Kind kommt mit 16 Monaten in die Krippe; Familie macht mir ein schlechtes Gewissen

    • (1) 15.01.17 - 08:17

      Guten Morgen,

      ich weiß gar nicht, ob es hierher gehört, aber da ich es mittlerweile für einen "interfamiliären Konflikt" halte, dachte ich, ich versuche es mal hier.

      Unsere Tochter wird im August in die Krippe gehen. Dann ist sie 16 Monate alt. Ich selber fange zum 1.10. wieder an zu arbeiten und war dann auf den Tag genau 1,5 Jahre mit ihr zuhause.
      Wir werden somit sehr viel Zeit für die Eigewöhnung haben und es muss nicht holterdipolter gehen.

      Jetzt ist es aber so, dass in den letzten Wochen, sowohl meine Schwiegermutter als auch meine Mutter immer häufiger ihre Meinung kund tun, dass 16 Monate ja sehr früh seien.

      Ein Spruch meiner eigenen Mutter gestern hat mich sehr getroffen: Sie hatte meine Tochter gewickelt und ich habe die Kleine Weinen gehört. Wollte dann zu den beiden hingehen und höre wie meine Mutter sagt "Jaja...weinen wenn du mit Omi alleine bist, aber mit 16 Monaten schon in die Krippe müssen".
      Habe meiner Mutter daraufhin gesagt, dass ich es unfair finde mir damit ein schlechtes Gewissen zu machen.
      Ich würde auch gerne noch länger zuhause bleiben, aber manchmal ist es eben auch eine Frage des Geldes.
      (hierzu: wir haben vor zwei Jahren ein Haus gekauft und bewusst einen recht hohen Abtrag gewählt um nach 19 Jahren fertig zu sein)

      Meine Schweigermutter hatte sich die Tage auch erkundigt mit wie vielen Stunden ich wieder starten will. Ich habe gesagt es seien 30. Da ich im Schichtdienst arbeite, verteilt sich das aber auf drei Tage unter der Woche und alle zwei Wochen einen 2 Stunden Dienst am WE).
      Sie war dann ganz verwundert, dass die Kleine dann aber trotzdem von Mo-Fr gehen soll (wohlgemerkt nur von 8-12 Uhr)

      Ich selber denke mir, dass eine Regelmäßigkeit vermutlich besser ist, als wenn sie mal einen Tag geht und dann wieder nicht. Da kommen doch zwangsläufig später Diskussionen auf "Warum muss ich heute gehen?"

      Und dann noch diese ständigen Vergleiche mit meiner Schwägerin die seit 4,5 Jahren zuhause ist und sich nur um die Kinder kümmert.
      Dass da ganz andere Voraussetzungen walten, weil sie den Hof der Eltern übernommen haben, keine Miete zahlen müssen und mein Schwager sich seine Zeit größtenteils selber einteilen kann, das zählt alles nicht.

      Mich stört es einfach, dass mir ständig erfolgreich ein schlechtes Gewissen gemacht wird und mich die Situation mittlerweile selber schon traurig macht, dass sie so "früh" gehen muss.
      Dabei weiß ich, dass es für Kinder keinesfalls "schädlich" sein muss, vorm dritten Lebensjahr fremdbetreut zu werden und meine Mutter müsste es auch wissen, denn mein in den USA lebender Neffe musste schon nach den 8 Wochen Mutterschutz zu einer Tagesmutter und ist auch ein lebhaftes, zufriedenes Kleinkind mittlerweile.

      Werdet ihr für eure Entscheidung auch öfter mal kritisiert? Wie geht ihr damit um? Ich versuche es zu ignorieren oder sage dann auch mal was, aber es ärgert mich selber, dass es mich wirklich trifft.

      Ich wünsche euch einen schönen Sonntag....danke fürs Lesen- alleine das Aufschreiben und formulieren tat mir schon gut.

