Familienleben

Die anderen Diskussionsteilnehmer fanden das Wort "egoistisch" gar nicht angebracht in diesem Fall. Aber sie geben gute Denkanstöße für oder gegen ein weiteres Kind.
Ein Tipp vom urbia Team

14.02.17 - 17:43

Wir sind zu egoistisch fürs zweite Kind!?

Ihr Lieben,
täglich beschäftige ich mich nur mit einer Frage: Ein zweites Kind, Ja oder Nein!
Ich (30) und mein Mann (35) haben eine kleine Tochter (20 Monate). Sie war geplant und ist unser ganzer Stolz.

Jetzt überlegen wir ob wir dieses Jahr irgendwann nochmal loslegen sollten für Kind Nummer 2.
Wir sagen beide dass das Herz "Ja" sagt und der Verstand ganz laut "NEIN".
Habt ihr vielleicht noch irgendwelchen Input für uns?
Finanziell und vom Platz her wäre es kein Problem.

Was für uns dagegen spricht:
Viel mehr Stress, schon wieder schlimme Nächte, die Schwangerschaft muss ich erstmal überleben (Hyperemesis gravidarum, schlimme Übelkeit mit 16 Wochen lang Dauerbrechen) ich wüsste nicht wie ich mich dann um meine Tochter kümmern sollte. Also im Prinzip ist es das Anstrengende was uns so abschreckt. Kind 1 schläft nicht durch und Kind 2 schläft auch erstmal schlecht. Oder einkaufen mit 2 Kindern stell ich mir auch mega anstrengend vor alleine.
Omas usw gibt es nicht deswegen hätte ich im Alltag nie wieder eine Pause. Bin ich zu faul? Haushalt bekomm ich gerade so hin zur Zeit. Mit 2 Kindern versinke ich im Chaos!
Anscheinend ist uns das Schlafen nachts wichtiger als ein zweites Kind?!
Mit einem Kind ist alles möglich und relativ stressfrei aber mit zwei Kindern gibt es nur Stress? Ist das so? Wie oft habe ich schon gehört "Ein Kind ist kein Kind" DAS MACHT MIR ANGST. Ehrlich gesagt freue ich mich oftmals wenn meine Tochter mit 3 in den Kindergarten geht und ich dann in völliger Ruhe meinen HAushalt machen kann am Morgen. (Ich arbeite nur Teilzeit)

Was dafür spricht:
Ich habe auch eine Schwester und wir unternehmen so viel zusammen was einfach toll ist. Eine beste Freundin kann das nicht ersetzten find ich.
Wenn ich und mein Mann mal sterben hat meine Tochter noch jemand aus nächster Familie.
Ausserdem gäbe es einen Spielkameraden für sie.
Irgendwie hab ich das Gefühl dass mir was fehlt und ich noch eins möchte und dann denk ich mir im nächsten Moment dass jetzt momentan doch alles toll ist und wieso sollte man sich denn den Stress geben wenn es einem doch aktuell gut geht.

Mein Mann ist in seiner Meinung genauso sprunghaft übrigens.

Wie hört sich das für euch an? Wäre es besser es zu lassen oder ist das ganz normal dass man so denkt? Schönen Abend und Danke fürs lesen

42 direkte Antwort(en) auf den ausgewählten Beitrag:

14.02.17 - 17:54

Hallo!
Ich denke wenn man sich vorher schon staendig einredet, dass es super stressig wird, dann wird es das auch.
Meine beiden sind 22Monate auseinander, Familie in der Naehe hatte ich nie, Auto auch nicht am Anfang....ich fand es gut.

Wenn ich zurück blicke, war der Anfang das einfachste, auch wenn es stressig war ;)

14.02.17 - 17:59

Mein Eindruck ist, es überwiegt momentan die Angst als die Sehnsucht. Und daher würde ich es zurück stellen. Entweder kippt das noch mal, dann fangt ihr eben an zu üben. Oder ihr werdet immer sicherer, dass ihr nicht von vorne anfangen wollt. Dann ist es doch auch gut.

Auch Einzelkinder können glücklich werden. Manchmal verstehen sich Geschwister auch gar nicht. Daran würde ich es nicht aufhängen.

Vielleicht kommt der Wunsch auch stärker auf, wenn die Große in die Kita geht?

LG Küstenkönigin

14.02.17 - 18:13

Nein, egoistisch seid ihr sicher nicht. Ich denke einfach, dass euer Wunsch (zur Zeit?) nicht groß genug ist.

Wir haben vor 12 Tagen Nr 2 bekommen. Ja, ich hatte bzw habe auch Respekt vor der Herausforderung mit 2 kleinen Kindern, die Grossteils beide zu Hause betreut werden. Auch die Nächte sind doof, ein Neugeborenes wacht oft auf, dann wird der Bruder wach etc. Klar, alles anstrengend und nervenaufreibend aber wir haben beim großen (27 mo) gesehen wie schnell alles vorbei geht. Auch wenn es eine extra doofe Phase ist, wird diese nicht für immer andauern. Außerdem habe ich einen tollen Partner, der immer mit anpackt, daher denke ich dass wir es als Team schon schaffen werden.

Macht euch doch selbst keinen Druck. Ihr könnt auch noch in ein, zwei Jahren an Nr 2 rangehen. Nicht jeder muss 2 unter 3 haben. Auch ein größerer abstand ist schön. Und selbst wenn der Wunsch nach einem weitern Kind ausbleibt, so what? Man kann doch auch sehr gut mit einem Kind glücklich sein. Nur weil andere vielleicht 2 oder 3 haben, müsst ihr das doch nicht auch.

Ihr seid eures Glückes Schmied. Nur das zählt.

14.02.17 - 18:35

Hallo
"Ein Kind ist kein Kind" reiht sich für mich genau so wie "einen Spielpartner für das Kind bekommen" und ähnliches in die Liste der dümmsten Sprüche überhaupt ein. Ein Kind ist EIN Kind. Freunde sucht man sich aus, Geschwister nicht. Natürlich machen mehrere Kinder generell gesehen mehr Arbeit da es mehr Personen sind usw. aber wie anstrengend die Kinder selbst sind hat absolut nichts mit der Kinderanzahl zu tun sondern ganz alleine mit den Kindern selbst.
Wenn man es so sieht ist es doch alles Egoisumus der Eltern, man bekommt ein Kind weil die Eltern es wollen.
Es kann niemand vorhersagen wie eine weitere Schwangerschaft & ein weiteres Kind wäre, was du aber beeurteilen kannst ist eure aktuele Situation. Nach deinem Beitrag habe ich eher das Gefühl bei dir überwiegt das gute Verhältnis von dir und deiner Schwester als (einziger) Pluspunkt. Da es da aber ebenfalls keine Garantie gibt wäre das für MICH absolut kein Punkt. Und ja, auch ich habe eine Schwester mit der ich mich gut verstehe, aber nicht weil wir Schwestern sind sonder weil es einfach passt.

LG

14.02.17 - 18:58

Also problematisch sehe ich nur diese Übelkeit. Wer könnte auf euer Kind dann aufpassen?

