Eltern, Schwiegereltern und Co...

    • (1) 28.01.17 - 12:29

      Hallo zusammen,

      eigentlich wird das ein Silopo, aber das brennt mir schon lang unter den Nägeln und aufgrund der aktuellsten Eltern/Schwiegerelternposts muss ich es jetzt mal los werden. Und vorab: das Post richtet sich nicht an diejenigen, die Gewalt, Missbrauch etc in der Familie erfahren haben!

      Ich lebe mit meiner Schwiegermutter in einem Haus, getrennte Wohnungen. Und ja verflixt, manchmal geht sie mir über die Maßen auf den Senkel. Sie ist viel älter als meine eigene Mutter, hat manchmal wunderliche Ansichten und früher hat man vieles anders gemacht. Manchmal schüttel ich den Kopf und frag mich, ob sie noch alle Tassen im Schrank hat.

      Umgekehrt übrigens genauso. Manchmal völliges Unverständnis, warum wir wie Handeln, wie wir unsern Tag gestalten etc...

      Ich für meinen Teil wollte niemals mit irgendeinem Eltern- oder Schwiegerelternteil zusammen leben - aber Leben ist bekanntlich das was passiert, während man andere Pläne macht. Und so sehr ich mich manchmal ärgere - ich bin froh diesen Schritt gegangen zu sein. Und das, obwohl wir uns noch nicht mal sonderlich gut verstanden haben. Das größte Kompliment an mich war, als sie am Telefon zu einer Bekannten sagte, dass wir uns inzwischen doch ganz gut verstehen.

      Aber: sie liebt unsere Söhne, unterstützt uns nach allen ihren Kräften, passt auf die Kinder auf, wenn man sie drum bittet. Macht mir seit Nr. 2 auf der Welt ist meine ganze Wäsche - früher hätte ich gesagt never ever, heute bin ich einfach dankbar um die Hilfe und darum, dass ich sie annehmen kann.

      Dafür koche ich oft für sie mit, wir essen in der Regel gemeinsam zu Mittag, ich bringe ihr was vom Einkaufen mit und erledige Dinge online, für die sie lange hätte in der Gegend rumfahren müssen.

      Wir sagen uns, was und nicht passt,, nicht immer zum richtigen Zeitpunkt und nicht immer im richtigen Ton - aber wir vertragen uns wieder.

      Ich finde es schade, dass gefühlt jeder zweite den Kontakt zu Eltern/Schwiegereltern abbricht, auch wenn's mal anstrengend ist, die jeweils andere Seite nervt und man sie mal auf den Mond schießen möchte. Man kann mal mehr, mal weniger Kontakt haben, sich besser und schlechter verstehen ' aber immer einen auf beleidigt machen und den Kontakt abbrechen?

      Hat für mich sowas von Wegwerfgesellschaft...

      Wie gesagt, das wollte ich einfach mal los werden.

      • Ich finde es sehr schön auch mal sowas zu lesen :-)

        Auch ich habe meine Problemchen mit meiner Schwiegermutter, aber sie ist trotzdem die Mutter meines Mannes und ohne sie wäre mein Mann nicht mal auf der Welt. Deshalb sollte man auch einfach mal dankbar sein.

