Kommuniongeschenk Patenkind

    • (1) 09.12.16 - 16:49

      Hallo zusammen,

      das gemeinsame Patenkind meines Mannes und mir hat nächstes Jahr Kommunion. Ich habe die Mutter, meine Schwägerin, gefragt, ob er einen besonderen Wunsch hat. Sie sagte, der große Bruder habe vor 3 Jahren von seinem Patenonkel ein Fahrrad bekommen, er soll das gleiche bekommen, damit es keinen Streit zwischen den Jungs gibt. Ich habe mich nun schon einmal erkundigt, das Rad soll 350,- Euro kosten!! Mein Mann meint, das sei doch okay und hat meiner Schwägerin schon zugesagt. Ich finde es ehrlich gesagt etwas übertrieben. 250,- ist eigentlich meine Schmerzgrenze, so extrem dicke haben wir es auch nicht. Finde es auch im Nachgang ganz schön dreist, solch ein hochpreisiges Geschenk von und zu fordern oder bin ich geizig?? Wie seht ihr das?

      LG #winke

      • Ich habe das richtig verstanden, dein Mann ist der Pate und du bist die Patin?
        Dann halte ich 350 Euro für ein gemeinsames Geschenk nicht zu viel.

        >>>Finde es auch im Nachgang ganz schön dreist, solch ein hochpreisiges Geschenk von und zu fordern<<<

        Dann musst du/müsst ihr den Mund aufmachen und reden. Immerhin hattest du nach einem "besonderen Wunsch" gefragt.

        Bleibt die Frage, ob ein Kind in dem Alter so ein teures Fahrrad haben muss.

        Bei uns gibt es keine Kommunion, aber ich kenne das tatsächlich auch so, dass die Kinder mit Geschenken überhäuft werden, über die ich nur den Kopf schütteln kann.

        Ich persönlich finde es auch sehr dreist, ein Geschenk für mehrere hundert Euro einzufordern.
        Wenn ihr es nicht so dicke habt, würde ich doch mal nachfragen, ob sie bereit sind, sich finanziell daran zu beteiligen? Dann hat das Kind sein Rad und Ihr übernehmt euch nicht.

        Ich finde NICHT, dass sich ein Patenamt durch teure Geschenke auszeichnet. Das Patenkind meines Mannes hat auch noch nie ein teures, geschweige denn SO teures Geschenk von uns bekommen, sich aber immer gefreut und nie beklagt.

        Wenn die Summe zu viel für euch ist, dann ist das eben so. Punkt. Man muss nicht für Geschenke anderer Kinder monatelang sparen oder Nebenjobs annehmen, nur damit Geschwister nicht streiten (das tun sie nämlich so oder so!).

        Wir haben uns auch noch nie so teure Sachen für die Kinder gewünscht, ich könnte das auch gar nicht.

        lg

      • Hallo,

        bist du sicher, dass die Schwägerin es so meinte, dass ihr das Fahrrad schenken sollt? Wäre es möglich, dass sie damit nur sagen wollte, dass ihr euch daran beteiligt?

        Ich würde an eurer Stelle die 250 Euro in einen Umschlag packen und auf der Karte vermerken, dass es fürs Fahrrad ist.

        Viele Grüße

        • Hi,

          Ja, ich bin sicher, dass sie meinte, dass wir das Fahrrad komplett bezahlen. Der Patenonkel des Geschwisterkindes hatte es auch allein gekauft und geschenkt.

          Bargeld ist ausdrücklich nicht erwünscht, hatte auch schon die Idee, was zu basteln und da das Geld einzubauen. Gutschein wollen sie auch nicht, am Kommuniontag soll ein Rad da stehen. #augen

      Meine Enkelin hatte dieses Jahr auch Kommunion - allerdings ohne ihre Paten, da sie den Kontakt abgebrochen haben zur Familie. Aber auch wenn, hätte niemand soviel Geld von ihnen erwartet.
      Wenn sich ein Kind etwas Besonderes wünscht, schenkt man - hübsch verpackt und etwas einfallsreich - eben Geld. Ihr könnt z.B. ein Modellfahrrad o.ä. kaufen und klein gerollte Geldscheine dazwischenpacken usw.
      Das Kind bekommt bestimmt auch noch andere Geldgeschenke und kann diese dann zusammenlegen für ein Fahrrad nach Wunsch.
      So und soviel Geld zu FORDERN, finde ich auch dreist. Nicht jeder hat gleich viel Geld.
      LG Moni

      Hallo,

      ich finde, da reißen ganz seltsame Dinge ein ...wie dieses "die Paten bezahlen den Schulranzen!".

