Ich weiß nicht weiter. (Länger Text)

    • (1) 30.10.16 - 15:40

      Hallöchen zusammen. Ich bin am Ende und weiß nicht mehr weiter.
      Ich verstehe meine Frau einfach nicht und habe die Sorge das es bald auf eine Trennung hinaus läuft wenn sich nichts ändert.

      Zu meiner Situation.
      Ich bin 30 und zur Zeit in einer beruflichen Umschulung die mich geistig sehr in Anspruch nimmt. Meine Frau ist 27 und in Elternzeit dazu haben wir 2 Kinder die 3 Jahre und 8 Monate alt sind.
      1. Wir wohnen mit meinen Schwiegereltern zusammen ohne einen abgeschlossen Wohnbereich. Das heißt wir haben unter dem Dach Wohnzimmer, Küche und Bad aber teilen uns das mittlere Geschoss. Ich schlafe also Tür an Tür mit meinen Schwiegereltern. Außerdem fehlt mir so langsam ein zusätzliches Zimmer für unsere kleine Tochter da sie nicht mehr lange in unserem Schlafzimmer schlafen kann.

      Nun hat sich die Möglichkeit ergeben das wir eine Wohnung bekommen könnten mit 4 Zimmern und fast doppelt so viel Quadratmetern für nur 100 € mehr warm.
      Meine Frau wehrt sich aber mit Händen und Füßen.
      2. In unserer Ehe läuft es alles andere als rosig. Ich habe nach langem reden zwar bewirken können das wir zu einer Eheberatung zu einem ersten Gespräch gehen aber das hat sich auch wieder erledigt da nach dem letzten Streit meine Frau zu mir sagte das ich uns von der Warteliste für die Beratung streichen lassen kann da sie da sowieso keinen Sinn darin sieht.

      Mit ihr sachlich sprechen geht auch nicht da sie sobald nur annähernd Kritik geäußert wird , wird sie laut oder aggressiv und fällt in das Muster das sie mir nur Vorwürfe macht was ich denn alles falsch mache.

      Ich hoffe es hat jemand einen Rat oder eine Anregung für mich.
      Danke schon mal für zahlreiche Kommentare.

      • Hallo, worüber streitet ihr denn eigentlich? Wenn man das nicht weiß, ist es schwer, etwas dazubzu sagen. Nur über die Wohnsituation? LG

        • Viel über die Wohnsituation. Viel aber auch darüber das sie sagt ich muss ihr neben dem Job und der Schule die wie erwähnt sehr anstrengend für mich sind auch nachts unsere Tochter mit betreuen und Abends wenn die Kinder im Bett sind den Haushalt mit machen soll. Das soll nicht heißen das ich mich nicht um Kinder und Haushalt mit kümmern möchte aber ich erwarte schon das sie in den 10 Stunden die ich weg bin täglich es wenigstens schafft das der grobe Kram wie Essen Kochen und eine Grundordnung im Wohnzimmer aufrecht zu erhalten getan ist.

          • (4) 30.10.16 - 17:51

            Zur Wohnsituation ist noch zu sagen das sie die neue Wohnung ablehnt aus Gründen wie der Kindergarten ist weiter Weg und sie kann ihre Eltern nicht alleine lassen da die nicht mehr so fit sind gesundheitlich. ( Die andere Wohnung ist 2-3km weit weg von unserem jetzigen Wohnort also selbst Fuß läufig in etwa15 Minuten erreichbar)

          • Ist das dreijährige Kind im Kindergarten? Wie pflegeintensiv ist denn das Baby? Es gibt Konstellationen, da kann ich mir vorstellen, dass man das nicht schafft. Den Umzug finde ich aber trotzdem eine gute Idee.

            Hallo,

            ihr habt 2 sehr kleine Kinder, die sind schon anstrengend, weißt du ja selber.

            Aber die Große geht ja immerhin schon in den Kindergarten.

            Ist deine Frau denn viel bei ihren Eltern eingespannt?

            Ich fände es ja auch besser, wenn ihr eine eigene Wohnung hättet, aber deine Frau muss das halt auch finden.

            Habt ihr sie schon besichtigt? Vielleicht gefällt sie ihr ja?

            Ansonsten finde ich es schon einen Unterschied, ob deine Frau den ganzen Tag vor der Glotze hängt oder Kaffee mit ihren Freundinnen trinkt oder ob sie mit 2 Haushalten, den Betreuung der Eltern und den Kindern einfach arbeitsmäßig überfordert ist.

            Wahrscheinlich gibt es auch noch Gartenarbeit dazu, oder?

            Arbeit zuhause ist auch anstrengend und um das zu überleben, muss man auch nachts schlafen.

            Wenn mehr Arbeit anfällt, muss halt auch mehr Arbeit geteilt werden.

            Wenn sie alles im Haushalt macht und du dafür abends kochst? Oder sie kocht und du währenddessen aufräumst?

