USA ist sooo heikel

    • (1) 19.10.16 - 23:03

      Seit 2 Monaten haben wir ein Au-Pair-Mädchen aus USA. Wir mögen sie sehr und sie gibt sich wirklich alle Mühe. Wir haben 4 Kinder und viel Arbeit rund um Haus und Garten. Um sie mit der Situation nicht völlig zu überfordern, koche ich ( entweder "vor" für den nächsten Tag oder am gleichen Tag für die Familie)

      Leider ist unser Au-pair-Mädchen seeeehr heikel! Gemüse iiiihhhh, Salat (wenn es unbedingt sein muss)ginge bei ihr nur mit fettigem Majo-Sahne-Dressing, gerne zu allem Obst ne ordentliche Portion Erdnussbutter, am liebsten Fleisch in Hülle&Fülle und Nudel ausschließlich in Käsesahnesosse ( alles sehr "creamy")
      So und das deckt sich jetzt zu 95% nicht mit unseren Essgewohnheiten. Es tut mir leid sie ständig im Essen rumstochern zu sehen... ich kann ihr nicht ständig "extra" kochen, und ich will mich/uns nicht so wie sie ernähren. Wir haben versucht miteinander darüber zu reden, weil sie Hunger hat und unser Essen überhaupt nicht mag. ( auch ihrer Figur würde weniger Fett und mehr Gemüse mehr als gut tun????)

      Wir kamen zu keinem erfolgreichen Ergebnis....

      Was würdet ihr denn tun??
      Tigi

      • Ich würde sie mal mit gleichaltrigen Mädels/jungen Frauen aus eurem Bekannten- und Verwandtenkreis zusammenbringen, die eher so essen wie ihr und ihr vielleicht nett und freundlich erklären, wie ungesund das fette Zeug ist?
        Und nein, ich würde sicher nicht die gewünschte Fettpampe wegen ihr kochen, vielleicht eine leichte Soße mit Cremefin oder so als Zugeständnis, aber sie ist auch hier, um Neues zu lernen, das soll sie dann mal tun #freu Ich denke nicht, dass sie verhungern wird, irgendwann ißt sie dann schon, wenn der Magen knurrt. Ich denke mal, Du kochst so abwechslungsreich, dass sie schon was finden wird. Wenn wir heute nach USA fliegen, kochen die Leute für uns auch nicht das, was wir wollen, sondern was auf deren Speisekarte steht.
        Habe selber eine Nichte in den USA verheiratet und eine Freundin in Texas - die sagen das gleiche, denn sie kochen auch deutsch#cool manchmal sehr zum "Leidwesen" ihrer amerikanischen Freunde:-) (die aber für sie bei Besuchen auch nicht extra kochen)
        LG Moni

        Hallo,
        ich war vor langer Zeit selbst Au Pair in den USA. Meine Gastfamilie kochte allerdings "noch" ok. Allerdings weiß ich durch andere Au Pairs und natürlich auch aus eigener Erfahrung, wovon du sprichst.

        Wie mein Vorredner schon sagte: sie ist auch hier, um sich mit Deutschland im Allgemeinen auseinanderzusetzen. Dazu gehören auch Essgewohnheiten. Es klingt, als kocht ihr ganz normal. Ich musste in den USA auch oft Burger essen.
        Sie bekommt Taschengeld. Wenn sie unbedingt anders essen will, muss sie zu MCD und Co gehen. Ansonsten gebt ihr ihr ja was zu essen. Ich würde definitiv nichts extra für sie kochen. Erklärt ihr, dass ihr möchtet, dass eure KInder gesund essen und das auch vorgelebt bekommen müssen, um es selbst umzusetzen. Au Pair sein heißt auch lernen, sich anzupassen. Ich hatte einige Regeln, wie zB in der Woche nicht nach 0 Uhr nach Hause kommen, da ich am nächsten Tag fit für die Kids sein sollte. Absolut nachvollziehbar und sogar schon damals kinderlos mit 19.

        Möglichkeit

        a.) sie kocht für sich alleine

        b.) ihr schickt sie heim

      • (5) 20.10.16 - 06:58

        Dann soll sie sich selbst was kochen.
        Die Zutaten würde ich ihr kaufen.

