Baby Blues oder schlimmer. Verzweifelt.

    • (1) 07.02.17 - 15:15

      Hallo ihr.

      Es fällt mir schwer das alles zu schreiben aber ich bin am ende meiner Kräfte.

      Ich habe am Freitag entbunden. Per Kaiserschnitt. Ich fand das sehr schlimm und hadere damit.

      Freitag und Samstag war noch alles in Ordnung. Sonntag bekam ich Milch einschuss und damit ging es los. Ich hätte nur heulen können.

      Ich dachte okay, hormone, gehört dazu und wird besser wenn ich zuhause bin. Seit gestern bin ich zuhause und es wird immer schlimmer.

      Ich heule durchgehend. Habe extrem schlimme Panik Attacken.

      Es ist mein zweites Kind. Mein großer ist 5 Jahre. Nicht mal in seiner Nähe kann ich aufhören.

      Ich habe zum einen Angst das ich das alles nicht schaffe. Das der große leidet. Das ich keine Zeit mehr finde für ihn finde.

      Dann blockiert mein Mann extrem. Der zweite war nicht geplant und mein Mann wollte ihn nicht. Es war in der Schwangerschaft schon nicht einfach aber ich dachte wir schaffen das schon.

      Nun ist es aber einfach nur schwierig. Mein Mann kann, zur Zeit, keine Gefühle für mich zeigen und empfinden. Auch für den kleinen nicht. Er bittet mich um Zeit. Ich will sie ihm auch geben aber brauche ihn doch gleichzeitig so sehr. So sehr. Bitte macht ihn nicht schlecht. Er ist kein schlechter Mensch. Überhaupt nicht. Er ist sonst immer für mich da und ist ein wirklich guter Vater für den großen. Bitte.

      Ausserdem habe ich große Angst das der kleine wieder so ein Schrei Kind wird. Beim großen war es extrem.

      Kurz um. Ich habe absolute Angst vor der Zukunft. Ich bekomme es nicht in den Griff und weiß nicht mehr weiter.

      Meine Hebamme war heute vormittag da und hat mir Bach Blüten Tropfen da gelassen. Aber auch das wirkt nicht

      Ich bin so total verzweifelt anstatt glücklich und ich komme da nicht raus. Ich will doch nur einfach glücklich sein. Statt dessen geht es mir schlecht wie nie.

      Ab morgen bin ich alleine. Das halte ich nicht aus. Samstag fährt mein großer Mit Oma und Opa in den Urlaub. Eine Woche. Ich kann mir nicht vorstellen eine woche ohne ihn zu sein.Ich will nicht alleine sein.

      Wer bis hierhin gelesen hat, danke. Wer mir evtl helfen kann (und sei es nur mit Erfahrung) dem Danke ich noch mehr.

      Lg

      • (2) 07.02.17 - 15:27

        Hey du,

        ich denke erst mal, dass alles was du fühlst normal, aber wegen der Sache mit Hormonen (oh die bösen Dinger ;-)) stark überspitzt ist. Es ist ok, Angst zu haben. Aber du bist gerade extrem sensibel und kannst damit nicht umgehen. Es ist ok, dass du Aufmerksamkeit von deinem Mann brauchst, aber weil du gerade so sensibel bist, brauchst du diese Aufmerksamkeit drei- oder vierfach so stark, wie sonst.

        Klingt doof... aber lass DIR Zeit!

        Meine Babyblues waren auch stark. Ich habe viel geweint. Aber ich habe mir dann immer gesagt, es ist normal und es wird besser.

        Wenn die Hormone sich etwas eingespielt haben, wird du entspannter. Und dein Gemüt wird sich auch auf den Rest deiner Umgebung besser auswirken.

        Was deinen Mann angeht: Ein Kind zu bekommen, das man(n) nicht wollte ist wirklich hart. Dass er dich um Zeit bittet, deute ich als etwas sehr sehr gutes. Ich denke, er muss sich an den Gedanken, zweifach Papa zu sein, gewöhnen. Und er braucht wohl bestimmte Zeit und Ruhe um es akzeptieren zu können. Mache kein Druck auf ihn, wenn er ehe schon auf diesem Weg ist.