        Ganz liebe Grüße #blume

        Hallo
        Ich verstehe was du generell meinst und sehe einiges ähnlich, ich denke auf der anderen Seite aber auch das der Kontakt in vielen Familien zwanghaft irgendwie erhalten wird weil man es halt so macht, sind ja die Eltern,Geschwister,... Es braucht dafür ja nichtmal richtig schlimme Sachen wie Gewalt etc. Oft sind es doch auch viel längere Geschichten die Außenstehende überhaupt nicht ins Detail kennen. Und ganz ehrlich, da finde ich es besser den Arsch in der Hose zu haben und zu schauen was Sinn macht (kenne zB. eine Familie in denen sich der Kontakt auf die Enkelkinder beschränkt, es sind tolle Großeltern aber was zwischen Kindern und Eltern vorgefallen ist...) bevor auf Schein Friede Freude Eierkuchen Familie gemacht wird die nichts anderes als "Pflicht" ist.
        Manchmal muss so eine Entscheidung auch getroffen werden um die Kinder und sich selbst zu schützen. Meine noch Schwiegereltern haben ihre Enkel sicher lieb, sie haben weder geschlagen noch sonst was, sie haben aber einen Wandel durch gemacht den wir als gefährlich ansehen und wollen/können nicht verantworten was sie abziehen. Es ist schade, wir haben uns immer gut verstanden aber so ist das Leben wohl.
        Es war für uns alle ein Befreiungsschlag einen Schlussstrich zu ziehen. "Wenn's mal anstrengend wird..." ist also ziemlich leicht gesagt find ich. Ich persönlich kenne auch niemanden der den Kontakt abgebrochen hat weil es Süßigkeiten gab,etwas kritisiert wurde,...

        LG

        Hallo!

        Ich weiß was du meinst und finde es gut, wenn du es so kannst.

        Viele Leute sind in meinem Leben gekommen und gegangen. Und manchmal hat es weh getan. Allerdings bin ich der Meinungr, dass wenn ich mit jemandem nicht zurecht komme, egal ob Familie oder nicht, meide ich diese Personen eher.

        Ja, es ist Familie aber deshalb muss ich mir das nicht geben, wenn ich damit nicht klar komme.

        Wenn es fremde wären, würde ich auch gehen. Daher sehe ich da nicht zwingend einen Unterschied zwischen Familie oder sonst irgendwelchen Personen die ich kennenlerne. Ich finde das Leben zu kurz und zu kostbar um mich mit Menschen zu umgeben die ich nicht mag. Das muss ich im Berufsleben und kann es mir daher im Privatleben zum Glück selber aussuchen.

        Schont meine und die Nerven der anderen ;-)

        LG
        Helgs

      • Da muss ich wirklich mal nachfragen, ob Du hier bei Urbia das Gefühl hast, dass jeder zweite den Kontakt abbricht oder ist das bei Dir auch im Reallife so?

        Ich erlebe das ehrlich gesagt nur hier so extrem. Bei mir im Umfeld ist der komplette Kontaktabbruch eher selten bis gar nicht.

        Mir ist aber auch bewusst, dass sich hier nur diejenigen melden, die Probleme haben und das aus mindestens drei Ländern. Also sehr grob geschätzt ist das prozentual auch nur ein verschwindend geringer Teil. Da gleich von Wegwerfgesellschaft zu sprechen, halte ich für sehr dramatisierend.

        Freut Dich doch einfach, dass Du und Deine Schwiegermutter ein ganz normales Verhältnis habt.

        Eines Tages stirbt dann die Mutter/der Vater. Ist man dann als Tochter/Sohn wirklich glücklich, das sie endlich weg sind? Oder bleibt doch Bitterkeit darüber, dass man unversöhnt auseinandergegangen ist? Das sind dann die Kinder, die mit den grössten Gebinden am Friedhof stehen und man sich denkt, hättest du sie/ihn lieber mal früher besucht. Hab ich alles schon erlebt, und nicht nur einmal. LG Moni

        • Für meinen Vater tut es mir auch leid, aber an ihn ist kein rankommen, dazu hat er zuviel gehirnwäsche durch meine mutter erhalten. zum schluß hat er nur noch nachgeplappert, was meine mutter ihm vorgehetzt hat.
          meine mutter ist eine bösartige hexe...ich trauere um meine mutter, wie sie in den seltenen augenblicken war und um ein "mutterbild", was ich so einfach nicht haben kann.

