Meine Eltern interessieren sich nicht für mein Kind

    • (1) 28.01.17 - 10:38

      Hallo liebe Mamis...!
      Ich bin gerade in ein emotionales Loch gefallen. :(

      Gestern hab ich meine Eltern zufällig getroffen und sie haben sich wieder 0 für meinem Sohn interessiert. Das ist sogar meiner Freudin aufgefallen die dabei war.

      Mein Kind ist nicht mal 1 Jahr alt... Ich habe inzwischen eingesehen das meine Eltern mich mit dem Baby im Stich lassen. Sie wohnen im selben Ort, kommen weder zum Kaffee, noch unterstützen sie mich wenn ich mal was erledigen müsste. Selbst als ich krank war und mein Baby damals kaum noch halten konnte sind sie nicht gekommen.

      Mir tut das für meinen Sohn so leid. :(

      Mir kommt es vor als würden sie mein Baby nicht mögen.

      Ich hab sie auch schon drauf angesprochen aber da sagen sie immer das stimmt nicht.

      Sie würden bald mal zum Kaffee kommen... Aber es kommt nie jemand.

      Auch keine Anrufe...

      Seit ich mein Kind hab suchen sie das weite und wenden sich von mir ab...

      Kennt das jemand?
      Die Schwiegereltern kann ich auch in ser Pfeiffe rauchen...

      Das tut so weh :(

      LG Totoro

      • (2) 28.01.17 - 10:45

        Es liest sich so, als müssten deine Eltern von selbst darauf kommen, dass und auch wann du sie brauchst. Hast du sie explizit darum gebeten, zum Termin x zum Kaffee zu kommen oder an tag y auf dein Kind aufzupassen, weil du krank bist? Wenn nicht, ist es kein Wunder, wenn sie nicht kommen. Du musst klar formulieren, wann du Unterstützung von Ihnen brauchst. Du willst etwas von ihnen, deshalb musst du ihnen sagen wann du sie wozu brauchst.

        • (3) 28.01.17 - 11:02

          Nein, ich hab explizit darum gebeten mir zu helfen weil ich zB krank bin.
          Mein Papa der immer zuhause ist, hatte leider leider soviel zu tun... Briefe schreiben und meine Mutter hatte auch was anderes vor.

          Ich rufe immer an und sage, " hey komm am Dienstag um 14 Uhr zum Kaffee" der Kleine freut sich wenn ihr kommt. Dann gehen die Ausreden los...

          • (4) 28.01.17 - 12:25

            Nur ein Spontaneinfall: frag doch mal, wann es deinen Eltern passt, wann sie Zeit haben, statt konkret was vorzuschlagen. Oder frag erst: Dienstag um 14 Uhr? Und wenn es dann heißt, dass es dann nicht geht, frag weiter: Wann ginge es diese Woche denn bei euch? Vielleicht haben sie ja wirklich ständig keine Zeit. Komisch find ich das aber dennoch. Ich würd da aber viel offensiver sein.

            Ansonsten kann ich dir leider keine Tipps geben, ich kenne exakt diese Situation mit meiner großen Schwester, bei der komischerweise seit Monaten immer die Kinder krank sind, wenn man mal was machen will... Fühl dich also einfach mal gedrückt :(

      Na interessant wäre es doch zu wissen, wie euer Verhältnis vor dem Baby war. Standet ihr euch nahe? Kamen regelmäßige Anrufe und Kaffee Verabredungen? Wenn nein, kannst du das jetzt auch nicht erwarten, wo du Nachwuchs hast. Dann scheint ja nämlich schon vorher irgendwas anderes schief gelaufen zu sein.

      Wie dem auch sei, meinst du nicht, dass sie eher ein Problem mit dir haben, als mit dem Baby? Also ist zwischen euch irgendwas vorgefallen?

      (6) 28.01.17 - 11:15

      Mit meiner Schwiegermutter exakt das selbe. Nie ein Anruf und auch nur die Frage ob sie unseren Sohn sehen kann oder ob wir zu ihr kommen. Sie kommt auch nicht zu uns. Nach 3 Monaten habe ich einen haken dran gemacht seitdem lebt es sich besser. Die Frau existiert für uns überhaupt nicht mehr.

      Du kannst niemanden zwingen. Vor allem nicht um zu helfen. Du wirst lernen müssen, die Situation so zu akzeptieren wie sie ist. Der Schmerz und die Enttäuschung darüber wird besser.

      • (7) 28.01.17 - 11:48

        Es tut weniger weh, wenn du lernst, damit zu leben.
        Jedes Mal, wenn ihr Kontakt habt, ärgerst du dich.
        Lass es. Wenn sie selber drauf kommen, gut. Wenn nicht, lebst du ruhiger.
        Gewöhne dir an, zu denken "Wenn ich nichts höre, höre ich nichts Schlechtes."

    (8) 28.01.17 - 12:01

    Versuch es von der positiven Seite zu sehen... du musst dir später auch nicht sonderlich viel Mühe beim Aussuchen des Pflegeheims zu geben. Oder kannst schön zur Wellnessmassage statt die Eltern mit Oberschenkelhalsbruch im Krankenhaus zu besuchen.
    Die eigenen Kinder groß zu ziehen ist eine Verpflichtung, alles danach ist freiwillig und wer nicht will, der hat wohl schon... und braucht sich dann später auch nicht wundern, wenn er mal Hilfe braucht.