        Es wird in ein paar Wochen leichter, versprochen! Halte dennoch Kontakt zu deiner Hebamme, rede immer mit ihr!

        ach, wie ich das kenne! so ging es mir bei jedem baby. beim 3. waren die brüder schon so groß, dass sie mir taschentücher gereicht haben und sich gegenseitig gewarnt haben, wenn ich wieder "komisch gucke". im nachhinein zum lachen, aber wenn man drin steckt einfach nur bescheiden.
        aber gehörst du nicht eigentlich noch ins krankenhaus? freitag ks und montag wieder zu hause ist echt heftig...ich hatte 3 mal einen ks und war 5-7 tage im kh und danach hatte mein mann noch 2 wochen frei, um mir zu helfen.
        kann sich dein mann nicht frei nehmen oder deine mutter zu dir kommen oder eine gute freundin? du brauchst noch unterstützung!
        alles liebe!!

        Hey guten abend

        Mach dir nicht so viele gedanken, ich weiss einfach gesagt. Mir geht es ähnlich, nur das mit dem mann ist bei mir anders.

        Ich hab auch eine fast zwei jährige tochter, und vor ca. einer woche das zweite entbunden. Habe auch immer das gefühl ich vernachlässige die grosse, aber ich denke wir haben unseren grossen bis hierhin einen sehr guten boden gegeben, die schaffen das, aber sie benötigen auch zeit für die neue situation. Meine ist momentan teilweise schwierig, ich probiere so ruhig wie möglich zu bleiben.

        Ich denke du hast deinen grossen sicher auch zu einer starken persönlichkeit erzogen, er schafft das.

        Meine hebamme hat gemeint ich soll aufpassen mit dem schlechten gewissen, weil man dann zum schluss ein schlechtes gewissen dem kleinen gegenüber entwickeln kann, dann geht das immer so weiter. Fünf jahre konntest du für deinen grossen da sein er hat deine ganze liebe bekommen und nun sollte das zweite auch in etwa das bekommen was dem zusteht.

        Du machst das sicher super, kopf hoch, das sind phasen, und kaum dass du dich versiehst ist alles vorbei und alles wird einfacher.

        Das mit deinem mann tut mir echt leid, ja du bräuchtest ihn genau jetzt am meisten.

        Er wird schon noch kommen.

        Ich mach es so, wenn ich heulen muss dann heul ich einfach auch wenn meine zweijährige dabei ist. Die hebi hat gesagt man muss mit den kindern einfach reden ihnen erklären was in einem vorgeht. Beiden kindern auch dem säugling. Das ist sehr wichtig, es ist nicht schlimm wenn du vor ihnen weinst. Sie lernen so auch dass man halt verschiedene gefühle hat, traurige sowie glückliche.

        Wenn du reden möchtest schreib mir.

        Gute besserung alyal

      • (5) 07.02.17 - 18:37

        Hallo Liebes,

        Lass dich erstmal ganz fest in den arm nehmen und dir die Tränchen aus dem Gesicht wischen!

        Ich kann nachvollziehen wie furchtbar es ist, jmd bestimmtes zu brauchen, damit er einen hält, tröstet, unterstützt und dieser jmd das nicht tut/kann.

        Und das noch gepaart mit vielen fiesen Hormonen frischer OP Narbe... das haut die stärkste Frau um :-(

        Hast Du eine liebe Freundin in der Nähe, die Dich mal ganz fest in den Arm nimmt und an deren Schulter Du Dich ausweinen kannst. Und die auch evtl das Baby mal ein bisschen durch die Gegend schunkelt, damit Du mal durchatmen oder Dich mit Deinem Grossen beschäftigen kannst?

        Liebe Grüsse

        Nane

        Hey du, Kopf hoch. Dir wird die Zeit ganz alleine mit deinem Baby sicher gut tun. Du musst dann kein schlechtes Gewissen haben, zu wenig Zeit für den großen zu haben. Der ist dann bestens versorgt und wird seinen Spaß haben.

        Hast du Schokolade im Haus? Genieße alle Leckereien, die dir schmecken und lass dir was liefern. Scheiss auf Haushalt und co. Wenn dein großer eh nicht im Haus ist, kannst du dir das kochen sparen.

        Ich empfehle dir, dein Baby zu pucken. Das veranlasste meine zwei immer sofort zu schlafen oder einfach ruhig da zu liegen. Anfangs schlafen die ja eh viel, so dass du schön entspannen kannst.

        Bist du gläubig? Dann bete viel. Das beruhigt unheimlich.

        Hast du vielleicht ne liebe Freundin, die vorbeikommt?

        Geh spazieren und genieß dein Baby. Du schaffst das, du hast es schon mal geschafft. Trotz Schreibaby. Und der Kleine wird bestimmt keins. Sowas darfst du nicht denken.

