Hin und hergerissen 3. Kind ja oder nein

    • (1) 07.01.17 - 17:35

      Moin
      Vorab, ich weiß die Entscheidung kann mir keiner nehmen frage nur nach Meinungen
      Ich habe 2 Töchter im Alter von fast 9 Jahren und 6,5 Jahren. Jetzt habe ich den Wunsch nach einem 3. Kind allerdings such reichlich bedenken.
      und zwar habe ich Angst den großen nicht mehr gerecht zu werden also mit Baby wären eben nicht unbedingt die Sachen möglich wie ohne. Also was so manche Aktivitäten angeht. Mache mir da so viele Gedanken drum das ich nicht weiß was richtig ist.
      Vielleicht gibt es ja jemanden mit änlichen Konstellationen und kann mir mal seine Erfahrungen berichten.
      viele liebe grüße

      Linda

      • Hallo,

        ist jetzt nicht böse gemeint:

        Warum möchtest Du noch ein Baby?! Weil Babys so süß sind?!

        Würde mich ehrlich interessieren.

        Meine beiden sind 12 und 7 Jahre alt und bei mir hat sich mit zunehmenden Alter alles andere eingestellt, aber kein Kinderwunsch mehr. Ich fange jetzt langsam an zu genießen, mal nicht 24 Stunden am Tag gebraucht zu werden. So wie jetzt einfach mal 10 Minuten am PC zu sitzen und nicht den Bespaßer zu spielen.

        Mal beide 30 Minuten alleine zu Hause zu lassen um mal eben schnell einkaufen zu gehen ohne dass ich Kinder anziehen muss, Kindersitze festschnalle, Kinderwägen aus dem Auto hiefe usw... #schwitz#schwitz

        Never ever würde ich noch ein Mal bei 0 starten. Deswegen frage ich nach, was es denn ist, dass Du noch mal ein Baby möchtest. Was ist der ausschlaggebende Punkt bei Dir?

        LG und schönes Wochenende.
        Caro

        • So konkret kann ich dir das gar nicht sagen.
          ich wollte eigentlich immer 4 Kinder mein Mann aber nur 2. Hatte mich auch eigentlich damit abgefunden aber so langsam wird der Wunsch immer stärker ebenso aber die Bedenken.
          mein Mann hätte mitlerweile auch nichts gegen einen neuen Zwerg im Haus, bin mir aber selbst nicht ganz sicher.

          Das verstehe ich nicht. Wieso hast du als dein 1. Kind 4 war, ein 2. gewollt? Findest du Babys süß? Wie konnst du nochmal von vorne anfangen? Du hast doch quasi genau dasselbe getan.

          • Hallo,

            hey, ja wir wollten 2 Kinder. Es sollten mehr wie 3 Jahre Altersabstand sein. Und ein 3 jähriges Kind ist in meinen Augen kein großes Kind, was sowas von selbständig ist, seine Eltern nicht mehr 100% braucht.

            Dass mein Mann schwerkrank wurde und fast gestorben ist in der Zeit, ich eine Fehlgeburt hatte in der gleichen Zeit - da kann kein Mensch was dafür.

            So sind eben fast 5 Jahre geworden. Das zur Erklärung dazu, weil Du meinst, mich von der Seite anmachen zu müssen - wenn Du meine persönlichen Gründe meinst kennen zu müssen warum und weshalb wir - in Deinen Augen - so lange gewartet haben und ich ebenfalls noch ein Mal bei 0 angefangen habe. Ja habe ich um es mal in Deinen Augen zu schreiben.

            Mir gehts lediglich darum, dass ich mit "zwei großen Kindern", und das ist kein Alter zwischen 0 und 6 Jahren nicht nocheinmal das ganz Babygedöns brauche. Das heißt nicht, dass das andere nicht wollen. Aus diesem Grund wollte ich eben den Grund erfahren, aber nicht von Dir sonder von der TE.

