Familienleben

Wer jung Kinder bekommen hat, der ist auch noch jung, wenn sie aus dem Gröbsten heraus sind. Wie dann eine berufliche Perspektive finden? Hier gibt es Denkanstöße und Tipps von anderen Müttern.
Ein Tipp vom urbia Team

22.02.17 - 12:47

Ich weiß einfach nichts mit mir anzufangen

Hallo alle miteinander!

Ich weiß nicht ob ich hier richtig bin. Falls nicht, einfach verschieben. Danke

Wie meine Überschrift schon verrät, ich weiß einfach nichts mit mir anzufangen. Ich habe 3 Kinder im Alter von 15,5&2 Jahren. Wir sind kürzlich umgezogen und ich kann mich nicht wirklich einleben. Ich bin sehr viel alleine. Habe keine Freunde in der Nähe, wobei die Freunde von früher kein guter Umgang wären. Eigentlich weiß ich gar nicht so recht wo ich anfangen sollte zu erzählen. Ich fühl mich einfach nur noch scheiße und habe das Gefühl meine Zeit " abzusitzen ". Ich bin für meine Kinder da, aber sonst habe ich keine Aufgabe ( bis auf Haushalt natürlich) Es geht mir alles so dermaßen auf die Nerven! Eine Ausbildung habe ich nie gemacht. Ich weiß nicht mal wie es weiter geht, wenn der kleine nächstes Jahr in den Kindergarten geht. Was mache ich dann? Eine Ausbildung? Aber als was? Ich bin erwachsen und habe keine Ahnung was ich will! Ich hatte nie die Möglichkeit mich damit auseinander zu setzen.

Wie ist das denn bei euch so? Was macht ihr den ganzen Tag? Mit den Kindern? Was ist nur mit mir los?

Lg

15 direkte Antwort(en) auf den ausgewählten Beitrag:

22.02.17 - 13:00

Hallo Jolea,

wo wohnst Du denn? Stadt, Land? Da unterscheiden sich ja schon mal die Möglichkeiten.

Könntest Du Dir vorstellen ehrenamtlich zu arbeiten? Dadurch könntest Du sicher Kontakte und evtl. eine richtige Arbeit bekommen!?

Was hast Du als Kind, Jugendliche denn gerne gemacht? So als Wegweiser kann man darüber nachdenken.

3 Kinder sind doch schon mal eine tolle verantwortungsvolle Aufgabe!

Bist Du gesund? Dann sei froh! Du kannst sicher noch alles erreichen - Ausbildung, Arbeit etc.

Viel Glück!

Miriam

22.02.17 - 13:13

Hallo,

es gibt doch sicher etwas was dich interessiert, anspricht, womit du gerne die Zeit vertreibst... irgendetwas? Und genau darauf kannst oder solltest du aufbauen. JA - du könntest eine Ausbildung machen, warum auch nicht. Du kannst dich bereits jetzt damit auseinandersetzen. Was hast du denn vor bzw. zwischen den Kindern beruflich gemacht?

Wie wäre es, stundenweise mal irgendwo anzufangen?
LG

22.02.17 - 13:43

hallo,

ich habe auch 3 kinder und bin kranheitsbedingt zu hause. ich steh morgens mit den kindern auf, wenn die kids in der schule sind gehe ich zu meinen therapien und zum sport. mittags kommen die jungs wieder nach hause, kochen, hausaufgaben kontrollieren, haushalt....
vor ein paar jahren bin ich ehrenamtlich ins hiesige seniorenheim gegangen, um vorzulesen, zu singen etc. das könnte ich mir auch gut vorstellen, wenn die kinder mich nicht mehr so brauchen.
richtige freunde habe ich hier auch nicht, aber viele bekannte--das kann schonmal eine stunde dauern, bis ich beim bäcker angekommen bin ;-)
ich lese viel.

lg

22.02.17 - 14:09

Ich kann dir nur raten, eine Ausbildung zu machen (geht oft auch in Teilzeit). Denn ohne wirst du dein Leben lang nur aushilfsjobs bekommen, nie in die rentenkasse einzahlen können, bist deinen Kindern (gerade der ältesten mit 15) kein gutes Vorbild.

