Kinder beim Vater

    • (1) 21.12.16 - 16:33

      Hallo,

      ich bin hier frisch angemeldet, weil ich mir Meinungen und Ratschläge erhoffe.
      Mein Mann und ich haben zwei Kinder, die 12 und 7 sind.
      Ich bin leider durch eine psychische Erkrankung nicht immer in der Lage, den Kindern eine sichere Bezugsperson zu sein.
      Als die Kinder geboren wurden, war ich stabil und es bestand die berechtigte Annahme, dass ich das Muttersein hinbekommen würde. Dem war leider nicht so.
      Ich habe derbe Abstürze, was genau es ist, konnte keiner genau sagen, es ist von allem was dabei, ich habe depressive Episoden, aber auch hypomanische Phasen.
      Seit längerem bin ich nicht mehr arbeitsfähig, ich habe null Konzentration und auch keinen Antrieb mehr etwas zu machen.
      Mein Mann kommt damit überhaupt nicht zurecht, dass ich so bin und hat jetzt seine Konsequenzen gezogen und mich verlassen, für ihn bin ich unnütz. ich kann weder Geld verdienen, noch mich um die Kinder und den Haushalt kümmern.
      Die Kinder sind im Moment auch bei ihm und auch wenn es mir weh tut, denke ich, dass sie bei ihm besser aufgehoben sind.
      Er arbeitet allerdings sehr viel und kommt erst spät abends nach Hause. Die Kinder wären also sehr viel alleine. was ist die beste Lösung?

      Ich hadere mit allem, wie konnte ich nur so leichtsinnig sein und denken, ich würde Kindern gerecht werden können? Die Kinder leiden, das ist Fakt.

      • Für die Kinder wäre eine Betreuung wichtig. Egal, ob das die Oma ist oder ein aupair oder ein babysitter. Sie brauchen, 3enn sie nach de4 schule nach hazs1 kommen einen Ansprechpartner. Jemand, mit dem sie über den Tag reden können, jemand, der ihnen essen macht, Hausaufgaben kontrolliert und für sie da ist. Für dich wäre es wichtig, in Therapie zu gehen, so dass du Hilfe bekommst und nicht allein gelassen wirst.

        Hallo,
        Ich kann dir zwar nicht wirklich helfen, möchte aber was loswerden: so wie ich dich verstanden habe kam deine Erkrankung erst als die Kinder schon da waren. Daher ist die Entscheidung für Kinder keinesfalls leichtsinnig! Gib dir da nicht irgendeine schuld!
        Alles Gute für dich!

        • Nein, so war das nicht. ich war schon seit meiner Kindheit psychisch labil und hatte in meinen 20ern auch sehr schlimme Phasen. mit Ende 20, Anfang 30 war ich dann einige Jahre" gesund", das war die Zeit als die Kinder geboren wurden. Wobei es mir auch zwischen den Kindern schon schlecht ging, Kind 2 war nicht geplant.
          Mein Psychiater hat mich immer darin bestärkt, den Kinderunsch umzusetzen, er war überzeugt, dass mich das stabilisieren würde, aber das Gegenteil war der Fall.
          Ich bin überhaupt nicht damit klar gekommen, dass ich ständig für das Kind da sein musste, kein Freiraum, 24 Stunden das Kind um mich. Ich hätte Ruhe gebraucht, viel Ruhe.
          Ich hab mich dann in die Arbeit geflüchtet, aber auch das hat nur an meinen Kräften gezehrt und meinen Abstieg nur beschleunigt.
          In Therapie bin ich seit meiner Jugend ständig, aber niemand kann mir wirklich helfen.
          Ich war schon stationär mehrmals, aber mir geht es immer schlechter.

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            • Ja, ich hab auch schlimme Schuldgefühle.

              Außerdem bin ich allein.
              Mein Mann ist weg, meine Kinder auch.
              Niemand will noch etwas mit mir zu tun haben.
              Ich bin die Psychotante, die es nicht mal schafft ihre Kinder zu versorgen, die ihre Kinder im Stich lässt.

              Viele denken, ich sei einfach zu schwach und zu bequem und hatte keine Lust auf die Kinder.
              Arbeiten gehe ich auch nicht mehr.
              Ich bin in den Augen der Gesellschaft ein Schmarotzer, zu nichts zu gebrauchen.

