Wer hat mehr als zwei Kinder? :-)

    • (1) 11.03.17 - 19:53

      Hallo ihr lieben,

      ich dachte mir mal, ich schau bei euch mal wer mehr als zwei Kinder hat... kurz zu uns, wir haben momentan 2 Kinder, im Alter von 7 Jahren und 4 Monaten. Und irgendwie lässt uns der Wunsch nach weiteren Kindern nicht los und wir haben uns auf vier versteift :-) ich bin bissl ängstlich mit der Entscheidung, deshalb würde ich gern eure Meinung hören. Platz ist genug, wir haben ein Haus, aber wie ist das mit der Arbeit? Ich liebe meinen Job und arbeite jetzt auch von daheim im Babyjahr, ist das mit vier Kindern überhaupt möglich??? Wie sieht der Alltag aus? Urlaubssuche etc.?!

      Ich würde mich über eure Meinungen freuen und grüß euch lieb.

      • Hallo ich bin 27 Jahre alt und habe 3 Kinder. Junge 7 Jahre und 2 Mädels mit 8 Monaten. Es ist schon eine menge arbeit, aber da ist auch einfach organisationstalent gefragt. Im grossen und ganzen kriegen wir alles gut hin. Wir wünschen uns jedoch kein weiteres kind mehr. Bei 4 Kindern müsste dann gleich neues auto her und Urlaub zumind fliegen wird anfangs sicher extrem stressig. Aber keine ahnung. Kommt auch auf die kinder an. Im grossen und ganzen find ich meine 3 Kids perfekt:-)

        (3) 11.03.17 - 21:34

        hi,

        wir haben 3 kinder (9, 7, 4 jahre). nächsten monat kommt nr. 4.

        urlaub haben wir zu fünft schon folgendes durch:

        -10 tage türkei ultra-ai. der flug war mit 3h grenzwertig, länger sollte es nicht sein. nichts machen zu müssen war genial. die kinder hatten irre viel spaß (poollandschaft, kleiner vergnügunspark, eis so viel wie man möchte). 10 tage haben voll gereicht. für uns erwachsene war es dann auch bissel langweilig. aber so muß entspannung ja sein.
        -1 woche wandern in südtirol im kleinen berghotel mit freunden, die kinder haben überraschend gut mitgemacht. die kleine mit 1,5 jahren meistens in der kraxe aufm rücken. toll war, unten im tal 23 grad und sonne, auf 2000m noch meterhoher schnee. für uns erwachsene toll, für die kinder reichte es dann irgendwann.
        -3 wochen kroatien auf nem campingplatz mit 2 anderen befreundeten familien. das war für alle beteiligten supertoll. wir haben abends meistens gegrillt. tagsüber meer, abends in die stadt. wir sind mim auto hin. das hat gut geklappt. 2,5 tage sind wir jeweils gefahren.

        -2 wochen spanien bei meiner tante zu besuch, die dort wohnen. flug mit mietwagen. war ok, wir haben viel unternommen. wir haben schon eher kinderprogramm gemacht.

        ich würde mich immer mit anderen familien zusammen tun, sonst wird es schnell zur reinen kinderbespaßung.

        was arbeiten angeht, ich schaffe nicht mehr als 20h die woche. die jungs spielen fußball am mo, di und do.dazu kommen die spiele am we. meine tochter hat ein pflegepony, wo wir fr immer sind. da geht nur vormittags arbeiten und einen freien tag in der woche in meinem job.

        dazu kommt mein großer, der gerne mal täglich irgendwas vergißt, was schule angeht. da muß ich IMMER hinterher sein. ich würde irre werden, wenn ich da noch 30-40h arbeiten müßte.

        die großen sind sehr selbstständig. fahren auch mal die 7 stationen mit der s-bahn alleine in die schule (berlin), oder kommen abends alleine nach hause.

        auto fahren wir einen t4. 7-sitzer mit klappsitzen finde ich total unpraktisch. der bus ist perfekt für uns und das trotz parkplatz-katastrophe in der stadt.

        liebe grüße

        Hallo!!!

        Ich habe drei Mädels. Lilly ist 5, Marie 4 und Emma gerade 1 geworden.
        Es ist ein Haufen Arbeit. #schwitz Alleine die Wäsche die da so zusammen kommt.

        Wenn man stolz ist, dass alles geschafft ist, geht man ins Kinderzimmer und kann direkt wieder einsammeln, weil die Mädels Modenschau gemacht haben und sich dabei eingesaut haben, mit Stiften oder Essen. #augen

        Ich muss gestehen, im Moment bin ich ganz klar an der Grenze angekommen. Es ist einfach anstrengend. Denn Lilly und Marie zanken viel und Marie ist eifersüchtig auf Emma. #schwitz
        Ich freue mich Sonntags tierisch, dass am Montag wieder Kita ist und ich in Ruhe meinen Haushalt machen kann und mich auch etwas ausruhen kann.

        Denn aufräumen am WE? Sinnlos. Gewischt, gesaugt und fünf Minuten später ist alles wieder dreckig. Das nervt mich sehr, aber es sind halt Kinder.

        Ich habe seit einem Jahr nichts mehr unternommen, ohne Kinder, weil ich einfach nicht alle Kinder abgegeben bekomme. Meine Mama nimmt nur die Großen zum übernachten.

        Urlaub und Co? Fehlanzeige! Ich wüsste auch nicht, wie ich entspannen sollte!?

        Arbeiten? Oh ich liebe meinen Beruf, aber ich denke, ich darf noch ein paar Jahre zu Hause bleiben. Lilly kommt nach dem Sommer in die Schule. Marie noch in der Kita und Emma ab 2018 in die Kita. Dann kann man mal schauen, ob sich das vereinbaren lässt.

        Ich liebe sie alle drei sehr, aber manchmal will ich sie an der Supermarktkasse umtauschen! #rofl
        Aber ich nehm sie dann doch wieder mit! ;-) Wenn sie einen so lieb angucken und sagen, dass sie dich lieb haben! #verliebt

        Bei uns ist definitiv Schluss. Ich darf auch nicht noch mal schwanger werden. Das ist zu gefährlich. So wie es ist, ist es gut! Auch wenn wir sehr überrascht waren, als Emma sich angekündigt hat und wir überlegt haben, sie nicht zu bekommen. Heute möchte ich mir gar nicht ausmalen, dieses bezaubernde Wesen nicht bei uns zu haben. Unser Sonnenschein! #verliebt

        Lange Rede, kurzer Sinn: Es ist schön, aber anstrengend! :-p Man braucht einen klaren Tagesablauf, unter der Woche, sonst kommt man ins straucheln. Also zumindest ich! ;-)

        • Vielen Dank für eure schönen Antworten! Ach das ist aber auch ne Entscheidung, aber ich möchte, nein wir möchten das schon bissl planen. Unser großer würde gern noch mehr Geschwister haben, Gott der ist auch so Verständnissvoll & unkompliziert :-) und unsere kleine bisher aus *toitoitoi* kein Wunder das man da über weitere kleine Wunder nachdenkt :-)

      (6) 11.03.17 - 22:12

      Hallo, ich bin 47 Jahre alt und meine Kinder sind 21,18, 16, 13 und 5 Jahre alt. ich arbeite seit mehr als 10 Jahren zwischen 50 und 75%. In Urlaub fahren wir entweder mit dem Wohnwagen, oder wir mieten eine Ferienwohnung. Es ist halt vile Trubel bei uns zu Hause, aber ich finde es total spannend! Langeweile kenne ich absolut nicht!

    • (7) 11.03.17 - 22:36

      Hallo!

      Ich bin 28 und habe drei Kinder. Als wir die ersten beiden hatten, konnten mein Mann und ich uns auch 4 Kinder vorstellen, nun führt uns das dritte bereits an unsere Grenzen. Dabei ist sie genauso wie ihre Schwestern echt lieb. Aber ist schon knackig mit drein, finden wir.