        Alles Gute dir.

      • Ach lass dich über die Ferne mal drücken!

        Eure Situation ist nicht einfach und dass du momentan sehr mit deinen Gefühlen haderst kann ich nachvollziehen. Du solltest unbedingt in engem Kontakt mit deiner Hebamme bleiben und mit ihr ganz offen über deine Gefühle reden. Hebammen haben meistens sehr viel Erfahrung mit Schwangeren und Frauen nach der Entbindung. Dass Frauen nach der Entbindung extrem sensibel sind, viel weinen und mehr Verzweiflung als Glück spüren (das war bei mir auch so) ist für eine Hebamme schon fast normal.

        Gib dir Zeit! Dir und deinem Mann. Seine Haltung ist schwierig für dich. Aber er hatte ein zweites Kind weder geplant, noch hat er es gewollt. Anscheinend war sein Mitspracherecht bzgl. des zweiten Kindes stark eingeschränkt oder nicht vorhanden. Vielleicht fühlt er sich nicht ernst genommen und übergangen, da muss auch er erst einmal durchatmen.

        Hast du Freunde und Familie, denen du dich anvertrauen kannst? Hast du vielleicht Kontakte aus einem Geburtsvorbereitungskurs oder Ähnliches? Falls nicht, plane bereits jetzt PeKiP, Babyschwimmen, Krabbelgruppe oder sowas, damit du unter Gleichgesinnte kommst. Natürlich wird es eine Weile dauern, bis du Aktivitäten nachgehen kannst. Aber sie helfen dir sicher auch immer wieder mal aus einem Loch heraus.

        Wir hatten ein Schreikind und ich war gottfroh für die Kontakte, die ich aufgebaut hatte...

        Hallo,

        erstmal nen großen Drücker für dich...Die Hormone und die Umstellung, dazu noch die Erfahrung mit einem Schreikind...Du hast es gerade nicht einfach...Deine Stimmung überträgt sich ja auch auf dein Kleines....

        Hol dir Hilfe / Unterstützung...Von Verwandten / Freunden etc...Und geh zum Arzt und schilder dein Problem...Eventuell bekommst du für ein paar Stunden ne Familienhelferin ... Oder gibt es in eurer Nähe " wellcome " ?? dann ruf dort an..

        LG #winke

        (9) 08.02.17 - 19:28

        Hallo meine Liebe.

        Was du beschreibst hört sich für mich auf jeden Fall nach mehr an, als einem normalen Babyblues. Zumal die Probleme mit deinem Mann es noch verstärken. Und du kennst es ja vom ersten Kind. Da scheint es ja nicht so schlimm gewesen zu sein.

        Bitte besprich das ganz schnell eindringlicher mit deiner Hebamme. Wie schon geschrieben wurde, sie kennt das natürlich, empfindet es ggf als Standard und könnte es vielleicht bei dir zu locker sehen? Vielleicht hat sie ja recht, aber versuche es einfach etwas deutlicher zu schildern.

        Ich hatte zwar nicht solche Probleme, aber bei meiner Zweiten Tochter empfand ich plötzlich einen riesigen Bruch im Verhältnis zu meiner ersten Tochter. Die erste Geburt war zum Ende hin sehr, sehr schwer und anschließend konnte ich mich nicht um sie kümmern, konnte sie nicht halten und wollte sie auch nicht über Nacht haben. Natürlich wurde ich nach kurzer Zeit von Liebe zu ihr überrollt, aber sie ist ein Papakind. Dennoch liebe ich sie wahnsinnig und konnte mir nicht vorstellen, dass ich solche Liebe für ein zweites Kind empfinden kann.

        Die zweite Geburt war bis zu der Phase, wo die erste schlimm wurde identisch. Ich bekam schon Angst. Dann ging es aber total harmonisch und kurzweilig einem wunderschönen Ende entgegen und ich war topfit. Ich habe eine ganz extreme Bindung sofort aufbauen können. Ich war überwältigt.