            Schönes Wochenende
            Caro

            • (6) 07.01.17 - 19:49

              Du hast sie doch ebenso doof von der Seite angemacht.;-) das Echo muss man schon vertragen wenn man austeilt :-p

              Deine Argumentation ist auch schlüssig.

              Aber den Kinderwunsch hat man oder hat man nicht. Der lässt sich selten begründen oder erklären.

              Du schreibst "mit zunehmendem Alter......"

              Vielleicht ist die TE noch gar nicht so alt?

              Ich war mit 26 dreifach Mama. Da war noch jede Menge Luft nach oben für viele weitere Kinder.

              Das "zunehmende alter" passt also auch nur auf deine Situation. Nicht unbeding auch auf die der TE #winke

      (17) 08.01.17 - 22:46

      Hier ist auch jemand, die sich Gedanken um ein 4. Kind macht... :-) Vielleicht kann man hier sonst ja ne eigene Gruppe dazu eröffnen? Meinem thread dazu nach zu urteilen, scheint das ja einige zu beschäftigen ;-) LG

(18) 07.01.17 - 19:07

Hallo,

ich kopiere (und ergänze mal meine Antwort von kürzlich!). Meine Kinder sind nun 14, 11 und 8. Und vorneweg, nein, ich bereue nicht, aber es ist anders. (Meine Kinder sind alle toll - die besten Kinder der Welt :-D und gerade der dritte ist ein sehr aufgeschlossenes und witziges Kind, der unser Leben wirklich bereichert). Nun aber das ABER

Man merkte schon bei Schwangerschaft und Geburt, dass das dritte Kind gesellschaftlich einfach nicht so akzeptiert ist. Beim ersten Kind überschlugen sich z.B. die Freunde meiner Eltern, wir bekamen Dutzende Glückwunschkarten ... bei der dritten Schwangerschaft gab es durchaus auch Reaktionen wie "wolltet ihr das so?" oder "ihr habt doch schon beides (also "Junge und Mädchen". Um das mal materiell in Zahlen zu fassen: Zur Geburt meiner Tochter haben wir fast 700€ bekommen, zur Geburt des dritten Kindes nicht mal 50€. Auch bei mir auf der Arbeit war die Reaktion sehr verhalten "deine Karriere kannst du nun knicken".

Du bist keine "Standardfamilie" mehr. Was mich auch ärgert ist, dass z.B. bei vielen Aktivitäten "Familienkarten" zwei Erwachsene + zwei Kinder beinhaltet und das dritte Kind dann wieder den vollen Kindertarif bezahlt. Hier in Baden-Württemberg bekommst du so einen "Landesfamilienpass" - der hilft aber nicht so viel. Beispielsweise darfst du einmal im Sommer für den Wintertarif in die Wilhelma (großer Zoo in Stuttgart). Bis du da aber hingegurkt bist ... ist die Ersparnis zwar nett, aber so richtig "arme" Familien, wenn sie nicht gleich in Stuttgart wohnen, können sich vermutlich die Anfahrt schon gar nicht leisten. Irgendwie wird das dritte Kind wieder deutlich teurer als das zweite.

Das mit dem Auto ist auch so eine Sache. Als wir unser "Studentenauto" verkauft haben und auf den obligatorischen 7 Sitzer umgestiegen sind, habe ich echt geschluckt, was der so an (Mehr)benzin braucht. Wir brauchten auch wegen des Campings was größeres.

Reiseanbieter kannst du vergessen ... auch Ferienwohnungen sind oft so auf vier ausgerichtet und das arme dritte Kind schläft dann auf Sofa oder Ausziehcouch. Wir haben uns dieses Jahr einen schönen Picknickrucksack gekauft (wir müssen ja immer alles mitschleppen ... wegen des Geldes) und ja ... es waren nur vier Teller und Tassen und so drin.Als wir in Frankreich waren und für eine Woche nach Südengland wollten (mit der Nachtfähre) ... richtig, es gibt nur zweier und vierer Kabinen.