      Das Patenamt bezieht sich meiner Meinung nach nahezu außschließlich auf die Kirche und die Vermittlung des Glaubens. Wenn ich da versuche, zu vermitteln und wenn es eben nicht klappt, weil die Eltern das Kind dann doch nicht in die Kirche schicken ... was soll ich dann tun.

      Den Paten ständig als "Schenkeonkel" bzw. die Patin als "Schenketante" zu benutzen, finde ich völlig fehlt am Platz, v.a., wenn so eine Erwartungshaltung aufgebaut wird (Fahrrad für xyz Euro).

      Ich finde, das kann man klar thematisieren und dann ist gut. Mein Sohn hat von seinen Paten (verheiratetes Paar) ein neues Gotteslob mit Widmung bekommen, weil sie gerade im Umzug waren und wenig Geld hatten. War völlig okay.

      Es kommt da ganz klar auf die eigenen finanziellen Verhältnisse und auch das Verhältnis zum Patenkind an. Die wenigsten Leute können 400€ mal so aus dem Ärmel schütteln, die Frage ist auch, was das Kind dann noch alles bekommt ... und ob "Dankbarkeit" vorhanden ist. Wenn ein Kind in der 3. Klasse so ein hochwertiges Fahrrad von Paten bekommt, braucht es zum 16ten vermutlich eine Raketenabschussrampe, um glücklich zu sein.

      Ein Kollege von mir ärgert sich heute noch schwarz - der schloss für sein Patenkind auf dessen Namen einen Sparvertrag ab und zahlte monatlich glaube ich 25€ drauf. Der Kontakt riss ab, aber der Kollege meinte, dann hat das Kind wenigstens am 18. Geburtstag ein "Zeichen", dass ihm an ihm gelegen war. Er konnte das ohnehin nicht mehr rückgängig machen (wegen des Namens) und fand es "doof", die Zahlung zu stoppen. Das "Kind" bekam also zum 18ten Geburtstag über 5000€ - auf ein simples "Danke" wartet mein Kollege (der das Geld hätte auch selbst gut gebrauchen können) bis heute - so kanns auch gehen.

      GLG
      Miss Mary

      Ui, das finde ich ,ehr als übertrieben.

      Unser Sohn hat sich von der Patentante eine BVB-Ice Watch gewünscht, die kostete vor fast 4 Jahren ca. 80,00 €. Vom Patenonkel bekam er eine Woche BVB-Fußballschule im Wert von fast 200,00 €. Das hatte mir der Patenonkel vorher gesagt und ich habe da sofort gesagt, dass ich das mehr als übertrieben fand. Es war auch kein Wunsch unseres Sohnes. Aber für den Patenonkel war das o.k. Auch gut. Aber im Nachhinein hätte er aber besser weniger geschenkt und dafür den Kontakt gehalten....

      Das Patenkind meines Mannes hat zur Kommunion von uns ein Rucksack-Set von 4You bekommen, ich weiß gar nicht mehr, was das damals gekostet hat, ist fast 20 Jahre her....
      Wir würden wohl heute ein Limit von ca. 100,00 € setzen (also bei Euch dann max. 200,00 €, das Kind kann ja nichts dafür, dass ihr beide als Paten gewählt wurdet...). Aber es muss auch zum jeweiligen Geldbeutel passen.

      Ich würde auch Bargeld hübsch verpacken mit dem Hinweis, dass es ein Zuschuss zum Fahrrad sein soll. Hier ist es z.B. oft üblich, dass sich die Kinder vom Kommuniongeld selbst ein neues Rad kaufen.

      LG
      Martina75

      Mal davon abgesehen das ich es dreist finde so ein teures Geschenk quasi zu fordern bräuchte ich meinen Söhnen nicht das gleiche Rad hier hin stellen, das würden beide nicht gut finden.

      Gleichwertig, ja. Also nicht dem einen ein 21-Gang Mountainbike mit allem Schnickschnack und dem anderen ein Puky mit 3 Gang. Aber nicht genau das gleiche.

      Hallo,
      wenn 250 Euro die Schmerzgrenze ist würde ich auch genau für den Betrag ein Fahrrad kaufen. Gerade jetzt im Winter bekommt man in verschiedenen Geschäften gute Schnäppchen weil das Lager für die neuen Räder geräumt werden. Dann steht das Rad halt bei euch im Keller oder der Garage bis zur Kommunion.

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