Update 2: Angst um den Mann

    • (1) 18.11.16 - 06:35

      Hallo!

      Leider muss ich jetzt Negatives Berichten. Bisher verlief alles gut und er erholte sich von Tag zu Tag etwas mehr. Es waren kleine Schritte. Leider ist das seit gestern total anders geworden. Er hat gestern Morgen gekrampft, so das CT gemacht wurde. Es wurde festgestellt das er mehrere Blutungen im Gehirn hat. Sie vermuten das dort Metastasen sind, die ausbluten.

      Sie haben jetzt die Blutverdünner abgesetzt, damit sich das beruhigt. Gestern war es noch so, dass das Gehirn nicht angeschwollen ist und daher ein direkter Eingriff nicht nötig ist. Allerdings weiss ich noch nicht, wie es heute aussieht. Ich fahre nachher wieder hin. Geplant ist, das er verlegt wird in eine Klinik hier in der Nähe und er dort bestrahlt wird. Heute werde ich erfahren ob sie das wirklich so machen und ob sich seit gestern Abend was geändert hat.
      Auch jetzt wird meiner Tochter bewusst wie ernst die Lage ist. Sie hat gestern mit mir das erste Mal geweint.

      Es sah alles so gut aus und dann das. Ich bin geschockt und weiss nicht wie ich damit umgehen soll. Seit 4 Wochen mache ich mir Sorgen und habe Angst, ich kann langsam auch nicht mehr.

      Der Kontakt ist wieder weg, weil er in Schlaf versetzt wurde. Keine Ahnung ob er nochmal aufwachen wird. Ich stopf mich mit Beruhigungmittel voll damit ich nicht durchdrehe. Meine Eltern würden kommen wenn ich sie darum bitte und ich glaube ich bin an einem Punkt wo ich das alleine nicht mehr schaffe. Aber noch immer Hoffe ich das alles irgendwie wieder gut wird.
      Fakt war immer das der Tumor nicht gestreut hat und langsam wächst. Letzte Untersuchung vor 6 Wochen war negativ und er hatte da auch noch Chemo bekommen. Das geht alles nicht in meinen Kopf wie das passieren konnte.
      Ich weiss nicht was mich erwartet wenn ich nachher hinfahre. Und ich habe mehr Angst denje das sie mir sagen er schafft es nicht.
      Aber mir ist auch klar, das es nicht gut aussieht.

      LG
      Sonja

      • (2) 18.11.16 - 06:42

        Liebe Sonja,
        es tut mir furchtbar leid was ihr durchmachen müsst. Bitte verständige deine Eltern. Du musst da nicht alleine durch!
        Ich wünsche euch von Herzen viel Kraft und hoffe mit euch das es deinem Mann bald doch wieder besser geht!!!
        Liebe Grüße

        (3) 18.11.16 - 07:00

        Hallo Sonja,

        für mich bist Du an einem Punkt, an dem Du Unterstützung brauchst. Es gibt professionelle Trauerbegleiter, die sich um Menschen kümmern, die Angst um Angehörige haben und sich auch um Menschen kümmern, die Verluste erleiden. Vielleicht findest Du hier http://bv-trauerbegleitung.de/angebote/trauerbegleiter/ jemanden aus Deiner Nähe, die Dir helfen kann, mit Deinem Schmerz und Deinen Ängsten umzugehen? Zumindest kannst Du Kontakt aufnehmen und sie können Dir irgendwie weiter helfen.

        Ich drücke weiterhin ganz fest die Daumen und wünsche Dir ganz viel Kraft für die kommenden Wochen!

        (4) 18.11.16 - 08:26

        Das tut mir so leid ich hoffe es reicht jetzt und es wird nicht mehr. hol deine Eltern

      • (7) 18.11.16 - 08:51

        Guten Morgen!

        Ich denke, du weißt ganz genau, was nun kommen wird.

        Deshalb ist auch mein Rat, dass du dir Hilfe von außen holst. Deine Eltern, aber vielleicht auch ein oder mehrere "Professionelle". Deine Tochter kann nicht für dich UND deinen Mann da sein, sie braucht ganz schnell Begleitung! Deine Eltern brauchen in dieser Situation ebenfalls Unterstützung.