        (6) 20.10.16 - 08:21

        Nachdem ja sonst alles stimmt und sie nett ist, würde ich einen Kompromiss suchen. So, dass sie nicht hungern muss, ihr aber kaum mehr Aufwand habt. Sie soll sich ja auch wohlfühlen und eine gute Zeit haben.

        Zum Salat kann sie ja gerne ihr Lieblingsfertigdressing haben. Dann bekommt sie ihr Schüsselchen halt extra.

        Genauso mit den Nudeln. Irgendeine Fertigsoße zum in der Micro warm machen wird ihr schmecken... Ihr esst eure Nudeln wie gewohnt.
        Lass sie hin und wieder "amerikanisch" kochen. Das ist vielleicht auch ganz interessant und wenn es nicht zu oft ist auch zum Aushalten.
        Bau verstärkt Gerichte ein, die sie auch mag. Lasagne vielleicht oder Burgern zum selbst Belegen... vielleicht darf sie sich hin und wieder auch was wünschen.
        Schau, dass immer genug Cornflakes da sind für Notfälle. Damit bekommst du so ziemlich jeden amerikanischen Teenager satt.

        Ansonsten kochst du wie gewohnt.

        • (7) 20.10.16 - 08:31

          Das würde ich nicht machen, dann lernen die Kids ja, das man nur zu mäkeln braucht und dann bekommt, was man will. #kratz

          • (8) 20.10.16 - 08:44

            Das ist aber nicht mein Kind sondern ein Au pair, vermutlich um die 18/20 Jahre alt.

            Das Mädchen muss ich nicht erziehen, höchstens einen Kompromiss finden, mit dem alle gut leben können.
            Und meinen eigenen Kinder gegenüber könnte ich durchaus begründen, warum für das Au pair Mädchen manchmal eine Extrawurst gebraten wird.

            Das Mädchen ist vermutlich das erste Mal so lange alleine von daheim weg. Es wird generell ein bisschen unter Heimweh und Kulturschock leiden, da kann ich ihm doch ein bisschen entgegenkommen und ihm den Aufenthalt angenehm gestalten. Es soll ja auch gute Erinnerungen mitnehmen.
            Außerdem trägt es durchaus zum zum guten Klima bei, wenn man nicht stur seine Linie fährt. Und das wiederum ware mir wichtig, immerhin lebt dieses Mädchen die nächsten Monaten mit in der Familie und betreut die Kinder.

      (10) 20.10.16 - 08:22

      Hallo,

      Ich würde ihr ebenfalls anbieten, dass sie sich selbst etwas kochen kann.

      Dennoch noch einmal mit ihr sprechen und versuchen einen Kompromiss zu finden, um ihr auch ehrnährungstechnisch etwas mitzugeben.
      Z.B. sie kocht jeden zweiten tag für sich und die restlichen tage isst sie dein Essen.

      Oder zu ihrem Essen, isst sie immer eine portion von eurem gemüse/salat zum Essen

      Zwingen würde ich sie allerdings nicht, denn das würde im Zweifelsfall nur zu stress führen.
      Ebenso wenig würde ich extra kochen.

      Liebe Grüße
      Nane

      (11) 20.10.16 - 08:31

      Hallo,
      ich würde weiterhin kochen wie gewohnt und ihr hin und wieder die Wunschkost ermöglichen.
      Gruß

      (12) 20.10.16 - 09:21

      Hallo,

      Du sagst am Ende: "( auch ihrer Figur würde weniger Fett und mehr Gemüse mehr als gut tun????)"...das finde ich ganz schön hart. Da es nicht Dein Kind ist, hast Du also auch keinen Erziehungsauftrag, Du kannst sie nicht zwingen, Ihre Lebenseinstellung zu ändern und wenn sie Dein Essen nicht mag, müsst Ihr einen Kompromiss finden.
      Andererseits verstehe ich vollkommen, daß Du nicht jeden Tag Pommes und Burger servieren kannst und das würde ich auch nicht tun.
      Wie wäre es, wenn Ihr gemeinsam einkaufen geht und sich das Mädchen mit nehmen kann, was sie mag. Sie könnte es sich dann selber zu bereiten.

