Ansprüche stellen

    • (1) 22.02.17 - 09:57

      Guten Morgen, ich bins nochmal. :-)

      Mein letzter Beitrag war "Schwiegerdrache" (obwohl Drache schon gemein klingt.... )

      Aber jetzt zum neuen Thema.

      Gerade habe ich einen Artikel gelesen, in dem Großeltern sehr empört, geäussert haben, das Eltern (ihre Kinder mit Kinder) keine Ansprüche auf Kinderbetreuung zu stellen haben.
      Sie schimpfen das dies respektlos von der heutigen Generation ist und die "Alten" nun verdient haben ihr Leben ohne Verpflichtungen zu leben.

      Da gebe ich ihnen auch vollkommen Recht.
      Es wird darüber diskutiert wie unselbständig und verwöhnt die heutige Generation ist.

      Das find ich jetzt aber schon etwas lustig. :-))

      Eltern dürfen KEINE Ansprüche stellen wenn es um Enkelbetreuung geht.

      Aber die Großelterngeneration DARF Ansprüche stellen und wird dabei noch von allen Seiten unterstützt, dass sie damit im Recht sind.

      Also mal ehrlich? Das eine geht, das andere nicht?

      Wollte euch nur einen kleinen Denkanstoß geben.

      Alles Liebe :-)

      • Hallo!

        Ist bei meiner Mutter auch immer so gewesen. Sie erwartete bedingungslose Hilfe während wir halt selbst schuld waren mit Kindern usw und da keine Hilfe nötig sei.

        Am Ende habe ich auch kaum noch geholfen. Sind aber noch einige andere heftige Sachen vorgefallen, sodass das nur eine Sache von vielen ist.

        Keiner muss auf meine Kinder aufpassen, wenn er nicht will...

        Liebe Grüße

        Ninly

        Ich erwarte nicht, dass die Großeltern unsere Kinder betreuen. Es ist nicht ihre Pflicht. Meine Eltern würden gern, können es aber nicht mehr so, wie sie gern würden. Sie bieten immer ihre Hilfe an. Um Ihnen einen Gefallen zu tun, lass ich die Minis mal ne Stunde bei Ihnen und gehe einkaufen oder so:)

        Dann freuen sie sich und fühlen sich gebraucht. Ich weiß aber, dass mein Großer sehr gut auf seinen kleinen Bruder aufpasst, daher bin ich da entspannt.

        Meine Eltern bekommen jede Hilfe, die sie wollen und brauchen. Denn unabhängig von ihrer Bereitschaft unsere Kinder zu nehmen, haben sie sich immer rührend um mich und meine Geschwister gekümmert. Waren und sind die besten Eltern, die man sich wünschen kann.

        Schwiegereltern habe ich leider nicht. Ich wünschte, es gäbe sie. Dafür hab ich ne ganz tolle Schwägerin (Schwester meines Mannes), die zwar leider 300 km weit weg wohnt, aber in Notsituationen kommen würde. Einmal musste ich es in Anspruch nehmen.

        Ich finde, keiner sollte irgendwelche Ansprüche stellen und jeder sollte das tun, was er bereit ist zu leisten.

        Artikel hin oder her. In einer funktionierenden Familie ist man füreinander da, wenn der andere Hilfe braucht, ohne kleinlich gegeneinander aufzurechnen.

        Babysitterdienste für die persönliche Freizeitgestaltung gehören da nur bedingt dazu.