      Wir fühlen uns nun mit drei Kindern komplett und voll ausgelastet.

      Wenn ihr noch Kinderwunsch habt, plant doch erst mal das dritte. Ob es dann überhaupt noch einen Wunsch nach Nr 4 gibt, werdet ihr dann sehen. :-)

      Liebe Grüße

      Ninly

      • (8) 11.03.17 - 22:39

        Ja klar, erst drei und dann mal schauen, wollt nur mal Meinungen von Eltern mit mehr als zwei...:-) und grundsätzlich könnten wir uns vier vorstellen... ach das ist aber auch schwierig...

        Ich stell mir das so spannend und schön vor... anstrengend aber toll!

        • (9) 11.03.17 - 22:47

          hi,

          also bei uns ist es so, daß nr. 3 einfach dazu kam und es so war, wie wir uns das vorstellten. meine tochter wurde geboren und lief einfach mit.

          für mich sind 3 kinder nicht anstrengender als 2.

          liebe grüße

    Hallo
    Ich habe 5 Kinder, eins ist nicht mein leibliches Kind was keine Rolle spielt aber sie ist eben nicht durch eine gewollte Schwangerschaft unsererseits zu uns gekommen. Irgendwie lustig wenn man bedenkt ich/wir wollten eigentlich nie unbedingt Kinder, es kommt wohl meist anders als man denkt.
    Ehrlich gesagt finde ich es schwer die Frage zu beantworten. Die Eltern sind anders,die Kinder sind anders, es kommt auf die Berufe an, wie sieht das Umfeld aus, wie ist man generell eingestellt,...
    Leichter wäre es für mich mit weniger Kindern sicher, wenn hier einer zu kurz kommt dann bin ich es um es mal ganz blöd zu sagen. Ich persönlich komme generell mit wenig Schlaf klar was natürlich hilfreich ist. In letzter Zeit habe ich aber generell große Probleme mit dem Schlaf und das plus der Wetterwechsel (findet mein Kreislauf nicht so toll) schlaucht mich dann schon ziemlich im Alltag.
    Zur Arbeit kann ich aktuell nur bedingt was sagen. Ich arbeite seit Januar 12 Stunden die Woche,neu auch mit Home Office, und fange dann August/September wieder mit 30 Stunden an. Home Office ist auch Arbeit, man ist zwar flexibler aber ich persönlich könnte es nicht vorstellen gleichzeitig zu arbeiten und die (klein)Kinder zu betreuen. Mir ist es zum einen wichtig dass eine gute Betreuung (bei uns Krippe) gesichert ist mit etwas Zeitpuffer und zum anderen auch dass es andere Menschen gibt auf die man zur Not zurückgreifen kann. Zb. auch wenn ein Kind wegen einer Kleinigkeit daheim bleiben muss/sollte. Meine Schwester und ich haben uns da gemeinsam eine Art Plan ausgearbeitet. Wir haben auch das Glück eine Oma hier zu haben die generell und ungefragt sehr sehr gerne Zeit mit den Kindern verbringt. Im generellen Alltag gibt es dann noch eine Bekannte unserer Familie,Frührentnerin, die im Zweifelsfalls ihre Hilfe anbietet.

    Der Alltag ist aktuell noch gut zu meistern. Noch sind die jüngsten klein und ohne Hobbys etc. Das wird sich mit den Jahren ändern, aber ich bin auch da optimistisch. Direkt vor Ort gibt es einiges, in der näheren Umgebung die gut mit Fahrrad und Bus zu erreichen ist auch.
    Was für mich zB. etwas problematisch ist, ist einkaufen. Das wäre mit allen jüngeren Kindern kaum machbar und einfach sinnlos. Das muss ich halt immer vorplanen. Planen, wenn auch nur gedanklich um ein generellen Überblick zu haben, ist für mich generell einfach wichtig und hilfreich.
    Urlaub ist für uns aufgrund unserer Vorstellungen kein Problem, Club Urlaub in Spanien oder so ist nicht unseres.

    LG

    Hallo,

    ich kopiere (und ergänze mal meine Antwort von kürzlich!). Meine Kinder sind nun 14, 11 und 8. Und vorneweg, nein, ich bereue nicht, aber es ist anders. (Meine Kinder sind alle toll - die besten Kinder der Welt :-D und gerade der dritte ist ein sehr aufgeschlossenes und witziges Kind, der unser Leben wirklich bereichert). Nun aber das ABER, wobei ich einschränkend sagen muss, dass ich nebenher noch Vollzeit arbeite, was sicher auch einen ganzen Teil des Stresses ausmacht. Also hier nun mein ABER :).

    Man merkte schon bei Schwangerschaft und Geburt, dass das dritte Kind gesellschaftlich einfach nicht so akzeptiert ist. Beim ersten Kind überschlugen sich z.B. die Freunde meiner Eltern, wir bekamen Dutzende Glückwunschkarten ... bei der dritten Schwangerschaft gab es durchaus auch Reaktionen wie "wolltet ihr das so?" oder "ihr habt doch schon beides (also "Junge und Mädchen". Um das mal materiell in Zahlen zu fassen: Zur Geburt meiner Tochter haben wir fast 700€ bekommen, zur Geburt des dritten Kindes nicht mal 50€. Auch bei mir auf der Arbeit war die Reaktion sehr verhalten "deine Karriere kannst du nun knicken". Im Kankenhaus wurde gleich mal automatisch vorausgesetzt, dass ich nun sicher eine Sterilisation wollte und der Arzt reagierte nicht besonders verständnisvoll, als ich mit dem Hinweis ablehnte, ich könnte mir auch ein viertes Kind vorstellen.

    Zu fünft bist du keine "Standardfamilie" mehr. Was mich auch ärgert ist, dass z.B. bei vielen Aktivitäten "Familienkarten" zwei Erwachsene + zwei Kinder beinhaltet und das dritte Kind dann wieder den vollen Kindertarif bezahlt. Hier in Baden-Württemberg bekommst du so einen "Landesfamilienpass" - der hilft aber nicht so viel. Beispielsweise darfst du einmal im Sommer für den Wintertarif in die Wilhelma (großer Zoo in Stuttgart). Bis du da aber hingegurkt bist ... ist die Ersparnis zwar nett, aber so richtig "arme" Familien, wenn sie nicht gleich in Stuttgart wohnen, können sich vermutlich die Anfahrt schon gar nicht leisten. Irgendwie wird das dritte Kind wieder deutlich teurer als das zweite. Auch durch die nachfolgenden Punkte:

    Das mit dem Auto ist auch so eine Sache. Als wir unser "Studentenauto" verkauft haben und auf den obligatorischen 7 Sitzer umgestiegen sind, habe ich echt geschluckt, was der so an (Mehr)benzin braucht. Wir brauchten auch wegen des Campings was größeres.

    Reiseanbieter in der Hauptsaison (dank Schulferien kannst du ja nicht anders) kannst du vergessen ... auch Ferienwohnungen sind oft so auf vier ausgerichtet und das arme dritte Kind schläft dann auf Sofa oder Ausziehcouch. Wir haben uns dieses Jahr einen schönen Picknickrucksack gekauft (wir müssen ja immer alles mitschleppen ... wegen des Geldes) und ja ... es waren nur vier Teller und Tassen und so drin.Als wir in Frankreich waren und für eine Woche nach Südengland wollten (mit der Nachtfähre) ... richtig, es gibt nur zweier und vierer Kabinen. Du findest immer eine Lösung für das Problem ... aber es gibt einfach so Kleinigkeiten im Leben, wo du dann wieder darüber nachdenken musst, wie du es machst, während sich der 4er Familie das Problem gar nicht stellt.