          • Ich gehe dabei (wie die TE) auch nicht von wirklich schweren Fällen aus, die es unbestritten gibt, sondern von denen, wo recht schnell und unbekümmert Kontakte einfach abgebrochen werden(oder dazu geraten wird), nur weil man mal anderer Meinung ist oder die Oma dem Enkelchen "zu früh" einen Löffel Pudding füttert oder ähnliche "Verbrechen". Ich habe in den 10 Jahren meines Hierseins schon Dinge gelesen, die kein normaler Mensch nachvollziehen kann. Standardbegriffe wie "übergriffig" und "sofort Kontakt abbrechen" kann man manchmal kaum ertragen.
            Man fragt sich dann, wie die heutige Elterngeneration eigentlich gesund großwerden konnte bei der offenbar mörderischen Aufzucht der heutigen Großelterngeneration #klatsch(Ironie off)

            Aber die heute Dreißigjährigen werden (mit viel Glück) auch mal 60 #freu
            LG Moni

            • Ich habe hier noch nie gelesen, dass wegen solcher Kleinigkeiten zum Kontaktabbruch geraten wird. Aber ich lese oft von Frauen, die verzweifelt sind, weil Mutter oder Schwiegermutter etwas, das die Frau nicht will, immer und immer wieder macht. Auch deswegen muss man nicht den Kontakt abbrechen. Aber es kann einen schon wahnsinnig machen.

              • Oh doch - ich bin schon über 10 Jahre hier und ja, es wurde schon mehrfach zum Kontaktabbruch geraten, weil die Oma etwas zu essen gab, was der Schwiegertochter mißfiel. Und das waren ganz sicher nicht immer nur Bonbons usw.. An einen Fall erinnere ich mich, da gab die Oma dem Kind nicht die von der Mutter mitgegeben Reiswaffeln sondern einen Fruchtzwerg - das größte Vergehen überhaupt.....auch wenn es nur bei seltenen Besuchen war, nicht täglich.....da hört es bei mir auf, wenn daraus eine Grundsatzdiskussion gemacht wird.
                LG Moni

            (11) 30.01.17 - 10:19

            Genau das (der Löffel Pudding;-)) ist das was mir hier auch oft auffällt, oder dass diese furchtbaren Menschen die Babys auf dem Arm halten möchten...all das wird häufig als schlimme Sache dargestellt, die man sich ja gar nicht gefallen lassen muss und deswegen besser mal keinen Kontakt mehr.
            Aber wenn Großeltern nicht mit Freuden stets und ständig hilfreich dastehen, auf die Kinder aufpassen, wenn es den Eltern gut passt, dann ist das auch nicht richtig... Nicht zu vergessen, dass sie, wenn die Pflicht erfüllt ist, möglichst schnell und unauffällig zu verschwinden haben, damit es nicht lästig wird.
            Hört sich vielleicht jetzt hier sehr überspitzt und ketzerisch an, aber ich finde es in der heutigen Zeit sehr schade, dass es viele so sehen, dass man sich nur mit Menschen umgeben sollte, die einem nützen oder mit denen die gemeinsame Zeit eine einzige Freude ist, ansonsten fort damit.
            Ich kenne das in meiner Familie anders, wir haben auch keine einfachen Zeiten hinter uns und zur Zeit ist es oft sehr, sehr schwierig. Ich leben mit meiner Familie und meinen Eltern in einem Haus, alle sind wir keine Engel und haben auch schon mal Konflikte miteinander. Meine Mutter ist stark dement, daher alles kein Zuckerschlecken.

            Aber: Wir sind eine Familie und meine Mutter hat mir früher auch geholfen, als ich voll berufstätig war, mein Mann im Studium und ich ihm viel geholfen habe, hat sie für uns gekocht, die Wäsche gemacht, als die Große klein war, hat sie oft auf sie aufgepasst. Heute helfe ich ihr, ich koche schon seit Jahren für meine Eltern, kümmere mich um ihre Wohnung und seitdem meine Mutter ihre Demenz hat, pflege ich sie auch solange ich das schaffe. Ich weiss, werfe ich hier das Handtuch, muss sie in ein Pflegeheim und das möchte ich ihr und meinem Vater solange wie möglich ersparen.
            Ich finde Familie ist ein geben und nehmen, irgendwann ist jeder mal dran und genau dem wird geholfen, der es gerade am allernötigsten hat. So halten wir es auch in der erweiterten Familie und ich war sehr glücklich, als mir meine Nichte (die für mich wie ein eigenes Kind ist und der wir auch immer zur Seite gestanden haben und heute noch stehen) mir vor einigen Monaten, als mir mein dünnes Netz durch einen Krankheitsfall zu reissen drohte so super geholfen hat.
            Daher würde ich mich dir absolut anschliessen: Irgendwann sind wir alle 60 und 70 und 80 hoffentlich auch noch und daran sollten wir alle denken.
            LG
            PS: Wem das hier nicht passt, einfach wegklicken und was anderes lesen!!!
            LG