Im Ernst: in alles Andere wächst man rein! Als meine Tochter so alt war wie deine, kam schon die Zweite. Ja es war sehr anstrengend. Aber es geht alles rum.

Dein großes Kind wäre ja schon im Kindergarten, wenn Nr. 2 kommt. Würde nachts schlafen, wäre trocken. Einkaufen kannst du zur Not, wenn dein Mann daheim ist. Oder wenn das große Kind im Kindergarten ist.
Ich sehe die ganzen Probleme nicht so. Die ersten drei Jahre sind anstrengend. Immer.
Aber ich würde kein Einzelkind haben wollen. Die positiven Aspekte überwiegen bei Geschwistern, finde ich.
Aber das mit der Übelkeit finde ich halt dann schwierig.

14.02.17 - 18:59

Gar nicht schlimm, wenn man so denkt. Und auch nicht schlimm ein Einzelkind zu haben.

Ich würde euch empfehlen, dann für ein Kind zu üben, wenn es sich für euch richtig anfühlt. Aber ganz sicher nicht wegen eurer Tochter. Es gibt Geschwister die sind eng und spielen auch viel. Aber es gibt auch welche die können nichts miteinander anfangen oder streiten hauptsächlich. Wie es wird kann niemand sagen.

Ansonsten bin ich glücklich mit der Entscheidung, dass wir dann doch noch uns für ein zweites Kind entschieden haben.

14.02.17 - 19:20

Euer Kind ist erst 20 Monate alt und du bist erst 30 Jahre alt, ihr habt noch alle Zeit der Welt, das zu entscheiden. Wenn ihr euch jetzt kein 2. Kind wünscht, braucht ihr keine Rechtfertigung dafür, dann wäre zumindest jetzt der falsche Zeitpunkt.

Kinder bekommen oder nicht bekommen ist immer egoistisch, das finde ich ganz normal.

14.02.17 - 19:31

Zwischen 2-3 Jahren sind die Kinder am anstrengendsten. Ich wuerde eher einen etwas groesseren Abstand anstreben. Dies ist auch mit weniger Stress verbunden, da das erste Kind aus dem groebsten raus ist. Lasst euch doch noch etwas Zeit und sprecht dann nochmal drueber. Du bist ja noch keine 40.

14.02.17 - 19:39

Ich würd jetzt mal 2-3 Jahe warten, bis die "Problemchen" mit dem ersten Kind verschwunden sind.........dann sieht die Sache bestimmt anders aus.

lg

14.02.17 - 19:44

Hallo!

Ganz grundsätzlich;: sollte es Dir in der Schwangerschaft wieder so extrem schlecht gehen, hast Du einen Anspruch auf eine Haushaltshilfe, die die Krankenkasse bezahlt und die sich dann auch ums zweite Kind kümmern kann. Auch eine Kinderkrippe wäre ggf. eine Entlastung. man muss Kinder ja nicht auf biegen oder Brechen zu Hause betreuen, bis sie drei sind.

Ich habe übrigens Brüder. Als Kind habe ich mit einem recht viel gespielt, aber trotzdem seit einigen Jahren nur noch sehr selten Kontakt. Beim anderen Bruder waren die Interessen von Anfang an zu verschieden, als das wir groß was miteinander hätten anfangen können, und auch wenn wir grundsätzlich guten Kontakt haben, sehen wir uns vielleicht 4x im Jahr. Geschwister haben heißt noch lange nicht, dass die später mal Spielkameraden oder Freunde fürs Leben werden. Ich mag meinen Bruder wirklich, aber ich habe so wenig mit ihm gemeinsam, dass ich eben nicht befreundet bin mit ihm.

14.02.17 - 20:04

Ganz einfach:
Zum jetzigen Zeitpunkt: Nein

Wartet mal noch ein Jahr und entscheidet dann. Vielleicht sieht die Welt dann ganz anders aus.

Ich persönlich fand die Umstellung zu einem Kind viel extremer als zu zwei Kindern.
Wobei ich wohl mit dreien sicher überfordert wäre.

14.02.17 - 20:11

Von 0 auf 1 Kind ist hart. Die Umstellung in ein neues Leben ist einfach krass.
Aber von 1 auf 2, erst recht wenn ein angenehmer Abstand (3-5 Jahre) dazwischen liegt, ist nicht schlimm.

Man ist eine erfahrende Mama und macht sich nicht mehr über jeden Pups so viele Gedanken. Man weis was man tut.
Hinzu kommt: jedes Kind ist anders. Insofern weist du nichts über die zweite Schwangerschaft oder dem
Zweiten Kind. Meine Kinder waren weder in der Schwangerschaft noch nach der Geburt gleich.

Lasst es euch auf euch zukommen.

Der altersabstand wäre bei euch ideal. Hinzu kommt das Mädchen als ältere Geschwister meistens gut zu Händeln sind und das Baby auch nachweislich vom Mädchen profitieren wird.

Ihr müsst wissen ob oder ob nicht. Ich bin jedenfalls zufrieden mit meinem Geschwisterpärchen und bin dankbar dafür beide Geschlechter groß ziehen zu dürfen. Zumindest hier ist meine Tochter ein Papakind. Mein Sohn ist ein Mamakind. 1 zu 1 sozusagen :-)

14.02.17 - 20:31

Hallihallo!
Also hier hast du eine Leidensgenossin was die Schwangerschaft angeht und das anstrengende Schlafverhalten.
Im Alter eurer Tochter hätten mich noch keine 10 Pferde wieder zu einer Schwangerschaft gebracht. Und ich wollte immer 3 Kinder.
Bei unseren beiden beträgt der Altersabstand knapp 5 Jahre und das war auch gut so. Beim Kleinen habe ich 20 Wochen nur erbrochen, musste deshalb ins Krankenhaus, ich war ein Gespenst. Aber meine Tochter war groß genug und hat es verstanden. Schlafen ist bei beiden bis heute ein Thema. Aber ansonsten läuft es ziemlich entspannt. Und sie lieben sich abgöttisch und spielen auch oft zusammen.
Macht euch keinen Stress, die Entscheidung könnt ihr in 1, 2, 3 Jahren auch noch fällen.

Gglg

14.02.17 - 20:33

Ich denke momentan ist der Wunsch noch nicht stark genug bei euch.

Ich kann Dir von uns erzählen.....meine Große war ein seeehr nörgeliges Baby und das wurde erst besser als sie sprechen konnte und ich wäre NIE auf die Idee gekommen das ich ein 2. Kind will. Es folgten 3 anstrengende Jahre zwischen Familie, Job und viiiiiieeeeelen Krankheiten und Kindergartenverweigerung meiner Großen und ich war absolut dagegen ein 2. zu bekommen und auch völlig fertig. Ich habe dann eine Mutter Kind Kur irgendwann gemacht und endlich wieder zu mir gefunden.

