"Stehen und halten" - kennt jemand diesen Spruch?

    • (1) 21.10.16 - 09:41

      mein Großtante (leider schon verstorben) sagte immer, wenn es schwierige Zeiten gab

      "stehen und halten"

      ich verstehe das in dem Sinne von. Nicht zusammenbrechen, stark bleiben, aushalten, sich nicht beschweren...

      Kennt jemand diesen Spruch auch?

      • Hallo

        Nein diesen Spruch kenne ich nicht. Ich bin zwar stark aber nur begrenzt. Und wenn es mir zuviel wird (zur zeit leider wirklich ) hole ich mir hilfe.

        Ich halte nix davon etwas auszuhalten.

        Lg

        Unsere Großeltern und auch Eltern hatten noch nicht die Möglichkeiten, sich überall Hilfe zu holen, zu Therapeuten zu gehen usw usw - denen blieb garnichts anderes, als "stehenbleiben und auszuhalten" - denk nur mal an die Kriegsgeneration. Was diese Menschen aushalten mussten ...... da sind unsere heutigen "Problemchen" wirklich Kleinigkeiten.....besonders die, die man sich selber schafft.
        Gut, ich bin allerdings auch dafür, eine ganze Weile kann/sollte man wirklich versuchen, seine Probleme auszuhalten/selber zu lösen - aber manchmal geht es eben nicht mehr, und dann soll man die heute angebotene Hilfen auch nutzen.
        LG Moni

        nicht, dass das hier falsch verstanden wird

        ich habe keine Probleme

        nur manchmal passieren so viele Ereignisse in kurzer Zeit und man fragt sich, wie soll man das verarbeiten und da fällt mir immer dieser Spruch ein.

        Meine Großtante wäre heute weit über 90...

        Dieser Spruch ist wohl wahr aus einer anderen Zeit/Generation, in der man alles ertragen musste, weil es eben so war

      • Ich kenne den Spruch nicht,aber erinnert mich an "Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten und weiterlaufen"
        Ich muss sagen, dass es (leider?) zu meinem Lebensmotto geworden ist.

        Ich verstehe das in dem Sinn : "in guten und in schlechten Zeiten", "hinfallen, aufstehen, Krönchen richten", uä.

        Also in schwierigen Zeiten nicht aufgeben, sondern standhaft bleiben und durchhalten. Auf Familie/Freunde bezogen auch, dass man sich nicht bei jedem Problemchen voneinander abwendet, sondern zusammen hät.

      • Hallo,
        vielleicht auch eher:

        Im Alltag mal stehen bleiben und innehalten. Durchatmen und nicht nur arbeiten.
        Die schönen Dinge nicht übersehen.
        Gruß

        • ja, diese Erklärung könnte natürlich auch stimmen

          da die Tante allerdings noch fast den 1. Weltkrieg miterlebt hat und den 2. sowieso, glaube ich, dass Innehalten zu dieser Zeit ein Fremdwort war.

          Ich versuche mir das immer bildlich vorzustellen, wie Zinnsoldaten, die alle in einer Reihe "stehen" und "halten"

          jeder interpretiert natürlich was anderes, was zu ihm passend ist

          Der Spruch passt wohl nicht mehr so ganz in die heutige Zeit, doch damals, leider konnte man ihn wohl eher auf die Frauen beziehen. Die Kinder, Familie durchbringen mussten. Kein Geld, kein oder wenig zu Essen. Und immer arbeiten. Das Vieh im Stall und, und, und......weil viele streng gläubig waren, auch dem Mann immer zu Willen waren, wann er wollte, ein Kind nach dem anderen kam....ja, man durfte nur Sex haben, wenn man ein Kind zeugen wollte, so hatte es mir die Tante immer erzählt.

          ....meine Tante hatte zwar "nur" 4 Kinder. Sie erzählte viel von Früher, dass sie z.Bsp. nicht genug Milch zum Stillen hatte, weil sie so hart auf dem Feld arbeiten musste...die Ernährung schlecht war....

      Hallo,

      ich kenne den Spruch nicht, aber ich denke, daß man nicht aufgeben, sondern weitermachen soll.

      LG
      Lana

      Ich glaube das ist kurz für: "aufrecht stehen und Haltung bewahren"

      Ich kenne auch noch "Kopf hoch, Brust raus, Pobacken (Arsch) zusammenkneifen!" für eine entsprechende Haltung, wenn Schwierigkeiten und Widrigkeiten drohen. Nicht unterkriegen lassen eben. Dürfte dasselbe sein.

      (13) 21.10.16 - 19:46

      Hallo, mein Opa hat so etwas in der Art immer benutzt. Sein Vater hat die Worte wohl aus dem 1. Weltkrieg mitgebracht. Im Krieg quasi ein Befehl/ "Schlachtruf", danach ein Hilfsmittel für schwierige Zeiten. Im Sinne von: "Wir stehen das zusammen durch." "Wir schaffen das." "Wir lassen uns nicht unterkriegen."

      (14) 22.10.16 - 11:27

      Dämlich was manche hier posten.

      • Hast Du denn eine Lösung? Ich find das eher interessant, was Leute dahinter vermuten, und einen Anspruch auf Wahrheit sehe ich in den Antworten nicht.

        Mir erscheint "aufrecht stehen und Haltung bewahren" recht stimmig - die Deutung mit "innehalten" finde ich persönlich zwar schön, aber nicht sehr wahrscheinlich für die Kriegsgeneration.

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