      • "Ansprüche stellen" hat von vornherein einen saublöden Beigeschmack und ist die schlechteste Voraussetzung für ein gutes Miteinander. Meine Meinung.
        Entweder man ist eine Familie und man hilft sich gegenseitig auch OHNE Anspruchsdenken, oder man lässt es bleiben. '
        Fakt ist, dass die meisten Großeltern bis 65 berufstätig sind, dann wirklich oft nicht mehr top gesund sind und sich eine Dauerbetreuung eines Babys/Kleinkinds nicht mehr einrichten wollen - und können. Wenn das die Eltern des Kindes nicht einsehen, sind sie ziemlich lebensfremd.
        Fakt ist auch, dass die Großeltern immer nur Plan B sein können, in erster Linie sind die Eltern für ihre Kinder zuständig. Ich hatte keinerlei Großeltern zur Verfügung und es musste auch gehen.
        Ich habe meine Enkelin gerne über einen längeren Zeitraum täglich von der Kita abgeholt und betreut, bis meine Tochter von der Arbeit kam. Aber auch nur, weil ich da eben auch schon Dienstschluß hatte. Ansonsten hätte sie eine andere Lösung finden müssen.
        Heute bin ich zuhause und betreue meine Enkelin in den Schulferien und im Krankheitsfalle gerne - aaaaaber, wenn ich was anderes vorhabe, Urlaub usw. dann muss meine Tochter samt Mann eine andere Lösung finden. Plan B eben.
        Und ja, ich habe 44 Jahre Vollzeit gearbeitet und würde mich auch nicht in der Lage sehen, ein oder mehrere Kinder komplett zu betreuen. Bei der Kinderplanung schon die Großeltern als feste Betreuung einzuplanen(wie hier schon gelesen), ist ziemlich unverfroren.
        LG Moni

        PS: Ich plane übrigens meine Tochter auch nicht als meine Altersbetreuung ein. Alles kann, nichts muss!

        >>>Wollte euch nur einen kleinen Denkanstoß geben.<<<

        Wenn man über sowas schon nachdenken muss, stimmt im Verhältnis einiges nicht.

        Mal positiv ausgedrückt: Innerhalb meiner Familie gabs nie Gedanken, was wem zusteht, wer auf was Ansprüche hat, wie man alles bis aufs I-Tüpfelchen aufrechnet.

        >>>Also mal ehrlich? Das eine geht, das andere nicht?<<<

        Wenn man etwas verbissen sehen will, kann man alles infrage stellen.

      • Ich kenne nun diesen von dir beschriebenen Artikel nicht. Allerdings tue ich mich schwer, aus einzelnen Artikeln eine allgemeingültige Meinung zu formulieren:

        >> Eltern dürfen KEINE Ansprüche stellen wenn es um Enkelbetreuung geht.
        Aber die Großelterngeneration DARF Ansprüche stellen und wird dabei noch von allen Seiten unterstützt, dass sie damit im Recht sind. >>

        In meinem Umfeld erlebe ich es häufig, dass die Unterstützung durch die Großeltern als selbstverständlich und teilweise elementar angesehen wird. Da werden die alltäglichen Planungen u.a. mit auf die Großeltern abgestützt und dann wundert man sich, wenn das ganze Gerüst nicht mehr funktioniert, sobald jemand ausfällt.

        Ich kenne sogar einen Fall, in dem geäußert wird, einem ginge die eigene Mutter ziemlich auf den Keks - zum Helfen ist sie dann aber immer wieder gut genug und wehe, sie fällt gesundheitsbedingt selbst aus.

        Mir ist nicht ganz klar, welche "Ansprüche" die Großelterngeneration stellt. Das eigene Leben zu leben und seinen Ruhestand zu genießen ist für mich kein Anspruch an jemand anderen. Einen Anspruch stelle ich ja dann, wenn ich etwas von jemand anderem will.

        Ansprüche bezügl. Betreuung zu stellen finde ich auch daneben. Aber bei meinen Eltern hätte ich mir schon ein Interesse an den Enkeln gewünscht und auch ein wenig Zeit miteinander verbringen...nicht weil ICH dann Freizeit habe, sondern weil ich selbst früher gerne mit meinen Großeltern zusammen war und sehr viel Zeit mit ihnen verbracht habe. Aber die wollen nicht, stellen aber dann auch keine Ansprüche ;-)

        HI,

        helfen wenn einer mal krank ist, etc. ist doch normal und wird wohl kaum irgendwo aufgerechnet.
        Aber diese bedingungslosen Babysitterdienste und Ansprüche, die manch Mütter hier stellen, sorry, das geht eindeutig zu weit....aber so what, jeder hat ein anderes Lebensmodell innerhalb der Familie.