Dann kam so langsam das Gefühl das es doch eine Nummer 2 geben könnte aber der Kopf wiedersprach weil es platztechnisch und finanziell knapp werden würde. Aber was soll ich sagen heute ist mein Kleiner 14 Monate alt und wir sind froh den Schritt gewagt zu haben. Der Wunsch war irgendwann so groß das uns alle Vernunft wurscht war und wir es einfach durchgezogen haben;-)

Meine Große war bei der Geburt 5 1/2 und dann mit Baby habe ich erst einmal gemerkt wie selbstständig sie schon war und wie unabhängig man selbst schon wieder geworden war. Sicher gab es manches Mal großes Chaos und auch schlimme Eifersuchtsdramen aber letztendlich kann ich jetzt nach 14 Monaten sagen das alles halb so schlimm war wie befürchtet bzw. auch nicht anders chaotisch als nur mit einem Kind/Baby.
Zu dem Thema Einzelkind kann ich Dir sagen, dass ich nicht glaube das meine Tochter in ihren ersten Lebensjahren etwas vermisst hat und ich denke auch das sie weiterhin damit zurecht gekommen wäre und es sich heute (obwohl sie ihren Bruder abgöttisch liebt) immer wieder mal zurück wünscht. Ich beispielsweise habe einen Bruder mit dem ich nicht sonderlich eng bin. Wir haben uns als Kinder gut vertragen aber es gab nie so eine feste Bindung zwischen uns.

Ihr werdet schon euren Weg finden und dabei ist völlig egal was andere sagen! Wenn das Modell ein Kind für euch am besten passt ist es doch super wenn ihr dazu steht bevor ihr vielleicht mit einem 2. Kind "unglücklich" seid. Und wenn der Wunsch nach einem 2. Kind irgendwann überhand nimmt könnt ihr es ja immer noch einmal wagen#schein

14.02.17 - 20:47

ich habe meine Kinder bewusst mit kurzen Abständen hintereinander bekommen das Schlafthema kenne ich aber absolut nicht dafür war das zweite ein Schreibaby . Alle anderen Punkte bei denen du bedenken hast hatte ich meine Schwangerschaften waren alle wirklich kein Vergnügen , Unterstützung hatte ich nie , Haushalt und Einkaufen hatte ich eine ganze Zeit lang sogar mit mehreren kleinen Kindern zu bewerkstelligen und hier war trotzdem kein Chaos . Ich hasse nämlich Chaos ,schnell und belastbar sollte man aber sein. Deine Bedenken kann euch niemand nehmen vielleicht seid ihr eher Eltern für die ein großen Altersabstand passt . Das was du schreibst ließt sich erstmal nicht so als ob wirklich der Wunsch nach einem zweiten Kind besteht eigentlich lese ich nur den Wunsch nach einem Geschwister für eure Tochter .

14.02.17 - 21:02

Hallo,

ich wollte immer 2 Kinder, konnte mir ein Einzelkind irgendwie gar nicht vorstellen (bin selbst mit einer nur wenig jüngeren Schwester aufgewachsen) und habe folgerichtig 2 Kinder: 22 Monate Altersabstand.

Das erste Jahr war anstrengend - aber so ein kleiner Abstand ist bei euch ja schon vom Tisch. Als die Große 3 wurde, wurde vieles entspannter: Allein, dass sie sich selbst anziehen konnte! (Und mit dem Bewußtsein "ich bin die Große, ich kann das schon!" auch immer freiwillig gemacht hat!!) Beim Essen mußte man gar nicht mehr helfen; auf dem Parkplatz nur sagen "bleib da stehen", nicht mehr festhalten. Kurz: eine 3jährige ist nicht zu vergleichen mit einer 2jährigen.

Überrascht war ich davon, wie friedlich und wenig fordernd unsere jüngere Tochter von Anfang an mit sich selbst gespielt hat... und wie unproblematisch sie geschlafen hat. Beides höre ich oft vom 2.Kind - möglich, dass die Kinder durch den von Anfang an vorhandenen, kindgerechten Rhythmus, ruhiger sind - eine Garantie dafür gibt es natürlich nicht.

Seit unsere Große 4,5 ist, sehe ich verstärkt die Vorteile von Einzelkindern:

befreundete Familien fahren im Winter Ski - unsere fast 3jährige ist dafür noch zu klein, also fährt auch die Große Schlitten...

Freunde der Großen lernen Schlittschuh-laufen - unsere Tochter nicht, was sollte ich in der Zeit mit der Kleinen machen? Die Kleine rennt genauso schnell wie die Große, hüpft weiter , klettert höher... die Große misst sich lieber mit der Schwester als mit gleichaltrigen Freundinnen - und wird dadurch natürlich ausgebremst.

Aber wenn ich dann auf dem Spielplatz Familien sehe, wo 4 Erwachsene (Mama, Papa, Oma, Opa) darauf warten, dass das eine Kind fertig geschaukelt hat... Oder wenn ich sehe, wie einem Einzelkind im Restaurant erlaubt wird, schon auf den gegenüberliegenden Spielplatz zu gehen und das Mädel hüpft alleine los...

Dann schaue ich, wie unsere Große die Kleine an der Hand mit sich zieht und beide vergnügt miteinander schnattern und ich bin froh, dass sie einander haben,; auch wenn sie sich dadurch anders und auch weniger frei entwickeln als Einzelkinder.

Aber ich denke, das ist so ein Punkt: Freiheit des Einzelnen, individuelle Entfaltung oder Gemeinschaft, Miteinander, Rücksichtnahme in jeder Hinsicht... Wie würden wir/haben wir für uns selbst entschieden? Für unsere Kinder müssen wir entscheiden und dabei unsere eigenen Möglichkeiten (emotional, finanziell und die eigene Belastbarkeit) berücksichtigen.

Alles Gute für eure Entscheidung!

14.02.17 - 21:49

ohje, für mich hört sich das eher so an, wie wenn du dir das selbst ausreden willst.....

Ich hatte in meiner ersten SS auch nix zu lanchen.... 18 Wochen lang gekübelt. mehr im KH gelegen wie zu Hause... dann glückliche 2 Wochen und bis zur 36ssw Wehen. KS in der 36 ssw. und ich konnte mich 2 Tage bald nicht bewegen.....aber mein Sohn war mein ganzer Stolz... alles war vergessen....
nach 2 jahren haben wir uns entschieden nochmal nachzulegen..... Die SS lies 2 Jahre auf sich warten und als sie da war, hatte ich anfangs auch Angst, aber ich hatte bis auf paar kleinigkeiten ne Traumhafte SS.
Der Alltag war klar anders, aber schön..... nie wieder ne Pause? selbst wenn keine oma vorhanden ist, du hast doch nen Ehemann.. und ne Schwester....da kann man immerhin mal auszeiten nehmen.... hatte ich auch.... und mal ehrlich... diese Zeit geht doch auch vorbei... und das ziemlich schnell... mit Kindern verfliegen die Jahre doch wie im Flug und zack, da sind sie in der Pupertät und man wünscht sich die kleinen Racker zurück....
Ich hab es nie bereut, zwei Kinder zu bekommen... Wenn ich die beiden heute manchmal seh, trotz 5 Jahren altersunterschied, ein Herz und eine Seele, wenns drauf ankommt. Ich weiß, wenn wir eltern mal nicht mehr sind, haben die beiden sich....

du hältst dir leider nur die negativen seiten vor augen... aber was ist mit den schönen??? dem ersten schrei, das erste Lächeln, die ersten Schritte, das erste gebrabbel????