            • Danke für Deinen Beitrag. Ich denke manchmal, ich stehe allein mit meiner Meinung.
              Meine beiden Kinder waren, aus verschiedenen Gründen, bis 27 zuhause und hatten meine volle Unterstützung. Und das auch noch danach, wenn sie es brauchten - ohne sie nun zu bevormunden o.ä., einfach nur, wenn es nötig war.
              Aber bitte, sie mussten es halt auch mal sagen, alles hab ich auch nicht mitbekommen, war ja selber voll berufstätig bis 2014. Aber ich hätte nie und nimmer nein gesagt, wenn mich ein Kind/Schwiegerkind fragt "kannst du bitte mal......" wenn es nur irgend möglich war.
              Aber ich habe, nicht nur in meiner Familie sondern auch bei etlichen lieben Bekannten und Freunden festgestellt: Als Mutter ist das meiste okay, als Schwiegermutter bist du zu 90% immer der Depp, kannst es machen, wie Du willst, Du wirst es immer falsch machen. Auch hier bei urbia ist diese Tendenz, egal, wieviele nun empört durchschnaufen.
              Es gibt krasse Fälle, wo ein Kontaktabbruch sicher in Ordnung ist, aber ich gehe davon aus, das sind nur wenige.
              Dass ich meinen Sohn und Enkel in diesem Leben nicht mehr sehen werde, ist wohl Strafe genug für etwaige "Übergriffe", die ich vielleicht geleistet habe, aber ganz sicher nicht aus Böswilligkeit, eher aus begeisterter Liebe zu dem neuen Enkelchen, bei den wenigen Gelegenheiten, die ich eh nur bekam. Meine Schwiegertochter hat volle Arbeit geleistet. Ich wusste vorher wirklich nicht, dass die Schwiegertochter doppelte Beachtung will VOR ihrem Kind....nagut. Kannte das weder von mir noch von meiner Tochter.
              Ich selber möchte weder von einem Kind noch Schwiegerkind gepflegt werden, habe bereits eine entsprechende Verfügung getroffen. Wenn ich nicht mehr kann, ab ins Pflegeheim, sollen sie mich lieber dort nicht alleine lassen und besuchen.

              Ich habe Gottseidank nicht nur meine liebe Tochterfamilie sondern auch zwei Nichten, die mir sicher helfen würden, wenn ich mal ein Problem habe. Ich bin für sie ja auch immer da.
              Ich finde es toll, dass Du Deine Eltern pflegst - aber spätestens wenn jemand bei schwerster Demenz Weglauftendenzen hat, wird es schwierig. Es ist keine Schande, dann zu entscheiden, nicht mehr verantwortlich sein zu können und zu wollen. Es gibt sehr gute Pflegeheime, wo Du die Bewohner ganztags besuchen darfst - das wäre dann sicher auch ein gangbarer Weg. Alles Gute!#herzlich
              LG von Moni

              • Hallo Frühchenomi,

                es tut mir sehr leid, dass du keinen Kontakt mehr zu deinem Sohn, Schwiegertochter und Enkelsohn hast. Das du unter dieser Situation sehr leidest kann ich gut nachvollziehen.

                Kontakabrrüche wegen zuviel Süßigkeiten, anderer Erziehungsmethoden und kleinerer Meinungsverschiedenheiten sind natürlich völlig überflüssig und total übertrieben.

                Ich finde aber du machst es dir zu leicht, indem du den Schwiegertöchtern daran die Schuld gibst. Häufig lag doch vor dem besagten Löffel Pudding einiges mehr im Argen. Kein vernünftiger Mensch bricht deswegen den Kontakt ab, kein normaler Sohn lässt das zu...

