Belastende Wohnsituation

    • (1) 31.01.17 - 11:22

      Hallo ihr Lieben,

      ich bin ein bisschen verzweifelt, da ich sehr unglücklich über unsere Wohnsituation bin. Wir wohnen im Erdgeschoss im Haus meiner Eltern. Dort haben wir uns quasi eine Wohnung ausgebaut, womit wir aber noch nicht ganz fertig sind. Allerdings ist es keine separate Wohnung. Das heißt, jeder der ins Haus rein kommt oder raus geht, muss durch "unseren" Flur. Das ist irgendwie sehr belastend, da wir so einfach keine richtige Privatsphäre und auch selten Ruhe haben. Dauernd läuft hier jemand durch: meine Eltern, mein Bruder (der auch noch hier wohnt) und natürlich auch Besucher von ihnen, die dann auch gerne einfach bei uns ins Wohnzimmer oder in die Küche gucken, um unseren kleinen Sohn zu sehen.

      Ich habe schon übers Ausziehen nachgedacht, aber wir haben hier schon einiges an Geld rein gesteckt und hatten viel Hilfe von meiner Familie und ich will ja auch nicht undankbar sein. Was würdet ihr denn machen? Mir geht's echt schlecht mit dieser Situation :-(
      Vielen Dank schon mal an alle!

      Liebe Grüße

      • Hallo!

        Habt ihr da nicht vorher darüber nachgedacht bevor man viel Geld investiert? Kann man nachträglich baulich was ändern.
        Also das geht gar nicht.

        Ansonsten bleibt nur Ausziehen. Wir haben mussten auch raus aus der Eigentumswohnung vom Mann weil wir absolut nicht mehr klar gekommen sind mit seiner Mutter, obwohl separater Eingang. Wir haben von 0 wieder angefangen. Aber weißt du was jeder Euro war es wert. Wir leben jetzt so wie wir es immer wollten. Ich würde jedem heute empfehlen nie im selben Haus wie Eltern oder Schwiegereltern. Wir haben so viel selber erlebt und ich sehe oder höre sehr viele Sachen von anderen.

        Macht euer eigenes Ding! Glaub mir.

        LG Gabi

        (3) 31.01.17 - 11:29

        Hallo!

        Ich persönlich würde es als teures Lehrgeld nehmen und wegziehen. Es sei denn, man kann irgendwie von außen einen zweiten Eingang noch anbauen, damit ihr eure Ruhe habt.

        Meine Schwiegermutter schlug 2010 genau das vor, was ihr nun habt. Allerdings wären wir ins 1.OG gegangen und hätten durch deren Flur gemusst. Da ein zweiter Eingang für meine Schwiegis nicht in Frage kam, sind wir auch nicht hin gezogen.

        Liebe Grüße und alles Gute

        Ninly

        Hallo!

        Eine Aussentreppe nach oben mit einer extra Tür kostet doch kein Vermögen und schon wäre es viel angenehmer für euch, weil Besucher die zu euch wollen anklopfen müssen. Hast du da schon mal Angebote eingeholt?

      • Ein Mehrgenerationenhaus kann grundsätzlich etwas tolles sein von dem alle Parteien profitieren können. Allerdings müssen dafür bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Jeder muss die Privatsphäre des anderen respektieren und man braucht auch einen Rückzugsort sprich abgeschlossene Wohnung.

        Gibt es nicht die Möglichkeit das auch noch zu realisieren?

        Ohne die Möglichkeit würde ich tatsächlich in den sauren Apfel beißen und ausziehen. Ja das war dann wirklich teures Lehrgeld aber auf Dauer ist die wohnsituation so nicht tragbar (ich spreche leider aus Erfahrung in der Kindheit)

        (6) 31.01.17 - 11:51

        Separater zugang?

      • Mir ist es eh schon völlig unverständlich, wie man sich als erwachsener Mensch eine Wohnung im Haus der Eltern nehmen kann. Ich finde nichts so wichtig, wie einen gewissen Abstand zu anderen Menschen, auch zu Familie. Gerade weil Familie eh schon immer recht nah kommt, muss man da zu große räumliche Nähe dringend verhindern. Bei uns ist es so, dass wir mit ein bisschen Landschaft zwischen den Wohnorten sehr gut klarkommen.

        Und dann zieht ihr in eine Wohnung, bei der ihr dauernd andere Menschen in eurem engsten Umfeld habt? Und investiert in diesem Wissen dort richtig viel Geld?

        Auch wenn's dir nicht weiterhilft: Wie kann man so unüberlegt handeln?

        Nehmt's als teure Lektion und zieht aus. Mir wird allein bei der Vorstellung eurer Wohnsituation ganz anders.

        • Was ist das Problem wenn man mit seiner Familie im Haus der Großeltern wohnt? (Mit abgetrennten Wohnungen!)
          Ist doch schön wenn die Enkel täglich Oma und Opa sehen können, und umgekehrt.

          • Ich halte das für viel zu viel Nähe, würde das nie wollen.

            Lies mal hier in bisschen mit, wie unglaublich oft es in solchen Wohnsituationen Ärger gibt.

            Ich liebe meine Eltern sehr. Aber ich liebe auch die 75 km zwischen uns sehr.

            Allein die Vorstellung, sich tagein tagaus zu begegnen. Das führt zwangsläufig zu mehr gemeinsam verbrachter Zeit, als ich sie neben Arbeit, Sport, anderen Interessen aufzubringen bereit bin.

            Wir sehen meine Eltern alle vier Wochen einen Sonntagnachmittag lang und dann an Geburtstagen und zu Ostern und Weihnachten. Das ist mehr als ausreichend.

            • (10) 31.01.17 - 12:28

              Man verbringt nur soviel Zeit miteinander wie man bereit ist. Das meine ich mit Grenzen respektieren.

              Meine Schwiegereltern wohnen nebenan. Wir könnten uns jeden Tag sehen - ich bin zu Hause und sie Pensionäre. Trotzdem vergehen manchmal 1-2 Wochen bis man wieder etwas zusammen unternimmt (von Enkelkind abholen und grüßen mal abgesehen)

              Für Kinder gibt's nix schöneres als Oma so nah.

              • Dass es für Kinder "nichts Schöneres als Oma so nah" gibt, ist Ansichtssache.

                Unser Sohn liebt seine Freunde, und er liebt seinen Fußballverein. Für Oma und Opa wäre da eh nicht viel Zeit, die sieht er dann eben an besonderen Tagen mal und dann erzählt er ihnen stolz, was er in der Zwischenzeit so erlebt hat.

                Es gibt halt verschiedenen Lebensentwürfe.

                • Sicher gibt's die ;-)

                  Mich wundern halt aussagen wie man muss Zeit miteinander verbringen nur weil man nah beeinander wohnt. Diese Erwartungshaltung haben irgendwie Großeltern aus dem Forum hier... in Realität kenne ich niemanden der solche Probleme hat.

                  • Aber eben wegen dieser Erwartungshaltung steht Oma dann immer "Gewehr bei Fuß", sobald sich bei den Kindern was regt...
                    Mich würde das maßlos nerven...

                    • Hast du das selbst so erlebt?

                      Ja unsere Oma kümmert sich gern um ihre Enkelin und momentan bietet sie es auch oft an weil ich Schwangerschaftsbedingt nicht mehr so kann. Aber ansonsten gibt es keine Erwartungen an uns oder die kleine.

                      Wie gesagt sie nimmt sie regelmäßig seit Geburt 1-2x die Woche da sieht man sich zur "Übergabe" und sonst teilweise tagelang gar nicht.

Top Diskussionen anzeigen