LG

14.02.17 - 22:21

Pro:
Herz sagt ja.
Mehr Leben in den eigenen 4 Wänden,

Kinder beschäftigen sich auch mal zusammen, wenn sie älter sind,
Lernen ihr Spielzeug zu verteidigen,
Der ältere bringt dem Jüngeren gerne die aufgestellten Regeln auch mit bei

Im Alter muss nicht ein Kind die Entscheidungen über Pflege treffen und selbst ständig verfügbar sein
...

Kontra:
Mehr Unordnung in Haushalt,
Mehr Wäsche,
anstrengende Schwangerschaft

weniger Schlaf nachts

Lösung:
Unordnung: Kinder in Haushalt nach und nach mit einbeziehen. Die haben Spass daran, Handtücher zu Falten oder Besteck aus der Spülmaschine auszuräumen. Auch kleine Kinder können ihr Spielzeug Aufräumen. Immer gleich alles wieder zurück räumen, wenn man es nicht mehr benutzt.
Wäsche: Es ist mehr Wäsche vorhanden, Sockenhalter, die man sofort nimmt, wenn man die Socken auszieht, Wäsche gleich nach dem Ausziehen in die Wäschekörbe sortieren
Schwangerschaft: Haushaltshilfe wird evtl. von der KK bezahlt, Babysitter (Jugendliche gibt es immer, die gerne babysitten, mal im Kindergarten nachfragen)
Schlaf: Mach den Mittagsschlaf mit oder Ruh Dich morgens aus (wenn Kind1 im Kindergarten und Kind 2 schläft). Koch für 2 Tage vor
Einkaufen: von Anfang an klare Regeln aufstellen und auch dabei bleiben. Dann hat man 1mal ein schreiendes Kind und nie wieder. Es kommt nicht dabei um, wenn es an der Kasse keine Quengelware gibt z. B.

Hast Du Lösungsvorschläge zu Deinen Kontrapunkten? Kannst Du damit leben? Wenn ja, dann spricht nichts gegen ein zweites Kind.

14.02.17 - 22:41

Also ehrlich gesagt, an Deiner Stelle würde ich es lassen.

Ich habe zwei Kinder und finde es großartig, aber ich bin mit einer anderen Einstellung rangegangen. Mit nur einem Kind dachte ich, ich sei Supermum und könne alles wuppen, weils ja so einfach ist, Kinder zu erziehen.

Mit zwei Kindern durfte ich dann feststellen, dass ich wohl doch nur eine ganz normale Mama bin und Grenzen habe. Als die Kleine noch ganz frisch war, war alles easy. Aber als sie anfing mobil zu werden, wurde es richtig stressig. Es ist ja keine große Kunst, auf die Bedürfnisse von einem Kind einzugehen, aber wenn die beiden gegensätzliche Bedürfnisse haben (und man selbst womöglich auch noch irgendwann lichte MOmente hat, in denen man die eigenen Bedürfnisse noch spürt), dann ist es eben nicht mehr alles "easy".

Die Umstellung auf zwei Kinder fand ich schon heftig. Mittlerweile sind meine beiden 8 und 5 und ich bin gespannt auf den nächsten Sprung, wenn beide in die Schule gehen und dann beide zum Lernen motiviert werden wollen oder gleichzeitig mit Fragen zu den Hausaufgaben kommen. Mit einer gehts noch ganz gut, momentan steckt die Kleine in solchen MOmenten zurück und bekommt dann später einen Ausgleich, indem wir etwas machen, das ihr gut tut. Aber das fällt weg, wenn sie auch eingeschult wird.

Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben, auf jeden Fall. Aber einfach ist es nicht immer, und wenn Du jetzt schon manchmal das Gefühl hast, nicht noch mehr zu schaffen, dann würde ich mir im Moment auch nicht noch mehr zumuten. Es ist ja nicht so, dass Du kurz vor Tore Schluss stündest und es dieses Jahr noch entscheiden musst.

14.02.17 - 23:44

Ich finde deine Gründe für ein zweites Kind nicht wirklich überzeugend. Du schreibst etwas von Spielkamerad für deine Tochter usw. Es kann aber auch genauso gut sein das die beiden überhaupt nichts miteinander anfangen können. Das kann dir nur im Vorfeld keiner sagen. Daher finde ich persönlich ein Kinderwunsch sollte nicht für die Geschwister sein sondern weil ihr euch als Eltern sicher seid.

Die Contrapunkte hingegen verstehe ich und ich finde es nicht egoistisch zu sagen mit noch weniger Schlaf und noch weniger/gar keiner Freizeit komme ich nicht zurecht. Es ist einfach ehrlich und du kennst deine (momentanen) Grenzen. Wir haben uns für ein zweites Kind mit geringen altersabstand entschieden (20 Monate) - aber nur weil ich weiß das die Großeltern helfend da sind und uns unterstützen können und wollen. Da bin ich ehrlich, ohne Unterstützung hätte ich mir das nicht zugetraut. Genauso bin ich egoistisch - ich brauche Zeit für mich und meinen Mann....ein der Papa passt auf und du hast Freizeit ist nichts für mich. Auch wenn es wenig und organisierte paarzeit ist auf die will ich nicht verzichten.

Du bist ja gerade mal 30...da drängt die Zeit ja noch nicht und vllt siehst du in 1-2 Jahren vieles anders...und der Kinderwunsch ist dann da...oder auch nicht. Ich würde da jetzt nichts überstürzen wenn solche Zweifel da sind.

Ich bin übrigens Einzelkind und nicht umbedingt traurig darüber ;-) also wenn es bei einem bleiben sollte muss das für eure Tochter nicht negativ sein.

15.02.17 - 06:09

Ich würde an eurer Stelle einfach noch 1-3 Jahre warten. Ich denke wenn die erste Tochter besser schläft, trocken ist und selbständiger werdet ihr euch eher ein zweites Kind zutrauen können. Außerdem bist du doch erst 30.
Ich habe mir eigentlich von Anfang an einen größeren Abstand gewünscht aus oben genannten Gründen. Mein Sohn ist 18 Monate und fürs zweite Kind werden wir so in 1,5 Jahren anfangen zu üben. Für mich persönlich wäre der Abstand dann ideal.

Es ist leider nicht immer so dass Geschwister mit geringerem abstand sich gut verstehen und schön miteinander spielen. Sowohl mein Mann als auch ich hatten jüngere Geschwister mit abstand unter 3 Jahren und waren wie Hund und Katze. Unsere Eltern waren eigentlich nur damit beschäftigt Streit zu schlichten weil zusammenspielen selten gut ging. Auch heute haben sowohl ich als auch mein Mann wenig Kontakt zu unseren Geschwistern weil man einfach nichts mit der anderen Person anfangen kann. Für mich wäre ein geringer abstand oder generell der Wunsch nach einem Spielkameraden für das erste Kind also absolut kein Argument für ein zweites Kind.