Urlaub ist sowieso so ein Ding... es gibt schlicht kaum bezahlbare Angebote für Leute mit mehr als zwei Kindern (klar, du kannst zwei Hotelzimmer mieten, aber das ist fianziell bei uns nicht drin....). Und wir müssen ja zur Ferienzeit weg. So enden wir entweder in einer Ferienwohnung (da hast du dann wieder alles am Hals), in einem Hotel mit Jugendherbergsstandard (oder gleich in der Jugendherberge) oder auf einem Campingplatz....Sind kürzlich für einige Tage in München gewesen ... meine Große wollte unbedingt in die Therme in Erding. Da haben wir einen Tagesausflug draus gemacht. Kostenpunkt: Alleine der Eintritt 5x30€. Dann die Fahrt dorthin. Dann die Übernachtung (ca. 200€). Also an einem Tag 400€ ausgegeben bzw. mehr. Wir müssen ja noch essen, etc.

Die typische Wohung hat auch drei oder vier Zimmer - da fehlt eins. Zudem scheint die Wohnungssuche mit drei Kindern ein Horror zu sein (bin glücklicherweise nicht betroffen), da du eben nicht zum Wunschklientel vieler Vermieter gehörst.

Ich denke, dass hat sich gegenüber der 70er Jahre einiges geändert, in meinem Jahrgang gab es "3 Kinder" noch öfter. Ein Freund meines Vaters hat mich in der dritten Schwangerschaft (er hat auch drei Kinder) so flapsig angeredet "gib es zu ... ihr wollt nur kostenfrei ins Freiband". Als ich nachgefragt habe, stellte sich raus, dass man damals wohl wirklich als "kinderreiche Familie" dauerhaft kostenfrei ins Freibad kam. Ist aber egal, das Freibad gibt es nicht mehr ... bis zum nächsten fahren wir fast 20 Kilometer und die rechnen pro Person ab (es sei denn, du bist Bürger ihrer Stadt, dann gibt es eine Familienkarte).

Mein Kollege (auch drei Kinder) hat nun den gesamten Winter seinen Wohnwagen umgebaut ... weil ... du ahnst es ... es gibt kaum welche mit vernünftigen Schlafplätzen für drei Kinder .... Auch Brettspiele. Oft braucht man vier Mitspieler.

Jetzt, wo die Kinder größer sind, ist es so, dass wir als Familie nur noch sehr wenig machen. Das war anders, als die Kinder noch richtig klein waren. Da fand ich es zweitweise wirklich toll und harmonisch. Wir haben dann so ein typisches "Dorfwochenende" gehabt, samstags Kuchen gebacken, sonntags waren wir in der Kirche und dann haben wir uns mit Freunden zum Kaffee getroffen oder etwas unternommen. In der Zeit habe ich mir auch sehr ein viertes Kind gewünscht. Das Programm war für alle einfach das gleiche. Das geht nun nicht mehr.

Wir haben sehr darauf geachtet, dass jedes Kind eigene Hobbies hat, egal, ob es für uns passt oder nicht. Dafür "bezahlen" wir jetzt: Ständig hat nun jemand irgendeinen Wochenendtermin, sei es Kirche, Fußball, Orchesterprobe, Lernen für eine Klassenarbeit, etc. So geht ein Elternteil da hin, das zweite Elternteil macht was mit den anderen beiden Kindern. Und ehrlich ... wenn ich dann mal keinen Termin habe, dann liege ich wachkomaähnlich sonntagmittags auf dem Sofa. Bei uns ist am Sonntagmittag noch viel "Schule" aufzuarbeiten. Da schaut man mal die Ranzen richtig durch, plant und die Kinder lernen auf Klassenarbeiten.

