Ab wann Jugendamt einschalten oder was würdet ihr machen???

    • (1) 14.11.16 - 21:27

      Hallo,

      wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus mit 11 Parteien und seit dem September haben wir neue Nachbarn (eine Frau mit ihre 2 Kinder). Sie hat sich vor kurzem von Ihrem oder Er sich getrennt, wir hören fast alle 2-3 Tage die Frau rum schreien (wir haben sehr hellhörige Wände). Wir wissen leider nicht ob sie ihre Kinder meint oder den Mann oft fallen die Wörter wie zB: Arschloch, Wixxer uvm von Schimpfwörter.

      Meint ihr, wir sollen das Jugendamt einschalten oder was sollen wir tun??? Leider mit der Frau zu reden ist nicht, Sie hatte sich schon beschwert wo meine Jüngste lachte (mit knapp 3 jahre) ich soll ihrn Mund zukleben meinte Sie.

      LG

      • Oh da scheint sie nicht von der freundlichsten Sorte zu sein...
        Zu erst mal würde ich einen Bogen um solche Mitmenschen machen. Ignorieren.

        Und solange du nicht wirklich Kindesmisshandlung vermutest (Schläge etc.) weil hörst würde ich kein Jugendamt benachrichtigen. Du hörst schließlich bislang nur assi Jargon, richtig?
        Das ist "nicht schlimm genug" fürs Jugendamt schätze ich.

        Du vermutest, dass sie einen Mann anschreit, der gar nicht mehr da ist? #kratz

        Das Jugendamt interessiert sich dann dafür, wenn eine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Wann das der Fall ist, kannst Du googeln (also ein paar Kriterien), aber dass eine überforderte Mutter ab und an laut wird zählt wohl eher nicht dazu.
        Wenn die Kinder ansonsten einen gepflegten und normalen Eindruck machen, wird da wohl nicht viel passieren.

              • (7) 15.11.16 - 13:39

                5.LM = AB 4 Monaten....denn das ist ja der 5. Lebensmonat, der dann beginnt...ich denke, Du hast da was falsch gelesen oder zumindest verstanden.

                • (8) 15.11.16 - 13:43

                  Ab dem 4. Monat heißt mit Abschluss des des 3. LM. Der 5. LM ist mit Abschluss des 4. erreicht.

                  • (9) 15.11.16 - 13:48

                    auf den Gläschen steht aber nicht ab dem 4. LM sondern NACH dem 4. LM...

                    • Oh mein Gott!!! Das Jugendamt hängt sich echt an starre Kriterien, die auf FERTIG-Gläschen stehen?

                      Ich persönlich finde es zum Beispiel mit meinem beruflichen Hintergrund "Kindeswohlgefährdung" (überspitzt gesagt), wenn man Babys überhaupt Gläschen füttert, völlig egal ob mit 3 Monaten oder mit 9 Monaten. Bei einem Jahr hört bei mir persönlich der Spaß dann wirklich auf!

                      Und ja, heute geht man davon aus (und das war auch schon vor 10 Jahren so), dass es auch ein "zu spät" gibt in dieser Frage. Ein Kind sollte DANN damit anfangen, wenn es die Reife dafür zeigt. Und das war bei meinen Kids übrigens sehr zeitig.

                      Und einen Effekt hatte das bei uns (leider eine nicht belegbare Vermutung): Trotz heftigster Allergien in beiden Familien bleiben meine Kids bislang verschont.

                      Aber irgendwie wundert einen manchmal gar nichts mehr...

                      • Nein, es hält sich an Richtlinien und Empfehlungen zur Gesundheit und gesunder Ernährung, wie sie z.B. von der deutschen Gesellschaft für Ernährung herausgegeben werden.

                        Ich verstehe nicht, warum Du gleich so hochgehst.

                        Und sagen wir mal so - ich kann verstehen, wenn man selbst gekochtes Gläschennahrung vorzieht aber zumindest ist in den Gläschen die Zusammensetzung und Konsistenz altersentsprechend angepaßt. Ich würde mich freuen, wenn Du sachlich bleiben würdest. Vielleicht magst Du mir auch erklären, wie Dein beruflicher Hintergrund aussieht, damit ich Deinen Ärger besser nachvollziehen kann.

                        Ich arbeite in einem Mutter-Kind-Heim und viele Mütter dort können gar nicht abwarten, dass ihr Kind endlich "was richtiges" essen darf. Mal ganz ehrlich - ich kenne keine Empfehlung, die Kindern unter 4 Monaten Beikostreife zuspricht und ich habe auch noch kein Kind erlebt, dass mit unter 4 Monaten schon beikostreif gewesen wäre. Mal ganz abgesehen davon, hat man früher auch Brei aus der Flasche gefüttert - was nicht heißt, dass das gut wäre.

                        Ja, es gibt sicher auch ein zu spät. Kinder, die älter als ein Jahr sind, können schon Familienkost mitessen und benötigen - auch wenn es Gläschen ab 12 Monate und älter gibt - keine Breikost mehr. Aber kein Kind, dass unter 4 Monaten ist, wird darunter leiden, wenn es noch keinen Brei bekommt - auch wenn Deine Kinder sehr zeitig beikostreif waren, wie Du schreibst.