      • Guten Morgen,

        kenne ich leider zu gut. Ich vermute, du kommst, so wie ich, auch aus dem Westen Deutschlands. Sonst hättest du dich vor deiner Familie nicht rechtfertigen müssen. Für alle meine Arbeitskolleginnen aus den neuen Bundesländer ist eine frühe Kinderbetreuung gar keine familiäre Grundlage für Diskussionen. Und meine französischen Kolleginnen sind alle auch nach dem Mutterschutz schon arbeiten gegangen. Die finden es sogar befremdlich, dass wir Deutschen unsere Kinder so lange zu Hause lassen.

        Das ist einfach noch in den Köpfen unserer älteren Generation drin - und nicht nur das - wurde auch in den Köpfen unserer Generation eingepflanzt. Ein Kind gehört einfach mindestens 3 Jahre komplett zur Mutter.

        Für mich liegt die Wahrheit bzw. die Meinung irgendwo in der Mitte. Ich hätte mein Kind nicht vor ihrem 12. LM in die Krippe bringen können. Das wäre für mich zu früh gewesen. Ich hätte meine Tochter, auch wenn ich die Option gehabt hätte, nicht bis zum 3. Lebensjahr zu Hause gelassen.

        Bei solchen Diskussionen verweise ich gerne auf unsere Nachbarländer wo eine frühe Krippenbetreuung schon seit Jahrzehnten gegeben und gehandhabt wird und der Frage ob die Diskussionsstarter glauben, dass alle Ostdeutschen, Franzosen, Schweden, Finnen - verhaltens- und bindungsgestört sind oder Ihre Eltern weniger lieben.

        Jetzt ist meine Tochter 6 Jahre alt und genauso "normal" wie Kinder, die mit 3 Jahren in den Kindergarten gegangen sind, dass ich solche Gespräche nicht mehr führen muss.

        • Das ist tatsächlich ein Problem von Westdeutschland und Ostdeutschland. Hier würde dich keiner schief angucken, wenn du nach einem Jahr wieder arbeiten gehst. Hier ist es eher andersrum. Du wirst schief angeguckt, wenn du nach einem Jahr noch immer daheim bist.

          Lass dir kein schlechtes Gewissen machen, die meisten Kinder finden es prima, in den Kindergarten zu gehen. Aber liegt sicher auch daran, dass es hier nicht wirklich in Frage gestellt wird und die meisten Eltern dahinter stehen und irgendwie alle Kinder im Kindergarten sind.

          Ich frage mich auch, wie es dann werden soll, weil ich einfach einen sehr langen Fahrweg habe, aber ich habe noch einen Papa für das Kind mit sehr humanen Arbeitszeiten und mein Chef stellte mir bei der Weihnachtsfeier auch homeoffice in Aussicht. Also irgendwie wird es gehen, dass der kleine nicht zu kurz kommt und dein Kind wird auch nicht zu kurz kommen, zumal eure Betreuungszeiten doch sehr angenehm sind.

      Frag doch mal die Großeltern ob sie statt dessen das Kind in der Zeit nehmen?

      Manchmal kann man es sich halt nicht aussuchen.Ich finde es unfair was sie machen.

      Meine Tochter kam nach 1 Jahr in die Krippe und es war echt hart. Mir wäre es lieber gewesen sie hätte zumindest schon laufen können.

      Ich denke du hast zwei möglichkeiten. entweder es ist wirklich nur blödes dahergerede dann spricht mit ihnen. Sag ihnen dass es dich verletzt und ob sie nicht verstehen warum du das machen "musst" und ob sie dir denn eine Patentlösung anbieten können um die Krippe zu "umgehen".

      Oder sie sind einfach so. Dann hilft nur auf Durchzug schalten.
      Meine Tochter ging von Anfang an sehr gerne in die Krippe und fühlt sich sehr wohl dort. Sie hat dort unheimlich viel gelernt, wird gefördert und ich finde sie nimmt da unheimlich viel mit - auch weil sie ein Einzelkind ist.
      Sie ist jetzt 2,5 Jahre und kommt im Sommer in den Kindergarten.