    Urlaub ist sowieso so ein Ding... es gibt schlicht kaum bezahlbare Angebote für Leute mit mehr als zwei Kindern (klar, du kannst zwei Hotelzimmer mieten, aber das ist fianziell bei uns nicht drin....). Und wir müssen ja zur Ferienzeit weg. So enden wir entweder in einer Ferienwohnung (da hast du dann wieder alles am Hals), in einem Hotel mit Jugendherbergsstandard (oder gleich in der Jugendherberge) oder auf einem Campingplatz....Sind kürzlich für einige Tage in München gewesen ... meine Große wollte unbedingt in die Therme in Erding. Da haben wir einen Tagesausflug draus gemacht. Kostenpunkt: Alleine der Eintritt 5x30€. Dann die Fahrt dorthin. Dann die Übernachtung (ca. 200€). Also an einem Tag 400€ ausgegeben bzw. mehr. Wir müssen ja noch essen, etc. Klar weißt du das und planst entsprechend. Recherchierst, weil alle ungeplanten Ausgaben x5 gehen. Und es geht, aber du bist sehr viel weniger spontan, weil du immer erst mal planen musst, ob es geht.

    Die typische Wohung hat auch drei oder vier Zimmer - da fehlt eins. Zudem scheint die Wohnungssuche mit drei Kindern ein Horror zu sein (bin glücklicherweise nicht betroffen), da du eben nicht zum Wunschklientel vieler Vermieter gehörst.

    Ich denke, dass hat sich gegenüber der 70er Jahre einiges geändert, in meinem Jahrgang gab es "3 Kinder" noch öfter. Ein Freund meines Vaters hat mich in der dritten Schwangerschaft (er hat auch drei Kinder) so flapsig angeredet "gib es zu ... ihr wollt nur kostenfrei ins Freiband". Als ich nachgefragt habe, stellte sich raus, dass man damals wohl wirklich als "kinderreiche Familie" dauerhaft kostenfrei ins Freibad kam. Ist aber egal, das Freibad gibt es nicht mehr ... bis zum nächsten fahren wir fast 20 Kilometer und die rechnen pro Person ab (es sei denn, du bist Bürger ihrer Stadt, dann gibt es eine Familienkarte). Und es sind die Kleinbeträge, die sich läppern. In den Fastnachtsferien war ich mit den Kindern in dem Schwimmbad ... abends, nur für 2,5 Stunden und war gleich mehr als 20€ Eintritt los. Auch hier gilt wieder: Planung.

    Mein Kollege (auch drei Kinder) hat nun den gesamten Winter seinen Wohnwagen umgebaut ... weil ... du ahnst es ... es gibt kaum welche mit vernünftigen Schlafplätzen für drei Kinder .... Auch Brettspiele. Oft braucht man vier Mitspieler. Und klar, es gibt viele Erweiterungen und auch andere Spiele, die zu fünft gehen. Geht dann wieder alles. Aber du musst wieder schauen und planen ....

    Jetzt, wo die Kinder größer sind, ist es so, dass wir als Familie nur noch sehr wenig machen. Das war anders, als die Kinder noch richtig klein waren. Da fand ich es zweitweise wirklich toll und harmonisch. Wir haben dann so ein typisches "Dorfwochenende" gehabt, samstags Kuchen gebacken, sonntags waren wir in der Kirche und dann haben wir uns mit Freunden zum Kaffee getroffen oder etwas unternommen. In der Zeit habe ich mir auch sehr ein viertes Kind gewünscht. Das Programm war für alle einfach das gleiche. Das geht nun nicht mehr, einfach, weil die Kinder verschieden sind und auch verschiedene Interessen haben.

    Wir haben sehr darauf geachtet, dass jedes Kind eigene Hobbies hat, egal, ob es für uns passt oder nicht. Dafür "bezahlen" wir jetzt: Ständig hat nun jemand irgendeinen Wochenendtermin, sei es Kirche, Fußball, Orchesterprobe, Lernen für eine Klassenarbeit, etc. So geht ein Elternteil da hin, das zweite Elternteil macht was mit den anderen beiden Kindern. Und ehrlich ... wenn ich dann mal keinen Termin habe, dann liege ich wachkomaähnlich sonntagmittags auf dem Sofa. Bei uns ist am Sonntagmittag noch viel "Schule" aufzuarbeiten. Da schaut man mal die Ranzen richtig durch, plant und die Kinder lernen auf Klassenarbeiten.

    Dann hat meine Tochter (die älteste) ganz klar Teenieinteressen ... Es ist total schwer, all das unter einen Hut zu bringen, sie findet das, was wir früher sonntags so gemacht haben (Zoo, Geocaching, Wandern, Spielplatz) sehr tröge. Da musst du ständig ein zweites Programm bieten (oder gar keins) oder was finden, was alle interessiert. Ist bei uns gerade das Schwimmbad. Oft ist es so, dass sie Sonntags nun einfach zu Hause "chillt". Auch im Urlaub ist es sehr schwer, sie für etwas zu begeistern. Als 5er Familie sind wir nur noch sehr selten unterwegs. Wir teilen uns oft einfach auf ... die Große geht oft auch ihre eigenen Wege (was ja auch gut ist).

    Drei ist auch eine etwas doofe Zahl. Bei mir sind bei beiden Kleinen eine Einheit wie Pech und Schwefel. Meine Tochter tut mir da echt Leid, es ist wirklich so, dass sie außen vor ist. Um das auszugleichen, darf sie öfters zu Unternehmungen einfach Freunde mitnehmen. Das ist okay bzw. war bisher okay, aber nun hast du eben statt einem dann zwei motzige Teenies dabei, was die Sache nicht einfacher macht.

    Mich stresst die Schule total ... ich weiß noch, dass ich mitunter sehr gestresst war, als meine Kids klein waren. Im Sommer waren wir viel draußen, oft einfach auch im Wald spazieren, wo niemand verloren gehen konnte. Und um 19 Uhr waren alle (zumindest in der Theorie) auf dem Weg ins Bett. Mein drittes Kind war "das perfekte Baby" - im ersten Jahr war er überhaupt keine Belastung, er war zufrieden, gluckste vor sich hin und machte alles mit. Von 19 - 23 Uhr gehörte damals der Abend "mir". Welch Luxus! Das ist heute nicht mehr so. Ich denke, dass ist das, was viele Leute so als "mitlaufen" bezeichnen. In der Schule läuft eben niemand mehr mit.

    Nun komme ich irgendwann zwischen 13 Uhr und 14 Uhr von der Arbeit ... und alles bricht sofort über mich herein. "Ich blick die Mathehausis nicht". "Ich habe mein Deutschbuch in der Schule vergessen." "Vergiss nicht, ich habe um 15.00 eine Orchesterprobe.". "ich brauche morgen ein Kuchen". "Ich brauche für Morgen 10 verschiedene Blätter von Laubbäumen, eine 1 bekomme ich aber, wenn ich 20 finde!". "Ich bin in der Gruppenarbeit mit X eingeteilt, die lebt aber 15 Kilometer von hier und es fährt kein Bus", "Ich habe voll vergessen, zu sagen, dass ich zwei Tagen einen Mathekurztest schreibe und ich blicke es nicht". Irgendwas ist immer. Man bekommt es auch immer gelöst, aber es frisst eben Zeit.

    Wir Erwachsenen sind mittags meistens zu zweit (voll der Luxus). Einer (Homebase) steht als Nachhilfelehrer zur Verfügung, der andere macht die Außentermine mit Kind(ern). Das geht dann so bis 18 Uhr. Dann Abendessen und meistens muss ich dann selbst noch an die Arbeit ... oder was im Haushalt machen ... oder es findet mal wieder ein Elternabend oder ähnliches statt. Um 21 Uhr kollabiere ich oft auf dem Sofa. Ich bin dann zu müde, endlich mal was zu machen, was ich möchte!