        Ich wohne zu weit weg, ich habe keine Pflichten#rofl und somit keinen Babysitter.
        Würde manch einer Mutter hier gut tun, mal selber ihr Familienleben/-Kinder auf die Reihe zu bekommen, ohne Luxus-Service der Großeltern.

        LG
        Lisa

        • (10) 22.02.17 - 13:45

          Selbst Hilfe wenn man krank ist, ist bei uns leider nicht normal. Meine Eltern würden gerne, wohnen aber beide zu weit weg. Dennoch haben sie als ich im Wochenbett war den Weg auf sich genommen um uns in unserer neuen Wohnung zu helfen, denn wir mussten während der Entbindung quasi aus unserer alten raus. Meine Schwiegermutter die im selben Mehrfamilienhaus lebt hat nicht geholfen, ihre Enkelin auf dem Geburtstag ihres Lieblingsenkels (Kind meiner Schwägerin) eine Woche später das erste mal gesehen und selbst als ich mit Milchstau und 39 Fieber im Bett lag, mein Mann arbeiten war und ich alleine mit Baby nicht mal gefragt ob sie beim einkaufen was für mich mitbringen soll.

          Ganz ehrlich, jemand der mal auf unsere Tochter aufpasst, so für 1-2 Stunden wäre toll weil wir seit sie auf der Welt ist kein einziges Mal alleine ausgegangen sind, aber was nicht ist, ist eben nicht. Ich plane doch vorher ob ich es zeitlich hinbekomme einen Alltag mit Kind zu meistern, die Großeltern hier in die Pflicht zu nehmen finde ich nicht richtig. Andersherum würde ich aber auch aufgrund der Umstände bei eventueller Pflegebedürftigkeit meiner Schwiegereltern keinen Finger rühren. Das können dann auch die Lieblingsenkel und Tochter von ihr machen. Hätte sie etwas mehr Interesse an unserem Kind oder mir gezeigt wäre ich dazu schon bereit gewesen aber wer in guten Zeiten nicht mal zum Kaffee kommt braucht in schlechten nicht zu erwarten selbigen serviert zu bekommen.

      Vieleicht habe ich mich gerade etwas "deppat" ausgedrückt :-)

      Ich meine, ich als Elternteil darf meine Eltern oder Schwiegereltern NICHT in meine Kinderplanung miteinbeziehen.

      Das verstehe ich.

      Aber die Schwiegereltern oder meinetwegen auch die eigenen Eltern, dürfen Forderungen stellen, wieoft sie ihren Enkel sehen wollen und sich selbst einplanen in das Leben der Jüngeren.

      Das ist genau die selbe Thematik nur umgekehrt.

      Das eine ist respektlos und unreif in aller Augen. (Eltern fordern von Oma/Opa)

      Das andere aber (Oma/Opa fodern von den Eltern) ist in den meisten Fällen in Ordnung und dafür sollte Verständnis da sein.

      Da stimmt doch was nicht ;-)

      Naja, wer weiß, welches Verhältnis zwischen den Großeltern, Kindern und Enkeln herrscht, die sich in dem Artikel geäußert haben.

      Anscheinend scheint es nicht das beste zu sein. :-D

      Die einen Großeltern wohnen 600km entfernt, die anderen 200km. Von vieren arbeiten drei noch Vollzeit und mein Vater wäre gesundheitlich nicht in der Lage auf unser Baby aufzupassen.

      Ich wurde früher oft von meinen Omas betreut (wenn mein Eltern arbeiten waren, oder am Abend mal aus waren) und habe es geliebt. Allerdings haben die auch in den 80er und 90er Jahren nicht mehr gearbeitet.

      Sind heut halt andere Zeiten.

      Naja ich finde es ist ehrlich gesagt schon ein Unterschied ob man ein Kind nicht sehen DARF, kein Kontakt, nicht teil seines Lebens sein.

      Oder ob man sich "verpflichtet" eine Regelmäßige Betreuung, Erziehung des Kindes zu übernehmen.
      Und ich finde durchaus das Großeltern das Recht haben sich NICHT verpflichtet zu fühlen und deswegen auch nicht gleich die Höchststrafe "Kontaktabruch" zu bekommen.