Dann hat meine Tochter (die älteste) ganz klar Teenieinteressen ... Es ist total schwer, all das unter einen Hut zu bringen, sie findet das, was wir früher sonntags so gemacht haben (Zoo, Geocaching, Wandern, Spielplatz) sehr tröge. Da musst du ständig ein zweites Programm bieten (oder gar keins) oder was finden, was alle interessiert. Ist bei uns gerade das Schwimmbad. Oft ist es so, dass sie Sonntags nun einfach zu Hause "chillt". Auch im Urlaub ist es sehr schwer, sie für etwas zu begeistern. Als 5er Familie sind wir nur noch sehr selten unterwegs.

Drei ist auch eine etwas doofe Zahl. Bei mir sind bei beiden Kleinen eine Einheit wie Pech und Schwefel. Meine Tochter tut mir da echt Leid, es ist wirklich so, dass sie außen vor ist. Um das auszugleichen, darf sie öfters zu Unternehmungen einfach Freunde mitnehmen. Das ist okay bzw. war bisher okay, aber nun hast du eben statt einem dann zwei motzige Teenies dabei, was die Sache nicht einfacher macht.

Mich stresst die Schule total ... ich weiß noch, dass ich mitunter sehr gestresst war, als meine Kids klein waren. Im Sommer waren wir viel draußen, oft einfach auch im Wald spazieren, wo niemand verloren gehen konnte. Und um 19 Uhr waren alle (zumindest in der Theorie) auf dem Weg ins Bett. Mein drittes Kind war "das perfekte Baby" - im ersten Jahr war er überhaupt keine Belastung, er war zufrieden, gluckste vor sich hin und machte alles mit. Von 19 - 23 Uhr gehörte damals der Abend "mir". Welch Luxus! Das ist heute nicht mehr so. Ich denke, dass ist das, was viele Leute so als "mitlaufen" bezeichnen. In der Schule läuft eben niemand mehr mit.

Nun komme ich irgendwann zwischen 13 Uhr und 14 Uhr von der Arbeit ... und alles bricht sofort über mich herein. "Ich blick die Mathehausis nicht". "Ich habe mein Deutschbuch in der Schule vergessen." "Vergiss nicht, ich habe um 15.00 eine Orchesterprobe.". "ich brauche morgen ein Kuchen". "Ich brauche für Morgen 10 verschiedene Blätter von Laubbäumen, eine 1 bekomme ich aber, wenn ich 20 finde!". "Ich bin in der Gruppenarbeit mit X eingeteilt, die lebt aber 15 Kilometer von hier und es fährt kein Bus", "Ich habe voll vergessen, zu sagen, dass ich zwei Tagen einen Mathekurztest schreibe und ich blicke es nicht".

Wir Erwachsenen sind mittags meistens zu zweit (voll der Luxus). Einer (Homebase) steht als Nachhilfelehrer zur Verfügung, der andere macht die Außentermine mit Kind(ern). Das geht dann so bis 18 Uhr. Dann Abendessen und meistens muss ich dann selbst noch an die Arbeit ... oder was im Haushalt machen ... oder es findet mal wieder ein Elternabend oder ähnliches statt. Um 21 Uhr kollabiere ich oft auf dem Sofa. Ich bin dann zu müde, endlich mal was zu machen, was ich möchte!

Finanziell muss man planen wie ein Fuchs ... jeder kleine Fehler/ Faulheit wird total teuer. Früher habe ich gerne mal 12-14 Stunden gearbeitet, kam heim, rief den Pizzaexpress an, entspannte den restlichen Abend ... das geht nun nicht mehr. Einmal Pizzaexpress kostet heute ca. 50€. Also doch lieber selbst kochen ... Da kommst du nach langer Fahrt am Urlaubsort an und würdest am liebsten Essen gehen ... weißt aber, dass das mit fast 100€ zu Buche schlägt und stellst dich dann eben doch selbst in die Küche, weil du nicht weißt, was die nächsten Urlaubstage noch so bringen. Der Aspekt "Geld" läuft immer als HIntergrundprogramm mit - und das, obwohl es uns echt nicht schlecht geht. Wir können z.B. in Urlaub ... ich kenne Leute, die haben kapituliert und bleiben einfach daheim.

