Alleinerziehend mit Frau

    • (1) 01.01.17 - 18:45

      Hallo,

      keine Ahnung was ich mir hier erhoffe, aber wahrscheinlich muss vieles einfach mal raus. Ich habe es satt ständig im Internet über die bösen Ehemänner zu lesen. Bei mir sind anscheinend die Rollen vertauscht, jedenfalls weiß ich langsam nicht mehr weiter. Ich fühle mich einfach einsam, als wäre ich alleinerziehend mit zwei Kindern. Ein echtes und das zweite ist meine Frau...

      Unsere Tochter ist 16 Monate alt und nach meinem Empfinden ein total unkompliziertes Kind. Ich bin 30, meine Frau 32 und derzeit noch komplett zu Hause. Dennoch habe ich das Gefühl, dass alles an mir hängt. Ich beschreibe einfach mal einen klassischen Wochentag um evtl. mein "Problem" zu beschreiben.

      Mein Wecker klingelt um 03:15 Uhr, um 03:45 Uhr sitze ich in der Arbeit. Arbeit bedeutet bei mir Selbständig seit sechs Jahren, inzwischen mit 35 Angestellten, gegen 07:00 Uhr fahre ich zum Bäcker, hole Frühstück und bringe es meiner Frau nach Hause. Sie und die Kleine schlafen da aber noch, meist bis min. 09:00 Uhr, manchmal auch bis 11:15 Uhr. Also ich stelle das Frühstück kurz rein und fahre wieder in die Arbeit. An manchen Tagen fahre ich Mittag nochmal nach Hause (ca. 5 Minuten Weg) und bringe meine Frau Mittagessen, denn Kochen kann sie leider nicht, außer mit unserem Thermomix, aber das schafft sie lt. ihren Aussagen nicht mit Kind. Manchmal isst sie TK-Ware, manchmal bleibt auch vom Abendessen etwas übrig. Ich arbeite bis ca. 17 Uhr, fahre auf dem Nachhauseweg einkaufen und koche danach für die ganze Familie. Bis 22:00 Uhr räume ich dann noch auf während meine Frau die Kleine ins Bett bringt. Manchmal mach ich das auch und räume halt dann bis 23:00 Uhr auf. Manchmal gibt es auch unterm Tag noch Spezial-Aufgaben wie Arztbesuche usw. Das Wochenende sieht prinzipiell ähnlich aus, nur mit dem Unterschied das ich die Kleine auch unterm Tag meistens habe. Hausarbeit teilen wir uns, ich mache die Bäder und Küche, sie den Rest und die Wäsche.

      Mein Problem ist eigentlich nicht, dass ich dies alles mache. Mir geht es eigentlich gut damit. Bin sehr stressresistent und glücklich wenn ich aktiv bin. Mein Problem ist eigentlich, dass ich entweder das Gefühl vermittelt bekomme, dass ich zu wenig im Haushalt mache oder wie aktuell keine Zuneigung empfinde. Ich höre einfach kein nettes Wort, keine Berührung, kein Zeichen der Zärtlichkeit.

      Wahrscheinlich bin ich einfach ein Lappen und sollte viel öfter einfach Arsch sein...

      • Puh, hut ab!

        Also ich muss ganz ehrlich sein: ich glaube sie nutzt das gnadenlos aus.

        Hast du ihr das vllt mal genau so gesagt wie hier geschrieben?

        Ich finde deinen Tag einfach zu lang. Wenn mein Mann Frühdienst hat (4 uhr aufstehen), dann ist sein Tag eig so gegen spätestens 21 uhr vorbei. Und das ist auch okay so.

        Ich denke nicht dass man das lange aushalten kann...
        Rede mit ihr, so gehts ja nicht.

        Lg und alles gute

        Nein, du solltest kein Arsch sein. Sondern das Gespräch mit deiner Frau suchen. Sag ihr, dass du dich nicht wert geschätzt fühlst und das du das Gefühl hast, dass zwischen euch die liebe fehlt. Versucht, euch einen Abend in der Woche bzw. Am Wochenende frei zu nehmen und etwas nur für euch zu machen (essen gehen, Kino ettc) oder einen paarabend zu machen, wo ihr zusammen kocht, euch gegenseitig massiert, ein Gläschen sekt trinkt, gemeinsam in die Wanne geht oder etwas anderes romantisches. Nehmt euch wieder zeit für euch, zeigt euch, dass ihr euch liebt. Macht den Alltag durch kleine Aufmerksamkeiten wie kleine zettel mit liebesbotschaften o.ä. Zu etwas besonderem.

        Sorry, aber ich glaube dir kein Wort #nanana

        So blöd kann keiner sein #gruebel

        • Doch so blöd kann man sein. Leider. Ich war schon immer ein gutmütiger Kümmerer.

          Die Vorschläge sind gut, alle schon versucht, aber sie ist nicht wirklich eine Person, die über Gefühle reden kann bzw. solche Themen bespricht. Ist ja alles wunderbar. Das wurde ihr ihrerseits so anerzogen. Wenn man nicht über Probleme spricht, gibt es auch keine.