    • Guten Morgen,

      ich kann gut verstehen, dass dich diese Kritik von deinen Familienangehörigen trifft! Das ist mir zum Glück nicht passiert.
      Leider wird man heute (egal von welcher Seite) sehr gerne belehrt oder kritisiert. Das sieht man doch sogar hier im Forum. Man kann es gar nicht richtig machen. Arbeitet man nicht und bleibt mehrere Jahre beim Kind ist man eine Übermutter oder faul, arbeitet man ist man eine gewissenlose, karrieregeile Rabenmutter, die ihr Kind in die Fremdbetreuung abschiebt ;-).

      Daher mein Rat: Steh zu deiner Entscheidung, lass dir kein schlechtes Gewissen machen und dich auf keine Diskussionen ein! Ganz wichtig - verbitte dir auch so mitleidsbezeugende Äußerungen wie "Du armes Kind musst so früh in eine Krippe" etc. gegenüber deiner Tochter, denn sowas bleibt beim Kind vielleicht doch irgendwie hängen und vermittelt von Anfang an einen unnötig bitteren, negativen Beigeschmack. Erzähl deiner Tochter, dass sie jetzt bald jeden Morgen mit anderen Kinder spielen darf und viele lustige Sachen erleben wird. Selbst wenn sie noch nicht alles verstehen sollte, stimmt es sie (und auch dich) positiv darauf ein.

      Ich kann dir ja mal von meinen Erfahrungen berichten. Ich bin Lehrerin (arbeite glücklicherweise nur teilzeit) und wir haben 4 Kinder (13, 11, 6 und 3) und "alle Modelle durch".

      Kind 1 war bis zum Kindergarteneintritt mit 3 Jahren bei und mit mir zu Hause. Es hat uns beiden gefallen und ich hielt es für das absolute Optimum.
      Kind 2 ging mit 19 Monaten für 3 Tage die Woche vormittags in eine Großtagespflege (es hatten sich 3 Tagesmütter mit eigenen Kleinkindern zusammengeschlossen und in einer von der Stadt gestellten Wohnung bis zu 10 Kinder betreut). Ich hatte vorher auch ein schlechtes Gewissen (das ich mir aber nur selbst gemacht habe). Völlig umsonst!! Mein Sohn hat es geliebt und er hat sehr davon profitiert. Es wurden dort auch Sachen gemacht, die ich ihm so nicht geboten hätte. Wir hatten vor kurzem eine Foto in der Hand, da saß er mit 5 anderen Kleinkindern, die wie er alle nur eine Windel anhatten, in einem mit Folie ausgelegten Zimmer und sie durften großflächig mit Farben rumschmieren (eigentlich sollten nur die auf dem Boden befindlichen Blätter angemalt werden ;-) ). Mit 2,5 Jahren wechselte er dann in den Kindergarten.
      Kind 3: kam mit 24 Monaten in die Krippe. 5 Tage die Woche von 7 - 13 Uhr. Er ging von Anfang an sehr gerne und schwärmt zum Teil noch heute vom "kleinen Kindergarten".
      Kind 4 kam mit 13 Monaten in die Krippe. Auch 5 Tage die Woche von 7 - 13 Uhr. Hier hatte ich wieder ein schlechtes Gewissen. Er war ja doch noch recht klein. Aber auch ich musste nach einem Jahr aus finanziellen Gründen wieder arbeiten (Hauskauf). Geplant war eine langsame Eingewöhnung. Aber auch unser Jüngster hat es von Anfang an geliebt in der Krippe zu sein und blieb sehr!! schnell alleine dort. Mittlerweile ist er 3 und in die Kindergartengruppe gewechselt. Er geht immer noch sehr gern dorthin.

      Vielleicht hatten wir nur Glück, aber ich kann sagen, dass ich wirklich überhaupt keinen Nachteil in einer früheren (halbtägigen) Fremdbetreuung erkennen kann.

      Dir alles Gute und lass dich nicht verunsichern!