                Ratschläge sind auch Schläge, bissige Bemerkungen und Beanstandungen tragen nicht unbedingt zum Frieden bei. Bei Konfrontation mit dem Sohn, haben dann die Schwiegermütter oft nie was gesagt, es immer nur gut mit allen gemeint, nichts Böses im Schilde geführt... merkst du was??? Majestätenbeleidigung #sorry ... jetzt sind die Fronten klar, jetzt wird auf beiden Seiten scharf geschossen...#wolke#zitter

                Du bagatellisiert damit schon einige Situationen, die mit dem "berühmten Kecks" endgültig eskalieren. Gerade wenn zwei dominante Frauen aufeinander treffen, kommt es oft zu Spannungen und Machtkämpfen. Nicht wenige Schwiegermütter lassen sich von einer jungen Frau nichts sagen und umgekehrt. Ein Wort gibt das andere, und keiner gibt nach oder geht auf den anderen zu. Die Männer bzw. Söhne stehen hilflos dazwischen. Um sich Respekt zu verschaffen wird dann schonmal der Kontakt abgebrochen und deutlich reduziert ... von beiden Seiten.

                Der Unterschied ist allerdings, dass Schwiegertöchter ein Druckmittel haben, und das sind nunmal die Enkelkider... und wenn dann die Schwiegereltern/Mutter genauso Fehler gemacht haben, wird sich ein Mannn warscheinlich immer für seine Frau entscheiden.

                Was ich damit sagen will, eigentlich geht es meistens um verletzten Stolz und keiner springt über seinen Schatten.

                Du kannst mir nicht erzählen, dass du alles richtig gemacht hast, und gar keine Schuld am Kontaktabbruch trägst, dass kann ich einfach nicht glauben...

                Ich lese hier ja auch schon eine Weile und sorry....aber deine Schwietochter wollte ich auch nicht unbedingt sein... du idealisierst deine Tochter und deine Enkeltochter schon sehr, da kann man nur als Schwiegertochter nur verlieren. Ich weiß, ich kenne dich nicht, und warscheinlich tu ich dir damit Unrecht ... #sorry

                Ein Punkt noch, natürlich verstehen sich viele nach außen super mit ihren Schwiegereltern, aber das ist ja auch nicht immer uneigennützig. Kostenlose Kinderbetreung während der Arbeitszeit, Baysitten am Abend oder WE, Urlaub mit Oma und Opa hat natürlich auch viele Vorteile, darauf zu verzichten, lässt viele schon über respektloses Verhalten hinwegsehen.

                Natürlich auch umgekehrt, Großeltern ertragen häufig die Unverschämtheiten ihre Kinder und Schwiegerkinder um Kontakt zum Enkel zu haben.

                Ich wünsche die alles Gute

                und wünsche dir bald wieder Kontakt zu deinem Enkelsohn

    (14) 28.01.17 - 14:59

    Hallo,

    grundsätzlich stimme ich dir in vielen überein.

    Dennoch: Auch ich wohne hier mit Schwiegermutter Haus an Haus, seit 23 Jahren und ich hätte nicht gedacht, daß es sich mal so anfühlt, wie es das mittlerweile tut.

    Vieles lief ähnlich wie du es beschreibst, man sagt was einem nicht passt... doch das Leben geht weiter, muß ja auch. Ich habe mich immer um sie gekümmert wenn es ihr nicht gut ging, Besorgungen, Mittagessen, Hilfe bei allen technischen Fragen etc. Auch hat sie einige Jahre einmal die Woche für uns gekocht, als die Kinder noch zur Grundschule gingen - ich vormittag berufstätig.

    All die Jahre hat sie mir zu verstehen gegeben, daß ich eben nur die (einzige) Schwiegertochter bin und ihre drei Töchter eben leibliche Töchter - das konnte ich sogar manchmal i-wie nachvollziehen oder "schlucken" - Blut ist eben dicker als Wasser und sie ist ja auch nur meine Schwiegermutter, nicht meine Mutter. Doch ganz klar war der Unterschied bei den Enkeln: an erster Stelle kommen bis heute die Enkelinnen, dann die Enkelsöhne ihrer Töchter... und dann die Enkelsöhne ihrer Schwiegertochter und IHRES Sohnes.