      LG

      • (13) 20.10.16 - 09:30

        Ehrlich gesagt, sehe ich das anders. Wenn sie das essen nicht mag - ist das ihr Problem.

        Ich würde auf keinen Fall für sie extra was kochen. Ich würde vielleicht einen USA-Tag im monat oder alle 14 Tage machen, wo SIE dann kochen darf für alle, was sie möchte. Ansonsten gibt es Landestypische Kost.
        Damit muss man rechnen, wenn man in ein anderes Land geht. In Asien macht mir auch keiner ein Schnitzel mit Pommes und da wird Suppe zum Frühstück gegessen. Das ist dann halt so.

        • (14) 20.10.16 - 10:10

          >>Ehrlich gesagt, sehe ich das anders. Wenn sie das essen nicht mag - ist das ihr Problem.<<
          Dem setze ich ja auch nichts entgegen, aber wenn sie sich ihr Essen selbst zu bereiten kann, wäre das Problem doch erstmal gelöst. Niemand muss essen, was er vorgesetzt bekommt.

    (15) 20.10.16 - 12:44

    Ich wuerde ihr auch die Moeglichkeit geben, sich selbst etwas zu kochen. Wie schon gesagt, weder musst du sie erziehen noch eure Gewohnheiten an sie anpassen. Dann soll sie sich halt ihr Sahnedressing aus der Flasche ueber den Salat giessen, ihr Obst mit Erdnussbutter bestreichen und sich ansonsten von Fleisch aus der Pfanne und Nudeln mit Sahnesosse aus dem Glas ernaehren.

    Natuerlich besteht die Gefahr, dass eure Kinder das total interessant finden und dann auch einfordern. Bei meinem Sohn haette ich da wenig Sorgen, da der nicht so besonders auf Sahnebomben steht, Obst mag und Erdnussbutter obereklig findet (kennt er halt auch kaum). Du musst selbst einschaetzen, wie gross die Gefahr bei euch ist.

    Vielleicht kann man es auch so loesen, dass sie mit euch am Tisch sitzt und isst, was und wieviel sie mag, sich aber danach noch fuer sich allein etwas zubereiten kann, was ihr besser schmeckt. Dann isst sie es den Kindern wenigstens nicht so direkt vor.

    (16) 20.10.16 - 13:38

    hallo,

    ich habe selbst in den usa gelebt. während der high school und später dann wieder. ich war also tatsächlich noch ein teenager und kein junger erwachsener. meine familie hatte damals 2 kleine kinder (für die ich nicht verantwortlich war, ich war da als schwester und bin es heute noch#verliebt) und chronischen geldmangel.
    das bedeutete, dass der wocheneinkauf so gestaltet wurde, dass lebensmittel genau für die mahlzeiten gekauft wurden. nichts wirklich extra. hätte ich mich also so am kühlschrank großartig bedient, wären die zutaten für die mahlzeiten weg gewesen.
    gekocht wurde gut, allerdings mitunter häufig hintereinander oder mit geringem abstand gerichte, die eben günstig waren. nicht alles mochte ich.

    ich war aber verständig genug die notwendigkeit zu sehen und rum zu mosern. ich kann mich nur an eine gekegenheit erinnern, zu welcher ich einmal einen wunsch äußerte. das es ein bestimmtes gericht nicht schon wieder gibt. ansonsten habe ich gegessen, was es gab. nicht die familie hatte sich anzupassen, sondern ich!
    ein au pair ist nun noch älter und trägt zudem auch noch verantwortung für die kinder in der familie. ich bin der meinung, dass sie sich zum großen teil anzupassen hat. das bedeutet aber ncht, das man nicht auch kompromisse eingehen kann. ich würde schauen was man kochtén kann, das gesund und eben auch lecker ist. sahnesauce bedeutet nicht gleich ungesund und dick machend. ich würde ihr bestimmte dinge die im finanziellen rahmen liegen kaufen, aber darum bitten diese nicht vor den kindern zu essen. sie hat ein eigenes zimmer und da kann sie abends, wenn die kids im bett sind ihr zuckerzeugs essen.

