Etwas Ratlos!

    • (1) 27.10.16 - 14:10

      Hallo liebe Muttis,
      ich bin eine von den Frauen, die leider keinen eigenen Kinder zur Welt bringen können. Deshalb haben wir vor fast 10 Jahren unseren Sohn adoptiert. Wir hatten ihn von Anfang an super lieb und er ist uns wie ein "eigenes".
      Wir haben auch immer mit offenen Karten gespielt, und als die Frage kam: "War ich auch in deinem Bauch, Mama?" Hab ich gesagt, dass er im Bauch einer anderen Frau war.
      Seit er im Fernsehen die Julia Leischik gesehen hat, sehnt er sich danach, seine leibliche Mutter zu finden. Bisher konnte ich das immer abblocken aber in letzter Zeit fragt er hartnäckig ob wir nicht mal beim Jugendamt nachfragen könnten, wo sie wohnt. Ich hab auch Angst, dass das eventuell schief geht. Ich bin hin und her gerissen.
      Akteneinsicht hätte er ohnehin erst ab 16.

      Wie würdet ihr die Situation einschätzen?

      Danke euch schon mal.
      Katrin

      • hallo,
        grundsätzlich ist es natürlich, zu wissen, wo die eigenen wurzeln sind. ich würde ihn da auch auf jeden fall unterstützen und ein gespräch beim jugendamt ausmachen mit ihm zusammen. dort sitzen, vermute ich, erfahrene leute, die jeden tag mit diesen themen zutun haben. ich würde nichts abblocken aus angst, aber ihr solltet da vorsicht walten lassen und, wie gesagt, mit professioneller unterstützung. ihr wisst nichts (?) über die leibliche mutter, ihre lebensunstände damals und jetzt.
        lg & alles gute für euch 3 :-)

        • Wir haben ein Bild von ihr. Und auch die Lebensumstände von damals sind uns bekannt. Sie hätte ihn anfangs auch besuchen können. Aber als wir uns mit ihr treffen wollten, ist sie nicht gekommen.
          Das ist 9 Jahre her.

          • Hast du denn Akteneinsicht? Oder nur euer Sohn, wenn er 16 ist?
            Ich würde der Mutter gegenüber versuchen, unvoreingenommen zu sein, sie hat ihre Geschichte und wohl auch ihre Gründe gehabt. Nimm Kontakt mit dem JA auf - rein zu Infozwecken :-)

      Hallo,

      ich würde es unterstützen, aber auch offen mit ihm reden und ihn warnen, dass man nicht vorhersagen kann, ob das klappt und wie sie dazu steht. Aber unterstützen würde ich das unabhängig vom Alter.

      Grüße Küstenkönigin

      Habt ihr die Möglichkeit ohne sein Wissen Kontakt zu ihr auf zu nehmen? Oder das Amt.

      Wir haben in der Familie auch Adoptivkinder, die eine Mutter hat anfangs wohl noch losen Kontakt gehalten (2x im Jahr treffen, Karte zu Geburtstag und Weihnachten), die andere hat nie das geringste Interesse an ihrem Kind geäußert.

      Der eine hat kein Interesse seine leibliche Mutter kennen zu lernen, er meint da sie sich nie für ihn interessiert hat, warum sollte er ihr dann jetzt hinterher laufen?
      Der andere leidet darunter das er versucht hat kontakt auf zu nehmen und derbe abgewiesen wurde (Was willst du von mir, was meinst du warum ich dich weg gegeben habe? und Hörer aufgeknallt als er versucht hat sie an zu rufen. Was er wollte war lediglich mal treffen, vielleicht erfahren woher das eine oder andere Gesundheitliche Problem kommt was ja bei eigener Familienplanung nicht uninteressant ist falls es erblich ist... er hatte keine liebende und plötzlich sorgende Mutter erwartet)
      So eine Erfahrung könntet ihr eurem Sohn vielleicht ersparen wenn ihr hinter seinem Rücken abtastet wie sie dazu steht. Dann könnte man dem Kind schonend beibringen das von der anderen Seite da kein Interesse besteht.

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