Patenwahl? Wie war's bei euch?

    • (1) 05.01.17 - 12:36

      Huhu Mädels,
      bin mir nicht sicher, ob ich hierfür die richtige Kategorie erwischt habe, aber ich leg einfach mal los:

      Wie handhabt ihr es mit Paten für euer Baby? Wollt ihr welche haben, wenn ja, wieviele? Für wen entscheidet ihr euch (beste/-r Freund/-in, Familienmitglied,...)? Wonach entscheidet ihr, wen ihr haben wollt?

      Wir möchten eigentlich standardgemäß zwei, von meiner Seite jemand und von seiner Seite jemanden. Nun ist es so, dass er keinen typischen besten Freund hat. Er hat viele nette tolle Kumpels, aber keinen, wo er sagt "der soll's sein"... Also wüsste wir von seiner Seite her schon mal niemanden, wen wir nehmen könnten.
      Bei mir ist es so, dass ich entweder meine beste Freundin oder meinen Bruder nehmen würde. Meine beste Freundin ist aber manchmal etwas speziell, d.h. launisch, zickig, unzuverlässig... und das gibt mir in solchen Moment wieder zu Denken, ob ich sie überhaupt fragen soll. Gleichzeitig weiß ich aber, dass sie sich freuen würde und es wahrscheinlich auch ein bisschen erwartet.
      Dann denke ich wieder "Blut ist aber dicker als Wasser"... Wer weiß, was vielleicht in zehn Jahren oder so ist, ob ich noch immer mit meiner Freundin so "dicke" bin, vielleicht verkracht man sich bis dahin mal total... und bei meinem Bruder weiß ich halt, dass er immer da ist, ist halt mein Bruder;-).

      Was meint ihr dazu? Oder am besten gar keine Paten nehmen? Auch doof, oder?

      Oh man, Probleme hat der Mensch#rofl...

      • Wenn du taufen willst musst du ja mindestens 1 Paten haben ;-) (wenn ich mich nicht ganz täusche)

        Unsere Große hat die Mutter und die Schwester meines Mannes als Paten. (Meine Schwiegermutter auch nur weil wir katholisch taufen und ja 1 Pate katholisch sein muss). Die Entscheidung war eigentlich von Anfang an klar. Sie ist auch die beste Patin die man sich vorstellen kann ;-)

        Bei unserer zweiten Tochter fällt das schon deutlich schwerer dann....ich selbst bin Einzelkind und meine 2 wirklich besten Freundinnen wohnen inzwischen 200 und 700 km von uns weg. Andere Freundschaften gibt's zwar aber halt nicht so dicke das man da an Patin denken würde. Mein Schwager zB hat schon 2 Patenkinder. Generell hätte ich es lieber aus der Familie :-( naja...mal sehen.

        Generell würde ich sagen mach es nach Bauchgefühl. Auch mit der Familie kann man sich total verstreiten auch wenn es zur Zeit undenkbar ist. Daher würde ich gar nicht soweit in die Zukunft denken.

        Hallo :)

        Wir haben nur einen Paten gewählt für unsere Tochter und zwar meinen Vater.
        Blut ist dicker als Wasser und meine Tochter ist bei meinen Eltern super aufgehoben.
        Meine Eltern sind noch ziemlich jung, gerade mal 43 Jahre alt, wenn meine Eltern "schon" 60 wären, hätte ich wohl anders entschieden. Meine Mutter konnte ich leider nicht nehmen, denn sie ist nicht in der Kirche. Sonst wären es beide geworden.

        Liebe Grüße :)

        • (4) 06.01.17 - 22:06

          Oma und Opa haben doch schon als Großeltern eine enge Verbindung zum Kind. Ich habe noch nie gehört sie als Paten zu nehme. Der Sinn ist es doch gerade noch jemanden zu haben, der Verantwortung für das Kind übernimmt.

          LG

      Dein Bauchgefühl sagt Dein Bruder, also hör drauf.

      Es geht darum, wie Du(Ihr) Dich(Euch) mit der Entscheidung fühlt, es geht nicht darum was andere denken oder erwarten.
      Es müssen nicht zwingend 2 sein, nur damit jede Seite verteten ist.