              Meine eigenen Eltern sehen mich so.
              Ich habe durch meine Krankheit niemanden mehr, der zu mir steht.
              Auch Weihnachten bin ich ganz allein.

              • Nein, du bist kein Schmarotzer. Du lässt dich hängen und hast dich aufgegeben. Das finde ich viel verwerfliches von dir als das deine kinder bei ihrem Vater sind. Du bist krank, also musst du auch dafür sorgen, dass du Hilfe bekommst. Das ist deine Aufgabe, die dir kein Mensch dieser Welt abnehmen kann und wird. Du bist für dich verantwortlich, niemand sonst. Wenn du dir keine Hilfe suchen willst, weil eh alles zwecklos ist, ist das viel schlimmer als zu sagen, das man krank ist und um Hilfe bittet. Du musst etwas unternehmen, damit es dir besser geht- das ist deine Pflicht! Als Mensch und Mutter, die du nun mal bist.

                • Die TE ist seit ihrer Jugend in Therapie, eine genaue Diagnose gibt es nicht. Sie nimmt also Hilfe an. Ohne genaue Diagnose ist Hilfe aber schwierig.

                  Liebe Isis,

                  du bist kein Schmarotzer. Hättest du eine körperliche Krankheit, dürftest du auf Verständnis hoffen. Aber bei "Seelenkrebs" kann niemand dein Leid nachvollziehen. Pass auf dich auf, und wenn es dir zu schlecht geht (Weihnachten ist eine schwierige Zeit!), lass dich in eine Klinik einweisen!

                  LG, basta.pasta

                  Dein Text ist gemein und für mich überhaupt nicht nachvollziehbar wie du auf sowas kommst.

                  • (10) 21.12.16 - 23:45

                    Was ist daran gemein ihr zu sagen, dass sie allein für Ihre Gesundheit verantwortlich ist? Das ist die Wahrheit. Sie ist ein erwachsener Mensch und wenn sie Hilfe braucht, liegt es allein bei ihr, sich welche zu holen..Das wird kein anderer für einen machen.

                    • (11) 22.12.16 - 13:50

                      Weil du an einem Menschen mit psychischen Störungen nicht diese Erwartungshaltung richten kannst.
                      Bei einigen Erkrankungen kommt es zu einer Lethargie und Starre, auch eine Überforderung mit Emotionen und dem Alltag so wie die TE auch beschreibt.

                      Deswegen finde ich es sehr vermessen, der TE vorzuwerfen, sie würde sich hängen lassen und sei selbst dafür verantwortlich sich Hilfe zu suchen/holen.
                      Das ist manchmal schon nicht möglich.
                      Da wir nicht wissen, welche genauen Diagnosen bei der TE vorliegen, und sie ja auch nicht können Vorwürfe eine fatale Folge haben.
                      Gruß

              (14) 21.12.16 - 23:37

              Weißt du, manchmal wirken die Menschen so kühl und desinteressiert, weil sie nicht genau hinsehen (wollen) oder zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind.

              Nicht alle denken so und ich glaube, dass es dir in diesen Tagen in einer Klinik (vielleicht auch nur Tagesklinik) besser gehen wird.
              Damit du wieder etwas mehr Unterstützung zum Seelenaufbau hast.

              Ich hoffe, du hast dafür konkrete Ansprechpartner.
              Alles Gute

              • (15) 22.12.16 - 11:03

                Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Ärzte und es waren viele, die mich erlebt und diagnostiziert haben, oft ratlos sind.

                Keine der gängigen Diagnosen passt, da auch die Depressionen eine Reaktion auf andere psychische Probleme sind.
                Ich kann mich auf mich selbst nicht verlassen, daher können andere es auch nicht.

                Ich war schon in verschiedenen Kliniken in ganz Deutschland, sogar im Ausland.

                In meinem Kopf ist einfach was schief was sich nicht reparieren lässt.

                Meine Gefühle sind abweichend von der Norm, zumindest in Teilbereichen.
                Dadurch erfahre ich sehr viel Unverständnis und Ablehnung und es kommt dann zur Depression.

                Meine derzeitige Verfassung kam durch Überforderung bei der Arbeit, ich konnte nichts mehr leisten, habe Fehler gemacht, hatte ständig Panikattacken.
                Das einzige was ich sagen kann ist, dass es richtig ist dass die Kinder beim Vater sind.

                Ich hoffe ee bekommt es hin.

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