15.02.17 - 06:20

Ich persönlich finde/fand es mit zwei kleinen Kindern gar nicht so stressig (die Jungs sind knapp 3 Jahre auseinander und unsere gesamte Verwandtschaft wohnt mehrere hundert Kilometer weit weg).

Aber z.B. am Wochenende/im Urlaub ist es für uns viel entspannter, da wir nicht ständig den Animateur geben müssen - es ist halt immer ein Spielkamerad da. Die beiden lieben sich heiß und innig (klar kloppen sie sich auch mal) und haben jede Menge Spaß zusammen. Und sie profitieren enorm voneinander.

15.02.17 - 08:00

Hallo,

ich finde es ganz normal, dass man das Für und Wider abwägt - schließlich ist es nicht das Gleiche, ob man sich entscheidet ein zweites Kind zu bekommen, was sich auf das ganze weitere Leben auswirkt, oder z.B. ein Buch zu kaufen....

Diese Überlegungen können je nach Familie und Situation völlig unterschiedlich ausfallen:
wir waren in der gleichen Situation, als unser Sohn im Alter Eurer Tochter war, ABER:
-meine Schwangerschaft war toll (gut, die Geburt nicht so...)
-unser Sohn war schon immer pflegeleicht, was das Schlafen angeht - dafür aber am Tage ein echter Wirbelwind

Und ich war ein Einzelkind gewesen und hatte mir immer Geschwister gewünscht - ich wollte nicht, dass mein Sohn als Einzelkind aufwachsen muss (mein Mann hatte 3 Geschwister und fand das auch gut so).

Wir haben uns für das zweite Kind entschieden - mittlerweile ist unser zweiter Sohn fast 8 Jahre alt. Ich würde es wieder so machen, auch wenn die zweite Schwangerschaft sehr nervenaufreibend war und wir ihn fast verloren hätten.

Auch unser zweiter Sohn war immer schon ein guter SChläfer - wenn auch mit deutlich geringerem Schlafbedarf als der Große. Beide waren als Säuglinge pflegeleicht (zumindest kommt es mir im Nachhinein so vor;-)). Mein Großer war mit 4 mal sehr anstrengend - da ging ich zu einer Erziehungsberatung und wir haben es hinbekommen. Mein Kleiner ist ein ausgefuxter kleiner Kerl, sehr wortgewandt, sehr stur manchmal...und ja, ich habe schon etwas Angst vor der Pubertät:-p....aber das wird schon.

Ich möchte keinen der beiden missen#verliebt

So, das war jetzt eine Entscheidungsgeschichte aus meiner Sicht - jetzt bist Du dran. In Deinen Schuhen kann ich leider - oder zum Glück - nicht laufen...

LG

a79

15.02.17 - 08:47

Wir haben ebenfalls ein Einzelkind, allerdings schon drei Jahre alt. Aus diversen Gründen habe ich mich gegen ein zweites Kind entschieden, denn die Lebensumstände geben es meiner Ansicht nach einfach nicht her. Viele deiner Argumente könnten von mir stammen.

In meinem Freundeskreis habe ich viele Frauen mit ähnlich alten Kindern kennen gelernt und viele haben inzwischen ein zweites. Ich kenne KEINE, die es toll fand oder findet mit 2 Kindern. Alle sind immer nur gestresst, übermüdet, überfordert, ausgelaugt, jammern, haben keine Zeit mehr für sich - mich persönlich schreckt das schon sehr ab.

Es gibt die Mamas, die auch noch mit 2 oder 3 Kindern total locker durchs Leben gehen, ich würde aber sicherlich nicht dazu gehören. Offen gestanden hätte ich auf die neuerlichen Einschränkungen keine Lust und hätte zu viel Bedenken, dass ich nicht zwei Kindern gerecht werden kann. Außerdem müsste ich meine Arbeit wahrscheinlich noch weiter reduzieren (NoGo) und Wintersaisons mit 2 dauerkranken Kindern will ich mir ehrlich auch nicht vorstellen...

>> Wenn ich und mein Mann mal sterben hat meine Tochter noch jemand aus nächster Familie. <<

Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr in nächster Zeit versterben könntet, ist ja erstmal sehr gering.

>> Ausserdem gäbe es einen Spielkameraden für sie. <<

Viele Geschwister spielen aufgrund Alters- oder Geschlechterunterschiedes gar nicht sooo viel miteinander, streiten aber umso mehr.

15.02.17 - 08:50

Hey,

bei uns ist es ähnlich. Ich würde sagen lasst euch doch einfahc noch etwas Zeit.
Mein Mann und ich sind 33 Jahre alt. Unsere Tochter wird dieses Jahr im August 3 Jahre alt.
Ich hatte auch eine bescheidene SS mit Hyperemesis. Dann hatte ich noch ne furchtbare Geburt und erstmal stand fest, ich ein Kind nie wieder!
Die Anfangszeit empfanden wir auch als große Umstellung wenngleich unsere Tochter doch recht pflegeleicht war.
Ich überlegte auch immer wieder will ich nicht doch ein zweites Kind und lange konnte ich mir das wirklich nicht vorstellen.
Inzwischen ist meine Tochter 2,5 jahre alt und es macht so einen Spaß mit ihr. So dass immer wieder der kinderwunsch hochkommt. Und ja inzwischen steht fest das es ein zweites Kind geben wird, aber noch nicht jetzt.

Frühestens wenn unsere Tochter im Sommer 3 jahre alt wird, wollen wir anfangen zu üben.
Sollte es mir wieder so schlecht gehen, ist sie dann wenigstens größer und versteht mehr. Sie geht in den Kindergarten und ist da gut aufgehoben.

aktuell genißen wir auch noch unsere wiedergewonnen Freiheiten, wie das unsere Tochter mal ein Wochenende bei den Großeltern verbringt und wir das Wochenende für uns haben oder viele andere kleine Dinge.

2 so klein ekinder würden meine nerven auch nie mitmachen. Ich finde einen größeren Altersunterschied gar nicht so schlecht. Meine Schwester und ich sind auch 4 jahre auseinander und hatten und haben immer ein super Verhältnis gehabt.

15.02.17 - 08:54

Ich habe all die vielen Antworten nicht gelesen, antworte aber trotzdem nochmal.
Warum müßt ihr die Entscheidung denn schon jetzt treffen?
Nach der Geburt meiner großen Tochter wollte ich erstmal 2-3 Jahre lang gar kein zweites Kind. Nach einer gewissen Zeit kam dann aber doch nochmal der Kinderwunsch auf und letztlich ist unsere 2. Tochter fast exakt 5 Jahre nach der Großen geboren worden.
Hat den Vorteil, dass das ältere Kind schon sehr "selbstständig" war und ich mich nicht um 2 Kleinkinder gleichzeitig kümmern mußte. Auch war sie die ganze Babyzeit über sehr verständnisvoll, hat Rücksicht genommen, wenn ich mich um die Kleine kümmern mußte oder ist auch schon mal allein zu Hause geblieben, wenn ich kurze Besorgungen zu erledigen hatte, so dass ich nicht immer zwangsweise mit 2 Kindern gleichzeitig unterwegs sein mußte.
Und trotz des recht großen Altersabstandes haben beide ein tolles Verhältnis zueinander.
Und diese Geschwisterbeziehung zu beobachten ist wirklich wunderschön! Da verpasst man wirklich etwas, wenn man "nur" ein Kind hat.