      Es geht einzig und allein darum, dass man sich mit der Entscheidung wohl fühlt, wenn es in Eurem Fall nur Dein Bruder ist, dann belasst es dabei.

      Hallo!

      Eigentlich übernimmt man mit dem Patenamt neben den Eltern eine Verantwortung für die religiöse Erziehung des Kindes. - Alleine das hat aus unserem Bekanntenkreis ca. 90% der Leute ausgekegelt - die sind überwiegend nicht wirklich kirchlich verwurzelt, wir allerdings auch nicht.

      Unter dem Aspekt waren es dann doch Kandidaten in der Familie ....

      Was genau erwartest Du Dir von dem Paten?

      LG, I.

      PS. Freunde von uns suchen die Paten ihrer Kinder nach gesellschaftlich finanziellen Aspekten aus ....

    • Hallo,

      Bei unseren Kindern ist es so: Kind 1 hat unsere besten Freunde als Paten, Kind 2 hat nur meine Cousine.

      Sie hat mir nun im letzten Jahr die Patenschaft "gekündigt".

      Ich will damit sagen, dass es nicht immer besser ist, jemanden aus der Familie zu nehmen.

      Wichtig ist es in jedem Fall, vorher über die Vorstellungen zu sprechen und zu klären, wie ihr euch eine gelungene Patenschaft vorstellt.

      Gruß, kleinekecki

      Hallo,

      ich bin selbst Patin der Tochter meiner besten Freundin. Naja, eigentlich muss ich ehemalige beste Freundin sagen. Unsere Freundschaft bröckelt nach 15 Jahren zusehend und der Kontakt wird von Jahr zu Jahr weniger und oberflächlicher. Da wir sehr weit auseinander wohnen, habe ich auch wenig Bezug zu meinem Patenkind.

      An deiner Stelle würde ich jemanden aus der Familie wählen.

      LG,

      ez

      Hallo,
      erstmal vorab:
      Wenn Du Dein Kind taufen lassen willst, brauchst Du mindestens 1 Paten. Bei einer katholischen Taufe ist es so, dass ein Pate katholisch sein muss. Bei unserem Kleinen hatten wir einen katholischen Paten und eine evangelische Patin. Die Patin brauchte eine Bescheinigung, dass sie der evangelischen Kirche angehört.

      Zur Patenwahl:
      Bei unserem Großen war es klar, dass auf jeden die Schwester meines Mannes Patin wird. Da besteht auch regelmäßig Kontakt, mittlerweile auch gerne zwischen den beiden über WA. Da ich selbst keine Geschwister habe, haben wir dann einen damals sehr guten Freund ausgesucht, zu dem aber heute kein Kontakt mehr besteht. Der Pate hat den Kontakt im letzten Jahr aus uns unbekannten Gründen abgebrochen.

      Bei unserem Kleinen haben wir den Mann meiner besten Freundin ausgewählt als auch eine damals sehr gute Freundin von uns. Der Kontakt zum Paten besteht noch, die Patin hat den Kontakt, nachdem sich ihre Lebensumstände geändert haben, mit einer merkwürdigen Begründung abgebrochen.

      Im Prinzip hat also jedes Kind nur noch einen Paten. Auch gut.

      Ob sich die ausgewählten Paten um das Kind kümmern, weiß man halt nicht vorher. Aber vielleicht kann man das in einem Gespräch vorab klären, was man von einem Paten erwartet bzw. was ein Pate erwartet.

      An Deiner Stelle würde ich mir das mit der Freundin allerdings gut überlegen....Du schreibst ja jetzt schon "zickig, unzuverlässig...." . Da würde ich doch erstmal den Bruder vorziehen.

      LG
      Martina75

      (10) 05.01.17 - 13:51

      Hallo,

      für mich war ganz klar, dass bei unserem ersten Kind meine Schwester Patentante wird. Da gabs nix dran zu rütteln:-) (auch wenn die Schwester meines Exmannes auch darauf gehofft hatte).

      Bei unserem zweiten Kind wurde dann die Schwester meines Exmannes Patentante. Das war eigentlich auch klar, denn nachdem bei meinem Großen jemand aus meiner Familie genommen wurde, wollten wir dann fairerweise beim Kleinen jemanden aus der Familie meines Exmannes wählen. Und sie hat wie gesagt eh schon beim ersten Kind gehofft, Patentante zu werden.

