Bin ich eine "Rabenmutter"?

    • (1) 10.02.17 - 06:31

      Ich selbst empfinde mich nicht so, alerdings gibt mir mein Umfeld ein anderes Gefühl. Mein Mann und ich haben zwei Söhne die sehr gut ver- und umsorgt sind und es geht ihnen gut. Nun haben mein Mann und ich jedoch Angebote bekommen uns beruflich intern zu verändern. Es traf uns ungeplant und wir stehen deshalb etwas ratlos da. Er soll nach Skandinavien versetzt werden und wäre deshalb von Mo-Fr nicht zuhause und ich habe die Möglichkeit bekommen 2 Tage die Woche in Warschau zu arbeiten und wäre deshalb auch zwei Nächte nicht daheim. Wir freuen uns, weil es natürlich das Gehahlt für uns beide erhöht. Naja, irgendwie weiss ich nicht, ob das eine gute Idee ist. Ich bin etwas ratlos

      • Ich bin auch ratlos. Was du uns mit deinem Text sagen möchtest bzw. was du hören möchtest.

        Ja, du bist eine Rabenmutter, wenn du deine 3 Monate alten Zwillinge zwei mal die Woche für 12h alleine zuhause lassen und nur der Nachbarin das Babyphone für den Notfall geben willst.

        Nein, du bist keine Rabenmutter, wenn du zwei Tage die Woche in Warschau arbeitest, während deine 20-jährigen Söhne in Berlin studieren.

        Möchtest du noch Einschätzungen für alle anderen möglichen Konstellationen hören, wie eure Familie zusammengesetzt sein könnte?

      Wie alt sind eure Kinder? Wer und wie werden sie versorgt? Wie arbeitet ihr momentan? Wenn ich es richtig verstanden habe würde dein Mann mit der neuen Position die ganze Woche seine Kinder nicht sehen und du wärst auch noch 2 Nächte zusätzlich weg?

      • Ja, das ist richtig. Er würde sie nicht sehen. Wir arbeiten beide schon immer in Vollzeit und mein Mann ist bisher immer beruflich unterwegs aber meist nach 2-3 Tagen wieder zuhause, wobei das halt immer sehr unterschiedlich ist.

        • Guten Morgen,

          ich bin mal so frei meinen Senf dazu zu geben, auch wenn nicht mal annähernd in eine solche Situation kommen werde ( andere berufssparte ;-) )
          Deine Kinder sind 13 und 15?
          Dann frag sie doch was sie davon halten! Also sie sollen nicht für euch entscheiden, aber es hilft vielleicht zu wissen wie sie darüber denken.
          Durch wen würden sie denn betreut werden? Tagsüber seid ihr ja eh arbeiten, so dass im Prinzip ein später Nachmittag und Abend zur Betreuung stehen und eine Nacht in der die Kids schlafen.
          Wären deine Kids jünger würde ich es auch nicht Toll finden, aber selbst dann seid ihr bzw du nicht unweigerlich rabeneltern. Darunter zählt für mich was anderes.
          Was ist denn mit Kindern die aufs Internat gehen oder deren Eltern Alleinerziehende sind und Schicht arbeiten, auf Montage sind ( wo es ok ist, dass Großeltern das Kind erziehen ) etc? Ja ihr seid ehrlich, ihr wollt es für einen besseren Lenensstandard, aber mein Gott, auch das ist legitim.

          Ist jetzt ziemlich lang geworden, aber ich hoffe es gibt euch einen weiteren Denkanstoß.

          Ach ja und ich bin Krankenschwester und Dauernachtwache, mein Sohn ist fast 2 und wird von Papa nachts betreut und tagsüber zur Oma " abgeschoben" und jetzt wegen des Studiums zusätzlich noch zur Tagesmutter:-) klar ich bin nicht außer Lande aber auch nicht rund um die Uhr verfügbar und KEINE Rabenmutter ( außer ab jetzt bei urbia ;-p )

      • Wer. Ist dann da, wenn sie von der Schule kommen? Sind sie dann nachts alleine?

        • Abendessen gibt es bei Oma + Opa und sie können dann entscheiden, ob sie dann dort schlafen wollen oder daheim schlafen. Unsere Hauser sind nur wenige Gehminuten entfernt.

          Wenn sie daheim schlafen ist natürlich nachts niemand da.

          • Nein, würde ich nie machen. Nach drei erwachsenen Kinder weiß ich was Pupertät ist. In dem Alter kann man nie einschätzen welche Entwicklung sIe wann und wie machen. In dieser Zeit müssen sie sich ausprobieren, negativ wie positiv und sie lassen sich gern von Gleichaltigen zu was überreden, was sie vl. Von selbst nie machen würden. Wenn sie dazu noch so ein planbare Freiheit serviert bekommen, hätte ich keine ruhige Minute. Hätte ich sie damals dazu befragt, wäre ihre Begeisterung dafür grenzenlos gewesen. Ich fand es in dieser Zeit gerade wichtig präsent zu sein, sofort zu merken wenn etwas in der Luft lag. Dadurch kann man doch vieles wieder in die richtige Richtung schupsen.

            völlig richtig, in der Pubertät wird man oft viel mehr gebraucht als vorher. Das gestehen sich aber viele nicht ein.

            lg

            Andrea

In diesem Alter würde ich ganz offen mit den Kindern sprechen und sehen was sie davon halten. Ich weiß ja nicht, wie viel ihr zur Zeit arbeitet, aber wenn ihr momentan eh erst jeden Abend um 22 Uhr heimkommt, ist der Unterschied vielleicht nicht ganz so groß...

Ansonsten finde ich es vollkommen legitim, wenn sich Eltern wieder auf ihre Karriere konzentrieren wenn die Kinder im Teenageralter sind. Ich möchte mich auch gerne in einigen Jahren beruflich wieder weiter entwicklen, aber meine Kinder sind noch sehr klein. Solange eure Kinder gut aufgehoben sind und sich dort auch wohl fühlen, finde ich das ok.

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