Letzten Sommer hat mir ein Freund angeboten (wohnt im Außenort von Paris), wir könnten zwei Nächte bei ihm zwischenübernachten. Er selbst war gar nicht da. Da war mir wieder klar, dass wir doch eine "Kleingruppe" sind. Wir haben ihm natürlich was mitgebracht. Er hatte uns einen sicheren Abstellplatz fürs Auto organisiert (20€). Wir fuhren mit der Metro nach Paris (75€ für uns alle!). Dort haben wir verschiedene Dinge angeschaut. Abends waren wir 250€ ärmer. Und das, obwohl die Übernachtung kostenfrei war (!) und wir bei ihm Kochen konnten. Es geht immer alles x5.

Geld ist eh so ein Ding. Ich sollte gar nicht jammern, aber es sind diese Beträge zwischen 20€ und 40€, die sich total summieren. Gerade hatte meine Tochter noch Schuhgröße 39 und wir haben 250€ für neue Schuhe ausgegeben (mehrere Paare), dann hat sie auch schon 40. Also wieder das Spiel. Geigenstunde (60€ im Monat), Zahnspange, Busfahrkarte, Sportverein, Klassenfahrt, Geburtstagseinladung ... Und so geht es dauerhaft. Ein großes Auto brauchst du auch. Die Räume müssen geheizt werden. Ständig läuft die Waschmaschine. Und ständig braucht jemand irgendwas. An Karneval - gab es in den Schulen ein Motto (freundlicherweise jedes Jahr ein anderes!) ... du willst nicht, dass deine Kinder die doofen sind und bist mit mindestens 60€ dabei (wenn du Teile gebraucht bekommst!). Bei uns waren es dieses Jahr 100€. Für nichts im Prinzip.

Also versuchst du andere Strategien, z.B. Kleider gebraucht kaufen. Da musst du dann auf Flohmärkte, etc = noch weniger Zeit. Oder deine Tochter bekommt von einer Freundin von dir drei ausrangierte Jeans und fünf Pullis geschenkt und du tröstest sie, weil sie gerade so Liebeskummer hat. Ich unterhalte ein ganzes Netzwerk für gebrauchte Kleidung ... und am Ende verschenken ... die richtig guten Teile versuchst du dann doch bei Ebay oder so loszuwerden = du brauchst wieder viel Zeit.

Ich wünschte mir, ich hätte mehr Zeit. Auch für mich. Ich bin kürzlich (alle hatten Ferien) morgens mal alleine Schwimmen gegangen. Und hatte ein schlechtes Gewissen dabei. Mache ich genug? Verbringe ich genug Zeit mit dem Kind? Ich hätte doch noch mit X das kleine Einmaleins üben müssen? .... Das Abgrenzen ist schwierig, weil ja jeder eine Erwartung an dich hat. Als Mutter möchte ich unbedingt 100% geben, als Arbeitnehmerin muss ich mindestens 100% geben (auch da ein anderer Druck - so viele Jobs gibt es hier nicht, wir haben ein Haus, das wir nicht aufgeben könnten, meine Kids sind in der Gegend verwurzelt ...). Ich merke sehr oft, dass ich zuerst mich aufgebe. Ich kann nicht einfach eine Runde um den Block joggen (was ich gerne machen würde!), wenn mein Kleiner meine Hilfe in Mathe braucht.

Du darfst als Dreifachmutter nie jammern. Denn du bist auch selbst Schuld. Zumindest im Job bei mir ist es so. Dann kommt gleich "ihr wolltet das doch so" während man auf die Einzelkindmama voll die Rücksicht nimmt :D. Das mit dem "Mitlaufen" ist nur so lange so, bis die Kinder unterschiedliche Wege gehen (also spätestens in der Schule). Im Kindergarten war es egal, ob ich einen oder zwei abgegeben habe ... in der Schule (und meine Kinder sind so urbiauntypische Nichtwunderkinder, die brauchen bei den Hausaufgaben unter anderem Individualbetreuung und müssen tatsächlich auf Klassenarbeiten lernen und üben ) ist das dann vorbei.