        Dass du ständig Beruhigungsmittel nimmst, ist nicht die Lösung! Das geht mal übergangsweise, es ist aber nicht gut, wenn du alles auf diese Art ausblendest.

        Alles Gute!

        (8) 18.11.16 - 08:53

        Liebe Sonja,

        es tut mir sehr leid, was du durchstehen musst. Ich wünsche dir ganz viel Kraft, diese Zeit durchzustehen, wie auch immer es weitergeht.

        LG

        (9) 18.11.16 - 09:16

        Liebe Sonja,

        ich habe Deine Post bislang nur still gelesen und mitgefühlt.

        Es tut mir sehr leid, was Euch gerade widerfährt und mir fehlen die Worte. Ich kann Dir nur alle Kraft der Welt wünschen und hoffen, dass am Ende alles gut wird für Euch.

        Lass Deine Eltern kommen, Du brauchst auch einmal eine Schulter, an die Du dich anlehnen kannst und die Dir Trost spendet.

        Alles Alles Gute für Euch!!!!

        (10) 18.11.16 - 09:36

        Liebe Sonja,

        hol Deine Eltern, Du brauchst jemanden, der Dich unterstützt.

        Ich drücke euch alle Daumen!

        GLG
        Karin

        (11) 18.11.16 - 09:41

        Liebe Sonja,

        da ich Ähnliches auch durch habe, meine dringenden Ratschläge:
        1. Hol Deine Eltern - Du brauchst Hilfe, Du schaffst das nicht alleine.
        2. Bitte stopf keine frei verkäuflichen Mittel in Dich rein, geh zu Deinem Hausarzt, dieser soll Dir ein passendes, gut verträgliches Medikament verschreiben, welches man irgendwann auch wieder problemlos absetzen kann.
        3. Bitte nimm Kontakt auf zu einem mobilen Hospizdienst; hier kann Dir jedes Pfarramt oder auch Pflegedienste entsprechende Anlaufstellen nennen. Die Leute dort sind wirklich hilfreich.

        Ich wünsche Dir alles alles Gute und ganz viel Kraft.
        Liebe Grüße von Moni

        (12) 18.11.16 - 10:41

        Oje, ich drücke euch dennoch die Daumen!!

        (13) 18.11.16 - 10:46

        Das tut mir sehr leid, was ich hier lese.....ich wünsche dir ganz viel Kraft! Bitte hol dir Hilfe, damit du nicht alles alleine tragen musst.

        Gruss
        agostea

        (14) 18.11.16 - 13:25

        Ich schicke dir zu aller erst eine feste Umarmung und viele zuversichtliche Gedanken. Die Ärzte tuen alles, was für deinen Mann jetzt wichtig ist. Deine Eltern zu holen halte ich für richtig, sofern sie dir und deiner Tochter eine Unterstützung sind. Zusätzliche Belastung könnt ihr jetzt nicht brauchen. Wie alt ist deine Tochter? Sprech mal mit der Krankenkasse wegen Unterstützung (Haushalt, Kinderbetreuung, Seelische Hilfe). Nur das Beste für euch!!!

        • (15) 18.11.16 - 13:30

          Haushaltshilfe ist für diese Fälle leider nicht vorgesehen. Nur wenn die Mutter des Kindes selbst länger krank ist - und dann muss sie sich noch jemanden selber suchen, Antrag stellen usw usw. Leider selten hilfreich. Und seelische Unterstützung ist natürlich auch nicht vorgesehen - hier sind die ambulanten Hospizdienste besser.
          LG Moni

      (16) 18.11.16 - 14:22

      Hallo!

      Danke für eure Anteilnahme. Es ist jetzt sicher das es Metastasen sind und das sie vorher auch schon da waren, man sie aber nicht gesehen hat, weil sie viel zu klein gewesen sind.
      Mein Mann wird in ein anderes Krankenhaus verlegt (das zum Glück jetzt in unserer Nähe ist). Er bekommt dann nochmal Bestrahlung, aber die Ärzte haben mir klar gemacht das er nicht mehr Gesund werden wird. Wieviel man ihn da noch zumuten kann, wird abgewogen. Er soll nicht leiden. Patientenverfügung gibt es, die klar sagt das er nicht künstlich am Leben erhalten werden möchte. Das werde ich durchsetzen wenn es soweit ist.