    ich fänd es tatsächlich schwer den kindern zu erklären, das jm. in der familie sonderstatus mit dem essen hat und eben die leckeren ungesunden sachen bekommt, während sie das nocht dürfen. das führt zu stress.

    und ,an kann sich durchaus auch an sehr andere als de gewohnte kost gewöhnen. meine familie lebt in den amerikanischen südstaatennund hat jedes wochenende die dort sehr beliebte grits gegessen. am liebsten salzig. ich fand es wierlich zu beginn. und was soll ich sagen: ich freu mich drauf sie zu essen wenn ichd´dort bin.

    das einzige, an was ich wohl nie rankommen werde sind erdnussbutter und marmelade vereint.

    lg

    (17) 20.10.16 - 18:10

    Ich bin selbst sehr mäklig und mag viele Sachen nicht, die andere Leute gerne essen. Mit Fleisch, Gulasch, Paprika, Zucchini, griechischen Essen, asiatischem Essen, dunkler Sauce, Bratwurst, Klößen, Soja, weichen Eiern und Waffeln kann man mich beispielsweise meilenweit jagen. Ich fühle mit jedem mit, dem das Essen am Tisch nicht schmeckt und der deswegen unglücklich ist. Ich möchte mich auch nicht von anderen "erziehen" lassen, bin schließlich erwachsen und Essen ist nunmal absolut Geschmacksache!

    Ich würde ihr ein eigenes Fach im Kühlschrank einrichten, wo ihre Sachen drin sind und sie für sich selber kochen lassen. Wer nicht erträgt, dass jemand anders is(s)t als man selbst, der sollte sich nicht für ein Jahr eine fremde Person in die Familie holen, was ein au pair nunmal ist. Die ist ein erwachsener Mensch, der das Recht auf Selbstbestimmung hat.

    • "Wer nicht erträgt, dass jemand anders is(s)t als man selbst, der sollte sich nicht für ein Jahr eine fremde Person in die Familie holen, was ein au pair nunmal ist."

      Nein, ganz anders: Wer mit seinen Ernährungsgewohnheiten so begrenzt und unflexibel ist, sollte nicht als Au-pair unterwegs sein. Der Sinn, als Au-pair zu arbeiten ist doch, andere Kulturen kennenzulernen, dazu gehören auch gemeinsame Mahlzeiten. Dazu muss mein einfach bereit sein, anders geht es nicht.
      Die gute Gastfamilie wird dem Au-pair sicher z.B. keine Käsesuppe servieren, wenn sie keinen Käse mag. Ebenso wird man auch mal das Lieblingsgericht von ihr kochen. Aber wenn der Gast allgemein kein Gemüse verträgt und nur Fleisch mit Sahnesosse verkraftet, passt diese Konstellation einfach nicht.

      In Deinen Ausführungen schreibst Du den einen Buchstaben des Wortes "isst" in Klammern. Bedeutet das, Du unterstellst der Threaderöffnerin, sie würde anders-sein nicht nicht ertragen? Das ist sehr anmaßend!

Ich bin hier etwas entsetzt...

Also offensichtlich ist das Mädchen ja nicht aussääsig, frech, unverschämt, undankbar oder sonstwas in die Richtung.

Seit 2 Monaten (!!!!) isst sie das, was du ihr vorsetzt (oder auch nicht). Und weil das so gar nicht ihr Ding ist, hat sie jetzt Hunger. Das macht (auf Dauer) verdammt schlechte Laune.

Dein Spruch zum Ende hin ist absolut daneben und das hast du einfach nicht zu bewerten.

Dieses Mädchen ist hier, weil sie eine andere Familie am anderen Ende der Welt kennenlernen möchte. Okay. Aber andersherum müsst ihr "sie" (oder ihre Angewohnheiten) auch ein Stück weit in dein Leben lassen...

Stell dir vor (und ein wenig klingt es danach), ihr seid Vegetarier. Man KANN einem NICHT-Vegetarier nicht MONATELANG irgendwelchen Soja-Ersatz-Fraß auftischen, wenn dieser das nicht mag. Da muss man Kompromisse finden. Du MUSST ja nicht eine völlig neue zusätzliche Mahlzeit kochen.