Ich habe eine Arbeitskollegin, die wirklich frei sagt, dass ihr das vierte Kind fast das Genick gebrochen hat. Die ersten drei sind so "typische Akademikerkinder" ... schafften die Grundschule mit Bravour, spielten nebenher noch zwei Instrumente, gingen mühelos durch das Gymnasium - während sich das vierte echt schwertat und sie meinte, sie hätte mehr Arbeit (rein schulisch) mit ihm gehabt als mit den anderen drei zusammen.

Ganz ehrlich ... wenn dann meine unverheiratete Kollegin aus dem Wochenende reinschneit, bin ich manchmal etwas neidisch. Und ja, ich liebe meine Kinder total. Aber diese dauerhafte Dreifachbelastung aus Mutter, Haushalt und Job ist wirklich zermürbend. Ich stehe wirklich um 5:45 auf und mein Tag endet um Mitternacht. Von 23 - 24 Uhr nehme ich mir eine Stunde für mich.

Nachdem ich all das geschrieben habe: Ja, ich liebe meine Kinder über alles. Ich wünschte nur, der Tag hätte 36 Stunden. Wenn ich das alles vorher gewusst hätte, ich hätte sie trotzdem bekommen. Aber unterschätze das Drumherum nicht.

GLG
Miss Mary

  • Jetzt kann ich dir mal 100 % recht geben.

    Z.B. was Hotelzimmer/Fewos für 5 angeht oder Eintritte - Familienkarten sind für 2 Erwachsene und 2 Kinder. Selbst wenn ich als Mutter mit meinen 3 Kindern irgendwo eine Familienkarte kaufen will, geht das nicht, weil: Obwohl wir ja dann zu 4 sind, gilt es nicht, weil ja nicht 2 Erwachsene 2 Kinder.

    Und auch wir unternehmen zu 5 kaum noch etwas. Die Jungs sind 14 und 11, die Kleine 8. Meistens ist einer der Jungs, meist der Große, verabredet.

    Herzlich lachen musste ich über deinen Satz "Das ist okay bzw. war bisher okay, aber nun hast du eben statt einem dann zwei motzige Teenies dabei, was die Sache nicht einfacher macht." Die Freunde meines Sohnes sind oder tun zumindest so höflich, dass motzig nur mein Sohn ist.

    Was du über die Schule schreibst, kann ich 100 % unterschreiben. Vorweg - alle sind gute Schüler und machen fast alles alleine, aber Vokabeln abhören oder mal Mathe erklären oder auch Chemie oder so muss man doch. Der Mittlere ist in einer bilingualen Klasse und schreibt jede Woche einen Vokabeltest. Oder der Große kam eben und ihm fiel ein, dass er nach den Ferien, also übermorgen, Materialien für eine ein Auto antreibende Mausefalle (????) für die Physik-AG braucht. Also mal schnell zu Obi. Und so etwas wiederholt sich trotz allem Reden immer wieder. Bin froh, dass mein Großer schon fast das Abi haben sollte, wenn die Kleine aufs Gymnasium kommt. 3 x den Schulstress halte ich nicht durch.

    LG

    • (20) 07.01.17 - 20:37

      Könnte das nicht auch am Altersunterschied liegen, dass man nichts mehr zu 5. machen kann? Klar wir haben dasselbe Probleme. Aber eine Bekannte hat nur 2 Kinder mit knapp 7 Jahren Altersunterschied, genau dasselbe Probleme, sie machen fast nix zu 4.