                        Deine Schilderung wirkt für mich doch recht subjektiv angehaucht - ich möchte hier echt gar niemandem an den Karren fahren oder jemanden anschuldigen, bei den eigenen Kindern was falsch gemacht zu haben. Es wurde nach Kriterien für Kindeswohlgefährdung gefragt, die habe ich beispielhaft aufgeführt/eingestellt. Du musst diese aber nicht toll finden. Sie sind, wie sie sind. Und man muss sie richtig nutzen und interpretieren können, damit sie dort Kindeswohlgefährdung aufdecken, wo Kinder tatsächlich in Gefahr sind.

                        LG

                        a79

                  (12) 15.11.16 - 14:49

                  Die deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt übrigens folgendes dazu:

                  3. Beikost ­ ab wann und in welcher Abfolge?

                  Die Experten des Netzwerks Junge Familie empfehlen, Beikost frühestens mit Beginn des 5. und spätestens mit Beginn des 7. Monats einzuführen. Auch danach sollten Mütter noch weiter stillen. Der genaue Zeitpunkt, ab wann ein Säugling reif für Beikost ist, kann individuell unterschiedlich sein. Er richtet sich nach der persönlichen Entwicklung des Kindes (z. B. vom Löffel essen können, Interesse und Verlangen nach neuen Lebensmitteln).

                  Die Empfehlungen für die optimale Abfolge der Beikost basieren auf dem Ernährungsplan des Forschungsinstituts für Kinderernährung Dortmund (FKE). Danach wird zwischen dem 5. und 7. Monat als erster Brei ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei eingeführt. Jeweils einen Monat später folgen zwischen dem 6. und 8. Monat ein Milch-Getreide-Brei und zwischen dem 7. und 9. Monat ein Getreide-Obst-Brei.

                  Bei der Auswahl der Beikost ist Abwechslung wünschenswert. Im Rahmen der oben empfohlenen Breie sind die Beikostzutaten zu variieren:

                  verschiedene Gemüse- und Obstarten auswählen
                  Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei auch manchmal mit kleinen Mengen Nudeln bzw. anderen Getreideprodukten kombinieren (vorzugsweise aus Weizen)
                  gelegentlich fettreichen Fisch anstelle von Fleisch wählen
                  Zöliakierisiko

                  Es wird empfohlen, mit Beginn der Beikostfütterung auch kleine Mengen glutenhaltiges Getreide zu füttern. Diese Maßnahme senkt das Zöliakierisiko um 50 %. Gluten ist dazu in kleinen Mengen einzuführen, solange noch gestillt wird.

                  Gesonderte Empfehlungen für allergiegefährdete Kinder?

                  Für Kinder mit erhöhtem Allergierisiko gibt es keine speziellen Empfehlungen zur Beikost. Es gilt ebenso der obige Ernährungsplan. Start der Beikost ist ebenfalls frühestens ab Beginn des 5. Monats und spätestens ab Beginn des 7. Monats. Entgegen der früheren Auffassung bietet die Vermeidung oder die spätere Einführung von Lebensmitteln, die häufig Allergien auslösen, keinen Allergie-Schutz. Es gibt jedoch Hinweise, dass der Verzehr von Fisch im ersten Lebensjahr einen schützenden Effekt auf die Entwicklung atopischer Erkrankungen hat. Selbst gekocht oder Gläschen?

                  Beides hat Vorteile – Beikost selbst zu kochen oder fertig zu kaufen. Bei der Selbstzubereitung können die Eltern über Auswahl und Anzahl der Zutaten selbst entscheiden. Sie können zudem für mehr Vielfalt sorgen, was im frühen Alter eine Akzeptanz für neue Lebensmittel fördert, wie z. B. Gemüse. Auch lässt sich dann auf Salz und Zucker einfach verzichten. Die industriell hergestellte Beikost hingegen spart Zeit und Arbeit und erfüllt hohe gesetzliche Anforderungen. Zur Auswahl solcher Fertigprodukte geben die Experten des Netzwerks Junge Familie folgende Empfehlungen:

                  erwünscht: nur wenige Lebensmittelzutaten (in etwa wie in den Rezepten für die Selbstzubereitung vom FKE vorgesehen)
                  unerwünscht: Zusatz von Salz oder Aromen und starker Süßgeschmack
                  Werden industrielle Beikostprodukte verwendet, ist gelegentliches Selbstkochen wünschenswert, um die Geschmacksvielfalt zu erhöhen. Was ist mit Kuhmilch zur Beikost? Trinkmilch (Kuhmilch) ist im 1. Lebensjahr nur in kleinen Mengen zu verwenden ­ als Zutat des Milch-Getreide-Breis. Zum Trinken erhalten Säuglinge sie erst gegen Ende des 1. Lebensjahres und nur im Rahmen der Brotmahlzeiten (aus Becher oder Tasse). Sie ist nicht als Roh- oder Vorzugsmilch einzusetzen.

                  Quelle:

                  https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/bevoelkerungsgruppen/saeuglinge/update-saeuglingsernaehrung/

            (13) 15.11.16 - 13:57

            Ich glaube kaum, dass es Ärzte gibt, die einem 12 Wochen alten Kind Beikost empfehlen - unsere hier im Umkreis tun das nicht, Allergie hin oder her. Beikostbeginn ist hier frühestens mit 16 Wochen, sprich 4 vollen Monaten (ja, ist dann manchmal auch eine Woche mehr...).

            ...wenn man vor dem 5. LM Beikost gibt, die stückig o.ä. ist!

        (15) 15.11.16 - 11:53

        Und vegan darf ich mich auch nicht ernähren. Also sorry....

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