Schwiegereltern total desinteressiert

    • (1) 22.02.17 - 14:28

      Hallo liebe Urbianer!

      Von vielen liest man hier immer wieder, dass sich die Schwiegereltern zu sehr einmischen, zu viel Kontakt da ist, etc. Ich möchte euch heute wegen des genauen Gegenteils um eure Meinung bitten, wie ich mich gerade in Zukunft verhalten soll.

      Mein Partner und ich sind jetzt seit 5 Jahren zusammen. Seine Mutter (66) und ihr Lebensgefährte (68) wohnen exakt 25 Meter neben uns, aber für mich sind sie mittlerweile mehr Nachbarn als "Schwiegereltern".

      Mein (nennen wir ihn mal) Schwiegervater verbringt seine Pension mit fischen, Golf spielen und ist ca. 3 Monate im Jahr im Lande, die andere Zeit verbringt er in Spanien in der Ferienwohnung.

      Meine Schwiegermutter ist ca. 6 Monate im Jahr im Lande.... und ist öfter am See im Sommer, sonst tut sie eigentlich nicht viel. Mein Verlobter hat schon 3 Kinder aus seiner ersten Ehe, wobei die Kinder auch kein sehr gutes Verhältnis zu ihr haben, weil sie nicht "aktiv" am Familienleben teil nimmt, sprich man konnte ihr die Kinder als sie kleiner waren auch nicht regelmäßig anvertrauen, um sie mal aufpassen zu lassen. Sie hatte keine Zeit.

      Mein Verlobter hat schon ein sehr distanziertes Verhältnis zu seiner Mutter bzw. zu dessen LG überhaupt keines. Weder positiv, noch aber negativ.

      Jetzt zu meinem eigentlichen Thema, als gutes Beispiel mal vorweg, wir haben ihnen vor 14 Tagen von meiner Schwangerschaft und unserer Hochzeit erzählt und sie natürlich herzlich eingeladen. Mein "Schwiegervater" hat gleich gesagt er kann nicht, weil er in Spanien Anfang Juni fischen ist. Ohne Worte. Meine Schwiegermutter war sehr verhalten bzgl. der Reaktion, hat uns gratuliert und auch gefragt ob das Kind ein Unfall war (???).

      Ich werde mir lt. meinem Verlobter KEINERLEI Unterstützung erwarten können von meiner SchwieMu, auch wenn sie nur 1 Haus neben uns wohnt. Ich erwarte ja auch nichts von ihr, versteht mich nicht falsch!!! Aber - sie jammert mich jedes Mal wenn wir uns sehen an, dass ihr die 3 Enkerl nicht mehr zugehen bzw. sie besuchen. Ja komisch, wie soll denn da eine Beziehung da sein, bei Scheidungskinder, die nur alle 2 Wochen kommen und die Oma auch nicht greifbar ist.

      Jetzt zu meiner Frage - wie soll ich mich in Zukunft, grad wenn das Baby da ist, ihr gegenüber verhalten? Meine Eltern wohnen 125 km weit weg, also auch nicht grade ums Eck. Von ihr etwas erwarten oder verlangen (mal 1- 2 Stunden aufs Baby aufpassen, so wie es "normale" Großeltern" tun, wird zu 100 % schief gehen, weil wenn was besseres dazwischen kommt, sie einfach absagt.

      Ihr dann trotzdem Tor und Tür öffnen, wenn sie mal wieder unangemeldet vor der Tür steht, sehe ich aber auch nicht ganz ein.

      Sie ist grundsätzlich ein guter Mensch und ich mag sie auch, bitte hier auch nicht falsch verstehen, wir haben ein gutes Verhältnis!!

      Schwierig, oder?

      Bin gespannt auf eure Meinungen.

      Liebe Grüße
      Bärbel

      • Du sagst du erwartest nichts, aber gleichzeitig willst du ihr dann die Tür nicht öffnen, wenn sie mal unangemeldet kommt?! Versteh ich jetzt nicht ganz...

        Was heisst "normale Grosseltern passen 1-2 Std aufs Baby auf"?? Nicht alle Grosseltern möchten oder können das.

        Lass sie doch einfach vorbei kommen, wenn sie das Baby sehen möchten. Wenn du merkst, dass sie dann ständig an deiner Tür klingeln und es dich nervt, kannst du ja handeln. Aber so wie du sie beschreibst wird das nicht der Fall sein. Oder ihr sagt von Anfang an, dass sie sich anmelden sollen, bevor sie kommen.