15.02.17 - 09:03

Les doch einfach mal 3 Beiträge über Deinem ;-)

15.02.17 - 09:46

Hallo!

Wartet doch einfach ab, bis der Kinderwunsch die Bedenken überwiegt. Habt ja noch Zeit.

Und wenn der Zeitpunkt nie kommt, dann bleibt es eben beim Einzelkind.

LG Claudi (mit bisher 3 Kindern - die diese Bedenken zu keiner Zeit hatte)

15.02.17 - 09:57

Hallo!

Bei mir war die Schwangerschaft auch nicht schön (nur mal kurzeitige Abschnitte) und wir hatten die ersten 3 Jahre schlechte Nächte (mehr wie mal 3 Stunden Schlaf am Stück bekamen wir nicht).
Wir hatte Hilfe durch meine Eltern, das rettete uns sehr oft vorm Durchdrehen, aber dennoch schreckte uns der Gedanke ab, mit einem 2. Kind würde das wieder so werden.
Ein erneuter Kinderwunsch hat sich deshalb bei uns auch nie eingestellt, dann wäre es sicher anders gelaufen.
Natürlich denke ich heute auch oft, was gewesen wäre und wie es unserer Tochter (jetzt schon 9) damit später gehen wird, ein Einzelkind zu sein...
Jetzt wollen wir aber auch nicht wieder von vorn anfangen, denn dann hätten wir 2 Einzelkinder ;-) Auch genießen wir die gewissen Freiheiten.

Ihr habt doch noch genug Zeit, um zu sehen, wie sich euer Kinderwunsch entwickelt. Muss doch nicht sofort sein ;-)

LG
sonntagskin

15.02.17 - 09:58

Hallo,

du bist überhaupt nicht egoistisch oder zu faul für ein zweites Kind. Ich finde du bist realistisch und kennst deine Grenzen.

Wir haben 3 jährige Zwillinge, die Schwangerschaft war sooo schlimm...Hyperemesis gravidarum bis zum Kreissaal. In der SSW 21 habe ich erfahren, dass ein Kind nicht gesund zur Welt kommen wird. In der 33 SSW kam es zur Frühgeburt nach Hellp Syndrom, danach folgte ein sehr kräftezehrendes 1. Lebensjahr, zwei Säuglinge, ein Mann der viel gearbeitet hat und keine Familie die mich unterstützt hat, 2 große OPs, wenig Schlaf und viele Tränen...

Ich liebe meine Kinder über alles, und obwohl wir inzwischen gut klarkommen, ich wieder arbeite und beide sich gut entwickeln, weiß ich ganz genau, dass ich kein drittes Kind bekommen werde. Eine solche Schwangerschaft schaffe ich kein zweites Mal, ich muss ja auch zwei anderen Kindern gerecht werden.

Wer keine Hyperemesis gravidarum erlebt hat weiß nich worum es geht, dass ist in keinster Weise mit Morgenübelkeit oder Erbrechen in den ersten 3-4 Monaten zu vergleichen.

Wer Mutter und Schwiegermutter stets zur Stelle hat, weiß nicht wie kompliziert es ohne Unterstützung ist.

Ich kann dich sehr gut verstehen, ich weiß aber auch wie schön es mit zwei Kindern ist. Geschwister gemeinsam aufwachsen zu sehen ist so toll, sie haben Geheimnisse und können sich auch mal gegen Mama und Papa verbünden, sie spielen zusammen und lernen soviel voneinander.

Ich habe keine Ahnung wie es mit "nur" einem Kind ist, ich hatte gleich zwei. Daher mache ich vom ersten Tag an alles mit beiden...Haushalt, einkaufen, kochen, spielen, Ausflüge, Laufrad fahren, Spielplatz, inzwischen sogar schwimmen, Kindergarteneingewöhnung usw...
Daran wirst du dich gewöhnen, du wirst effektiver in allem...

An deiner Stelle würde ich warten bis eure Tochter in den Kiga geht. Dann sprichst du mal in Ruhe mit deinem Mann, deinem FA, eurer Familie über deine Bedenken.

Ich wünsche dir alles Gute

15.02.17 - 11:16

hallo,
als mein sohn 20 monate alt war, wäee ich im traum nicht darauf gekommen ein zweites kind zu planen. ich wollte immer mindestens zwei, aber ein so geringer altersabstand wäre nie für mich in frage gekommen. ich hatte immer so 4 jahre im blick. allerdings kam bei uns einiges dazwischen und so wurden dann leider 10 jahre daraus. nicht leider, weil der abstand blöd wäre. nein, wiel ich einfach schon lieber früher ein zweites und dann vielleicht drittes gehabt hätte.
aber um zum thema zurück zu kommen: du bist gerade 30, warum machst du dir so einen stress?
warte einfach noch 2 jahre ab, deine kleine wird dann viel selbständiger sien und ein zweites kind auch weniger anstrengend. und ja, vor allem das erste jahr mit zweitem kind ist anstrengend. war es auch bei uns mit einem 'schon' 10jährigen. aber es ist trotzdem wunderschön und sie werden so schnell groß.

lg

15.02.17 - 11:18

Hallo,

ich kann Dir natürlich die Entscheidung nicht abnehmen, aber von uns erzählen ;-)

Wir wollten immer 3 Kinder. Leider können wir nun aber nur mittels künstlicher Befruchtung ein Kind zeugen und haben für unseren Sohn 4 Jahre lang gebraucht, bis er endlich auf der Welt war.

Als der Knirps noch im Bauch war, wussten wir, wir machen so schnell wie möglich wieder los und werden die Familienplanung fortsetzen.

Wir hatten nie im Leben mit derartigen Einschnitten gerechnet, die ein Kind mit sich bringt.

So und nun sind wir beide überzeugt, es bleibt bei dem einen Kind.

Gründe:

*Wir lieben Urlaub und das ist mit einem Kind super auch mal spontan machbar. Mit 2 oder 3 eben nicht.

*Wir sind mit dem einen Kind schon vollkommen ausgelastet - lass es am Alter liegen ... ich bin 41- keine Ahnung
*Ich kann mir nicht vorstellen, die Liebe, die ich für diesen einen empfinde, zu teilen - oder besser, ich kann mir nicht vorstellen, ein nächstes Kind nochmal sooo zu lieben
*wir können unserem Sohn finanziell mehr bieten, als wenn es auf mehrere Kinder aufgeteilt werden müsste
*wir haben derzeit nur 1 Kinderzimmer - bei mehreren Kindern müsste das Gästezimmer oder Büro weichen ...