            Irgendeinen Kompromiss müsst ihr ja finden, die Kinder werden schnell groß und bis dahin müsst ihr euch beide zusammenraufen und -reißen.

            LG

      Hallo

      also die Begründungen deiner Frau erscheinen mir sehr an den Haaren herbeigezogen. Um ehrlich zu sein hört sich das ganze nicht gut an. Wenn eine Frau schon keinen Lust mehr auf ein klärendes Gespräch hat und auch keinen Sinn in der Eheberatung sieht dann ist das wohl schon das aus. Sie weiß nur noch nicht wie sie es sagen soll. Das soll jetzt nicht heißen das sie da alleine daran schuld ist an der Situation. Aber es scheint sich einiges mehr aufgestaut zu haben was sie noch gar nicht gesagt hat oder du es hier einfach nicht erwähnt hast. Vielleicht wäre es aber eine Möglichkeit das du die Kinder an einem Samstag nimmst und etwas mit ihnen zu machen so das deine Frau nur mal zeit für sich hat. Zusammen den Haushalt am weekend machen. Manchmal fühlt man sich einfach überfordert obwohl man doch den Tag über daheim ist und sich "nur" um die Kinder kümmern muss und den Haushalt.

      Seid wann machst du denn die Schule neben dem Job? Vielleicht wurde ihr das auch zuviel das du nicht mehr so da bist wie vor der Umschulung.

      Die Wohnsituation würde mich selber aber auch sehr nerven. Können die Schwiegereltern deiner Frau etwas helfen damit sie in Ruhe mal den Haushalt machen kann? Oder das du mit ihnen redest das du Angst um eure Ehe hast.

      LG Hexe12-17

      • Also die Umschulung mache ich seit August 2015. Und wir sind bei ihren Eltern eingezogen mit unserem Sohn weil ich früher auf Montage gearbeitet habe und mir da durch die Bandscheiben zerstört habe. Dann war das Geld knapp da ich erstmal auf Krankengeld bzw später auf Arbeitslosengeld war . Durch die finanzielle Lage haben wir mit ihren Eltern gesprochen ob wir übergangsweise bei denen einziehen können da wir uns keine eigene Wohnung mehr leisten konnten und das es ja als zweiten Vorteil hat das es denen finanziell dadurch auch besser geht da wir die Haus Kosten teilen können.
        Damals hat halt auch niemand mit unserer Tochter gerechnet.

        Achso und das mit dem Thema das ich mit den Kindern alleine weg gehe Hab ich versucht das wollte sie auch nicht da sie überhaupt keine Ruhe findet zu Hause. Nächste Idee war das ich ihr einen Termin für Relax Massage inklusive Pediküre und Nail Design geschenkt habe, den Termin hat sie abgesagt weil sie da alleine kein Bock drauf hat.

        Soviel dazu

    Hallo,

    würde mich auch belasten.

    Ich glaube, Deine Frau hat nie gelernt, sich vollkommen abzunabeln. Was hält sie denn bei Mama und Papa?!

    Ich meine, wir haben auch ein Haus mit meinen Eltern zusammen, allerdings zwei komplett getrennte Wohneinheiten. Mein Mann - und ich auch - würden es beide nicht wollen, zusammen mit Elternteilen in gleichen Wohneinheiten wohnen zu müssen. Das wäre uns einfach zu eng - in allen Belangen. Mich nervt es ja so schon ab und an, weil ich das Gefühl habe, ich muss mich für jeden Pups rechtfertigen... #zitter was ich tuen muss oder lassen muss. Aber eine Rundumbetreuung von Mama und Papa wäre das Aus für unsere Ehe.

    Deine Frau ist in Elternzeit richtig?! Also zu Hause?! Was tut sie denn den lieben langen Tag, wenn abends noch so viel Arbeit anfällt? #gruebel#gruebel#gruebel Warum musst Du nachts die Kinder versorgen?! Das kannst Du ja gerne am Wochende machen, damit Deine Frau auch ein Mal ausschlafen kann, wenn sie möchte. Ansonsten kann ich es unter der Woche nicht nachvollziehen.

    Ich an Deiner Stelle würde mich mit ihr abends hinsetzen und sprechen. Keine Vorwürfe ihr gegenüber, aber klar ansprechen was Dir nicht passt und Lösungsvorschläge bringen. Im Gegenzug solltest Du ihr aber auch die Möglichkeit geben, dass sie sagt, was nicht passt - wenn möglich auch ohne Vorwürfe Dir gegenüber.

    Finde aber wirklich heraus, WAS die Gründe sind, dass Ihr alle zusammen unter einem Dach wohnt und Küche, Wohnzimmer und Bäder teilen müsst - das ist eigentlich ein no go für eine junge Familie wie Euch. Da muss man ja 24 Stunden am Tag ständig aufpassen, was und wie man sich gibt #schwitz. Das ist furchtbar anstrengend, immer auf Friede-Freude-Eicherkuchen zu machen. Gruselig.