      Ich glaube, Du vermischst hier einiges.

      Zum einen ist jede Familie unterschiedlich. Somit ist es auch unterschiedlich was in welcher Familie von wem geleistet wird und wie die einzelnen Familienmitglieder sich benehmen. Dieser "Denkanstoß" kan also gar nicht auf jede Familie angewendet werden.

      Zum Zweiten sehen die Dinge heute ganz anders aus als vor fünfzig Jahren. Die Menschen bleiben länger jung und gesund. Wenn ich daran denke, wie "alt" meine eigene Großmutter früher mit 70 war... jetzt sind meine eigenen Eltern in dem Alter und ich empfinde sie als wesentlich "jünger", frischer, belastbarer. Meine Eltern wünschen sich sehr den Kontakt zu meiner Tochter - am liebsten täglich - und wollen gerne die Betreuung übernehmen, wenn ich wieder arbeiten muss.

      Das ist der nächste Punkt: Ich MUSS nach einem Jahr wieder arbeiten. So geht es vielen Frauen. Das war früher nicht so. Früher blieben viele ganz zu Hause oder zumindest drei Jahre, um dann in Teilzeit wieder einzusteigen. Das geht bei uns nicht. Ich bin also dankbar, wenn meine Eltern und auch meine Schwiegereltern ihre Hilfe anbieten. Aber nicht weil ich den Anspruch stelle, sondern weil sie es -auch im Sinne ihrer Enkelin- möchten und diese Zeit genießen.

      Leider ist es besonders hier im Forum (in meinem Unfeld kenne ich das so überhaupt nicht) Trend, die ältere Generation abzukapseln. Da wird eine Welle geschoben, wenn eine Großmutter (mit Vorliebe die Schwiegermutter) sich erdreistet, das Kind ungefragt hochzunehmen, einen ungebetenen Ratschlag zu erteilen, dem Kind einen Lolli zu geben oder der Bäckersfrau zu erzählen, dass die Schwiegertochter in der 20. Woche schwanger ist. Da wird sofort geraten, den Kontakt abzubrechen oder aber -fast in jedem 2. Thread zu lesen - GANZ KLAR die Grenze deutlich zu machen. Die (Schwieger-)mutter wird genre öffentlich diffamiert und bloßgestellt, ihre Einwände als lächerlich abgetan oder ihre Einstellung als unwissend oder gar schädlich. Das eigene Kind scheint dabei fast wie ein willkommens Instrument, Macht auszuüben und die (Schwieger)-mutter in die Grenzen zu weisen. Wie oft habe ich hier schon gelesen "ICH bin die Mutter, ICH habe es zu sagen". Wenn dann auf der anderen Seite Betreuungsansprüche gestellt werden, finde ich das schon mehr als dreist.

      Aber wie gesagt, von meinem tatsächlichen Umfeld kenne ich dieses Gehabe nicht. Da stellt keine Seite Ansprüche. Auch in den Familien meiner Freunde ist das Miteinander der Generationen herzlich und basiert auf Geben und Nehmen. Klar gibt es mal Reibereien und unterschiedliche Einstellungen, aber der gesunde Menschenverstand und eine gewisse Portion Toleranz hat uns bislang bei allem weitergeholfen.

      • Darf ich Dich unbekannterweise mal knuddeln für den Beitrag? Es ist schön, dass auch mal von einer Mutti zu lesen. Hätte eine Ältere das geschrieben, wäre es sicher sofort falsch.
        Und dass so schnell zu Kontaktabbruch geraten wird, ist vielleicht in Einzelfällen wirklich besser, aber

        in 95% bestimmt übertrieben.
        Leider kenne ich es aus eigener Erfahrung, wenn man der Schwiegertochter garnichts recht machen kann...ich habe meinen Enkel auch auf die Art verloren, schon vor 1 1/2 Jahren. Und das ganz sicher nicht, weil ich ihn nicht liebgehabt habe :-(
        LG Moni

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