    Finanziell muss man planen wie ein Fuchs ... jeder kleine Fehler/ Faulheit wird total teuer. Früher habe ich gerne mal 12-14 Stunden gearbeitet, kam heim, rief den Pizzaexpress an, entspannte den restlichen Abend ... das geht nun nicht mehr. Einmal Pizzaexpress kostet heute ca. 50€. Also doch lieber selbst kochen ... Da kommst du nach langer Fahrt am Urlaubsort an und würdest am liebsten Essen gehen ... weißt aber, dass das mit fast 100€ zu Buche schlägt und stellst dich dann eben doch selbst in die Küche, weil du nicht weißt, was die nächsten Urlaubstage noch so bringen. Der Aspekt "Geld" läuft immer als HIntergrundprogramm mit - und das, obwohl es uns echt nicht schlecht geht. Wir können z.B. in Urlaub ... ich kenne Leute, die haben kapituliert und bleiben einfach daheim.

    Letzten Sommer hat mir ein Freund angeboten (wohnt im Außenort von Paris), wir könnten zwei Nächte bei ihm zwischenübernachten. Er selbst war gar nicht da. Da war mir wieder klar, dass wir doch eine "Kleingruppe" sind. Wir haben ihm natürlich was mitgebracht. Er hatte uns einen sicheren Abstellplatz fürs Auto organisiert (20€). Wir fuhren mit der Metro nach Paris (75€ für uns alle!). Dort haben wir verschiedene Dinge angeschaut. Abends waren wir 250€ ärmer. Und das, obwohl die Übernachtung kostenfrei war (!) und wir bei ihm Kochen konnten. Es geht immer alles x5.

    Geld ist eh so ein Ding. Ich sollte gar nicht jammern, aber es sind diese Beträge zwischen 20€ und 40€, die sich total summieren. Gerade hatte meine Tochter noch Schuhgröße 39 und wir haben 250€ für neue Schuhe ausgegeben (mehrere Paare), dann hat sie auch schon 40. Also wieder das Spiel. Geigenstunde (60€ im Monat), Zahnspange, Busfahrkarte, Sportverein, Klassenfahrt, Geburtstagseinladung ... Und so geht es dauerhaft. Ein großes Auto brauchst du auch. Die Räume müssen geheizt werden. Ständig läuft die Waschmaschine. Und ständig braucht jemand irgendwas. An Karneval - gab es in den Schulen ein Motto (freundlicherweise jedes Jahr ein anderes!) ... du willst nicht, dass deine Kinder die doofen sind und bist mit mindestens 60€ dabei (wenn du Teile gebraucht bekommst!). Bei uns waren es dieses Jahr 100€. Für nichts im Prinzip.

    Also versuchst du andere Strategien, z.B. Kleider gebraucht kaufen. Da musst du dann auf Flohmärkte, etc = noch weniger Zeit. Oder deine Tochter bekommt von einer Freundin von dir drei ausrangierte Jeans und fünf Pullis geschenkt und du tröstest sie, weil sie gerade so Liebeskummer hat. Ich unterhalte ein ganzes Netzwerk für gebrauchte Kleidung ... und am Ende verschenken ... die richtig guten Teile versuchst du dann doch bei Ebay oder so loszuwerden = du brauchst wieder viel Zeit.

    Ich wünschte mir, ich hätte mehr Zeit. Auch für mich. Ich bin kürzlich (alle hatten Ferien) morgens mal alleine Schwimmen gegangen. Und hatte ein schlechtes Gewissen dabei. Mache ich genug? Verbringe ich genug Zeit mit dem Kind? Ich hätte doch noch mit X das kleine Einmaleins üben müssen? .... Das Abgrenzen ist schwierig, weil ja jeder eine Erwartung an dich hat. Als Mutter möchte ich unbedingt 100% geben, als Arbeitnehmerin muss ich mindestens 100% geben (auch da ein anderer Druck - so viele Jobs gibt es hier nicht, wir haben ein Haus, das wir nicht aufgeben könnten, meine Kids sind in der Gegend verwurzelt ...). Die Erzieherin meinte beim dritten Kind mal, dass er ihr leid täte, weil er immer das Programm der Großen mitmachen müsste und man sich auf die armen dritten Kinder nie so richtig einlässt. Der Kinderarzt murmelte, als er Sprachentwicklungsstörungen hatte "das dritte Kind hat das öfters" ... irgendwie wird einem oft suggeriert, dass es an einem liegt, wenn Probleme auftauchen. Ich merke sehr oft, dass ich zuerst mich aufgebe. Ich kann nicht einfach eine Runde um den Block joggen (was ich gerne machen würde!), wenn mein Kleiner meine Hilfe in Mathe braucht.

    Du darfst als Dreifachmutter nie jammern. Denn du bist auch selbst Schuld. Zumindest im Job bei mir ist es so. Dann kommt gleich "ihr wolltet das doch so" während man auf die Einzelkindmama voll die Rücksicht nimmt :D. Das mit dem "Mitlaufen" ist nur so lange so, bis die Kinder unterschiedliche Wege gehen (also spätestens in der Schule). Im Kindergarten war es egal, ob ich einen oder zwei abgegeben habe ... in der Schule (und meine Kinder sind so urbiauntypische Nichtwunderkinder, die brauchen bei den Hausaufgaben unter anderem Individualbetreuung und müssen tatsächlich auf Klassenarbeiten lernen und üben ) ist das dann vorbei.

    Ich habe eine Arbeitskollegin, die wirklich frei sagt, dass ihr das vierte Kind fast das Genick gebrochen hat. Die ersten drei sind so "typische Akademikerkinder" ... schafften die Grundschule mit Bravour, spielten nebenher noch zwei Instrumente, gingen mühelos durch das Gymnasium - während sich das vierte echt schwertat und sie meinte, sie hätte mehr Arbeit (rein schulisch) mit ihm gehabt als mit den anderen drei zusammen.

    Ganz ehrlich ... wenn dann meine unverheiratete Kollegin aus dem Wochenende reinschneit, bin ich manchmal etwas neidisch. Und ja, ich liebe meine Kinder total. Aber diese dauerhafte Dreifachbelastung aus Mutter, Haushalt und Job ist wirklich zermürbend. Ich stehe wirklich um 5:45 auf und mein Tag endet um Mitternacht. Von 23 - 24 Uhr nehme ich mir eine Stunde für mich. Nun in letzter Zeit wird es mitunter etwas besser. Licht am Ende des Horizonts, der Mittlere wird etwas flügge, hat nun durch eine Stundenplanänderung 3x Mittagsschule und will dann eigentlich erst mal Ruhe ....

    Nachdem ich all das geschrieben habe: Ja, ich liebe meine Kinder über alles. Ich wünschte nur, der Tag hätte 36 Stunden. Wenn ich das alles vorher gewusst hätte, ich hätte sie trotzdem bekommen. Aber unterschätze das Drumherum nicht.

    GLG
    Miss Mary

    • ...wow... ich muss kurz ,,schlucken,,:-)

      Vielen Dank für deine ehrlichen Worte und den Einblick in euren Alltag!

      Das wuling, Chaos, planen, backen, kochen, das muttisein, darauf freu ich mich eigentlich. Meine Sorge ist echt das Geld und Unternehmungen...

      Wir machen jetzt voll viel... Tagesausflüge, Kurzurlaube, und wenn wir weg sind gucken wir auch nicht so aufs Geld, wie du schreibst, mit 5 Leuten musst Fuchs sein..davor hab ich Angst, dass fuchssein nicht reicht :-( ?!

      Und das Umfeld genau... beim ersten fragt dich jeder wann denn das zweite kommt und beim dritten ,,scheisse war das geplant??,,

      Mein Herz sagt auf ein drittes, mein Verstand sagt, hey du hast n gesunden Jungen und ne gesunde kleine Prinzessin, belass es dabei...:-(

      Wie gesagt wir haben n Haus, Platz ist da, n Riesen Hof & wir hätten sogar schon n Auto mit genug Platz (6-sitzer van), also von daher hätten wir schon mehr, als gute Voraussetzungen als andere hätten...