      • (21) 07.01.17 - 21:51

        Ja, aber wenn man 3 Kinder hat beträgt der Altersunterschied zwischen dem 1 und dem 3. zwangsläufig etwas mehr - es sei denn, man bekommt die Kinder im Abstand von 1 Jahr oder so. Zwischen meinem Großen und der Kleinsten liegen knapp 6 Jahre - und das macht viel aus. Als die Kleine zur Welt kam, war er 5, und die ersten Jahre war er auch noch mit Spielplatz und Zoo etc. zufrieden. Aber jetzt ist er 14 - da liegen Welten zu seiner achtjährigen Schwester.

        (22) 08.01.17 - 17:35

        das sehe ich nicht so. zwischen meiner ältesten und dem kleinen liegen fast 9 jahre (bald 12 und 3) und wir machen jede menge zusammen als familie. nicht gerade kino, aber indoor, schwimmbad, zoo, wildpark, radtouren, picknick, fahrt ins blaue, klettern, eislaufen, stadtbummel, gartentag mit waffelbacken danach, besuche, minigolf, filmnachmittag, kuchen backen, kleine schiffstour, sauna, wald, spielenachmittag, basteln usw. usf., da fallen mir tausend sachen ein und alle haben spaß :-). wir unternehmen eigentlich jedes wochenende etwas zusammen.
        möglich, dass die älteste bald mehr alleine sein möchte bzw. lieber etwas anderes macht als wir, aber das würde sie auch ohne geschwister, das ist nunmal so in der pubertät.
        lg

        • Ganz ehrlich: Ich glaube nicht, dass du eine 11-Jährige mit einem 14-Jährigen vergleichen kannst. Warte noch die 2-3 Jahre ab, und du hast ein anderes Kind vor dir ... Wenn deine Große 14 ist, wird sie sicher nicht mehr für etwas zu begeistern sein, das ihr 5-jähriges Brüderchen mag ... Ich würde dir wünschen, dass es anders ist, aber dann wärst du vermutlich die erste Mutter ohne pubertierendes Kind.

          Natürlich gibt es auch Sachen, die wir zusammen machen: Plätzchen backen, Spiele spielen, Minigolf, Wandern, jetzt im Urlaub Rodeln, Schlittschuh und Langlaufen (wobei, halt, auf Schlittschuhlaufen hatten mein Mann und der Mittlere keine Lust; Langlaufen waren nur der Große und ich), Vergnügungspark oder neulich mal ein Museum (eine der ehemaligen Nazi-Ordensburgen), aber ganz ehrlich: Das wird immer weniger, ich meine, bei uns selbst war es ja auch nicht anders, als wir Jugendliche waren, oder? Schwimmen z. B. war der Große lange nicht mehr mit uns, nur noch im Sommerurlaub in Griechenland, aber sowohl ins Frei- als auch ins Hallenbad geht er seit mindestens 2 Jahren ausschließlich mit seinen Freunden und ab und an mit seinem mittleren Bruder.

          LG Alias

          • hallo,
            wie kommst du darauf, ich würde eine 11jährige mit einer 14jährigen vergleichen #kratz?
            ich habe die gesamtsituation der posterin mit unserer mit größerem altersabstand verglichen - nicht mehr, nicht weniger :-).
            und wie ich sagte: die pubertät ist im anmarsch, was dann ist, sehen wir dann. bisher ist es aber einfach nur schön und ich teile die alltagsbeobachtungen und urlaubsszenarien der posterien überhaupt nicht.
            schönen abend für dich!

            • Na , der Vergleich kam doch von dir. Als ich schrieb, dass es bei uns so ist, dass man kaum etwas findet, das ein 14Jähriger und eine 8Jährige gerne machen, kam von dir als Reaktion, dass es bei euch mit eurer 11Jährigen und dem 3Jährigen üüüberhaupt kein Problem sei ... Und das meine ich: Deine Tochter ist 11, mein Sohn 14 - in diesen 3 Jahren wird sich so viel verändern, dass du nicht davon ausgehen kannst, dass deine Tochter mit 14 Jahren noch so ist wie jetzt und sich für Sachen begeistern kann, die ihr dann 5jähriger Bruder mag ...

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