3. Kind / Halbgeschwisterchen "zumutbar"

    • (1) 08.11.16 - 06:31

      Guten Morgen,

      schon seit längerer Zeit denken wir über ein drittes Kind nach.

      Hier kommen ja öfter mal Fragen bzgl. Pro und Contra, die ich immer ganz interessiert lese- ich habe aber eher eine spezielle Frage dazu.

      Ich habe zwei Kinder aus erster Ehe-, bin in zweiter Ehe verheiratet und die letzten Jahre war das Kinderwunschthema nicht so präsent für uns. Wir sind beide nicht abgeneigt, Finanzen, Haus etc. passt alles, -aber wir haben uns eher auf unsere bzw. meine Kinder und unsere Jobs konzentriert.

      Nun werde ich älter und wenn wir noch ein Kind möchten, möchten wir nicht mehr so lange warten, da ich persönlich mit 40 meine persönliche Grenze habe.

      Jetzt frage ich mich, ob ich meinen Kindern das überhaupt zumuten kann.

      Die Beiden sind 9 und 11 und haben ein sehr schlechtes Verhältnis zu ihrem leiblichen Vater, der sich sehr wenig um sie kümmert. Es gibt väterlicherseits ein Halbgeschwisterchen und eine Stiefmutter und seitdem es die beiden gibt hat der Vater kaum noch Interesse an seinen beiden ersten Kindern.

      Würden sie nicht automatisch hier entsprechende Ängste entwickeln, wenn noch ein Kind käme, oder mache ich mir da zu viele Gedanken?

      Natürlich ist es unsere Entscheidung, - aber wir sind halt keine "normale" Familie, sondern die Kinder sind durch ihre Erfahrungen mit dem Vater schon belastet und ich möchte ihnen da nicht zuviel zumuten.

      Die Beiden haben von sich aus schon mal das Thema angesprochen- da sind sie ganz offen, einer wünscht sich sogar ein Geschwisterchen, einer sagt er bräuchte keins, aber stören würde es ihn auch nicht.

      Habt ihr Erfahrungen/ Meinungen zu dem Thema?

      Danke schon mal im Voraus!

      LG
      Miss Li

      • "Die Beiden haben von sich aus schon mal das Thema angesprochen- da sind sie ganz offen, einer wünscht sich sogar ein Geschwisterchen, einer sagt er bräuchte keins, aber stören würde es ihn auch nicht."

        Ja was willst Du denn noch hören? Klingt doch super!
        Der Unterschied zwischen Dir und dem Vater der Kids ist ja, dass Du nicht einfach den Kontakt abbrechen wirst, wenn noch ein Baby kommt. Das wissen auch die Kinder sehr genau. Über negative Gefühle würde ich offen reden, damit das ein Thema ist, was nicht totgeschwiegen wird.

        Du kannst sie aufgrund des Alters von Anfang an voll mit einbeziehen, ebenso kann Dein Partner aktiv dafür sorgen, dass Du weiterhin viel Zeit mit den Großen zur Verfügung hast.

        Ich sehe da kein Problem.

        Hallo,
        klingt wie bei uns - nur daß das Verhältnis zum leiblichen Vater deutlich besser ist. Wir sind beide wieder verheiratet, seine Frau ist sehr lieb, aber für eigene Kinder bereits zu alt. Unsere 2 Söhne werden im Wochenwechsel betreut und sind 8 und 9 Jahre alt. In den nächsten 3-4 Wochen kommt nun ihr Halbgeschwisterchen auf die Welt und sie freuen sich schon sehr.

        Bleib mit Deinen Kindern im Gespräch - meinen Kindern ist bewusst, daß ein Baby erstmal mehr Aufmerksamkeit braucht. Allerdings merken sie auch, daß ich in der SS selber kuscheliger und ruhiger (oder auch schlapper und luftnötiger#schwitz) geworden bin. Sie werden sich sicher oft zu mir und dem Baby legen und mitkuscheln #verliebt Letztens bin ich auf dem Sofa eingeschlafen und als ich wachgeworden bin, lag mein 8-jähriger auf mir drauf und hat auch geschlafen #rofl Sie genießen das und mein Bauch wird morgens als erstes begrüßt und abends als letztes geküsst. Sie reden mit dem Kleinen und erzählen ihm schon von 'draußen'.
        Und ihnen ist auch bewusst, daß ihr Stiefvater sie liebt, aber das eigene Baby nochmal was anderes ist - diese Diskussion kam auf, weil wir den Kindern erklärt haben, warum er ihren Speichel an seinem Glas vielleicht nicht so entspannt sieht wie die leiblichen Eltern. Allerdings ist er selber mit Stiefvater ab 9. Lj groß geworden und geht damit sehr bewusst und liebevoll auf meine Kinder ein.
        Also ja, ich sehe das gleiche mögliche Problem wie Du, aber wir steuern aktiv gegen und geben uns Mühe, die großen Kinder in alles einzubeziehen. Auch Zimmer schmücken, Mobile basteln, sie dürfen Strampler mit aussuchen...
        VG

        Hallo,

        ich muss Dir ganz ehrlich sagen, daß ich finde, daß man in dem Alter keine Kinder mehr bekommen sollte. Die Gefahren und Risiken....mir wäre das nichts. Ich würde mich über meine Kinder freuen und über das, was ich mit und an ihnen habe. Aber wie gesagt, daß ist meine persönliche Einstellung.

        LG

      Hm, das ist immer so leicht gesagt, wenn man das Glueck hat, den richtigen Partner in den 20ern oder 30ern zu finden und die Familienplanung dann gleich gut klappt. Leider hat nicht jeder dieses Glueck und so ein bisschen Verurteilung schwingt in deiner Aussage doch auch mit.

      Gerade heute, wo viele Frauen lange studieren und dann erst mal beruflich Fuss fassen wollen, ist es doch keine Seltenheit mehr, mit 40 plus schwanger zu werden. Klar, dir ist es natuerlich frei gestellt, das gut zu finden oder eben nicht.

      • Nein, verurteilen will ich hier überhaupt gar nicht. Ich finde diesen Trend nur erschreckend, wirklich erschreckend. Ich kenne ein paar Frauen, die mit 40 bzw. über 40 noch einmal Mutter geworden sind und finde es natürlich bemerkenswert, wie sie mit der Situation umgehen. Aber ich, für mich, möchte das nicht noch einmal haben ;-)

    (15) 10.11.16 - 20:03

    Jetzt interessieren mich aber man die "Gefahren und Risiken".

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