22.02.17 - 14:31

Du bist ja erst 33. Für eine Ausbildung keinesfalls zu alt. Du musst es nur wollen! Geh doch mal zum Arbeitsamt und lass dich beraten. Da steht dir mit Sicherheit auch Unterstützung zu.

Gibt es auch einen Vater der Kinder? Oder bist du alleinerziehend?

22.02.17 - 15:27

Hallo,

also ich denke, wenn du keine Ahnung hast, was du willst, dann wird es Zeit das herauszufinden, oder? Vielleicht weißt du zB was du NICHT willst (nicht Einzelhandel habe ich gelesen, das ist doch schon mal was!)? Ich bin Lehrerin und lasse meine Schüler zB erstmal ihre Stärken aufschreiben und ihre Interessen, außerdem kann man zum Berufsberatungszentrum gehen oder zum Jobcenter und sich beraten lassen. Du kannst auch erstmal im Internet einen Test machen, da kann man auch Interessen angeben und dann sagt dir das Programm, welche Richtung du gehen könntest, ist natürlich mit Vorsicht zu genießen, ist ja nur ein Programm, so was zB https://www.ausbildung.de/berufscheck/ Aber für eine Ausbildung ist es doch nie zu spät, am besten du machst dir jetzt schon mal Gedanken und lässt dich beraten, dann hast du Zeit um dich zu bewerben usw. wenn der Kleine dann im KiGa ist!!!!

Sonst kann ich dir nur raten den inneren Schweinehund zu überwinden und dich zu einem Sportkurs anzumelden, irgendwas, zB bei der VHS, da werden so viele Kurse angeboten Zumba, Yoga, Sachen wie Rückefit werden sogar von der KK übernommen. Oder schau mal bei Vereinen, Volleyball oder etwas, warum nicht, wenn es dir keinen Spaß macht, meldest du dich wieder ab. Aber so lernt man Leute kennen, kommt bisschen raus. Du könntest auch zB bei der VHS einen Englischkurs machen (schadet ja nie), gibt es abends oder bei uns gibt es die auch morgens mit Kinderbetreuung (für Kinder ab 2 Jahren)!

Ich bin zur Zeit noch in Elternzeit mit dem 3. Kind, die Großen sind 8 und fast 4. Wir sind viel unterwegs, montags haben wir nichts, da gehen wir oft jemanden besuchen, in den Zooo oder so, dienstags gehe ich morgens zum Sport (LaufMamaLauf), nachmittags hat die Große Klavier, abends gebe ich einen Kurs bei der VHS, mittwochs kommt die Oma, donnerstags bin ich in der Spielgruppe mit dem Kleinen, nachmittags hat die Große Ballett, freitags bin ich morgens wieder beim Sport und nachmittags mit der Großen beim Schwimmen, dazwischen natürlich Haushalt usw. und mal eine Verabredung mit Freundinnen. Die Woche geht schnell rum #schein aber ich genieße es. Ab September gehe ich wieder arbeiten!

LG

22.02.17 - 17:43

Hallo.

Du hattest nie die Möglichkeit, dich mit der Berufswahl auseinander zu setzen? #schock#kratz
Hast du einen Schulabschluss? Was stand nach dem Schulabschluss bei dir auf dem Plan? Hast du da sofort dein erstes Kind bekommen? Selbst wenn.... #gruebel

Nun ja.... HIER würde ich zuerst mal ansetzen. Vielleicht kann dein kleinstes Kind bereits jetzt in den Kiga gehen. Dann würde ich mich mal auf die Socken machen und mir sämtliche Praktikas in allen möglichen Berufssparten einverleiben. Danach dürftest du wohl eine Ahnung haben, für welchen Beruf du dich interessierst.

Gut - es wird wahrscheinlich nicht einfach werden mit drei Kindern eine Ausbildungsstelle zu finden. Aber probieren würde ich es auf alle Fälle.

Alles Gute!

22.02.17 - 23:40

1. Ziel: Führerschein
2. Ziel: Abi nachholen
3. Ziel: Studium
Bis du beim 3. Ziel angelangt bist, sind deine Kinder schon grösser und du hattest genug Zeit, die Betreuung zu organisieren,die dann einfacher wird.

23.02.17 - 08:23

Was hast du denn in den 10 Jahren zwischen Kind 1 und 2 gemacht?