      Wenn man wirklich gute Freunde hat, können die jedoch genauso gut Paten werden. Ich denke, dass muss jeder für sich entscheiden.

      Bei uns hier ist es aber eher üblich, als Paten jemanden aus der Familie zu nehmen.

      Lg

      Für uns war auch klar, dass es ein Pate von der Seite meines Mannes und ein Pate von meiner Seite sein sollten. Außerdem fanden wir es schöner, einen Mann und eine Frau zu nehmen - allerdings kein absolutes Muss. Was wir nicht gemacht hätten, wären zwei Frauen für einen Jungen oder zwei Männer für ein Mädchen. Für meinen Mann stand sein bester Freund als Pate schnell fest. Ich tat mich etwas schwerer, schwankte zwischen 3 guten Freundinnen und meinem Bruder. Eine der Freundinnen war allerdings nicht in der Kirche. Mein Bruder wurde im selben Sommer Pate bei der Tochter seines besten Freundes. Und eine weitere Freundin war als mein Sohn geboren wurde wegen eine psychologischen Diagnose krankgeschrieben. Da blieb dann eine Freundin übrig, die für mich am besten gepasst hat. Da wir schon seit über 20 Jahren befreundet sind, habe ich keine Angst, dass unsere Freundschaft nicht hält. Und ich kenne sie gut genug, um mir sicher zu sein, dass sie sich nicht ganz zurückzieht, wenn unsere Freundschaft mal abkühlen sollte. Außerdem ist eine Patenschaft ja auch schön, um die Freundschaft noch mal zu besiegeln. Die Freundin wird so auch zum Teil der Familie. Ich finde das sehr schön! Mein Bruder bleibt mein Bruder und bleibt der Onkel meines Sohnes. Durch meine Freundin ist eine weitere Person hinzugekommen, die eine Rolle spielt.

      Da unser Sohn katholisch getauft wurde, die beiden "Paten" allerdings evangelisch sind, haben wir allerdings etwas "geschummelt". Mein Bruder ist offizieller Pate, die beiden für uns "echten" Paten sind offiziell nur Taufzeugen. Aber alle wissen über ihre Rolle Bescheid.

      (12) 05.01.17 - 14:53

      Erstmal danke für eure ganzen Antworten und Anregungen.

      Ihr fragt, was ich von den Paten erwarten würde? Ganz ehrlich – keine Ahnung, eigentlich nicht viel.

      Mein Mann hatte mit seinen beiden Paten nie großen Kontakt (Großtante (Schwester seines Opas), die schon über 60 war, als er geboren wurde, u. der Bruder seines Vaters). Ich hatte schon etwas mehr Kontakt zu meinen beiden Patentanten (Schwester meiner Mutter u. Cousine meines Vaters), aber eben auch nur zu Geburtstagen und Weihnachten (etwas ausgefallenere Geschenke...das war's…).

      Ansonsten hatten unsere Paten keine besondere Aufgabe in unserem Leben. Und wir wiederum erwarten auch nichts groß von den Paten unseres Kindes. Wir beide sind evangelisch, aber nicht besonders gläubig, aus religiösem Sinn wählen wir also nun nicht die Paten aus. Eher danach, dass das Kind mal eine „Anlaufstelle“ hat bei Problemen/Fragen, mal auswärts schlafen kann, Babysitter,… mehr nicht… Und selbst für diese Dinge bräuchte man nicht zwingend Paten, da reichen auch gute Freunde und Familienmitglieder.

      Ich tendiere auch glaub ich mehr zu meinem Bruder. Bei einem zweiten Kind könnte man immer noch meine Freundin nehmen… Oder, nach dem Motto „zwei Fliegen mit einer Klatsche“: mein Mann nimmt quasi seinen Schwager, also meinen Bruder, und ich nehme meine Freundin… hihi… Ach, da müssen wir, glaub ich, nochmal in uns gehen, ist ja auch noch etwas hin. Unser Wurm kommt erst Ende Mai.

      Hallo,

      wir sind da rein nach Tradition bzw. Gefälligkeit gegangen. Zur Taufe gehören nun mal Paten.