        Plötzlich war die Große enttrohnt. Ich war gefühlsmäßig total distanziert. Meine süße kleine Erstgeborene war in meinen Augen nicht mehr die süße, kleine Erstgeborene. Hinzu kam, dass leider die Zweite ein total anstrengendes Kind ist. Ob die Definition Schreibend passt, weiß ich nicht. Sie wird jetzt eins. Es wird schleppend etwas leichter. Ich hatte also kaum Zeit für die Große, der Papa bekümmert nur noch sie, ich die Kleine. Sobald die Kleine endlich mal schlief erwartete ich von der Großen mit ihren gut 2.5 Jahren, dass sie Rücksicht nahm, was sie sogar tat. Ich habe soviel Druck aufgebaut und soviel von ihr verlangt. Nach Monaten fiel mir auf, wie groß und reif sie geworden war. Das ist an mir vorbeigeflogen. Das war ein ganz schöner Schock für mich. Gerade jetzt kannst du dir vermutlich vorstellen, was das gefühlsmäßig in mir ausgelöst hat.

        Meine Liebe ist aber wiedergekommen. Heute ist es hier ein normales Leben mit zwei Kindern. Tatsächlich kann ich mich an meine Gefühle mit einem Einzelkind aber kaum mehr erinnern. Das tut mir manchmal weh. Noch immer bin ich meißtens für die Kleine da, der Papa für die Große. Es ist manchmal schwer, dass sie so auf ihren Vater fixiert ist, das war auch vor der Schwester schon so. Mir zeigt sie mehr Liebe, wenn er nicht da ist. Aber es ist so und funktioniert.

        Wie sich euer Faniliengefüge entwickelt, wird sich zeigen. Bitte vertraue dich der Hebamme an, versuche innerhalb der Familie oder dem Freundeskreis Hilfe und Verständnis zu bekommen und versuche bitte auch, dich nicht in deinen schlimmen Gedanken selbst zu ertränken. Versuche an etwas positives zu denken. Vielleicht, dass es bald besser und schöner werden wird. Der Frühling ist nicht mehr weit. Mit Wärme und Sonne wird vieles besser zu ertragen sein. Und die meisten Männer brauchen auch einige Monate um richtig in der Vater Rolle anzukommen, auch beim zweiten Kind. Mein Mann stand der zweiten auch skeptisch gegenüber. Heute ist er eifersüchtig, dass sie mich bevorzugt :-)

        LG

        (10) 08.02.17 - 23:06

        Hallo,

        erstmal Glückwunsch zu Deinem Baby. Mensch, es ist doch gerade auf die Welt gekommen. Was verlangst Du denn von Dir und Deinem Mann denn ab? Babyblues ist normal. Ich hatte nach der Geburt sogar bei der Autowäsche geweint, weil das Auto so schön sauber wurde. #hicks
        Rede mit Deiner Hebamme. Falls der Zustand länger anhält, zögere nicht zum Arzt zu gehen.
        Und mit Deinem Mann rede in Ruhe, wenn etwas Zeit vergangen ist. Aber Du kannst von ihm verlangen sich um den Großen zu kümmern. Hab auch Selbstvertrauen zu Dir.

        LG
        Yoha

        Hallo

        als erstes solltest du zum Gyn oder Hausarzt und dir eine Haushaltshilfe aufschreiben lassen. Du hattest eine große OP und hast Anspruch darauf. Niemand würde von einer Frau verlangen das sie sich ganz alleine um den Haushahlt und die Kinder kümmert wenn sie vor nicht mal einer Woche eine große Bauchop hatte.

        wie sieht dein Wochenbett aus.

        Hallo,

        bitte such dir Unterstützung, diese steht dir nach der Entbindung sowieso zu. Deine Hebamme kann ein entsprechendes Schriftstück aufsetzen...bzw. der Gynäkologe. Sprich mit der Hebamme, diese kann dir bestimmt weiter helfen.
        Dann kannst du dich auf dich und auf den Neuankömmling konzentrieren.
        Lass dir Zeit, die veränderte Situation ist belastend für dich, akzeptier das und versuche bitte nicht , dich noch mehr unter Druck zu setzen.

        LG

        (13) 09.02.17 - 19:57

        Ohje....das klingt ganz furchtbar! Bis auf den Mann könnte es von mir sein!

        Dazu noch die dunkle Jahreszeit bringt sein übriges...
        So schlimm es auch sein mag es WIRD besser glaub mir! Ich hatte so furchtbare Angst dass es zu einer Depression werden könnte da überall steht dass der babyblues maximal 3 Wochen geht - bei mir waren es mindestens 2 Monate. Mit haben letztendlich viel reden also offen damit umgehen und 2 hömoiopatische Mittel geholfen.

        Pusantilla und neurododron von weleda

        Es wird besser glaub mir! So viele Frauen haben es vor uns geschafft !

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