Prä-Midlife-Crisis

    • (1) 18.12.16 - 11:16

      Hallo ihr Lieben,

      Ich frage mich gerade ob ich vielleicht schon eine Art Midlife-Crisis erlebe.
      Ich habe eigentlich alles. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder (7, 4) und einen Teilzeit-Job der mich durchaus auch fordert. Mein Sohn hatte seit der Einschulung sehr schwierige Phasen. Jetzt hat er eine Schulbegleitung und es läuft schon seit ein paar Wochen richtig gut. Er hat nun auch Therapien und sogar zu Hause läuft es super. Meine Kinder spielen jetzt sogar manchmal miteinander #verliebt, das war bis vor kurzem unmöglich. Ich weiß, dass jederzeit wieder schwierigere Phasen kommen können, aber ich werde zu Hause gerade so wenig gebraucht wie noch nie. Ich bin das überhaupt nicht gewohnt. Ich habe dieses Jahr so viele Plätzchen gebacken wie noch nie und habe mir Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen. Ich tue mir so schwer die freie Zeit anzunehmen. Am liebsten würde ich wieder mehr außerhalb machen, joggen oder Rennrad fahren, so weit sind wir aber doch noch nicht. Die Kinder kann ich noch nicht alleine lassen weil mein Sohn unter Ängsten leidet und meine Tochter ist mit knapp 5 noch zu klein.
      Gab es bei euch auch solche Phasen? Was habt ihr gemacht um es erstmal zu akzeptieren und dann zu genießen?
      Weiterbildung ist mir noch zu heikel, da habe ich noch zu viele Bedenken, dass es doch wieder umschlägt, was bei meinem Sohn jederzeit passieren kann.
      LG

      • ....ich kenne das. Jeder sagt: Ach, geniess es doch - schliesslich arbeitest du und hast Kinder... aber eben... :-) Und der Partner gönnt es einem auch...

        Ich habe damals meine Sprachkentnisse aufgebessert. Sprich: Ich habe sehr viele englische und französische Filme und Serien geschaut, die Wörter in dict.cc hinterlegt die neu waren... Hilft mir heute extrem im Job. War zwar nicht superbefriedigend, aber immerhin.

        Ich weiss jetzt nicht, wie viel du arbeitest - aber du kannst ja auch das Pensum erhöhen?

        Die Vorstellung, dass du jetzt schon darüber nachdenkst, "mehr draussen zu tun" und dabei die Kids alleine zulassen, finde ich ungut. Du sollst was für dich tun - aber mit 5 und 7 brauchen die Kids zwingend eine Aufsicht. Gerade wenn ausgerechnet das ältere das mit den Auffälligkeiten ist.

        Midlife-Crisis ist das nicht. Das ist einfach das "Loch" dass entsteht, wenn die Kids aus dem "schlimmsten" (und schönsten) raus sind und nicht mehr so viel fordern. Ich habe jetzt für mich was gefunden. Ich mache bewusst alle Hausarbeiten, die anfallen an den 2 freien Morgen wo die Kids in der Schule sind. Die Nachmittage gehören dann den Kindern, ihren Hobbies, Musik spielen, Spiele machen... Ausflüge mit Freunden.

        Die Wochenende sind somit total für die Familie da. Keiner muss Fenster putzen, Müll rausbringen etc. Dann bin ich beschäftigt, habe ein gutes Gefühl, mache was für und mit den Kids und an den Tagen, an denen sie im Hort sind habe ich den Stolz, dass ich weiss, sehr viel Zeit mit den Kindern zu verbringe. Aktiv verbringe...

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