*wir sind glücklich und fühlen uns vollständig, so wie es ist #herzlich

Nee für uns gäbe ein weiteres Kind nur Nachteile ....

*als Argument das Geschwisterkind: mhhhh ich habe 3 Geschwister und bin auch gut mit denen, aber wir sehen uns aufgrund der Entfernung nur 2-3x im Jahr und ehrlich - dafür brauche ich keine Geschwister - ich habe gute Freunde, die mit mir durch dick und dünn gehen

Grüßle

15.02.17 - 11:50

Hallo, also ich fand den Alterabstand zwischen unseren beiden mit 9 Jahren optimal - ihr seid noch sooo jung und habt genügend Zeit, Nummer 2 zu planen. Die Umstellung nach dem ersten Kind ist meistens auch viel, viel größer als beim zweiten. Man ist ja von jetzt auf gleich nicht mehr "allein", muss den ganzen Tagesablauf umstellen und die "persönlichen Freiheiten" einschränken - und lernen, "wie es mit Kind funktioniert". Beim 2. ist es dann einfach normal, fand ich. Also einfach erstmal "ankommen", bis das erste Kind einigermaßen selbständig ist, finde ich eine gute Lösung.

Liebe Grüße
Sabine

15.02.17 - 12:29

Wenn du vor allem ein stressfreies Leben möchtest, dann hast du es mit einem Einzelkind sicher leichter. ;-)

Ich persönlich wollte immer mehrere Kinder. Mein Mann quengelt im Moment nach noch einem, aber mir ist mittlerweile der Altersabstand zu groß und drei reichen (1 Stiefkind, zwei gemeinsame). ;-)

Ich finde es mit mehreren Kindern so schön! Sie haben eine tolle Geschwisterbeziehung, auch wenn der Halbbruder 7 bzw. 8 Jahre älter ist. Eigentlich spielen gerade die beiden Kleinen von morgens bis abends miteinander. Ihr bester Freund wohnt praktisch mit im Haus und steht immer zur Verfügung. Langweile gibt es bei uns nie, es werden Höhlen gebaut und Kuscheltierkrankenhaus gespielt und Schule und Piratenschiff und Cowboys und Indianer und es ist sehr bullerbü-mäßig so von der Freizeitbeschäftigung. Viel Fernsehen oder Nintendos oder Apps auf Tablets hat hier kein Kind nötig. Wenn einer einen Auftritt oder ein Spiel oder ein Turnier hat, jubeln alle von der Seite aus zu. Weihnachten, Ostern, Familientreffen - nie ist es langweilig.

Wenn beide noch Freunde da haben, ist hier ein fröhliches Treiben im ganzen Haus.

Ich fand/finde es auch so toll, die Kinder durch die diversen Alter zu begleiten, die ganzen Klamöttchen und Spielsachen und stapelweise Bücher zu kaufen. Einmal wäre mir zu wenig gewesen. Zwei Kinder zum Knutschen und Knuddeln, zweimal(bzw. bei uns dreimal) tolle Geburtstagskuchen backen, Parties veranstalten, Fahrrad fahren lernen....so viele schöne Momente mehrmals zu erleben, das finde ich toll.

Der Stress macht mir nichts aus, wir haben für Entlastung gesorgt (Putzfrau, die auch die Wäsche macht und aufräumt), das ist uns in diesen Jahren wichtiger, als Urlaub in Miami, deswegen investieren wir da etwas mehr Geld.

Manchmal sehne ich mich auch nach Ruhe. Aber dann denke ich wieder: ich werde noch Jahrzehnte in völliger Ruhe und Ungestörtheit verbringen, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Vermutlich werde ich dann das bunte Treiben ganz schön vermissen! ;-)

15.02.17 - 12:53

Moin,

nein, wärest Du egoistisch würdest Du nicht darüber nachdenken sondern Dein Ding durchziehen ;-)

Wir stehen gerade vor dem selben "Problem", bei mir war es ja nicht nur die ersten 10 Wochen in der SS viel Liegen und Schonen, dann kam ja noch die Frühgeburt mit fast 5 Monaten Krankenhaus dazu. Das kann man beim ersten Kind wuppen, meiner Freundin ist das beim 2. passiert und die hatte arg daran zu knabbern dass der Erstgeborene so unter der Situation leidet.

Das Argument "egoistisch" zu sein sehe ich gar nicht so, denn es hat ja nicht nur Vorteile nur ein Kind zu haben. Es fällt nicht nur weniger Arbeit an, es kommt auch was anderes dazu. Nicht nur Bequemlichkeiten, im Gegenteil, man muss viel mehr bieten, muss sich viel mehr um Spielverabredungen kümmern, viel öfter das Kind irgendwohin fahren damit es eben "Ersatzkontakte" hat. Auch bei der Urlaubsplanung sollte man schauen dass es andere Kinder gibt, bei Geschwistern muss man da nicht so darauf achten finde ich, dann muss ma öfter als Spielpartner herhalten wo es sonst das Geschwister sein könnte ... Also so "alles larifari" ist finde ich ein Einzelkind haben nicht.

Bei zwei Kindern ist man vermutlich jeden Tag unterwegs mit Sportverein etc, mit einem Kind dann aber auch wenn man es gut machen will, dann zwar nur halb so oft Sportverein aber halt dann Spielverabredungen etc wenn man ungünstig wohnt, ...

Ich denke ihr habt noch Zeit, bei uns war dann irgendwann der Punkt als wir dachten es habe doch mit Nr. 2 ungeplant geklappt dass ich mich schon gefreut hatte ... Die Zeit wird es weisen, aber dann rieten uns die Ärzte alle von einem ernsthaften Versuch ab. Und wenn ihr nur eines habt und das mit den Nachteilen im Kopf behaltet und dem entgegenwirkt ist doch auch alles bestens.

Ich kenne viele Geschwisterpaare die nicht mehr zusammenhalten, wo die Eltern sie auf getrennte Schulen schicken damit sie so wenig zusammenkommen wie möglich ... Es muss nicht alles toll sein mit zwei Kindern.