      Der Bruder meines Mannes hat die Patenschaft unserer Kinder übernommen.

      Ich finde es noch immer nicht gut, ist aber nichts zu ändern. :-p

      LG
      Caro

      Die Aufgabe eines Paten ist doch, bei der religiösen Erziehung Deines Kindes zu helfen (korrigiere mich, wenn ich falsch liege). Wem traust Du das mehr zu?

      Das "Blut ist dicker als Wasser"-Argument würde für mich nicht in die Gleiche Richtung zählen wie bei Dir. Dein Bruder ist doch der Onkel, das bleibt er so oder so, ob er Pate ist oder nicht. ICH würde dann eher versuchen, noch einen Menschen zusätzlich als Angebot an mein Kind zu haben.

      Völlig egal, wen Du nimmst, schraub Deine Erwartungshaltung nicht so hoch. Bei jedem Menschen auf der Welt kann es passieren, dass Ihr Euch nächstes Jahr völlig verkracht und nie wieder Kontakt habt.

      Hallo,

      ich arbeite ehrenamtlich bei uns in der Gemeinde mit (katholisch). Hier gelten folgende Regeln:
      (a) ein Pate muss katholisch und gefirmt sein
      (b) beim Rest ist es egal, er muss halt einer christlichen Gemeinde angehören und wird offiziell Taufzeuge und nicht Pate
      Du brauchst also mindestens einen Paten.

      Jedes Jahr bei der Kommunion eröffnen sich immer Familiendramen - ziemlich egal welche Konstellation es gab (Familie oder Freunde): Pate aus der Kirche ausgetreten, Pate Kontakt abgebrochen, etc. ... Das ist leider nicht vermeidbar, da man einfach nicht in die Zukunft schauen kann.

      Du selbst solltest von vorne herein klären, was du vom Paten erwartest ... (Ich bin z.B. ziemlich in unserem Gemeindeleben involviert und finde es schade, dass mein Patenkind seit der Taufe die Kirche nur zu Ostern und Weihnachten sieht, weil ich ja eigentlich versprochen habe, ich helfe mit ...).

      Ich hätte gerne meinen Bruder als Paten gehabt, allerdings wollten wir viele Kinder und mein Bruder hat gleich von Anfang an gesagt, er will auf gar keinen Fall 3-4 Patenkinder. Meine Schwester war vor 15 Jahren ein sehr flatterhaftes Wesen und hatte damals mit Kirche nicht unbedingt was am Hut - daher fiel das flach.

      Wir haben dann Freunde genommen (für jedes Kind andere Paten) und sind mehr oder weniger glücklich. Beim dritten Kind haben wir ehrlich etwas daneben gegriffen - aber man hat eben keine Kristallkugel - es wurden meine (damals) beste Freundin und ihr Partner Pate. Die beiden waren seit einem Jahrzehnt liiert, wir kannten uns seit 15 Jahren - was soll man sagen? Er hat sie sehr böse und gemein abgesägt und sich seither nicht mehr bei ihr gemeldet (und damit auch nicht mehr bei uns). Für meinen Kleinen war das sehr schlimm, weil er die ersten vier Jahre ein super Patenonkel war und sie sehr viel Spaß zusammen hatten. Nach der Trennung kam meine Freundin erst ziemlich ins Trudeln, fing sich wieder, richtete ihr Leben neu aus und unser Kontakt ist nun weitaus sporadischer. Von daher hatte mein Kleinster einfach Pech - das hätte man niemals geglaubt, die ersten vier Jahren waren es die interessiertesten Paten, die er hatte, kamen auch wirklich, um mit ihm in die Kinderkirche zu gehen .... und er war total happy.

      Es ist Schade. Allerdings auch nicht mehr. Wenn er nun Kommunion hat, kommt meine Freundin (eher etwas wiederwillig, weil halt wieder bewusst ist, dass er sich einfach so vom Acker gemacht hat). Manchmal ist der Kleine noch etwas traurig, weil er wirklich noch klare Erinnungen an seine schönen Patenwochenenden hat - aber gut. Es gibt Schlimmeres im Leben.

      GLG
      Miss Mary

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