      Nicht leicht, nicht leicht :-)

      LG
      Anni

      • Hallo,

        lol, du gewöhnst dich dran ... wir gönnen uns den Luxus, jeden Sommer vier Wochen wegzufahren (mit dem Zelt). Da mixen wir halt zwischen teueren Halligallicampingplätzen, die die Kinder toll finden und was ruhigem, was wir gut finden ;-). Wenn ich dann immer im September wieder arbeite (nachdem wir uns ins Gewühl gestürzt haben und die Schulsachen gekauft haben ...) denke ich immer die erste Woche "Scheiße, das ist mein Leben?" - bis halt der neue Alltag mit neuen Zeiten (Musikunterricht, etc. ....) und neuem Stundenplan so steht.

        Vermutlich ist das Gras auf der anderen Seite immer etwas grüner. LOL. Ich weiß auch, dass ich mich im Studium oft sehr einsam gefühlt habe. Das Problem hatte ich schon lange nicht mehr. #rofl.

        Die Kosten sind gerade ein wenig ein Problem ... es steigt halt langsam, aber stetig. Meine Tochter hat nun dann eine Abschlussfahrt, kann noch Freunde in Frankreich besuchen, hat klamottenmäßig andere Ansprüche. Sie hat sich ziemlich abgenabelt und ich finde es manchmal Schade, dass sie so wenig mit uns macht. Es fühlt sich manchmal eher an wie eine WG - ich bin einerseits sehr froh, dass sie so selbstständig ist, da es mich natürlich auch total entlastet, andererseits habe ich manchmal auch das Gefühl, sie kommt zu kurz.

        Ich habe eine wesentlich jüngere und sehr trendige Schwester, mit der war sie kürzlich mal ein langes Wochenende unterwegs und hat sichtlich genossen, dass es ein Programm nur nach ihrem Geschmack gab (langes Ausschlafen, Shoppen im Mädelsshop, Kaffee bei Starbucks, abends indisch Essen, dann noch weggehen ....). Da denke ich manchmal schon, dass du bei mehreren Kindern eben ein ziemlich eingefahrenes Programm hast, klar kann man mal einen Tag freischaufeln und wirklich nur was mit dem einen Kind machen, aber meistens läuft eben der Alltag nach Schema F.

        Ich möchte meine Kinder nicht missen ... in den letzten Monaten, wenn nun auch der Mittlere selbstständiger wird, wird es auch einfacher ....

        GLG
        Miss Mary

        (14) 12.03.17 - 10:34

        Hallo

        Ich kann dem Beitrag von misssaintmary voll unterschreiben. Das ist der reale Alltag mit 3 Kindern. Meine Kinder haben ungefähr denselben Abstand und sind jetzt erwachsen und aus dem Haus. Ich kann dir also von der Zeitspanne danach berichten.

        Genau in dieser Zeit musste ich meinen Teilzeitjob kündigen, weil ich beides nicht mehr unter den Hut bekommen habe. Zum durchatmen war ich erst ein paar Monate arbeitslos und habe mich dann selbständig gemacht. Das hatte den Vorteil, dass ich keine Fahrtzeit mehr hatte und mir meine Zeit selber einteilen konnte. Warum habe ich gekündigt? Der erste stark pupertierend, das jüngste Schulprobleme. Mehr Zeit für die Kinder zu haben, war für uns in dem Moment wichtiger. Es stimmt nicht, dass alles viel einfacher wird, wenn die Kinder älter werden. Im Gegenteil. Es ist sehr anstrengend, auf einer Seite den Kindern immer mehr Freiheit zu geben und gleichzeitig rechtzeitig zu bemerken, wenn du einschreiten musst. Verbote werden nicht mehr so leicht akzeptiert. Es wird versucht dich zu Tode zu diskutieren und notfalls macht man es trotzdem heimlich. Die Chance, dass es rauskommt steht immerhin 50/50. In dem Alter haben sie auf jeden Fall die stärkeren Nerven, sind hartnäckig, einfallsreich und können in Nullkommanix deine Argumente zerpflücken. Damals habe ich mir statt einer Babyklappe oft eine Teenieklappe gewünscht und glaube mir, jeder wäre mal drangewesen.

        Das zweite große Thema ist Schule. Leider ist es meistens so, dass der Ergeiz genau in den Jahren sinkt, wenn es auf die Noten ankommt. Dazu kommt jedes Jahr das Lotteriespiel, hoffentlich bekommen sie dieses Jahr nicht ausgerechnet den und den Lehrer.

        Geld. Ab elf/zwölf fangen sie an dich arm zu essen. Sie essen wesentlich mehr als Erwachsene und haben trotzdem immer noch Hunger. Der Zustand vom übervollen Kühlschrank bis leer geht ruckzuck. Den ganzen Tag geht Kühlschranktür auf und zu.

        Die Kosten für Hobbies, Schule, Kleidung, Taschengeld und Dinge, die man anscheinend unbedingt zum Leben braucht schnellen in die Höhe.

        Wir hatten Glück, dass vor allem mein Mann durch seine Karriere zeitgleich immer mehr verdient hat. Ich wüssste nicht, wie wir das sonst finanziell immer gewuppt hätten. Meinen Kindern würde ich in der heutigen Zeit von drei abraten. Die Ansprüche werden größer und man will seinen Kindern auch etwas bieten können. Der Schule nimmt immer mehr Raum ein und es wird immer wichtiger, dass beide Elternteile ein gewisses Einkommen haben. Man hat oft nicht mehr die Wahlmöglichkeit wegen den Kindern sich beruflich einzuschränken.

        LG
        Sini

        • Hallo,

          man unterschätzt das irgendwie ... bei mir war es auch so, dass ich das dritte Kind im ersten Jahr nicht gemerkt habe. Auch finanziell ging es uns besser - ich habe voll gestillt, Kleider waren genug von den anderen beiden da ... und er war einfach fröhlich und glucksig.

          Im zweiten Jahr war es auch noch so - als er lief, war es auf dem Spielplatz kein Problem, weil die anderen beiden schon so "groß" waren, dass sie zwar eine Aufsicht brauchten, aber eigentlich alleine spielen konnten. Auch bei Spaziergängen kam er in den Buggy oder die Rückentrage ....

          Irgendwann ist eben der Freundeskreis mit das, was Standards definiert. Die Ausgaben werden teurer, die Kinder auch anspruchsvoller, Klamotten müssen neu sein, ... Es wird auch schwieriger, dem Kind beizustehen, wenn es in schulische Konflikte etc. gerät.

          Genial hat das Problem (finde ich) ne Freundin gelöst, die vier Kinder wollte (und sehr jung geheiratet hat) - die haben erst zwei bekommen ... dann gewartet bis sie so 11 oder 12 waren ... und dann nochmal zwei bekommen. So hatten sie immer Kinder in verschiedenen Lebensphasen. Niemand war alleine, sie konnte praktisch 2x2 Kinder großziehen.

          GLG
          Miss Mary

    Hallo,

    ich finde dein Leben liest sich wirklich negativ. Schade, dass du das so empfindest und in deiner Negativspirale alles auf die Kinderanzahl beziehst. Viele Sachen die du erwähnst haben mit der Anzahl nämlich nichts zu tun. Einen motzenden Teenager z.B. kannst du bei zwei Kindern genauso beim Ausflug dabei haben. Und auch bei zwei Kindern kommt die Zeit wo das Älteste nicht mehr alles mit der restlichen Familie unternimmt.

    Mich wundert es außerdem, dass du dich s über das Finanzielle aufregst. Dass drei Kinder mehr Geld kosten als zwei ist doch absolut logisch. Damit rechnet man doch vorher #kratz Mir war klar, dass das Leben mit drei Kindern teurer wird als es mit zwei war. Und mit ist auch jetzt klar, dass es mit vier Kindern nochmal teurer wird.

    Für mich hört es sich so an als ob du alles perfekt hinkriegen willst, nicht nein sagen kannst und keine Hilfe annehmen möchtest. Wenn es so nicht ist #sorry aber das war mein Eindruck beim Lesen. Wenn es so ist machst du dir das Leben selber schwer.