    (9) 28.01.17 - 12:09

    Zwar traurig, aber nicht zu ändern. Manche Familien haben gar keine Omas und Opas in der Nähe, die aushelfen können oder manche sind schon verstorben. Das Leben geht trotzdem weiter und es gibt auch keine Verpflichtung, dass Großeltern generell als Babysitter einspringen müssen.

    Was gibt es denn für eine Vorgeschichte bei euch? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr vor dem Kind ein herzliches, familiäres 'Verhältnis hattet.
    Oder waren sie mit deinem Mann nicht einverstanden?

    Dass sie dein Baby nicht mögen, halte ich für sekundär. Sie haben ein Problem mit dir, denn das Baby merkt in dem Alter nicht, ob Oma und Opa präsent sind oder nicht oder einmal im Jahr zum Kaffee trinken vorbeischauen. Wie haben sie denn auf deine Schwangerschaft und die Geburt reagiert?

    (10) 28.01.17 - 14:38

    hallo totoro,
    mal andersherum gefragt: wie oft fährst du zum kaffee hin? wie oft greifst du deinen eltern unter die arme, hilfst mal, zeigst interesse, bringst deine zeit ein?
    wie war das vor der geburt, hast du da interesse an ihrem leben gezeigt?
    ich wundere mich manchmal (das hat jetzt mit dir nichts zutun!), oft leben eltern ihr leben, die kinder mit ihren partnern ebenso. kommt dann ein baby, wird erwartet, dass die großeltern aufspringen, hilfe anbieten, kinderbetreuung übernehmen, ihre prioritäten komplett beim enkel liegen.
    in manchen fällen ist das so, aber man sollte sowas nicht erwarten.
    das ganze ist ein geben (!) und nehmen im idealfall - beiderseits (!) VOR dem baby und danach.
    deine eltern haben ihr eigenes leben, vielleicht noch arbeit, hobbys, ihre routinen. vielleicht können sie mit so kleinen auch nicht unbedingt etwas anfangen, sondern erst ab kindergartenalter. nur weil sie dich großgezogen haben, heißt das nicht, dass sie in babys vernarrt sind.
    bau dir dein betreuungsnetz aus anderen personen und höre auf, zu erwarten! dann freut es dich, wenn sie doch mal vorbeikommen und vielleicht etwas mit junior anfangen können.
    alles gute!

    • " die kinder mit ihren partnern ebenso. kommt dann ein baby, wird erwartet, dass die großeltern aufspringen, hilfe anbieten,"

      VORSICHT, das kann aber auch sofort als "übergriffig" ausgelegt werden! Die meisten Omas (wie ich auch) lieben Babys zum Knuddeln, Liebhaben und auch brüllend zu trösten.
      Aber - wieviele Mütter geben sie die ersten Jahre ohnehin nicht aus der Hand und schon die Nachfrage der Oma ist grenzüberschreitend#schwitz
      Wenn die Schwiegertöchter nicht genau sagen, was sie möchten, ist es als Oma schwierig bis unmöglich, das Richtige zu tun. Riechen kann man es nicht.
      Töchter sind da doch pflegeleichter ;-)
      LG Moni

(12) 28.01.17 - 14:58

huhu,

du hast genau 2 möglichkeiten:

1. du akzeptierst die gegebenheiten wie sie sind

oder

2. du hälst abstand von diesen menschen und meldest dich nicht mehr

ich habe punkt 2 als lösung gewählt und lebe seit 3,5 jahren sehr gut damit.

lg

(13) 28.01.17 - 16:43

Hi,

das ist echt blöde, besonders weil man als Kind ständig die Eltern unterstützt, kocht wenn sie krank sind, händchen haltend am Krankenbett liegt und auch immer Kuchen am Wochenende vorbei bringt und das, ohne dass sie etwas sagen müssen.

Dann ist es natürlich super ätzend, wenn nichts zurück kommt, wenn man ein Baby hat.
Besonders, weil das Verhältnis vorher super eng und perfekt war.

lg
lisa

  • (14) 20.02.17 - 20:16

    Herzlichen Glückwunsch, du bist die Gewinnerin zum "Sarkasmus der Woche".

    Vielleicht möchtest du noch den "Senf des Monats" dazu geben. Zu gewinnen gibts einmal den "Zonk".

(15) 28.01.17 - 19:22

Ich verstehe dich und finde die Antworten die hier teilweise kommen unter aller Sau.
Also für mich ist es selbstverständlich, dass wir unsere Tochter später unterstützen, wenn sie uns bittet. GANZ EGAL wie der Umgang vorher war.

Übrigens liegt eine schlechte Beziehung zu den eigenen Eltern meist genau an diesen und deren Erziehung.
Ich finde nicht, dass man als Elternteil da sagen darf "du betüddelst uns nicht, also betüddeln wir dich nicht". Was ist denn das für eine Einstellung?
Man sollte seinem Kind immer helfen, das endet nicht mit dem Auszug des eigenen Nachwuchses!

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