    Vor zwei Jahren kamen dann ein paar "Vorkommnisse" hinzu - seither muß ich sagen: diese Frau ist mir egal. Sie ist hier für mich die Nachbarin, um die ich mich zwar manchmal zu kümmern habe, jedoch ohne Wertschätzung. Meine Söhne wohnen zwar noch hier, doch sie sind erwachsen und können Oma besuchen wann, wie und ob sie wollen, ebenso kann das mein Mann mit seiner Mutter handhaben. Ich werde mich mit dieser Frau nicht mehr zu einer Tasse Kaffee an den Tisch setzen - leider!
    Erwähnenswert ist für mich dabei noch: 20 Jahre habe ich sie z. B. an Hl. Abend zu uns eingeladen, das war für mich i-wie selbstverständlich, daß man sie nicht allein zuhause sitzen lässt. Die letzten zwei Weihnachten habe ich sie nicht mehr eingeladen, aber auch keine meine Schwägerinnen (ihrer Töchter) ist auf diese Idee gekommen - sie haben ihr eingespieltes Ritual an Weihnachten... das lässt sich nicht so leicht ändern!
    LG

    hi,

    du hast in vielem recht...aber ich glaube kaum, dass irgendjemand leichtfertig zu den eigenen eltern den kontakt abbricht! also nix mit "wegwerfgesellschaft"...
    mein großer wird nächsten monat 14 jahre alt....seitdem ist das verhältnis zu meinen eltern zerrüttet. meine kindheit war schon sehr durchwachsen, aber da hätte ich einen haken hinter gemacht. wo es dann bei mir echt aufgehört hat, war als mein sohn offen abgelehnt wurde, all meine sachen schlecht gemacht wurden (haus, auto, ehemann, berufstätigkeit etc.) und ich in der ganzen familie von meinen eltern mit fiesen lügen diffamiert worden bin.

    als krönung waren meine eltern in den schwärzesten stunden meines lebens nicht für meine kinder da (für meinen mann eh nicht).

    als sie sich dann noch den ganzen schmuck meiner geliebten oma erheult hat von ihren brüdern, um sie dann bei ebay zu verticken war für uns alle (brüder meiner mutter und mich) der ofen aus! die frau hat ein für alle mal bekommen, was sie schon seit jahrzehnten verdient hat mit ihrer falschen und gehässigen art....einen mächtigen tritt in den hintern!
    man muss im endeffekt jede geschichte einzeln beleuchten, bevor man pauschale watschen verteilt.

    lg

    Ich war auch jemand, der nicht unbedingt mit Schwiegereltern oder Eltern Tür an Tür leben wollte, habe das auch vermieden.

    Bei meiner Seite der Familie hatte ich volles Verständnis, das Verhältnis war trotzdem gut.
    Schwiegereltern hätten es gerne anders gehabt, mußten sich aber damit abfinden, das bewußt etwas Entfernung zwischen sie und meine kleine Familie gelegt wurde. Nur so konnte ich mit Mühe das Verhältnis entspannt halten. Wenn jemand zu aufdringlich ist, zu sehr auf die Pelle rückt ist das für mich nur schwer erträglich, über lange Zeit garnicht.

    Mittlerweile bin ich selbst mehrfacher Schwiegervater, und meine Erfahrungen lassen mich Abstand wahren. So bin ich da, wenn ich gebraucht werde, quatsche aber nicht mit ungefragten, guten Ratschlägen dazwischen. Ich bin auch nicht in jeder Woche zu Besuch da.
    Ich bin der Meinung, jeder sollte seine Erfahrungen sammeln dürfen, auch, wenn es manchmal nicht gute sind. Daraus lernt man besser, als wenn ständig gesagt wird, Du mußt das so oder so machen.
    Ich habe schon das Gefühl, manchmal ins Hintertreffen zu geraten gegenüber Menschen, die den Abstand nicht wahren können. Das nehme ich aber gerne in Kauf mit dem Bewußtsein, wie sehr es mich genervt hat, wenn mir dauernd jemand auf der Pelle sitzt.