      Was die Beruhigungsmittel betrifft, die sind vom Hausarzt verschrieben worden. Ich nehme also wirklicht etwas das nicht 'süchtig' macht und ich habe es jetzt Wochenlang nicht mehr nehmen müssen. Aber jetzt kann ich momentan nicht ohne.

      Es ist jetzt verstärkt das ich ihn vermisse und immer wieder Erinnerungen an ihn habe. Es kommt dann einfach hoch. Ich versuch mich mit dem Papierkram abzulenken. Ich muss hier einiges klären und vorbereiten. Wenn mein Mann nicht mehr ist, bin ich nunmal alleine. Meine Eltern, meine Freunde, Nachbarn wollen mir helfen, aber im Grunde bin ich einfach alleine mit meiner Tochter. Ich bin dann alleine für sie Verantwortlich, habe keinen mehr an meiner Seite. Das ist alles so neu und macht mir echt Angst, egal ob ich hier Hilfe habe oder nicht. Der Taffe und starke war mein Mann und er lässt mich alleine. Das ist so unfair.

      Mir wird einfach langsam bewusst was das für meine Tochter und mich heißt und das tut so weh.

      • (17) 18.11.16 - 15:54

        Sonja, Du schaffst das! Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. #liebdrueck

        (18) 18.11.16 - 17:19

        Ich hätte mir so sehr andere Informationen für euch gewünscht! Du bist stark, für dich und deine Tochter! Ihr schafft das gemeinsam. Ein herzlicher Gruß...

        (19) 18.11.16 - 17:29

        Ich kann Dir einfach nur ganz viel Kraft wünschen...

        (20) 18.11.16 - 21:59

        Ja, es stimmt, da können wirklich liebe Menschen um einen sein.....letztendlich ist man alleine und muss damit klarkommen. Du hast Deine Tochter, weiss jetzt nicht, wie alt sie ist, rede mit ihr, erkläre ihr alles, so kindgerecht wie möglich. So haben wir es mit meiner Enkelin auch gemacht....sie hat schon zwei liebe Opas sehr krank und dann sterben erlebt. Bei meinem Mann hat sie es direkt miterlebt, sie war nie ausgeschlossen und ich glaube, das hat ihr sehr geholfen.
        Ich weiss wirklich sehr gut, wie Du Dich fühlst. Ich schicke Dir ein ganz grosses Paket Kraft, Du schaffst das, eine Alternative gibt es ja nicht.
        Liebe Grüsse von Moni #herzlich

        • (21) 19.11.16 - 07:54

          Hallo!

          Meine Tochter ist 13 Jahre und sie war von Anfang an (seit der Diagnose) eingeweiht. Den ganzen Weg hat sie mitverfolgt. Sie wusste auch das Papa daran sterben kann. Wir hatten am Anfang auch ein langes Gespräch. Da saßen wir zusammen im Krankenhaus und haben darüber gesprochen. Mein Mann hat ihr gesagt das sie keine Angst haben brauch, wenn er es nicht packt. Das wir das auch alleine schaffen können, ohne ihn.

          Sie weiss jetzt auch das er wohl sterben wird. Habe ihr auch angeboten mit zu ihm zu gehen, aber das will sie nicht. Sie hat Angst davor. Ich akzeptiere das.

          Für mich ist das im Moment einfach nur ein Schock und ich mache mir natürlich Sorgen um die Zukunft. Er war der Hauptverdiener. Da kommt soviel auf mich zu das ich gar nicht weiss wie ich das anpacken soll. Ich bin im Moment einfach total überfordert.

          LG Sonja

          • (22) 19.11.16 - 13:47

            Das ist mir vollkommen klar, dass Du überfordert bist. Aus dem Grund wäre es sicher hilfreich, wenn Du Deine Eltern bei Dir hättest zum Raten, Helfen und euch beiden zur Seite stehen. Und natürlich jemand, der sich mit "Papierkrieg" auskennt und mal eine to-do-Liste aufstellt. Klingt jetzt kalt, ist aber sehr gut gemeint, an so einer Liste kann man sich doch "entlang hangeln", wenn man im Kopf nur noch Angst und Sorgen hat.
            Liebe Grüsse von Moni

Top Diskussionen anzeigen