      LG

      Mian

      PS: Eventuelle Fehler bitte ich zu entschuldigen, aber um mich rum tobt der Bär (bzw. vier Kinder), denn heute haben ja alle Betreuungseinrichtungen wie Schule und Kiga geschlossen ;-).

      Hallo und guten Morgen,
      ich arbeite in einer Kita und betreue die "U3" Kinder.Ich hatte in den letzten 6 Monaten 4 Kinder,die in der Eingewöhnungsphase gerade mal 11 Monate alt waren;demnächst kommen nochmal 5 dazu,genauso so jung.
      Ich kenne es auch selten anders;die meisten Mütter bleiben "nur" ein Jahr zuhause um eben finanziell beizeiten wieder gut gestellt zu sein.
      Natürlich machen so kleine Kinder am Anfang oft einen hilflosen Eindruck,weil sie meistens noch krabbeln und sich außer Weinen noch nicht gut mitteilen können,aber die Gruppendynamik ist enorm...nach 2,3 Monaten können sie dann schon Sachen,das glaubt man vorher nicht:-).
      Die Mütter der letzten Kinder waren sehr sentimental und haben auch hin und wieder geweint und immer wieder die Frage ihrerseits .. Ob es nicht doch zu früh war...nein,alles im Rahmen!
      Also,mach dir bitte keine Gedanken,dein Kind ist weder zu jung noch ist es verwerflich wieder arbeiten zu gehen...und übrigens,behalte die Bringzeit von Mo-Fr gern bei,das ist in der Tat nicht unwichtig für die Kinder!

      Alles Gute, LG S.

    • Frag deine Mutter und die Schwiegermutter ob sie dir Geld geben würden wenn du zu Hause bleibst. Mach DU den ein schlechtes Gewissen nach dem Motto: jaaaa, ich weiß, ich finde es auch sooo fürchterlich wenn ich dann nur die finanzielle Unterstützung meiner Eltern hätte.... Aber mit fehlen dann xxxx Euro, ihr würdet es bestimmt nicht übernehmen wollen, oder...?

      K

      (8) 15.01.17 - 11:28

      Man kann es als Mutter wirklich nicht jedem Recht machen in der Betreuungsfrage. #augen

      Ich habe es ähnlich gemacht wie du, allerdings 25 Stunden gearbeitet und mein Sohn geht von 8-14:00 Uhr. Von der Frage warum ich überhaupt ein Kind bekommen habe wenn ich mich nicht selbst drum krümmer über große Verwunderung warum ich studiert habe bloß um dann " nur" Teilzeit zu arbeiten habe ich mir schon alles anhören dürfen..

      Da muss man einfach drüber stehen. Für uns hat es genau so gepasst und die Krippe hat meinem Jungen überhaupt nicht geschadet.

      Wenn du erstmal merkst das euer Alltag läuft und dein Kind gerne in die Krippe geht ist dir nicht mehr wichtig was andere darüber denken.

      Also ignorier die blöden Sprüche, bald stören sie dich nicht mehr..

      #winke

      Hallo,

      Ich bin Erzieherin in einer Krippe und finde 15 Monate sind noch einmal viel besser als mit 11/12 Monaten.

      Da können Sie meist schon laufen und außerdem hast du viel Zeit für die Eingewöhnung ....das ist doch prima.

      Von 8-12 Uhr sind super Zeiten... deine Tochter ist vier Stunden am spielen und entdecken und danach hat sie dich.... wunderbar...!

      Sie regelmäßig jeden Tag hinzubringen ist wichtig.... gerade in der Eingewöhnung. Und wie gesagt bei vier Stunden brauchst du dir keine Sorgen zu machen.

      LG Kerstin

      Das ist rin Generationen Problem.

