Erwartet ihr dass eure Kids euren Lebensstil übernehmen?

    • (1) 18.02.17 - 22:47

      Hallo
      Der Gedanke kam mir bei dem Thema unten, gerade weil die Meinungen da wohl sehrrr außeinander gehen.
      Erwarter ihr dass eure Kinder eure Ideale übernehmen und einen ähnlichen Lebensstil führen werden? Wie wäre es für euch wenn sie komplett anders denken werden?
      Ich bin da ganz offen was vieles betrifft. Mit der Arbeit bin ich zB. etwas sprunghaft, wollte erst eine ganze Weile daheim bleiben aber jetzt will ich definitiv so bald möglich wieder arbeiten.
      Bei anderem könnte ich sicher nicht so locker bleiben.
      Wie geht es euch da?

      GLG

      • (2) 18.02.17 - 22:51

        Was verstehst Du denn so unter "Lebensstil"?

        Ich erwarte erst mal schon, dass meine Kinder einen Teil meiner Werte übernehmen (ich denke da an Grundsätzliches wie Mitgefühl für andere Menschen, ein Mindestmaß an Toleranz gegenüber Andersdenkenden etc.).

        Welche Art von Leben sie für sich wählen ist mir nicht egal, aber auch nicht meine Entscheidung.

        Wir waren zu Hause drei Kinder und haben uns für sehr verschiedene Lebenswege entschieden. Das Entscheidende ist dabei aber, dass wir uns auf Grundwerte verständigen können und dass wir uns lieb haben und nicht versuchen, anderen die Lebensart aufzudrücken, die man selbst bevorzugt.

        Wie es für mich wäre, wenn eins meiner Kinder radikal würde, das wage ich nicht zu beurteilen, aber klasse fänd ich es sicher nicht.

        (3) 18.02.17 - 22:52

        Ich erwarte von meinem Kind gar nichts. Er soll tun, was ihn glücklich macht. Das ist alles, was ich mir für ihn wünsche. Klar lebe ich ihm gewisse Werte vor aber ich bin nicht enttäuscht, wenn er andere Dinge wichtig findet. Das einzige, wo ich nicht mit klar käme wäre, wenn er menschenverachtende Ansichten hätte. Aber dann würde er von mir aber sowas von den Kopf gewaschen bekommen, dass er sich 3 mal überlegt, ob das wirklich eine gute Ansicht ist.

        • (4) 19.02.17 - 13:48

          Hi,

          "ich erwarte von meinem Kind gar nichts...."

          ...dein Kind entschließt, dass Rumhängen mit Freunden wichtiger ist und es glücklicher macht als in die Schule zu gehen und einen Schulabschluss zu machen.

          ... dein Kind entschließt, statt eine Ausbildung anzugehen oder nach der Ausbildung zum Rumgammler zu werden und H4-Empfänger, weils Spaß macht.

          Was ist dann?

          VG
          Gael

          • (5) 19.02.17 - 13:58

            Das meinte ich damit nicht. Ich meine, dass es mir gar nicht zusteht, meinem Kind gegenüber eine erwartungshaltung an den Tag zu legen. Ich finde es vermessen, ein Kind zu bekommen und dann etwas von ihm zu erwarten. Mein Kind ist toll so, wie es ist. Es muss sich nicht so verhalten, wie ich es toll finde um von mir geliebt zu werden. Ich liebe mein Kind IMMER, egal was es tut oder macht. Meine liebe zu ihm ist an keinerlei Erwartungen geknüpft.

            Das hat nichts mit Erwartungshaltung zu tun. Erwartungen sind solche Dinge wie "mein Kind MUSS abi machen und dann studieren". Mein Kind MUSS sich später mal um uns kümmern usw. Das sind Erwartungen, die manche Leute haben und nein, was so was angeht erwarte ich rein gar nichts von meinem Kind.

            Natürlich würden mich die von dir gewählten Beispiele nicht glücklich machen, aber wenn das Kind 17, 18 Jahre alt ist, was willst du denn dann machen?! Verstossen? Daheim einsperren? Viele Jugendliche geraten mal auf die "schiefe Bahn" (mich eingeschlossen). Aber meine Eltern haben mir solide Werte vermittelt und irgendwann kamen diese dann auch wieder zurück zu mir. Ich hab anschließend studiert und heute einen guten Job. Und das ganz ohne Mega Stress und Zirkus zu Hause.

      (7) 18.02.17 - 22:57

      Huhu,

      unsere Tochter ist ja noch sehr klein und Nummer 2 kommt erst in ein paar Wochen.. aber definitiv nein ;-) Sie sollen für sich selbst einen Weg finden...ich lebe auch komplett anders als meine Eltern. Wenn ich mir vorstelle so zu Leben....nein das bin nicht ich. Ich bin praktisch das komplette Gegenteil.