Alles Liebe Euch,

LG
Pikku

15.02.17 - 16:17

Ich denke, dass man es letztlich tatsächlich für sich entscheiden sollte (also die Eltern, meine ich), denn was hilft es, wenn man seinem ersten Kind einen Gefallen tun möchte (wie du sagst: Spielkamerade... dann kein Einzelkind mehr... etc.etc.) und selbst aber später mit der Situation überfordert ist? Spätestens da hat dann auch das erste Kind nicht mehr viel davon, denke ich. Und manche dieser Dinge können auch nach hinten losgehen. Was, wenn sich die Geschwister nicht verstehen?...
Ich selbst bin Einzelkind und mir hat dabei noch nie etwas gefehlt, bis heute. Man vermisst ja immer nur, was man kennt. Wenn man es nicht kennt, Geschwister zu haben, dann ist es eben so.
Aber natürlich kann Euch die Entscheidung keiner abnehmen.
Ihr hört Euch allerdings recht skeptisch an ;)
Vielleicht einfach noch eine gewisse Zeit warten? Und die Antwort verfestigt sich, in die eine oder andere Richtung...
In jedem Fall: Alles Gute!
Junikindlein

15.02.17 - 20:55

Ich glaube nicht das es unbedingt viel stressiger wird , die 2 spielen dann ja auch zusammen.
Bei mir ist es seit dem zweiten ehrlich gesagt stressfreier haha
und ich habe in der ersten Schwangerschaft auch von der 5 ssw bis zur Geburt an hyperemesis gravidarum gelitten und hatte sehr angst vor einer erneuten Schwangerschaft und siehe da , ich habe mich ein einziges Mal übergeben uns nur 2 wochen lang ovelkeot gehabt ;)
Ich glaube ihr würdet es irgendwann bereuen wenn ihr es nicht macht.

15.02.17 - 23:06

Hallo zusammen,

Diese Frage stellt sich wohl jede Frau in ihrem Leben einmal.

Ich mir auch und habe mich dann ganz klar für ein Kind entschieden.

Mir ist aufgefallen, dass sich viele noch ein Baby wünschen, weil sie nochmal schwanger sein möchten, ein Baby im Arm halten möchten, Kinderwagen schieben, stillen usw

Oder auch gerne das Argument .... " wenn die Eltern pflegebedürftig werden, müsst das ein Kind nicht alleine entscheiden oder die Kinder haben einen Spielkameraden. Meiner Meinung nach Quatsch. Eine Patientenversorgung, für den Fall haben mein Mann und ich selber für uns entschieden und beglaubigen lassen, so eine Mammut Aufgabe muss unsere Tochter mal nicht für uns stemmen. Zudem gibt es eine Versicherung, die die Pflegekosten für ein Heim später übernimmt.

Und wenn ein Spielbesuch zu meiner Tochter kommt oder ich mit ihr uneingeschränkt etwas unternehmen soll, findest sie es bestimmt auch besser als ihrem kleinen geschwisterchen zu bespassen. Spätestes in der Pubertät haben sich die jüngeren Geschwister sowieso aufgehört. Da sucht man sich seine freunde selbst

Für dieses 1 Jahr Babyintermezzo bekomme ich kein Kind mehr. Ich denke, jedes Kind kommt auf die Welt und bringt sein Päckchen mit. Ob es gut oder schlecht ist, weiß normend. Lass ein nur ein hochgradiger Allergiker, Lernschwäche, organisch krank usw kann das schon sehr belastend für die Familie sein. Das muss man wissen, ob man mit dem klarkommt, es ok ist sollte sowas eintreffen

Finde darüber sollte bei Kinderwunsch nachgedacht werden und nicht den Babyklamotten hinterhertrauern

LG#winke

16.02.17 - 09:23

Hallo!

Die Entscheidung kann euch keiner abnehmen... unsere Kinder sind nur 15 Monate auseinander und es hat alles ganz gut geklappt. Natürlich ist alles viel stressiger und manchmal habe ich meine Freundinnen etwas beneidet, die nur ein Kind haben, aber alles hat seine guten und schlechten Seiten. Wir haben uns bewusst für zwei Kinder und für diesen kleinen Altersunterschied entschieden.

Mittlerweile sind sie 4 und 3 Jahre alt und es ist alles viel entspannter als es noch vor einem Jahr war. Sie spielen oft zusammen (streiten natürlich auch). Sie profitieren unglaublich von einander.

Nichtsdestotrotz genieße ich es sehr, wenn ein Kind mal bei meinen Eltern ist und ich nur ein Kind habe. Es ist viel entspannter.

Eigentlich wollte ich immer 3 Kinder haben...einfach, weil ich es schön finde zwei Geschwister zu haben... aber wir sind ganz ehrlich gesagt zu egoistisch für ein drittes Kind.

Und übrigens ich kenne einige Familien, die genau aus diesen Gründen, die Du aufgelistet hast, kein zweites Kind bekommen haben oder zumindest noch nicht bekommen haben. :-)

LG

sweti84

16.02.17 - 13:04

Wenn dein Kind grade mal 20 Monate alt ist, hast du noch ne ganze Weile Zeit.

Damit meine ich. Wenn du jetzt noch bedenken hast, vielleicht sieht es in 1, 2 Jahren besser aus. oder klarer, dass doch nicht.

Wenn jetzt noch alles zu viel ist. Vielleicht ist es in 1, 2 Jahren anders. Dann ist dein Kind größer, du hast mit manchem schon Routine usw.

17.02.17 - 01:55

Normalerweise verteidige ich ja immer die Mehrkind Eltern vor den Einzelkind Eltern #schein aber ganz Ehrlich, es ist doch eine individuelle Entscheidung und wenn für auch allein schon Gesundheitlich! Aber auch im Sinne der Organisation und Lebenszufriedenheit alles gegen ein zweites spricht dann lasst es doch.

Wenn du eine Schwester hast, hat dein Kind bestimmt irgendwann Cousinen und somit auch "Verwandschaft" wenn ihr nicht mehr da seid

Außerdem gibt es auch Situationen wo Kinder mit Eltern und Geschwistern zerstritten sind und da doch gute Freunde den Familienersatz bilden...

Ich würde mir da an deiner Stelle keinen stress machen, du bist erst 30 und hast noch auf jeden Fall 10 Jahre zeit. Schaut mal was die Zeit euch bringt :-)

17.02.17 - 21:14

Hi.

Schon bissl spät, aber ich antworte noch.

Meine grossen sind 21 Monate auseinander.
Wir wollten auf jeden Fall ein zweites.

Für mich war die schlimmste Umstellung von keinem Kind zu einem. Es war nichts mehr wie vorher. Ich wusste dass ein Baby anstrengend wird, aber nicht so. Ich hatte mir es einfach anders vorgestellt.

Mit dem schlafen, mit dem Stillen, mit dem abgeben.
Als ich mich daran gewöhnt habe, an mein neues Leben, bzw als ich es einfach akzeptiert habe d.h. nur Mama, nur stillen u kein Flaeschchen, nur auf Mama schlafen und nicht durchschlafen lief alles besser.

Ein zweites wollten wir, auch mit kurzem Abstand.
Wir sagten uns, wir sind jetzt noch mittendrin und wir haben schon Erfahrung und sind geübt.

Meine einzige Sorge war, ob ich Kind 2 genau so Lieben könne wie Kind 1 bzw das ich Kind 1 nicht vernachlässige.

Und es hat wunderbar geklappt. Man wächst mit seinen Aufgaben. Es wurde stressiger klar, aber einiges auch einfacher durch das zweite.

Jetzt haben wir noch Nr. 3 und es ist toll. Die grossen sind 8 und 6 und kümmern sich toll und die kleine liebt ihre grossen über alles. Ich würde das auf keinen Fall müssen wollen.

LG seni

Diskussionsübersicht
Top Diskussionen anzeigen