          • Also wie gesagt, ich denke du willst hier aufmischen #augen

            Aber ansonsten kann ich dir nur sagen, zu allem gehören zwei dazu. Einer der es macht und einer der es mit sich machen lässt. #gruebel

            Wenn dir etwas zu viel ist dann sag es. Mach den Mund auf, sprechenden Menschen kann geholfen werden.

            Wenn ich allerdings so einen dummen Diener hätte der mir hinten und vorne den Hintern pudert, dann wäre ich doch auch doof wenn ich von alleine sagen würde ich ändere etwas :-p

            Vielleicht sollte ich mir auch so einen Haussklaven anlachen #rofl

            Coole Geschichte ;-)

          • Und das fällt dir erst jetzt auf? Wenn du sie bereits so kennen gelernt hast, wirst du ja seit Jahren wissen, wie sie ist und anscheinend hast du nie ein Problem damit gehabt. Wenn du inzwischen ein Problem damit hast, könnte euch vielleicht eine paartherapie oder Eheberatung helfen. Wenn du damit leben kannst, ist doch alles tutti.

            • Wie gesagt, sie lässt nicht reden, sie kann in keinster Weise über Probleme reden.

              Eine Beziehung ist eine Sache, mit Kind nochmal eine andere. Das Problem ist ja nicht, dass ich das alles mache, wie gesagt, das ist alles easy, ich spiel mich schon immer relativ leicht mit allem. Das Problem ist, dass ich keinen Dank dafür erhalte.

              Ich will hier nix aufmischen. Dafür hab ich nicht wirklich Zeit. Haussklave klingt gut, so fühl ich mich auch manchmal.

              • Da wusstest du alles, lange bevor ihr beide (!) Beschlossen habt, ein gemeinsames Kind in die Welt zu setzen. Das war eine bewusste Entscheidung von euch, trotz das du von ihrem Defizit was reden betrifft wusstest. Du bist sehenden Auges in dein Unglück gerannt. Da fällt es mir schwer, Mitgefühl für dich zu haben. Du wusstest von Anfang an, wie sie ist. Entweder lebst du damit, wenn ihr es nicht ändern könnt/wollt oder du gehst. Aber jammern obwohl du wusstest, das sie eben so ist wie sie ist, finde ich bemittleidenswert und da kann ich nur sagen selber schuld.

                • Kein Problem. Will kein Mitleid, zu Gehen ist momentan immer wieder in meinem Fokus. Wenn du mir jetzt aber noch erklären kannst, wie ich es unter unseren deutschen Gesetzen schaffe, dass unsere Tochter bei mir bleibt und nicht bei ihr, bin ich unendlich dankbar.

                  • Ich würde bei einer Trennung das geteilte sorgerecht vorschlagen. Ob euer Kind Veilchen dir bleibt, hängt eigentlich davon ab, ob du Zeit für sie hast und ob deine Frau euer Kind vernachlässigt. Beim geteilten sorgerecht wurst du jedenfalls bei allen Entscheidungen, die das Kind betreffen mit einbezogen. Ohne Zustimmung von beiden Elternteilen darf einer nichts wichtiges entscheiden.

                    • Hallo.

                      >>> Ich würde bei einer Trennung das geteilte sorgerecht vorschlagen.<<<

                      Als Eheleute haben sie die gemeinsame Sorge immer und automatisch ("geteilte" Sorge gibt es eh nicht) und da ändert auch eine Trennung erst einmal nichts dran.

                      Und der TE hat so gut wie keine Chance, dass das Kind nach einer Trennung bei ihm leben wird, da die Mutter offensichtlich die Hauptbezugsperson ist und der TE ein Arbeitspensum hat, das sich schlecht mit Kind vereinbaren lässt (das Kind wäre dann fremdbetreut, an sich nicht schlimm, aber dafür nimmt kein Richter der Mutter das Kind weg) und sich aufgrund der Selbstständigkeit auch nicht so einfach reduzieren lässt.

                      Die Entscheidungen, die man aufgrund des Sorgerechts gemeinsam treffen muss, sind wenige und das hilft dem TE auch nicht weiter.

                      LG

              Dann stell Dich endlich auf die Hinterbeine und wehr Dich, Kind hin oder her. Deine Frau hat keinerlei Respekt vor Dir, wie auch, wenn sie sich mit Dir buchstäblich die Kehrseite abwischen kann. Keiner der mir bekannten Männer ist so.......#klatsch
              LG

        War es denn schon immer so? Was hat deine Frau vor dem Kind gemacht? Oder ist sie erst mit dem Kind so "faul" geworden? Entweder sie ist von Natur aus so oder sie hat seitdem das Kind auf der Welt ist irgend ein Problem? Depressionen o. Ä?

    Ich kenne genau so eine Geschichte aus meinem persönlichem Umfeld. Und zwar nicht nur die Seite des Mannes, sondern auch bestätigt von der Frau, die das als vollkommen normal ansah und sich sogar noch beschwert hat, dass er so wenig macht. Ach nein, die Geschichte war doch anders: Madame hat nämlich nur ihre Wäsche und die vom Kind gemacht, um seine Klamotten musste er sich selbst kümmern...

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