      Wir führen ja ein recht spießiges Leben - laut meiner Freundin zumindest. Sprich verheiratet, Haus, 2 Kinder, weisser Gartenzaun und bald Hund. Von Fremdbetreuung unter 3 halte ich nichts und Teilzeit reicht dannach. Wenn unsere Töchter jetzt eines Tages lieber Karriere machen wollen, ein aufregenderes Leben anstreben, lieber kinderlos und frei bleiben...

      Natürlich soll aus ihnen was "Vernünftiges" werden.. aber prinzipiell ist es ihre Entscheidung wie sie einmal leben wollen.

      Hallo
      Meine KInder sind eigenständige Menschen, ich erwarte definitiv nicht dass sie genau wie ich denken werden. Ich hoffe aber dennoch sie übernehmen einige Dinge,wie Werte&Ideale, die wir ihnen vorleben.
      Es gibt aber definitiv auch Punkte mit denen ich mich mehr als schwer tun würde, zB. wenn sie sie auf Geschlesterklischees reduzieren würden und dann an einen Typen geraten würden der meint Frauen gehören hinter den Herd und mehr nicht. Auf sowas reagiere ich tatsächlich allergisch.

      LG

      (9) 18.02.17 - 23:17

      Dein Text ist reichlich mager.

      (10) 18.02.17 - 23:36

      <<<<Bei anderem könnte ich sicher nicht so locker bleiben.
      Wie geht es euch da?<<

      Was genau meinst du denn?
      Politische Gesinnung?Berufliche Laufbahn? Familiengründung ? Sexuelle Orientierung?
      Ähnliches Umfeld?

      (11) 19.02.17 - 00:32

      Ich gestalte nein Leben so wie ich es möchte und hoffe sehr dass meine Kinder das genauso machen.

      Mir ist es völlig wurscht ob sie ähnlich leben wollen wie ich oder ganz andere Levebsnidelkeke bevorzugen. Ich habe immer gearbeitet, halte nichts von Monogamie und Heiraten, hasse Hausarbeit und Putzen und bin was gesellschaftliche Konventionen angeht ein Außenseiter.

      Wenn meine Tochter in weiß heiraten will werde ich mich für sie freuen und wenn sie Karriere machen möchte, kümmer uch mich gern um die Enkel.

      Wenn sie Hausfrau sein will,würde uch daa auch akzeptieren wobei ich da schon meine Befürchtungen äußern würde, wie sie in Falle einer Trennung oder im Alter abgesichert ist.
      Aber auch das würde ich unterstützen wenn sie damit glücklich ist.
      Auch mit Homosexualität hätte ich null Probleme oder wenn meine Kinder gar keine Partner wollen und alleine leben.

      Auch wenn meine Kinder selbst keine Kinder möchten, könnte ich das gut akzeptieren.

      (12) 19.02.17 - 04:20

      Es gibt Dinge, die ich mir schon wünschen würde. Und dann wiederum gibt es Dinge, die mir tatsächlich egal wären.

      Ich wäre sehr gerne mal eine Oma. Wenn meine Kinder keine eigenen Nachkommen wünschen, dann wäre ich schon traurig. Oder wenn sie ihr Leben in einem anderem Land, bzw noch schlimmer - in einem anderem Kontinent leben wollten. Das würde mir sehr schwer fallen.

      Sehr krass abweichende politische Ansichten könnte ich nur teilweise akzeptieren - würde mein Kind deswegen aber nicht weniger lieben.

      Sexuelle Orientierung ist mir egal.

      Beruflich können meine Kinder tun und lassen, was sie wollen. Sie sollen ihren Lebensweg frei entscheiden. Wir unterstützen beide finanziell in unseren Möglichkeiten und haben immer schon großen Wert auf gute und fundierte Ausbildung gelegt.

      Grundsätzlich bin ich aber sehr von dem Spruch: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm - überzeugt. Die Kinder sind einem oft ähnlicher, als man denkt und das finde ich schön.