Ich würde versuchen Kontakte aufzubauen - sportverein, Kindergruppe, Spielplatz usw.

23.02.17 - 09:55

Hallo,

ich habe viele Hobbys, trotzdem habe ich mich geärgert, als ich beim Arbeitsamt mal nur auf die Schiene "wofür interessieren sie sich denn" reduziert wurde. Wir sind erwachsene Menschen und haben in den Jahren, in denen die Kinder klein waren (sind) gelernt, dass man sich für vieles interessieren kann aber nicht zwangsläufig täglich seinem persönlichen Hobby nachgehen muß.

Für mich heißt das: ich interessiere mich für fast alles, von Bauklötzen und Prinzessinnenkleidern über tropfendende Wasserhähne bis hin zu den aktuellen Nachrichten und dem Programm unseres Landestheaters - aber das heißt nicht (mehr), dass ich täglich meinem Hobby nachgehen muß oder meinen Beruf an meinen persönlichen Interessen ausrichte.

Ein Beruf darf und sollte Spaß machen - aber in erster Linie muß er Geld einbringen und während der Betreuungszeit der Kinder möglich sein.

Du bist ja gerade erst knapp über 30 - bevor du jetzt 40 Jahre lang ehrenamtlich arbeitest, würde sich ja wirklich eine Ausbildung anbieten. Und das muß nicht dein allerliebstes Hobby sein - ein gewisses Grundinteresse sollte natürlich da sein ;-)

Das mit dem Behindertenheim ist doch schon mal eine gute Idee! Generell könnte ich mir vorstellen, dass ein Pflegeberuf ja ganz gut an die Zeiten der Kinderpflege und Erziehung anknüpft.

Allerdings würde ich bei jeder Ausbildung hauptsächlich auf die Arbeitszeiten gucken - es nützt ja nix, sich in eine Konditorlehre zu verlieben, wenn klar ist, dass morgens um 5 keiner bei den Kindern sein kann... Nur mal so als Beispiel.

Ja, und jetzt im nächsten Jahr, bis der Kleine im Kindergarten ist?

Das Arbeitsamt hat mir mal ein Buch gegeben, in dem alle Ausbildungsberufe standen, die in Deutschland anerkannt sind. Eine prima Ideensammlung!

Außerdem gibt es immer mal so Frauen-Aktions-Tage, oft rund um den 8.März (internationaler Frauentag), wo es um die Frage "Wieder-/Neueinstieg nach der Elternzeit" geht.

Im übrigen: Streß dich nicht zu sehr, nur weil nächstes Jahr alle im Kindergarten sind! Zu jedem Neuanfang gehört vorher eine Planungsphase - und das ist schwierig mit einem Zweijährigen an der Hand.

Mit Kindern im Haus muß man ja auch nicht dauernd was tun - wenn ich mal Luft habe, liege ich auch einfach mit einer Tasse Kaffee auf dem Sofa. Im Sommer gerne draußen. Ich sitze auch schon mal alleine im Cafe und lese eine Zeitschrift. Ich kaufe Bastelmaterial für die Kinder.

Wenn man jetzt unbedingt Leute kennenlernen will, würde ich eben Bastelkurse/Nähkurse o.ä. empfehlen.

Oder eben Kinderturnen/Spielkreis mit dem Jüngsten.

Google doch mal, ob es bei euch Angebote von der VHS gibt. Oder ein Familienbildungszentrum, die haben auch oft tolle Programme. Oder check die Angebote der Kirchengemeinde - wenn die online nicht so übersichtlich sind (kommt vor ;-) ), kann man einfach im Gemeindebüro fragen, was es so für Gruppen gibt.

LG!

23.02.17 - 10:01

Eine Ausbildung wäre ein guter Anfang. Allerdings kann man auch ungelernt viele Jobs annehmen. Befindest du dich denn aktiv auf der Suche? Ich hatte auch mal eine "ungelernte" Freundin, die es trotzdem bei einem Autoteilehersteller zum Vorarbeiter gebracht hat. Allerdings arbeitete sie zwischendurch auch als Verkäuferin oder an der Tankstelle. Sie hatte aber immer ihr Auskommen und war sehr kreativ bei der Jobsuche.