Aber wenn es bei euch Nudeln gibt, was bitte brichst du dir dabei ab, ihr eine Fertigpackung Käse-Sahne-Soße zu kaufen und ihr die zu servieren? Oder wenn ihr ein fleischloses Kartoffelgericht habt, machst du ihr ein paar Bouletten dazu!

Bei euch klingt es so, als wäre ihr Ernährungsstil schlecht und eurer toll! Das mag vielleicht gefühlt bei dir so sein, es zeugt aber nicht gerade von Toleranz, daran kompromissfrei festzuhalten und sie dafür hungern zu lassen. Ich glaube, ich fall vom Glauben ab!!! Wenn ihr wirklich soooo wahnsinnig intolerant seid, wie es gerade rüberkommt, dann bitte bitte bitte brecht das Projekt zu ihrem Wohle ab und lasst sie für die restliche Zeit in eine Familie gehen, die sie herzlicher aufnimmt!!!

  • und wenn eins der kinder gerne würstchen möchte, das andere lieber hähnchenschenkel, stehst du dann in der küche, brätst (und vorher herstellen!) dem au pair bouletten, dem einen kind würstchen, dem mann ein steak und dem 2. kind einen hähnchenschenkel?
    das würde es hier nicht geben für kids, au pair und den rest der familienmitglieder und das gab es auch während meiner au pair zeit nicht. es gab die ganz normale gesunde familienkost (ja, in den USA) mit viel gemüse und ansonsten stand es mir frei, selbst etwas einzukaufen (von meinem geld) und zu kochen, was ich ein einziges mal in 15 monaten gemacht habe. meine gastmutter hat ab und an mal gefragt, ob sie mir etwas vom einkaufen mitbringen soll (sprudelwasser :-)), ansonsten habe ich mich und alle anderen au pairs der gastfamilie und dem gastland angepasst, das gehört dazu, wenn man ins ausland geht. ausnahmen bestätigen sicher die regel :-).
    aber: jeder, wie er es für richtig hält.

    • Es geht absolut überhaupt nicht darum, wer was lieber mag.

      Hier darf auch "selektiv" gegessen werden (im Gericht darf was weggelassen werden, was Kind nicht mag) und wenn wer was so gar nicht mag, macht er sich ein Brot. Ich bin die Letzte, die hier irgendwem "hinterherkocht".

      ABER natürlich (und da ist für mich die Grenze) stelle ich mich auf die Vorlieben meiner Familie ein. Meine Große mag zum Beispiel partout keinen Käse.

      Für mich ist das Verhalten der TE gleichzusetzen, als wenn ich in meiner Familie an 6 von 7 Tagen Gerichte mit Käse oder Käse überbacken kochen würde.

      Leider hat die TE ja auch nicht berichtet, was das Problem mit Fleisch ist. Wenn die Familie eher fleischlos isst, vielleicht vegetarisch isst, hätte ich persönlich auch ein Problem damit. Vielleicht hat die Familie das nicht einmal angegeben (zum Beispiel weil sie nicht komplett vegetarisch essen).

      Nach maximal 2 Wochen hätte ich persönlich da auch absolut Hunger und schlechte Laune!

      Dann sollte man als Gasteltern, wenn man nicht in der Lage ist, sich auf das Gastkind in dieser Beziehung einzulassen, die Verantwortung übernehmen und ehrlich sein. Dann passt es eben nicht. Punkt!

      Stattdessen darf das Kind HUNGERN!!! Dass die junge Dame sich nicht schon längst bei der Organisation beschwert hat, finde ich schade. Da sieht man mal, wieviel Macht Gasteltern meinen zu haben (und dann leider auch haben).