      LG

      (13) 19.02.17 - 07:02

      Also ich muss sagen egal wie ich mein Leben leben und auf welche Bereiche du dich mit Lebensstil beziehst, ich erwarte nicht das mein Sohn das gleiche mache. Es ist schließlich MEIN Leben und er hat sein eignes. Klar bringe ich ihm manches bei aber er entscheidet, wenn er alt genug ist, was er davon in sein Leben integrieren will.

      ela

      (14) 19.02.17 - 08:15

      Moin,

      kommt jetzt darauf an, JEIN :-)

      Ich hoffe schon dass ich es schaffe meine Werte zu vermitteln, und ich denke dass das mit ein Grund ist warum man heute oft jammert das "Eltern ihren Erziehungsauftrag nicht mehr ernst nehmen" wie hier vor einiger Zeit diskutiert wurde. Erziehen hat ja auch viel mit Werten zu tun, lässt man die weg fehlt die treibende Kraft der Persönlichkeitsbildung.

      Also Lebensstil im Sinne von meine Werte weiterleben ganz klar ja, wobei ich auch an mir selber sehe dass Lebensstil auch ein Produkt von Erfahrungen ist, also nur 50% Erziehungssache.
      Würde er für Geld über Leichen gehen und zu sehr der Wegwerfgesellschaft nacheifern wäre ich schon enttäuscht. Würde er unser Landleben gegen Grossstadtleben eintauschen aber trotzdem bewusst leben wäre das kein Thema. Würde er zu Hause bleiben und seine Frau arbeiten gehen wäre das ja auch genau anders wie bei uns aber auch kein Thema.
      Also kommt ganz drauf an wo er aus der Reihe tanzt ;-)

      LG
      Pikku

      (15) 19.02.17 - 09:26

      Hallo,

      ich verstehe die Frage zwar nicht so richtig, Aber ich erwarte da eigentlich nichts.

      Meine Kinder sind ganz anders von der Persönlichkeit ihre Eltern und sie werden mit Sicherheit auch ein ganz anders Leben führen als ihre Eltern. Das ist vollkommen normal.

      Ich bin nicht meine Mutter und ich lebe auch nicht so wie sie. Warum auch? Meine Kinder sind nicht meine Clone.

      LG

      Carola

      (16) 19.02.17 - 12:58

      Hallo

      Also ich wünsche mir dass sie offen für die welt werden. Für neues. Menschen so nehmen wie sie sind, dass sie nicht zu kleinen narzisstischen personen heranwachsen. Der rest ist mir egal. Mehr liebe weniger hass. Aber ich glaube das ist der wunsch von allen eltern.

      Lg alyal

      (17) 19.02.17 - 13:40

      Hallo,

      Jein.

      Meine Kinder sind inzwischen junge Erwachsene (Anfang 20). Ihren Lebensstil, Beruf, Religion, sexuelle Orientierung, Wohnort, Lebensmittelpunkt, ob mit oder ohne Partner/Familie - können und sollen sie selbstverständlich selbst wählen, da gibt es auch keine Vorgaben oder Vorlieben von mir. Bei unseren 5 Kindern haben wir auch viele Nuancen dabei:

      vom Veganer über die Vegetarierin bis hin zum Grill-Junkie, von der Künstlerin bis hin zum Bänker, vom Familienmenschen zum Einzelgänger, von der kirchlich engagierten bis zum überzeugten Atheisten. ;-)

      Alles ist ok für uns, Hauptsache, sie gehen den Weg, der für sie selbst richtig ist und sich für sie gut anfühlt. Wir stehen hinter ihnen.

      ABER: meine/unsere Ideale sind mir wichtig, dass ich/wir die weitergegeben haben. Ideale in Punkto Menschlichkeit, Mitgefühl, Freundlichkeit anderen Menschen gegenüber.

      Ich hätte zum Beispiel arge Probleme, wenn sich plötzlich eins meiner Kinder als Fremdenhasser herausstellen würde, oder anfangen würde, Tiere zu quälen oder andere Menschen finanziell übel auszunehmen.

      Da dies aber nicht der Fall ist bisher, ist für uns alles gut #winke

      LG liki

      (18) 19.02.17 - 13:56

      Hi,

      nein, erwarte ich nicht.

      Ich erwarte aber schon, dass meine Kinder soweit etwas aus ihrem Leben machen, dass sie sich selbst ernähren und für sich selbst sorgen können und andere Menschen (bis zu einem gewissen Maß - manches ist nicht tolerierbar, wie andere Menschen verletzen etc.) tolerieren - dazu muss man nicht alles (für sich sebst) akzeptieren.

      VG
      Gael

      (19) 19.02.17 - 16:39

      An dem Spruch "der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" ist ja viel wahres dran.

      Insofern erwarte ich eigentlich schon, dass meine Kinder in etwa auch so leben werden wie mein Mann und ich. Also, dass sie nun weder in der Unterwelt verloren gehen, noch dass sie mal zu den oberen 10 000 gehören werden.
      Ob sie nun beruflich in meine Fußstapfen treten werden - da lass ich mich mal überraschen.