Wenn du allerdings nicht aktiv suchst oder du dich nicht jetzt schon langsam für eine Ausbildung bewirbst, wird es nichts werden. Von alleine kommen die Jobs nicht zu dir. Warst du schon mal bei einem berufsberatenden Gespräch, vielleicht auch bei Hilforganisationen über das Amt hinausgehend? Beratungsstellen können sicher helfen.

Ansonsten kann man doch gerade mit einem Kleinkind sehr viel unternehmen.

- Zoo / Tierparkt

- Spielplatz

- Indoorspielplatz

- Kindercafés
- Schwimmbad / Kinderschwimmkurs
- Kinderturnen
- Musikschule

- etc.

Je mehr Unternehmnungen du mit deinem Kind machst, desto mehr Menschen kannst du kennen lernen und auch Leuten aus deiner neuen Umgebung näher kommen. Informiere dich über ortsübliche Feste und Aktivitäten und besuche diese. Auch da lernt man Leute kennen. Ein sehr guter Kontaktpunkt ist der Spielplatz. Hier lernt man viele Mütter kennen und es ergeben sich immer mal nette Gespräche.

Hast du einen Mann und wenn ja, kann er dir Freiräume verschaffen, sodass du vielleicht ein Hobby ausüben kannst? Tätigkeiten in einem Verein bringen z.B. auch immer neue Kontakte und vor allem Ablenkung vom Alltag. Da hättest du dann auch mal ein anderes Thema um die Ohren als nur Haushalt und Kinder.

23.02.17 - 10:26

Vielleicht können sich das alle diejenigen nochmal durchlesen, die im Fremdbetreuungs-Thread von letzter Woche ein Loblied darauf gesungen haben, sich ganz auf das Leben als Hausfrau und Mutter zu konzentrieren...!

http://www.urbia.de/forum/12-familienleben/4877035-wie-geht-es-euch-bzw-euren-kindern-mit-frueher-fremdbetreuung

Es gibt ein Leben danach!

23.02.17 - 16:45

Huhu,
ich finde immer schwierig jemandem etwas zu raten, der immer argumentiert, warum etwas nicht ging oder geht und der für alles Entschuldigungen findet (meine Eltern wollten es so, die waren auch ganz doof; ...) und sinnvolle erste Schritte auf irgendwann (wenn ich den Führerschein habe, wenn das Kind im Kiga ist, wenn dies und das ist und zuerst muss ich warten, dass jenes passiert) schiebt. Mit einer solchen Einstellung wird das nix und da solltest Du meines Erachtens auch ansetzen.

Daher meine Frage:

Warum tust Du nicht JETZT etwas? Eine Putzstelle kannst Du doch auch im Ort finden und mit dem Rad hinfahren? Vielleicht zu einer Zeit, in der Dein Mann die Kinder hat? Oder während der 15jährige aufpasst? Wie wäre es mit Zeitungen austragen? Da können die Kinder mit. Oder Tagesmutter?

Meines Erachtens musst Du weder auf den Führerschein warten, noch auf größere Kinder noch auf besseres Wetter. Du musst einfach beginnen - aber das willst Du gar nicht wirklich, oder?

LG, Cherish

24.02.17 - 16:42

...nun, wenn du dich bisher nie damit auseinander gesetzt hast, dann ist das jetzt der Zeitpunkt, es zu tun.

Und helfen mit den paar Angaben kann dir keiner. Du schreibst sanft etwas von "Freunde von Früher.. kein guter Umgang..." da reimt man sich so sein Zeug zusammen. Und umso schwerer wird das Beraten.

Ja, du wirst dich nicht mehr hinter den Kinder "verstecken" können und müssen. Du wist selber für dich hinstehen. Und das kann sehr, sehr befriedigend sein.

1) Checke ab, wo der nächste kostenfreie Berufsberater ist

2) Stell deine Zeugnisse zusammen

3) Geh zum Berufsberater
4) Mach in die Richtung schon erste Lernschritte (kauf Bücher, lern Fremdsprachen etc.)
5) Schreib jetzt schon Bewerbungen

Das war der berufliche Teil

Jetzt der soziale:

Dein eines Kind ist noch sehr jung - es gibt kaum einfacheres, als so zu "Freunden" zu kommen. Klar, die wachsen sich mit dem Beenden des Sandkastenalter wieder aus, aber immerhin...
Geh mit dem Kleinen zum Kinderturnen, Schwimmen... und schon kennst du Leute. Wichtig - geh an lokale Spielplätze etc. Bringt ja nichts, wenn deine neue Freundin 15 Kilometer weg wohnt...
Meide Zeug wie Indoorspielplätze etc. Da ist es hektisch und die meisten Frauen werden schon mit Freundinnen da sein.