      In den 70er und 80er Jahren war es in Westdeutschland üblich dass frsurn zu Hause blieben .Und es hätte such gar nicht die Möglichkeit gegeben die Kinder ganztags betreurn zu lassen, viele Frauen wären vielleicht auch gerne arbeiten gegangen, hatten aber gar keine Wahl aufgrund nicht vorhandener Betreuung.
      Ist vielleicht auch etwas Neid dabei ?
      Ich oute mich jetzt hier mal :ich hab nach 4 Montaten wieder mit 30 Stunden angefangen und bin dann ein halbes Jahr später auf 40 Stunden hoch.
      Meine Tochter wsr von 7.00 bis 16.00 in der Krippe, als ich auf 40 Stunden hoch bis sogar bis 17.00. Hab ja auch noch Fahrtzeiten abzudecken.

      Wenn mein Mann Zeit hatte, hat er sie früher abgeholt.

      Jetzt ist sie 7 und geht bis 17.30 in die Ganztagsschule.

      Kritik kam auch von meiner Mutter, aber das legt sich und da ich selbst dahinter stand, konnte ich diese Kritik auch gut einstecken und einordnen.

      Sagen darf man ja was man denkt wenn es nicht beleidigende Dinge sind.
      Meine Mutter hat sich halt Sorgen gemacht, weil frühe Fremdbetreuung in ihrem Leben nie ein Thema war und sie ihr Enkelkind da in " Gefahr " sah....

      Hey,

      also erstens finde ich muss du dich nicht rechtfertigen und zweitens lass dir kein schlechtes Gewissen machen!!!!

      Ich wollte ursprünglich mal 2 Jahre zu hause bleiben. Meine Tochter ist dann aber auch mit 17 Monaten zur TaMu gekommen und wir hatten auch 2 Monate für die Eingewöhnung und als sie 19 Monate alt war bin ich wieder arbeiten gegangen.
      Meine Tochter und mir hat das total gut getan. Meine Tochter ging und geht super gerne zur TaMu und profitiert davon und ich gehe gerne arbeiten und mir tut das rauskommen auch total gut.
      Ich gehe auch 30 Stunden arbeiten aber verteilt auf 5 Tage.

      Hallo!

      Ich denke nicht, dass Du dich von Mutter/Schwiegermutter/einer anderen Person verunischern lassen solltest.
      Der einzige, mit dem Du hier einer Meinung sein solltest, ist dein Mann. Dies scheint ja der Fall zu sein, da du vom Haus und selbstgewählten hohen Raten geschrieben hast und Ihr somit euch bewusst dazu entschieden habt, 2 Gehälter zu benötigen.

      Ich wohne in einem Land, da hat man genau 2 Möglichkeiten:
      Man nimmt Elternteit in Form von TZ: Man fänkt nach 2 Monaten (respektive 3 falls man stillt) wieder 20h/Woche an und hat somit Recht auf 1 Jahr Elternzeit in Teilzeit.
      Man nimmt Elternzeit zu 100% und hat somit nach den 2, respektiv 3 Monaten, Recht ganz in Elternzeit zu gehen, das aber dann nur für 6 Monate.

      Somit gehen hier Kinder ab dem 3.Monat oder spätestens ab dem 9.Monat in eine Fremdbetreuung. Andernfalls kann man als Mutter sich dazu entscheiden seine Job zu kündigen, aber bei den hier vorhandenen Immobilienpreisen kann man es sich als Paar mit Kind nicht leisten, nur auf 1 Einkommen zu setzen..

      Ich finde es super, dass du 16 Monate bei deinem Kind bleiben konntest. Du fänkst ja zudem nicht mit 40h/Woche an und wirst trotzdem viel Zeit mit deinem Kind verbringen.

      Lass Dich nicht verunsichern und steh zu deiner Entscheidung.

      Alles Liebe,
      emma87lux

      Hallo,

      Lass Dich nicht verunsichern, hier müsstest Du Dich nicht rechtfertigen.
      Hier kommen die meisten Kinder mit 1-1,5 Jahren in die Kita und das nicht nur von 8-12, mit 2 sind es eher nur einzelne Kinder, mit 3 so gut wie keine, die Mütter arbeiten hier so gut wie alle.