    Ich bin der Meinung, wenn Eltern oder Schwiegereltern nicht nebenan wohnen, tut das dem Verhältnis zwischen den Familien nur gut. Wir, besser gesagt, vor allem meine Frau, haben

    auch unsere Kinder soweit gekriegt, dass sie alleine lebensfähig geworden sind.

    Die Belohnung: Praktisch keine Konflikte innerhalb der Familie.

    Gruß Bernd

    • (17) 28.01.17 - 16:07

      Der Text könnte von mir sein :-).

      >>>Ich habe schon das Gefühl, manchmal ins Hintertreffen zu geraten gegenüber Menschen, die den Abstand nicht wahren können.<<<

      Das Gefühl hatte ich auch manchmal, aber meine Töchter haben mir zu verstehen gegeben, dass sie meine Art schätzen.

      >>>Das nehme ich aber gerne in Kauf mit dem Bewußtsein, wie sehr es mich genervt hat, wenn mir dauernd jemand auf der Pelle sitzt.<<<

      Mir ist das am Anfang manchmal schwergefallen, da kam gelegentlich so etwas wie Eifersucht hoch, denn die jeweiligen Schwiegeltern haben Besuche "eingefordert", was ich nie gemacht habe.
      Meine beste Freundin hat mir dazu ein paar Takte gesagt und dann konnte ich damit umgehen.

(18) 28.01.17 - 19:09

Einfach schön so was zu lesen. Ich bin in der selben Situation...manchmal genervt, aber viiiiel öfters einfach nur unendlich dankbar. Ich glaube, viele vergessen, das die Grosseltern einfach nur das aller Beste für die Enkel wollen....und es bei Ihnen, so machen, wie sie es bei uns nicht konnten.

  • (19) 31.01.17 - 11:05

    "Einfach schön so was zu lesen. Ich bin in der selben Situation...manchmal genervt, aber viiiiel öfters einfach nur unendlich dankbar. Ich glaube, viele vergessen, das die Grosseltern einfach nur das aller Beste für die Enkel wollen....und es bei Ihnen, so machen, wie sie es bei uns nicht konnten. "

    Aber ich hab doch ein Kind nicht bekommen, damit die Großeltern was haben, woran sie eventuelle Fehler ausbügeln können...#aerger

    • (20) 31.01.17 - 11:18

      Liebevolle Großeltern die sich kümmern wollen und es auch tun sind aber so wichtig für ein Kind. Ich hatte welche und würde nie auf die Zeit/gemeinsamen Urlaube usw verzichten wollen. Es war immer so schön bei Ihnen und ich bin froh das meine Tochter genauso auswachsen kann. Mit Großeltern die es (manchmal zu) gut mit ihr meinen und sich kümmern.

      Man bekommt im besten Fall auch kein Kind für sich sondern als Familie und da gehören für mich Großeltern dazu...genau wie Tanten usw.

      • (21) 31.01.17 - 13:08

        Gemeinsame Urlaube mit drei Generationen an Bord...?
        Kann ich mir auf Grund der unterschiedlichen Interessen nur schwer vorstellen.
        Aber vielleicht ist das ja in anderen Familien anders...ok.

        Es hat wohl auch jeder ein unterschiedliches Bedürfnis nach familiärer Nähe.
        Ich glaube, da gibt es kein richtig oder falsch.
        So lange ALLE damit zufrieden sind, keiner sich unterbuttert fühlt und es keinen Streit gibt...bitte...für mich ist es nix.

Ich kenne überhaupt niemanden, der den Kontakt zu Eltern oder Schwiegereltern komplett abgebrochen hat. Nur hier aus dem Forum. Meine Schwester und unsere Eltern hatten sich mal ganz schlimm zerstritten. Da war für einige Wochen Funkstille.