Und dann: Achte auf dich selber. Eigentlich solltest du ständig so aussehen und wirken, wie wenn dir eben NICHT alles auf den Kecks ginge und du verzweifelt Freunde suchst. Denn solche "Problemmamis" die sich "andocken" kennen wir alle - und brauchen wir eher nicht. Also geh gepflegt und sympatisch auf den Spielplatz, lächle freundlich in die Ruhe, frag interessiert nach den anderen Kindern - dann setzt dich dazu... schon drin. Sprich die ersten paar Mal sicher nicht von Problemen und frag mehr als du selber sagst. Lästere über absolut gar keinen, solange du die Seilschaften nicht kennst.

Wenn man ganz neu wo wohnt, kommt einem das recht "verwegen" vor - aber so läuft das halt. Man muss sich ein bisschen "bewerben" bei den anderen. Das "wer meine Freundschaft nicht schätzt, kriegt sie nicht"-Spruch aus unserer Jugendzeit ist doof. Um Freunde muss man sich schon ein bisschen beliebt machen.

Schau auch ein bisschen, in welchen Kreisen du gut ankommen könntest. Wie siehst du aus? Wie wirkst du? Was interessiert dich? Ich meine damit, dass es z.B. zwar sein könnte, dass die örtliche Kirchengruppe sehr gross und beliebt ist, aber dein riesiges Satan-Tatoo auf der Stirn könnte dir den Einstieg dort erschweren :-)
Scherz beiseite. Es lohnt sich nicht, in einen elitären Lesezirkel kommen zu wollen, wenn die dich wegen des fehlenden Doktor-Titels und der fehlenden Business-Klamotten eh nie akzeptieren würden. Dann freunde dich besser mit der alternativen Künstlergruppe an...

24.02.17 - 23:07

Hallo!

Ich kann ein wenig nachvollziehen wie du dich fühlst. Ich bin mittlerweile 28. Mit 16 musste ich von Zuhause ausziehen. Habe vorbildlich meine Ausbildung im Bürobereich gemacht, wurde übernommen, habe ein paar Jahre gearbeitet und habe auch eine andere Stelle in einer anderen Branche angenommen. Mein Traum war immer zu studieren. Konnte ich aber nicht, da ich kein Abi hatte und mir mein damaliger Freund im Weg stand. Habe mich dann irgendwann getrennt und meinen Betriebswirt gemacht und auch das Abi bekommen. 2 Jahre hab ich mich durchgekämpft dafür. Habe ganz nach meinem Traum angefangen zu studieren. Und genau dort fing es an.... Das Studium war absolut Mist gewesen. Also hab ich es geschmissen. Meinen alten Job wieder angenommen, der mir eigentlich immer Spaß machte. Irgendwie war der gar nicht mehr so toll. Dann bin ich schwanger geworden und seitdem grübel ich wo ich beruflich eigentlich hin will. Eine Stelle als Arbeitnehmer ist für mich beinahe unvorstellbar geworden. Nun eröffne ich während meiner Elternzeit und neben unserem Geschäft ein anderes Geschäft. Das nur mir gehört. Natürlich hab ich Angst, immerhin investiere ich viel Geld. Aber ich hab es versucht. Zuhause rumsitzen ist für mich keine Option. Was ich dir eigentlich sagen will ist, egal ob du eine Ausbildung gemacht hast oder jetzt eine machen wirst, deine Vorstellung vom Leben kann sich noch 100 Mal ändern. Versuch doch einfach einige Dinge aus, Vlt macht dir ja eine Stelle Spaß. Fang eine Ausbilung an und wenn nötig brech sie ab, wenn du es dir anders vorgestellt hast. Aber wenn du noch lange überlegst und nicht handelst fährt der Zug ohne dich ab.

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