Trennung vom Mann?

    • (1) 27.10.16 - 10:57

      Hallo,
      Ich brauche mal dringend ein Rat.

      Ich bin in meiner ehe nicht mehr glücklich.

      Sind seit 10 Jahren zusammen, vor 4 Jahren haben wir geheiratet. Haben zwei Kinder 6 und 4 Jahre. Leben in einem 3 Generationen Haus mit Schwiegereltern zusammen. Was für mich das erste Problem ist. Komme damit einfach nicht zurecht.

      Mein Mann arbeitet auf Montage kommt immer am Wochenende nach Hause. Dann ist es so, das ich mich nur noch wie eine Bedienstete fühle. Muss immer für mein Mann mit denken für ihn alles machen.

      Es ist bei mir so, das ich dann richtig froh bin wenn er wieder auf Arbeit fährt.

      Dann ist es vor paar Monaten passiert, das ich mich in ein anderen Mann verguckt habe. Und wir auch eine kleine Affäre hatten.

      Jetzt weiß ich einfach nicht mehr weiter was der richtige Weg ist.

      Vielleicht kann mir jemand ein Rat geben.

      • Hallo,

        die Entscheidung musst du selbst treffen, nur du weißt wie es um deine Gefühle steht! Ich find es echt nur schamlos eine Affaire zu beginnen, und vom Geld des Ehemanns zu leben? Ich geh mal davon aus dein Mann weiß nichts davon? Also irgendwann wird es rauskommen... da würd ich sagen im Prinzip hast du ja schon einen Schlusstrich gezogen, nur noch nicht bekannt gegeben..

        Lg, Marie

        • Mein Mann weiß nichts von der Affäre.

          Ich weiß auch, das es nicht die feine englische Art ist eine Affäre anzufangen.

          Aber es ist nun mal passiert und kann es auch nicht mehr rückgängig machen.

          Vielleicht wäre es auch nicht passiert, wenn alles zwischen mir und meinem Mann in Ordnung ist.

          (4) 27.10.16 - 14:17

          " Ich find es echt nur schamlos eine Affaire zu beginnen, und vom Geld des Ehemanns zu leben"

          Trägt sie denn auch als Hausfrau (sofern sie nicht berufstätig ist) nichts zum gemeinsamen Einkommen dazu??? Sie hält ihrem Mann doch offensichtlich den Rücken frei, damit er arbeiten gehen kann. Das ist dann ihr Beitrag zum Familieneinkommen und somit steht ihr auch eine gewisse monetäre Entlohnung zu.
          Diese Aussage ".. und vom Geld de Ehemanns zu leben" finde ich total daneben.

          Dass sie eine Affaire hat, ist eine ganz andere Sache. Ist nicht wünschenswert und sollte schnellstmöglich geklärt werden - ebenso wie die Gefühlslage der TE.
          Einen Tipp kann ich hier nicht wirklich geben.

        • Ihr vorzuwerfen, dass sie auf kosten des Mannes lebt finde ich daneben. Es reicht also nicht, dass sie sich die ganze Woche alleine um Kinder, Haus und Hof kümmert und dann am WE auch noch den feinen gatten bedienen darf? Und wer sagt dass die TE nicht selbst auch arbeitet.

          Klar ist die Affaire nicht schön, hat aber mit der finanziellen Lage nichts zu tun.

      Das klingt gerade nach einem ziemlich chaotischen Zustand, in dem Du Dich da befindest.

      1. Es ist häufig ein Problem mit den Schwiegereltern unter einem Dach zu wohnen.

      2. Wenn der Mann auf Montage, auf See oder anderweitig weit weg arbeitet und nur am Wochenende zuhause ist, dann gewöhnt man sich auch daran und lebt in der Zeit der Abwesenheit meist etwas anders als wenn der Partner da ist, geht mir nicht anders und ja, mich nervt es denn auch manchmal. Aber wir machen das seit 22 Jahren so.

      3. Eine Affäre zu haben ist natürlich nicht gut und Du solltest mit Deinem Mann offen darüber sprechen. Es zu verheimlichen bringt nichts.

      Was Du tun sollst, kann Dir keiner sagen, aber wenn Du offen mit Deinem Mann redest, kann dies auch eine Richtung geben, z.B. dass er Dir a) verzeiht, aber von da an gewisse Regeln zur Wiederherstellung der Vertrauensbasis eingehalten werden müssen, b) ihr eine Paarberatung in Anspruch nehmt, um herauszufinden wie es weitergehen soll, c) Dein Mann unter Umständen nach einer Affäre nicht mehr bereit ist, mit Dir zusammen zu sein und von sich aus die Scheidung will.

      Aber Du wirst um diese Klärung nicht umhin kommen. Du kannst natürlich zu einer Lebensberatung / Familienberatungsstelle gehen. Die können Dir zuhören und mit Dir eine Lösung, ggfs. auch die Vorbereitung dieses sicher schwierigen Geständnisse besprechen und Dich unterstützen.

      Aus einem Forum wie diesem kannst Du die Ideen mitnehmen, wie Du mit dieser für Dich vermutlich als Lebenskrise empfundenen Situation umgehen kannst.

      Vielleicht ist auch die Nähe zu den Schwiegereltern ein Auslöser für das Problem. Da kann Dir und Deinem Mann nur eine Eheberatung helfen.

      Ich für mich habe entschieden, dass ich mit meinem Lebenspartner mich für Kinder entschieden habe. Bei allen Schwierigkeiten, und das nicht gerade wenige (ich ernähre die Familie, erziehe die Kinder, er ist 75% des Jahres im Ausland für sein weniges Geld, das er verdient und kümmert sich dort auch noch um seine Mutter), habe ich die Einstellung, dass ich in ihm das Gute sehen will, sein Bemühen um die Partnerschaft und unsere Familie. Ich habe echt schon viel Mist im Leben gesehen und erlebt. ABER, er hat das alles weitgehend klaglos mitgemacht. Jeden Umzug, jede Wendung, die ich für mich entschieden habe und ich habe meinen Kindern gegenüber verdammt nochmal auch die Pflicht, ihnen eine intakte Familie zu bieten.

      Alleine dafür würde ich jede Hilfe annehmen und aufsuchen, damit sie nicht wie ich als Trennungs-/Scheidungskinder enden. Für meine Jungs wäre es kaum eine Umstellung, aber trotzdem ist es ein Gedanke wert.

      Und noch eine Erkenntnis aus meinem Umfeld kann ich Dir mitgeben (auch wenn mich vielleicht einige dafür steinigen würden):
      Kinder erben nicht nur von der Mutter sondern auch vom Vater. Selbst wenn Du Dich trennst, nimmst Du immer auch ein Stück Deines Mannes mit den Kindern mit. Du wirst ihn in ihrem Gesicht / Augen wiedererkennen, wie sie Dinge tun, sich bewegen oder auch später an ihren Stimmen, die ihm ähneln werden.

      Man kann sich vom Vater der Kinder aus wichtigen Gründen trennen, aber los wirst Du ihn damit nicht. Durch Kinder bleibt man immer verbunden.

      Als meine Mutter starb, hatte mein Vater gerade 8 Monate vorher seine 2. Frau verloren. Er stand bei der Beerdigung meiner Mutter neben mir und war genauso tief getroffen, als wären sie nie geschieden gewesen.

      Es gibt immer einen Weg nach vorne. Aber Du musst entscheiden, welchen und Du musst ihn selbst gehen. Das kann niemand für dich tun.

      Gruß
      marjatta

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