      Aber so wie auch mein Mann und ich in etwa so leben wie unsere Eltern, glaube ich mal, dass meine Kinder auch in etwa so leben werden wie wir.

      LG, Cherish

      (20) 19.02.17 - 18:50

      Hallo,

      na das kommt nun drauf an, was du im besagten "Lebensstil" alles mit einbeziehst.

      Mein Haus - mein Auto - meine Familie - mein Beruf.... in diesen Bereichen habe ich nun keine sonderlichen Erwartungen an meine Kinder bzw. Vorstellungen, was unbedingt sein muß
      Aber z. B. ob seinen Lebensunterhalt selbst verdienen oder lieber doch Sozialhilfe und Hartz 4, ob täglich zugedröhnt mit Alkohol und Drogen durch den Tag zu gehen.... JA - da habe ich definitiv Vorstellungen und Erwartungen an meine Kinder:-p
      LG

      • (21) 19.02.17 - 21:38

        Erwartungen? Hat das Leben mir abgewöhnt. Anders sieht es mit Sorge aus, mit Gedanken, die ich mir mache, eben aus eigene Erfahrungen heraus. Und es ist nicht leicht, die zurückzustellen.

        Der "Ernstfall" bei mir:
        Tochterkind 2 seit einigen Jahren im Studienumfeld liiert, wir mit dem Status "Hippie-Eltern" versehen, das hat mich schon etwas irritiert. Nun haben sich die beiden velobt, mit Ring und so, planen akribisch ihre Hochzeit, Party hier bei uns, ist schon alles gut. Aber wenn ich sehe, dass mein stolzes Mädchen ihrem Macker die dreckige Jacke auszieht und versorgt, ihm zum Abendessen Schnittchen schmiert, Bier bringt und entschuldigt, dass er bitte nicht beim Holz machen helfen kann, weil sein Knie weh tut - oh Mann! Sie wünscht sich ein Baby, würde gern auch noch ihren Master machen, aber Mann (MA Politikwissenschafl) tut sich schwer mit Job finden.Halbtagsjob in der Politik endete mit Krankschreibung wegen Burnout. Tochter O-Ton: "Dann geh ich eben arbeiten, ich find schon was."

        Nein, ich erwarte keine Kopie meines wirren Lebens. Aber ich wünsche so sehr, dass sie nicht jeden meiner Fehler selber machen muß!

    (22) 19.02.17 - 23:25

    Ich denke auch, dass es darauf ankommt, wie man Lebensstil definiert?

    Möchte ich, dass mein Kind/meine Kinder wie ich gerne auf Konzerte gehen, sich tätowieren lassen und Metal hören? Nein! Natürlich habe ich ab einem gewissen Alter nichts dagegen ;)

    Möchte ich, dass mein Kind/ meine Kinder meine Werte und Moralvorstellungen annimmt bzw. sich daran orientiert? Ja! Dabei denke ich an ganz grundlegende Dinge wie Toleranz, Ehrlichkeit, Loyalität, usw.

    Ich bin sehr gespannt, was für Persönlichkeiten meine Kinder werden. Solange es sich um keine Extreme handelt, irgendwelche kriminellen Geschichten dahinterstecken oder Ähiches, werde ich mein Kind immer akzeptieren und unterstützen.

    (23) 20.02.17 - 08:32

    Lebenstil? Nein. Ich bin mit meinen Eltern zu dritt auf 200m2, ganz ländlich aufgewachsen. Wir leben jetzt zu viert mitten in der Großstadt auf 80m2. Von daher ist es mir vollkommen Wurscht, welchen Weg meine Jungs da später mal einschlagen. Ebenso ist es mir egal, ob sie mal Künstler oder Banker werden wollen.

    Was unsere Werte angeht, hoffe ich schon, dass sie einiges mitnehmen. Respekt anderen gegenüber, Loyalität, Ehrlichkeit, Toleranz etc sind uns sehr wichtig und solange meine Jungs zu rücksichtsvollen jungen Menschen heranwachsen, bin ich schon zufrieden. Der Rest findet sich schon. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Mein Mann und ich arbeiten hart und leben bestimmte Werte vor. Ich vertraue einfach darauf, dass das abfärbt. Mehr kann man doch im Grunde nicht machen.

    (24) 20.02.17 - 10:10

    Niemals werde ich erwarten, dass meine Tochter meinen Lebensstil, meine Ansichten, meine Werte übernimmt.

    Jeder Mensch ist ein eigenständiger Mensch und soll nach seinen eigenen Wertevorstellungen agieren, sein eigenes Leben gestalten und sich in die Richtung entwickeln, in die er möchte.

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