      Ich habe 5 Kinder, als meine ersten 2 inzwischen schon erwachsenen Kinder noch klein waren, wohnten wir noch in Bayern. Mein Ältester kam dort trotzdem mit 1,5 zur Tagesmutter, nach einem Umzug mit 2 in die Kita, weil ich wieder arbeiten ging. Der Zweitälteste kam erst mit 3,5 in den Kiga, weil auf Grund seiner Behinderung früher leider kein Platz zu bekommen war, ich hätte ihn gern schon früher in eine Kita gegeben, ging arbeiten.

      Meine 3 Jüngsten kamen mit fast 2,5, mit 1,5 und mit fast 2 in die Kita.

      Zu früh ist für mich vor dem 1. Geburtstag, aber mit 1-2 Jahren sehe ich es deutlich entspannter.

      Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Eingewöhnung deutlich leichter verläuft, wenn ein Kind unter 2 Jahren ist.
      Meine 2 Jüngsten taten sich viel leichter, als mein Dritter, der erst mit 2,5 in die Kita kam.

      Es gibt sehr lebhafte Kinder, denen es gut tut wenn sie nicht erst mit 2 oder 3 in eine Kita kommen, das kommt auch aufs Kind an.

      Mein Dritter tat sich mit 2,5 sehr schwer mit der Eingewöhnung, ist ein
      Wilder, ihm und mir hätte es gut getan, wenn er mindestens 1/2 Jahr früher in die Kita gekommen wäre.

      In der Kitagruppe meines Jüngsten ist jetzt im Januar ein kleiner Junge dazu gekommen, im Dezember hatte er den 1. Geburtstag, die Mama arbeitet wieder, also kein schlechtes Gewissen einreden lassen.

      LG
      Anja

      Ich möchte euch allen für eure Antworten danken!
      Vorab möchte ich auch nochmal schnell klarstellen, dass sowohl meine Mutter als auch meine Schwiegermutter keine Unmenschen sind und ich zu beiden einen guten Kontakt pflege.
      Nur, vor allem, meine Schwiegermutter lebt in Sachen Kindererziehung halt noch in der Zeit, in der ihre Kinder klein waren.
      Vieles lässt sich auf heute auch gut übertragen und ist mir ein guter Ratschlag, anderes aber eben nicht.

      Sowohl meine Schwiegermutter als auch meine Eltern arbeiten noch (meine Eltern im Schichtdienst), so dass ich auch nicht verlässlich auf sie bauen kann, was die Betreuung angeht.
      Aber das möchte ich auch eigentlich gar nicht bzw. war unser Plan immer so, dass wir alles alleine gewuppt kriegen und wenn uns dann doch mal jemand entlasten kann oder uns eine Feier am Wochenende ermöglicht etc, dann freuen wir uns darüber.

      Ich nehme für mich mit, dass ich mich für meine Entscheidung nicht schämen oder grämen muss. Das Geld flattert eben nicht von allein ins Haus.

      Danke auch an diejenigen, die mir von ihren Erfahrungen geschrieben haben. Das stimmt mich alles sehr positiv.
      Unser Kind wächst in einer großen Familie auf und ist von kleinauf viele Menschen und Trubel um sich herum gewöhnt. Es wird schon alles gut gehen :-)

      hi,

      großsohn war ein halbes jahr alt, als ich wieder anfing zu arbeiten--betreut hat ihn mein mann an seinen freien tagen, trotzdem hat meine mutter gift und galle gespuckt #augen klaro, sie hat ja auch nie wirklich gearbeitet....
      8-12 finde ich völlig o.k. mein jüngster musste mit 7 monaten zur tagesmutter, weil ich schwer krank wurde und lange zeit im krankenhaus war. er ist von allen 3en der selbstbewussteste und pfiffigste--ob es an der fremdbetreuung lag, kann ich natürlich nicht sagen. aber geschadet hat es ihm in keinster weise und er ist total schmusig und wir haben ein inniges verhältnis zueinander.

      lg

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