    Ich muss aber auch sagen, wenn einer von beiden weiterhin so uneinsichtig ist, würde ich persönlich eine Trennung anstreben. Beide müssen sich wohlfühlen. Ihr seid eine Familie oder eben keine.

    Alles Gute!
    Caro

    • "Deine Frau ist in Elternzeit richtig?! Also zu Hause?! Was tut sie denn den lieben langen Tag, wenn abends noch so viel Arbeit anfällt? #gruebel#gruebel#gruebel Warum musst Du nachts die Kinder versorgen?! Das kannst Du ja gerne am Wochende machen, damit Deine Frau auch ein Mal ausschlafen kann, wenn sie möchte. Ansonsten kann ich es unter der Woche nicht nachvollziehen."

      Es gibt einfach sehr arbeitsintensive Babys. Wenn sich ein Baby kaum ablegen lässt und Stunde um Stunde schreit, kommt man zu nichts, außer darüber nachzudenken, warum ausgerechnet man selbst so ein anstrengendes Baby bekommen hat.

      • Hallo,

        natürlich, es gibt für alle erdenklichen Dinge immer eine Erklärung. ;-)

        Sicherlich gibt es extreme Kinder - aber das ist jetzt nicht die Regel. Anstrengend sind alle Kinder auf ihre Art, keine Sorge bei mir läuft das Zweite Kind nach 7 Jahren immer noch nicht "einfach so" mit, wie viele hier auch der Meinung wären. :-p

        Es gibt aber auch zig Millionen Frauen, die das alleine können und nicht für alles ihren heißgeliebten Mann mit einbeziehen müssen. #augen#augen Einige können ja noch nicht mal ohne Mann einkaufen gehen...

        Ich selbst bin auch gut und gerne 8 Jahre jede Nacht mehrmals aus den Federn gehobst - dennoch war ich nebenbei noch arbeiten. Ist halt einfach so, wenn man kleine Kinder hat. Wird auch besser in Laufe der Zeit.

        Aber ich bin nie auf die Idee gekommen, wenn ich eh schon nachts wach bin, dass ich meinen Mann wecken könnte. So ein Schmarrn. Vor allem wenn es Normalität ist - bei Sondersachen wie "ins Bett erbrochen" oder beide Kinder gleichzeitig krank, da habe ich mir schon auch mal Hilfe geholt, bzw. mein Mann wacht auf, weil hier halligalli ist. Aber bei nem ganz normalen Alltag?!

        Ich war ziemlich oft alleine mit meinen Kindern - auch nachts. Also was soll das. Natürlich schafft man das auch alleine.

        Vielmehr kommt es auf den Typ Frau / Mann an. Wie schon gesagt, ein paar warten tagtäglich darauf, dass der Mann / Frau um 16 Uhr den Stift fallen lässt und nach Hause eilt, fangen das Heulen an, wenn es später wird, andere wiederum haben kein Problem damit, wenn sie alleine auf sich gestellt sind. Gehen oft sogar noch stundenweise arbeiten.

        Und wenn man in Elternzeit ist, keine anderweitigen Verpflichtungen am Backen hat, ist doch toll, kann man sich den Tag einteilen wie man will. Man muss auf keinen Rücksicht nehmen, legt sich einfach mit hin, wenn die Kinder Mittagsschlaf machen. Verstehe ich immer noch nicht. Aber muss ich auch nicht. Bin froh, dass ich nicht auf meinem Mann angewiesen bin.

        Eigentlich müsste ich jetzt auch Jammern. Hier sind Ferien, haben zwei Hunde, zwei Katzen, zwei Vögel und nen Igel zum Aufpäppeln, dazu noch ein Häuschen und ich muss ab Mittwoch noch arbeiten.... Hüülfe, mein Mann ist die ganze Woche auf Schulung. Was soll ich nur tun?! Das ist doch albern!

        LG #winke
        Caro

Hallo!

Sind ihre Eltern denn wirklich pflegebedürftig oder wird das in absehbarer Zeit der Fall? Bei echten Pflegefällen zu versorgen sind 2km schon zu weit. Wenn man da 3x am Tag helfen muss bei den Mahlzeiten, Medikamente herrichten, Insulin spritzen, dann geht da einfach zu viel zeit drauf, wenn man auch nur 20 Minuten für den Weg braucht. Sie wäre dann ja jedes mal mindestens eine Stunde weg, eher 1,5 Stunden.

  • Nein nicht pflegebedürftig nur nicht mehr so gut zu Fuß bzw antriebslos

    • Du kannst Dir sicher denken, dass das mit der Zeit meistens nicht besser wird, sondern sehr viel schlimmer. Da wäre es schon wichtig, weiter sehr nahe zu wohnen, und Deine Frau braucht dann auch ein Auto mit dem sie ihre Eltern zum Einkaufen und zum Arzt fahren kann, ich kann sie da schon auch verstehen, eben weil es schlimmer wird.

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