      • (22) 26.10.16 - 21:56

        hallo,

        ich finde du stellst es sehr übersptzt dar.
        erstens ist das mädchen kein kind mehr. sie ist als erwachsene ins ausland gegangen um einen job zu übernehmen, den erwachsene ausüben. sie ist dort idealerweise als teil der familie. aber sie ist kein kind mehr.
        womit will sie sich denn bei der organisation beschweren? dass ihr das essen nicht schmeckt?
        ich habe nicht heraus gelesen, dass die familie strikt einem selektiven ernährungsplan folgt. wäre natürlich schön gewesen, wenn die postern noch einmal stellung bezogen hätte.
        wäre das der fall wrde ich dir zustimmen. strikte veganer sollten kein au pair aufnehmen, welches nicht selbst vegan lebt. beispielsweise.
        aber wie gesagt, das lese ich nicht heraus. eher, dass die familie gesund, aber vollwertig lebt.
        wenn das mädchen dem typischen amerikanischen cliche entspricht, dann wird sie tatsächlich hauptsächlich fett und süß bevorzugen.
        und ich kann nur noch einmal betonen: wenn man als erwachsener mensch so eine erfahrung , so einen job annimmt, dann weiß man eigentlich, dass man anpassungsfähig sein muss.
        was wäre, wenn sie nach asien gegangen wäre?
        solange die familie vollwertgie kost anbietet, sehe ich ehrlich gesagt kein problem darin. wie gesagt, kompromisse kann man aber schließen, wie ich in meiner antwort schon schrieb.

        lg

...dein Kommentar ist recht unverschämt! Die TE hat nett geschrieben, warum greifst du sie an? Sie hätte im letzten Satz auch schreiben können: das mädel ist eh zu fett, soll sie mal Diät machen..."

Und letztlich ist es ja erwiesen, dass es bessere und schlechtere Ernährung gibt! Da gibt es keine "gefühlte" Ansichtssache!

Liebe TE, du hast ja ansonsten gute Tipps bekommen, sicher werdet ihr einen Weg finden. Und wenn das mädel in einigen Monaten etwas erschlankt zurück nach Hause geht, wird sie sicher stolz sein #huepf

Meinst du, sie würde sich gerne selbst kochen wollen? Dann könntet ihr z.B. ja gemeinsam einkaufen gehen und sie sich das besorgen, was sie gerne isst, und sich das dann selber zubereiten und trotzdem gemeinsam mit euch essen? Sie von eurem Essen zu überzeugen solltest du nicht versuchen - denn wenn das nicht von ihr selbst kommt, ist das sinnlos (ich war als Kind und Jugendliche ebenfalls sehr heikel und solche Überzeugungsversuche waren mir erst recht unangenehm).
Als ich als junges Mädchen bei einer englischen Familie gelebt habe, wollten sie mich auch immer partout von ihrer Küche überzeugen (die ging eher in die Richtung, die euer Au Pair gerne hätte ;) und ich habe deswegen irgendwann möglichst all meine Aktivitäten so gelegt, dass ich zum Dinner außer Haus war...was total schade war im Nachhinein, weil so viel schöne Zeit zum Quatschen flöten ging.

(25) 20.10.16 - 21:52

Hallo!

Vielleicht könntet ihr euch ja gegenseitig erstmal wieder etwas annähern....dann wird vielleicht die Stimmung besser und sie bekommt wieder Lust, mal was Neues zu versuchen.
Ich kann verstehen, dass man (v.a. als Mama) keine Kompromisse bei der Ausgewogenheit machen möchte. Vielleicht gibt es ja aber Gericht, die sowohl "creamy" als auch gesund sind. Jetzt in der kalten Jahreszeit kann man ja durchaus mal Käsespatzen mit Salat (für sie evtl. ein extra Dressing? Statt Blattsalat evtl. mal Kohlsalat (auch mal amerikanisch mit Joghurt), Gurke,...) oder andere leckere herbstliche / winterliche Gerichte (mit Kartoffelpüree (creamy), Semmelknödel mit Pilzsauce (auch creamy), Lasagne, Moussaka, gefüllte Aubergine (Fleischfüllung oder Gemüsefüllung mit Käse überbacken),...) kochen.
Zum Dessert könnte man ihr cremigen Landliebe-Joghurt statt Puddings vielleicht auch schmackhaft machen.

Evtl. entwickelt sie, wenn ihr sie mit einbezieht und das Kochen ("original German food") gemeinsam gestaltet ja auch Interesse und Spaß.

Alle 14 Tage könnte Sie ja ein Rezept mit euch gemeinsam kochen.... so kann sie sich einbringen.

Viel Erfolg!
Grüße

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