    - "Wir haben uns dieses Jahr einen schönen Picknickrucksack gekauft (wir müssen ja immer alles mitschleppen ... wegen des Geldes) und ja ... es waren nur vier Teller und Tassen und so drin." Selber Schuld #sorry Es gibt genug Auswahl mit Geschirr für 6 Personen.

    - ""Ich brauche für Morgen 10 verschiedene Blätter von Laubbäumen, eine 1 bekomme ich aber, wenn ich 20 finde!"" Habe ich an anderer Stelle geschrieben: Hatten wir auch schon. Ich konnte nicht helfen, sie ist dann mit der Nachbarin los.

    - "Ich bin in der Gruppenarbeit mit X eingeteilt, die lebt aber 15 Kilometer von hier und es fährt kein Bus" Und warum musst du dann fahren und das Kind kommt nicht zu euch? Treffpunkt in der Mitte?

    - ""ich brauche morgen ein Kuchen"" Wenn ich dafür Zeit habe ok. Wenn nicht bekommt auch meine 6jährige ihr Kinderbackbuch in die Hand und macht das selber.

    - "Sind kürzlich für einige Tage in München gewesen ... meine Große wollte unbedingt in die Therme in Erding. Da haben wir einen Tagesausflug draus gemacht. Kostenpunkt: Alleine der Eintritt 5x30€. Dann die Fahrt dorthin. Dann die Übernachtung (ca. 200€). Also an einem Tag 400€ ausgegeben bzw. mehr." Die Therme ist 2km von uns entfernt und mir so auch zu teuer. Darum habe ich die Kinder im Kids Club angemeldet und nun können sie einmal im Jahr um ihren Geburtstag rum umsonst einen ganzen Tag rein. Dann müsstet auch ihr schon nur noch für vier bezahlen (wie es mit zwei Kindern ja sowieso wäre). Vielleicht liegen die Geburtstage auch eng beieinander und es geht noch günstiger. Da muss man halt schauen. Ja, kostet Zeit. Aber bei 4 Personen brauchte ich diese Zeit auch wenn ich Geld sparen wollte.

    - Du sagst dein Tag beginnt um 5:45 und endet um Mitternacht. Du kommst bis 14 Uhr von der Arbeit. Was tust du denn in der Zeit von 14-23 Uhr alles was zwingend jeden Tag nötig ist und nichts mit Erholung deinerseits zu tun hat? Ich meine das sind 9 (!!!) Stunden. Bitte verstehe das nicht als Angriff. Ich frage mich das wirklich denn ich habe auch ein Haus mit Garten und drei kleinere Kinder plus Haustiere und mein Haushalt ist locker (!!!) bis die Kids kommen erledigt. Das sind vier Stunden maximal. Aber dann glänzt es hier wirklich was ich für unnötig halte. Ich mache selten länger als zwei Stunden am Tag etwas, die dann aber intensiv und excl. kochen. Vielleicht kannst du da was optimieren? Zumal dein Mann ja nachmittags auch daheim ist - ich kann mir halt echt nicht vorstellen, dass ihr zu zweit gemeinsam wirklich 18 Stunden am Tag für die Kinder und den Haushalt aufbringen müsst. PLUS das Wochenende #kratz

    - Unser Familienauto ist übrigens deutlich sparsamer als das Auto das wir mit zwei Kindern hatten. Kann man also pauschal so nicht sagen.

    - Ferienwohnungen finden wir immer und haben viel Auswahl. Wir fahren meistens zu sechst.

    - kleine Wohnungen findet man hier in der Gegend kaum. Größere oder ein Haus schon eher, lohnt sich auch weil schon kleine Wohnungen ähnlich viel kosten (warum auch immer #gruebel)

    - Familienkarten: Wieso ärgert dich das? Es ist doch nur fair oder warum sollten Familien mit nur zwei Kindern mehr zahlen nur weil ihr euch für drei Kinder entschieden habt?

    - Kleidung shoppen... Ich habe mir hier bei Urbia jemanden gesucht der mir die übernächste Kleidergröße verkauft. Das hat etwas Zeit gekostet und ich bin auch hier und da reingefallen. Aber jetzt bekomme ich pünktlich zum Saisonwechsel seit Jahren schon ein großes Paket mit tollen Klamotten zu einem guten Preis. Und das sind so viele, dass meine Große die nicht auftragen kann. Da muss man halt einmal gut Ausschau halten und dann läuft das wie von alleine.

    - Unsere Kinder haben feste (kleine) Aufgaben die sie übernehmen. Ich schaue auch weder bei der Großen (3. Klasse) noch bei der Kleinen (1. Klasse) die Ranzen durch. Und unsere Große ist kein einfaches Kind. Aber sie MUSS das selbstständig lernen indem sie in der Schule Ärger bekommt. Die würden sich noch Jahre darauf verlassen, dass ich auf alles ein Auge habe. Und das ist nicht gut für sie.

    - Lernen steht auch bei uns an der Tagesordnung. In der 1. Klasse habe ich mit der Großen jeden Tag vier Stunden mindestens für Hausaufgaben gebraucht weil sie nichts verstanden hat. Jetzt ist es besser aber nicht gut. Mit 11 oder 14 muss das weitestgehend (natürlich nicht ausschließlich) alleine laufen.

    - Waschmaschine läuft natürlich oft. Aber sich im Zeitalter von Waschmaschine und Trockner über Wäsche zu beschweren finde ich irgendwie komisch. Zumal das so einfach ist, dass ich diese Aufgabe locker einer meiner Töchter (mit) übertragen könnte wenn ich das wollte. Helfen deine Kinder daheim irgendwas? Ich meine mit 11 und 14 wäre das ja wirklich an der Zeit das zu lernen.

    Ich glaube (rein vom Lesen her, kenne euch ja nicht) ein wenig mehr Struktur und etwas mehr Gelassenheit und weniger Perfektionismus würde euch allen gut tun. Vielleicht kannst du das was tun.

    Alles Liebe
    Ina

    • Hallo und lieben Dank für deine Optimierungsvorschläge ....

      Mein Beitrag sollte gar nicht negativ sein und ich sehe auch keine "Negativspirale", die du rausliest und ja, alle "Probleme", die du da für mich löst, haben wir auch gelöst bekommen. Ganz ehrlich ist das für mich so ein Urbia typischer "ich klopfe mir selbst mal auf die Schulter Beitrag, ich kanns viiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeelllll besser".

      Ich lese so raus, dass deine Kinder nun 3. und 1. Klasse sind? Dann warte noch ein paar Jahre und schaue, ob deine Kinder mit 14 und 15 dann auch noch brav die Klamotten auftragen, die du ihnen gebraucht bei Urbia kaufst, während der Rest sich neu bei Zara und New Yorker einkleidet. Das ist nicht böse gemeint. Aber du wirst sehen, wenn deine Kinder mal Teenis sind, kommst du finanziell nochmals in ganz andere Sphären.

      Es ist aber klar so, dass jedes Kind Zeit- und Geld braucht und das wollte ich durchaus nochmals rausstellen. Ich persönlich empfinde es z.B. nicht so, dass Kinder dauerhaft "mitlaufen" können. Weder zeitlich, noch finanziell. Und nein, ich "rege" mich nicht über das finanzielle auf, aber es muss sehr klar gesagt werden, dass du mit einem dritten Kind finanziell in vielen Lebenbereichen sehr viel teurer fährst als mit zwei.

      Ich denke, die Belastung, die man empfindet, hängt von vielen Faktoren ab, von den Kindern selbst, vom Wohnort mit Verkehrsanbindung, vom "Netzwerk", von der Berufstätigkeit beider Eltern. Und natürlich von den eigenen Ansprüchen.

      Auch deine Optimierungstipps, die sicher nett gemeint waren ... ich habe ja schon einleitend geschrieben, dass mein Job z.T. viel Energie abzieht. So war es gestern ... ich stand um 5.45 auf - wie jeden Morgen, weil ich morgens mit meinen beiden Großen noch eine Tasse Tee trinke, bevor sie das Haus verlassen. Gut. Ich hatte in der Arbeit ausgemacht, dass ich gegen 10 Uhr komme, musste eigentlich ein paar Überstunden abbauen und freute mich auf einen ruhigen Start in den Morgen.