      Von meiner Seite gäbe es bei der Story keine Anfragen wegen Babysitting. Allerdings kann man sich natürlich gegenseitig besuchen. Unangemeldete Besuche mag man oder man mag sie eben nicht, das kann jeder für sich klar kund tun. Wenn Du das nicht magst, gerade in der Anfangszeit, dann sagst Du das und bittest um Rücksicht. Oder stellst die Klingel ab, wenn kein Besuch erwünscht ist.

      Mach nicht vorher ein Fass auf und tu Dir leichter, indem Du Deine Schwiegermutter so nimmst, wie sie ist. Interesse basiert auf Zuneigung bzw. Liebe und die kann man nicht erzwingen.

      • Hallo,

        Danke - ja ich hätte sowieso vor gehabt keinerleit Anfragen zu stellen, um eben dann nicht enttäuscht zu werden.

        Ich mach da kein Fass auf ;-) Nein man kann nichts erzwingen, da hast du recht. Ich nehme sie eh wie sie ist, ich kann sie ja nicht ändern, auch wenn ich es schade finde.

        Ich hoffe nur, dass ich dann später mal nicht angejammert werde, dass unser Kind keinen Bezug zu ihr hat...

        lg Bärbel

    hi,

    du regst dich grade über ungelegte eier auf #sorry
    warte erstmal ab und freu dich, dass deine schwiegis keine sofahocker sind, sondern ein spannendes leben führen.

    lg

wobei die Kinder auch kein sehr gutes Verhältnis zu ihr haben, weil sie nicht "aktiv" am Familienleben teil nimmt, sprich man konnte ihr die Kinder als sie kleiner waren auch nicht regelmäßig anvertrauen, um sie mal aufpassen zu lassen. Sie hatte keine Zeit

Ich würde mal meine Vorstellung von "aktivem Familienleben" überdenken.

  • Ich habe keine Vorstellung von aktivem Familienleben in dieser Beziehung - ich kenne es nur von Aussagen meines Verlobten. Es gab auch keine gemeinsamen Ausflüge, Nachmittage, etc... Großeltern die halt eine Beziehung zu ihrem Enkerl aufbauen (wollen)...

    • ... aktives Familienleben fängt schon mal damit an dass man sich ab und an besucht ...
      haben sie ja versucht, nur Du hast nicht aufgemacht ....

      Du bist voreingenommen und wertest sofort.

      Streich mal alles was Du bisher gehört hast, fang bei Null an und werte nicht Dinge anhand von Vorurteilen die Dir andere einreden. Der Besucht war vielleicht der Versuch sowas mal "auszuprobieren". Genauso wie man als Eltern nicht "reingeboren" wird sondern reinwächst ist das auch mit dem Grosseltern sein. Und ich kenne viele Familien wo es mit einem Teil so und mit dem anderen Teil genau anders läuft. Du weißt doch auch nicht wie sich Dein Schwager und Schägerin verhalten haben! Viele Eltern sind am Anfang etwas "einnehmend" und manche Grosseltern fühlen sich da vergrellt. Und viele Grosseltern machen beim "Erstgebärenden" Erfahrungen und übertragen die dann, da hilft nur reden reden reden.

      Wenn der Enkel im Haus ist muss sich alles erst mal "neu sortieren" und jeder der Beteiligten hat da seine Chance etwas zu steuern. Fang doch mal an, lad sie doch mal einfach auf einen Kaffee ein.

      LG
      Pikku

Wenn Ihr ein gutes Verhältnis habt, dann ist doch alles gut und ich denke, falls es mal so ist, dass sie kommt, wenn es Dir nicht passt (das kann btw. bei jedem anderen Menschen auch passieren), dann rede mit ihr.
Alles andere klingt für mich plausibel, auch die Frage nach dem "Unfall", schlussendlich gibt es schon 3 Kinder und da ist ein "Unfall" nicht so weit hergeholt.
Sie führen ihr Leben und das ist halt so und die Enkel könnten sie ja auch besuchen ohne das sie Babysitter war...

Klingt für mich so, als wenn sie ihren Erziehungsauftrag als beendet sehen und m.E. haben sie Recht damit, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke mal, ich wäre auch eher so ein Typ, ich möchte später auch mein Leben genießen und nicht die Enkel hüten, aber das ist absolute Typsache.

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