An Teenager-Eltern gerichteter Post

    • (1) 28.12.16 - 21:31

      Ich wollte hier mal die Meinung von Teenager-Eltern oder Erfahrungen selbst aus Teenager-Zeiten wissen. Meine Nichten (4 & 6 Jahre alt) sind noch lange keine Teenager, aber ich wollte schon mal Meinungen über unsere Idee einholen und ob es zu anmaßend ist.

      Die Situation ist diese:
      Mit den Eltern meiner Nichten verstehen wir uns nicht so sonderlich bzw. widersprüchlich (schwer zu erklären ...), sie denken es ist alles super, dabei denken wir, das nichts super ist -,- Keine Ahnung, was mit meiner (großen) Schwester los ist, seitdem sie Mutter wurde hat sie einen Knacks, früher war sie wesentlich anders, hat sich um 180 Grad gedreht. Erziehungstechnisch ist sie eine die meint, dass ihre Kinder immer in allem super sind und ja soooo talentiert (Bsp. Tochter ist in der ersten Klasse seit diesem Jahr und soll jetzt schon locker das Klassenziel erreicht haben). Nur andere Kinder (z.B. meine beiden, knapp 3 und 1 Jahr) haben Probleme (die nicht existieren), bei denen sie mit ungefragten Tipps helfen muss. Zudem ist sie widersprüchlich und unberechenbar in der Erziehung, was ich so beobachten konnte. Ich habe das nun seit ihrer ersten Schwangerschaft miterlebt. In ihre Erziehung misch ich mich nicht ein, sie soll das machen, was sie für richtig hält und mich damit in Ruhe lassen, ich mache es eben anders. Nur ihre Erziehung merkt man den Kinder mittlerweile an: Sie schreien ihren Willen, sind gleichzeitig aber auch sehr unsicher. Meinungen (oder Tatsachen) anderer interessiert sie nicht oder sind falsch, nur sie sind wichtig. Selbst meine fast Dreijährige empfinde ich als reifer manchmal ... z.B. bei Entscheidungen die sie treffen soll oder ihren Willen richtig formulieren (Ich möchte das nicht. Darf ich das haben? etc.)

      Unsere Idee:
      Ich selbst hätte Ansprechpartner gebrauchen können, als ich Teenager war, die mehr Distanz bieten zur Familie und einfach mal eine Auszeit von den familiären Problemen ermöglichen könnten bzw. auch jemanden zum Auskotzen. Soetwas hatte ich leider nicht. Bei meinem Mann war es anders, da haben z.B. seinen Eltern einem Freund von ihm monatelang eine Unterkunft gegeben, als dieser von Zuhause ausgeflogen ist nach seinem Outing. Nun wollten wir meinen Nichten, wenn sie älter sind, mitteilen, dass wenn ihre familiären oder private Probleme übermaß nehmen, sie bei uns eine offene Tür und auch offene Ohren finden. Also ihnen einfach mitteilen "Wenn du nicht weißt, wohin du in deiner Not sollst, dann komm doch einfach zu uns." Und das auch wenn wir keinen Kontakt mehr haben sollten. Der Hintergedanke ist dabei auch der, dass es für die Eltern immernoch besser ist, wenn ihre Kinder bei uns Unterschlupf suchen, statt wenn sie auf der Straße rumlungern oder bei irgendwelchen Fremden landen. Zudem würden wir die Eltern natürlich (heimlich) darüber sofort informieren, falls ihre Kinder bei uns sein sollten, egal ob wir noch Kontakt haben oder nicht. Nur damit sie wissen, dass sie in Sicherheit sind, diese aber bitte nicht abholen brauchen. Manchmal müssen Kinder Eltern eventuell auf diese Weise auch zeigen, dass ein problem existiert. Beide Familien leben in Berlin, nur eben dort weiter auseinander.

      Ist es zu anmaßend? Wie würdet ihr es finden als Eltern? Wir haben uns auch im Hinblick auf jnsere Kinder Gedanken darpber gemacht. Wir haben auch die Einstellung, dass Probleme mit den Eltern nicht Probleme mit unseren Nichten sind, die können ja nichts für ihre Eltern. Unseren Kinder selbst bieten wir zwei Ansprechpartner an (Freunde von uns, sie sind auch ihre Paten), falls sie mal Probleme mit uns haben sollten.

      Langer Text, sorry, das musste nach Weihnachten einfach raus!

      • Du solltest dir jetzt noch keine Gedanken um ungelegte Eier machen.

        Ob die Kinder deiner Schwester euch irgendwann als Vertrauenspersonen/Ansprechpartner in Anspruch nehmen wollen, wird die Zeit zeigen.
        Dazu gehört natürlich auch, dass der Kontakt weiterhin besteht.