      Gegen 7:30 klingelte das Telefon und mein Kollege meldete "Land unter" - davon betroffen ein Projekt, das ich verantwortlich betreue. Ich also unter die Dusche gehüpft und in die Arbeit geeilt. Da saßen wir dann bis 13 Uhr - heim - war nur ein Kind da. Mit dem hatte ich allerdings einen Facharzttermin um 15.00 - also um 14.00 losgefahren (so isses auf dem Land) ... um 16.00 kamen wir dran um 17 Uhr war wieder Heimweg.

      Daheim auf meine beiden Großen getroffen, dem Mittleren noch ein kurzes Mathehausiproblem erläutert und meine Meinung abgegeben, welches Stück meine Tochter bei einem Schulauftritt spielen soll. Meinem Mann noch erläutert, was beim Arzt rauskam und welche Folgeuntersuchungen anstehen. Gemeinsam Abend gegessen - und wieder in die Arbeit. Eigentlich wollten wir nur noch ein oder zwei Stündchen ...es schlug Mitternacht, als ich in die Einfahrt einbog. Fertig. Solche Tage gibt es. Und zwar bei sehr vielen Leuten mit Kindern, die ich kenne.

      Ich finde, auch dieser Aspekt muss einfach gesagt werden. Als ich meine Kids, die 5, 3 und Baby waren, im Bollerwagen durch den Zoo gezogen habe, habe ich manche Dinge einfach nicht kommen sehen.

      GLG
      Miss Mary <- die nun eine günstige Zwischenübernachtung googelt, auf der Fahrt in den Urlaubsort ... und ja, es ist mal wieder ein Problem, dass wir fünf sind.

      • Hallo
        Ich habe eben durch Zufall deinen Beitrag gesehen. Ich muss zugeben, in gewisser Weise macht er mich beim Lesen schon etwas...hektisch #hicks Mir ist aber natürlich auch klar dass Familien unterschiedlich sind und man durch ein Forumsbeitrag nicht unbedingt viel einschätzen kann.
        Ich hatte aber durchaus auch den Eindruck dass du dir selbst zusätzlichen Stress machst, gerade was das schulische angeht. Warum zB. bist DU gefragt wenn dein Kind aufbekommt Blätter zu sammeln? Das passiert doch auch nicht von heute auf morgen, wenn das Kind es verpennt muss es halt erst recht alleine los ziehen. Auch wenn etwas vergessen wird ist es doch nicht DEIN Ding, gerade im heutigen Zeitalter kann das doch erst Recht gut vom Kind organisiert werden. Was ich auch nicht ganz verstehe, warum bricht alles auf dich ein wenn ihr zu zweit seid? Auch wenn einer mit Kind(ern) weg fährt sind doch erstmal beide da?

        Liebe Grüße #blume

        • Hallo,

          ich habe ihn bewusst hektisch geschrieben, weil es ganz oft so ist. Klar ... bei uns ist nicht 24 Stunden Stress angesagt, es gibt super harmonische Sonntagnachmittage, wo jeder bei grünem Tee am Familientisch sitzt und ein Brettspiel spielt. ;-)

          Bei uns ist es leider so, dass die Schule einiges nach Hause verlagert. 20 doofe heimische Baumarten finden sich leider nicht an einem Tag oder in einem Waldstück. Es war damals so, dass meine Tochter erst alleine loszog -das war eine Aufgabe in der 5ten Klasse und acht Baumarten alleine fand. Es war im Herbst, es wurde aber früh dunkel ... ich bin damals abends immer noch joggen gegangen ... und eines Abends war auf dem Waldweg jemand hinter mir, der mir nicht "koscher" vorkam - tatsächlich kam in der Folgewoche zu einer Übergriff (ich war nicht betroffen) - da wollte ich meine Tochter nicht alleine herumziehen lassen - somit war da mein Mann gefordert, mit ihr die Baumarten zu suchen (sie ist sehr ehrgeizig und wollte unbedingt die 1, wir wollten sie nicht alleine rauslassen ...).

          Mein Mann kümmert sich mittags nicht um die Hausaufgaben. Er hat da keine Geduld und kann auch nicht erklären. Er macht viele andere Dinge, z.B. regelt den ganzen Sport und das Papa Taxi in dem Fall - aber Hausis ... das geht nicht. Meine Große ist da nun raus, die managt das alleine. Mein Mittlerer wird nun selbstständiger, wobei man schon mitunter mit drauf schauen muss, einfach auch, weil mitunter so viel Stoff kommt, dass er den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Das große Problem ist derzeit mein Kleinster ... er hat große schulische Probleme, ist in einer sehr lauten, wilden Klasse und geht da irgendwie mit seiner Not unter. Ich setze mich jeden Mittag mit ihm nach den Hausaufgaben hin und wir arbeiten den Tag auf - das ist die einzige Möglichkeit, seine Noten auf einem erträglichen Level zu halten. Das Problem haben viele Eltern von Kindern in der Klasse ... es gibt auch Bemühungen, die Situation vor Ort zu ändern (mehr möchte ich im Internet nicht schreiben), aber bis sich da etwas tut (wenn überhaupt, es herrscht hier ziemlicher Lehrermangel, in der Nachbargrundschule wird nicht mal mehr der Pflichtunterricht abgedeckt), wird mir nichts anderes übrig bleiben, als diese ca. 90 Minuten täglich zu opfern.

          Drei Kinder sind eben immer drei x Termine. Der eine braucht ne Brille, der andere hat einen Elternabend, der dritte möchte zur Kommunion, dann muss man wieder impfen, dann ruft die Schule im Büro an, dass einem schlecht ist und dass man ihn abholt, dann musst du die Stunden wieder reinarbeiten, dann bieten die Schulträger einen Infoabend für die Aufbaugymnasien ab Klasse 10, dann macht deine Tochter beim Schüleraustausch mit und du bespaßt noch 10 Tage lang eine Französin ... und schon bist du wieder bei der "Hektik", die mit Sicherheit größer ist als bei zwei Kindern.

          GLG
          Miss Mary

Oh man - du sprichst mir aus der Seele! Mir geht es sehr ähnlich.

Seit alle drei in der Schule sind (1,2,4 Klasse) bin ich froh, wenn ich den Tag überlebt habe. Kaum von der Arbeit daheim bricht alles auf einen ein.

Es tut gut zu hören, dass es anderen auch so geht.

Die Baby-Kindergartenzeit war ein Spaziergang gegen den Stress, der nun hier herrscht. Aber ja, ich wollte es nicht anders. Meine Kids haben sehr kurze Abstände (1,5 Jahre). Ich würde es nicht anders mache - aber manchmal wäre ich einfach froh über einen 8. Tag, eine Putzfrau, eine Hausaufgabenbetreuung, eine "Arzt-Geh-Nanny", eine Köchin, einen Mann der mehr Zeit hat, eine Oma.....

Kinder, welche leicht durch die Schulzeit kommen - da kann es funktionieren. Meine Nr. 2 hat große Probleme und ich sitze schon alleine mit ihm um die 2-3 Std/Tag..... und immer nagt das schlechte Gewissen, nicht allen gerecht zu werden, zu genervt zu sein, den Haushalt zu vernachlässigen, auf der Arbeit zu unflexibel zu sein, zu wenig Zeit für Freunde zu haben, nicht gesund genug zu kochen, von der Partnerschaft ganz zu schweigen......

Aber irgendwann wird es besser (wird es wohl müssen, sonst lande ich irgendwann im Irrenhaus ;-)#zitter).....

  • Hallo,

    das Problem finde ich, dass mit der Schule die Problematik so individuell wird, dass du immer nur ein Kind spezifisch unterstützen kannst. Die anderen laufen dann ins Leere. Bei uns lagert die Grundschule gerne jede Menge nach Hause aus. Das nimmt mitunter die Züge eines geführten Homeschoolings an.