Den Begriff Wegwerfgesellschaft assoziiere ich eher mit Paaren, die sich voneinander trennen. Davon kenne ich unzählige, auch mit ganz kleinen Kindern. Da frage ich mich immer, ob die Leute nicht mal nachdenken, mit wem sie sich fortpflanzen oder ob die auch nicht schnallen, dass kleine Kinder eben anstrengend sind und es auch wieder besser wird.

  • hi,

    da habe ich auch schon oft drüber nachgedacht. also über das "warum". in meinem umfeld (und es ist ein sehr gepflegtes!) gibt es nur noch wenige kinder, deren eltern noch in der ur-besatzung zusammen sind. ich bekomme die wahren gedanken leider nur aus foren mit und da erscheint es mir so, dass es eine mischung aus "nicht aushalten von konflikten" und dem gedanken "ich habe etwas besseres verdient" ist. auch macht frau (die männer sind in foren nicht so sehr vertreten) grundsätzlich nichts falsch--die männer sind aber immer die arschlöcher.

    diese fälle wird es sicher auch geben, aber in vielen fällen ist es schlicht die suche nach dem großen glück, weil man sich selbst für perfekt hält.
    ich muss gelegentlich auch mal die faust in der tasche machen--umgekehrt auch mein mann bei mir. jeden mist bis ins kleinste ausdiskutieren funktioniert nicht.

    lg

Es ist wirklich nur gefühlt jeder zweite! :-) In sehr sehr vielen Familien geht es doch einigermaßen harmonisch zu so wie in meiner! :-D

Obwohl mein Vater keinerlei soziale Kompetenzen hat und immer bei allen anstößt und obwohl mein Bruder ein kleiner egoistischer, geldgeiler Streber ist *lieb gemeint denn er hat eine genaue Vorstellung von seinem Leben... ohne Rücksicht auf Verluste* , vertragen wir uns alle und haben einander Lieb. Zu Weihnachten gab es genau das richtige Geschenk von meinem Bruderherz ... obwohl ich es nur einmal erwähnt habe und nie gedacht hätte er hat zugehört in dem Moment, aber da sieht mans mal wieder ich bin ihm wichtig. Seit neustem ist die Familie gewachsen denn nicht nur mein Sohn ist nun bei uns sondern auch die Familie meines Mannes rückt immer mehr zusammen. Irgendwie ziehen die seit vergangenem Jahr alle nach und nach zusammen in ein Eckchen in Deutschland und das merkt man auch an der Atmosphäre. Zu Silvester waren alle seit langem mal wieder zusammen und es war schön ... das wird ab jetzt jedes Jahr so gemacht! :-D Die beiden Familien verstehen sich auch schon ganz gut auch wenn ich bedenken hatte wegen meinem Vater ... aber alles ist super gelaufen und obwohl er jedes Fettnäpfchen mitgenommen hat war keiner nachtragend oder böse und alle haben gelacht "Typisch XXXX!" Hieß es am Ende nur.

Ich wollte dir nur kurz erzählen das es eben nicht in jeder zweite Familie zerrüttete Verhälnisse sind und es eben nur die verzerrte Wahrnehmung ist die durch Foren, Medien, etc. entsteht.

Familie, so finde ich, ist wie ein riesiger Steinhaufen. Die Steine haben Ecken und Kanten aber lange genug auf dem Haufen gelegen und gerüttelt schleifen sich die Ecken ab und die Kanten werden weicher und am Ende passen alle zusammen. :-) Auch die Beziehungen zur Familie wollen gepflegt werden was arbeit bedeutet.

Natürlich verstehe ich Menschen die diese Investition nicht (länger) aufbringen wollen für Menschen die nicht zurück geben. Aber es gibt genug Familien wo es ein ständiges Geben und Nehmen ist und alles am Ende doch recht harmonisch abläuft. Nur hört man von den intakten Familien sehr wenig denn wie so oft schreibt kaum einer einfach so "Hey, Leute mir gehts gut und es läuft alles super!", sondern man wendet sich mit Problemen und Fragen im Forum oder sonst wo, an die Menschen.

Ich wünsche allen das sie ein harmonische miteinander in der Familie finden denn Familie ist für immer #verliebt

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