        >>>Unseren Kinder selbst bieten wir zwei Ansprechpartner an (Freunde von uns, sie sind auch ihre Paten), falls sie mal Probleme mit uns haben sollten.<<<

        Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass deine Teenager-Kinder sich von euch Ansprechpartner "verordnen" lassen. Für einen "echten" Teenie wäre allein das ein Grund, mit jedem aber nicht mit den Angedienten zu sprechen.

        • Ich mache mir eben schon über zukünftige mögliche Ereignisse Gedanken, bevor es eventuell zu spät ist und plötzlich passiert.

          Wir wollte es ihnen eben anbieten, ob sie es annehmen liegt ja natürlich bei ihnen. Ich hätte es selbst gut gebrauchen können, auch einfach, um es meiner Mutter deutlich zu machen, dass etwas nicht stimmt. Sie hat ja nie etwas wahr genommen.

          Nein, das glaube ich natürlich nicht. Es sollte den Kindern auch einfach zeigen, dass man sich auch an andere mit Problemen wenden kann, z.B. auch eigene Freunde. Nur welcher Teenager geht z.B. zu Freunden nachts, wenn diese noch bei den Eltern leben und man sich dann vor diesen rechtfertigen muss? Da hat man lieber Erwachsene Ansprechpartner, die auch einfach einen Schlafplatz bieten ohne gleich alles zu hinterfragen.

          • >>>Ich mache mir eben schon über zukünftige mögliche Ereignisse Gedanken, bevor es eventuell zu spät ist und plötzlich passiert.<<<

            Das ist aber jetzt genauso sinnvoll, wie die Überlegung, was du tun wirst, wenn deine Tochter in Klasse 10 die zweite "5" in Latein nach Hause bringt.

            • Hahaha, wenn meine Tochter Latein freiwillig nehmen würde ... wer macht das denn bitte heute noch? Ist unnötigt an Unis mittlerweile ...

              • Mit dieser Antwort hast du absolut für ein Gespräch disqualifiziert.
                Hoffentlich redest du später mit deinen Kindern nicht so dumm daher.
                Dann hätten sie vermutlich dringend ab und zu einen ernstzunehmenden Gesprächspartner nötig.

            • Peinlich.

              (9) 29.12.16 - 00:04

              Ich studiere gleich zwei Fächer, in denen Latein obligatorisch vorhanden sein muss. Im dem einen sogar Altgriechisch und Althebräisch.

              Dein Ausgangspost wirkte bereits überheblich. Die Antwort auf das Latinum bestätigt dies.

              Ich denke, dass deine Nichten besser ohne dich auskommen. Sie werden sich Ansprechpartner in Form von Freunden suchen. Eine Frau, die bereits jetzt so schlecht von der Mutter redet, würde ich nicht als Ansprechpartnerin wählen als Teenie. Dass das nach Schlechtmachen und Intrigen klingt, hätte ich bereits mit 10 gerafft.

              Ich würde es an deiner Stelle also sein lassen.

              Grüße

              PS: erkundige dich lieber noch mal über Studienvoraussetzungen. Sofern deine Kinder studieren möchten, kann eine schlechte Beratung seitens der Mutter, die keine Ahnung hat, aber meint voll den Durchblick zu haben, echt Stress bringen. Das Latinum darf man dann im Intensivkurs nachholen. Daran scheitern leider viele...

              • (10) 29.12.16 - 00:10

                Latein ist keine Voraussetzung für die Zulassung zum Studium, das kann man nachholen. Hab ich gemacht ohne Probleme. An meiner Schule wurde damals schlicht kein Latein angeboten.

                • (11) 29.12.16 - 00:19

                  Richtig. Du kannst es bis zum Ende des Bachelor nachholen. Also braucht man es ja doch. Gibst du ja selbst zu... Es gilt als Voraussetzung für das Studium und nicht als Teil des Studiums. Kannst du überall nachlesen in den Ordnungen. Da du das ja selbst so gemacht hast, weißt du das ja sicherlich...

                  (12) 29.12.16 - 00:21

                  Dann bewirb dich mal um einen Platz für eine bestimmte Richtung bei der BW.

                  Das ist nicht pauschal so ,was du da schreibst.

              (13) 29.12.16 - 00:18

              Hallo, soweit ich weiß kann das (kleine) Latinum doch auch erst im Studium absolviert werden so dass Latein lernen in der Schule nicht nötig ist. Nur für Theologie wird es schon vorher benötigt oder? Lg

              • Hallo!

                Das stimmt. Man kann die alten Sprachen tatsächlich alle im Studium erst erlernen. Bei uns in der Theologie gab es einige arme Leute, die wirklich im Grundstudium Latein, Altgriechisch und Althebräisch nachholen mussten. Dies gilt allerdings nicht zum Studium gehörend, sondern als Voraussetzung, die netterweise erst am Ende des Studiums mit dem Bachelor oder während des Grundstudiums der Theologie in den jeweiligen Seminaren nachgewiesen werden muss. So ist es zumindest bei uns hier an der Uni. :-)

                Liebe Grüße :-)

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