    Bei mir ist es auch so, dass #3 sehr viel Unterstützung braucht, bei den ersten beiden war es aber in der Grundschule wirklich so, dass das Unterrichtsniveau und das abgefragte Niveau bei den Klassenarbeiten zwei völlig unterschiedliche Paar Stiefel waren ... zudem bekam man alle möglichen "Pässe" mit nach Hause - täglich 15 Minuten 1x1 Pass und täglich 15 Minuten laut Lesen Pass und Lernwortlisten, die man selbst üben sollte - zu den Hausaufgaben. Da waren praktisch pro Kind 45 Minuten schon "gesetzt". Dazu noch Hausaufgaben .... und der Kleine ... Da war der Nachmittag vorgeplant.

    Falls es dich tröstet: Bei mir wird es mit jedem Kind, das die weiterführende Schule besucht wirklich besser ... Die Große ist nun in der 9ten, die braucht uns nur noch als Taxi und in Ausnahmefällen ... sie lernt komplett selbstständig (inzwischen auch Vokabeln und so). Mein Mittlerer hat auf dem Gymnasium angefangen und sagt selbst, dass der Unterricht dort strukturierter ist als auf der Grundschule - ich glaube, was er meint ist, dass der Unterricht nun nicht mehr primär an meinem Wohnzimmertisch stattfindet, sondern in der Schule. Wiederholen und Lernen schafft er gut alleine, wo er nun Hilfe braucht, ist sich zu strukturieren und zu entscheiden - was mache ich wann wie lange ... wann beginne ich was zu lernen ....

    Bleibt noch der Kleine, der eisern kämpft - er ist nun in einer Klasse mit 30 Kindern, davon welche, die wirklich sehr kreativ sind im Verhalten - er und seine Lernnöte gehen da völlig unter.

    GLG
    Miss Mary <- Die Licht am Ende des Schultunnels sieht

Hallo wir! #winke

Wir (37 & 33) haben drei Kinder (9, 6, 1,5 Jahre) und ich bin mit #baby Nr. 4 schwanger! #verliebt

Die Umstellung von 2 auf 3 Kinder fand ich nicht schlimm.
Die Umstellung von 1 auf 2 Kinder war wesentlich schlimmer.

Mal schauen wie es mit Nr. 4 wird.

Oh, hatte gar nicht viel geschrieben.
Hier nun etwas ausführlicher:

Ich habe das Glück eine sehr verständnisvolle Chefin zu haben.

Bin Projektmanagerin und kann eigentlich arbeiten wann es mir passt.
Es war bisher nie ein Problem wenn mal wieder Schulferien oder eine Krankheit mir "einen Strich durch die Rechnung" gemacht haben.
Noch weiß sie nicht, dass ich wieder schwanger bin, aber ich denke, dass dies auch kein Problem darstellen wird.

Der Alltag ist schon recht turbulent.
Ruhe haben wir erst zur "Happy Hour" - ca. halb 9 abends, wenn alle Kinder im Bett und ruhig sind.
Haus ist natürlich nicht steril sauber und es liegt auch gern mal etwas Spielzeug rum - für mich alles kein Problem.
Mein Standartspruch ist: Wer ein aufgeräumtes Haus sehen will, der möge sich bitte drei Wochen vorher anmelden. Schriftlich. #cool

Meine beiden Großen sind zum Glück recht selbstständig und auch wenn wir auf dem Land wohnen, muss ich nicht ständig Muttitaxi spielen.

Nur der Kleine muss eben noch mehr herum kutschiert werden. Aber das ist in dem Alter noch völlig ok.

Wir fahren fast jedes Jahr in den Urlaub.
Da wir auch in den Ferien können, gehts meist im Herbst eine Woche in den C**nter P**cs.
Diese Ferien sind noch bezahlbar und wenn man bereits im Januar/Februar bucht, hat man auch bei den großen Häusern noch Auswahl.
Mich stört es nicht, dass ich dort fast das Gleiche mache wie zu Hause. So sind wir einfach flexibler, auch was Schlafen angeht.

Wochenendausflüge (wie zum Beispiel Indoorspielplatz, Schwimmbad, Zoo), sind eher eine Ausnahme.
Das liegt natürlich einmal am Geld (5 Personen kosten nunmal mehr als 4) und an der Tatsache, dass mein Mann am Wochenende viel arbeitet. Er ist viel auf Montage.

Bisher haben wir noch nicht das Gefühl, dass die Kinder viel vermissen. Auch unsere Große nicht.
Wir versuchen unseren Kindern beizubringen, dass sie eben nicht immer alles haben MÜSSEN was die anderen haben.

Betreuungstechnisch wuppen wir alles allein - also meist ich.
Großeltern leben nicht mehr und drei Kindern auf Freunde verteilen, ne, das ist nichts für uns.
Wir haben eine Nanny (ein junges Mädchen) welches einmal die Woche auf die drei aufpasst und auch einmal im Monat am Wochenende abends vorbei kommt.
In der Woche mache ich dann mal in Ruhe meinen Haushalt, Garten etc.
Am Wochenende fahren wir beide mal allein weg. Und wenn wir nur spazieren gehen, hauptsache mal ein bischen Zeit zu zweit.

Das größte "Problem" mit mehr als zwei Kindern, sehe ich wirklich in der Gesellschaft.
Schon in der letzten SS habe ich oft zu hören bekommen "Das war sicher nicht geplant, oder?!".
Ich freue mich schon auf die Reaktionen, wenn wir verkünden dass Nr. 4 unterwegs ist. #rofl

Richtig stören tut mich das nicht. Wir wollten diese Kinder und bekommen sie auch, egal was "die anderen" sagen .

Wir sorgen für unsere Kinder selbst (außer Elterngeld und Kindergeld, aber das bekommt ja jeder).

(24) 12.03.17 - 08:51

Hallo

Wir haben 3 Wunschkinder (8,6,3). Es ist wunderbar!

Das erste Jahr war sehr, sehr, sehr anstrengend. Das dritte Baby brauchte so viel mehr als die älteren Geschwister. Schlaf war eine völlige Katastrophe. Ich ging absolut auf dem Zahnfleisch und am Limit. Sie schläft bis heute nicht durch (kommt nachts zu uns, ich wache nicht mehr immer davon auf). Das ist aber einfach das Leben mit Baby. Man weiß nicht was man bekommt.

Mittlerweile ist es wundervoll. Auch schon längere Zeit. Ich genieße es total. Es ist mehr Wäsche, sind mehr Termine, es gibt mehr Dreck. Unsere Kinder haben mittlerweile alle Hobbies. Das sind insgesamt 9 bzw 10 Termine. Teils haben wir Überschneidungen und wir bilden häufig Fahrgemeinschaften. Zeit fürs eigene Hobby außer Haus kommt jetzt langsam wieder. Ich empfinde unserem Alltag als gut gefüllt, aber nicht stressig. Ich achte sehr darauf, dass mindestens 2 Tage pro Kind frei bleiben, zum verabreden, alleine sein, zu Hause sein.

Mit dem Urlaub (Hotel an Nord- bzw Ostsee) kommen wir gut zurecht. Lediglich unsere Planung zum Skifahren haben wir verschoben, bis die Kleine 5 oder 6 ist. Das aber vorwiegend weil wir dann mit einer anderen Familie zusammen fahren würden (Schulpflicht). Dieses Jahr fliegen wir erstmals. Ich bin guter Dinge das es gut wird. Wir wohnen nur 15 Autominuten vom Flughafen. Das ist also alles recht unkompliziert auf dieser Seite.

Ich gehe momentan 5 Stunden arbeiten. Das stocke ich demnächst auf 10-12 Stunden auf. Zudem mache ich die Buchführung für die Firma meines Mannes (das ist nicht so viel. Vielleicht 4 Stunden pro Woche) . Aktuell habe ich an meinem Arbeitstag deutlich weniger Arbeit mit dem Haushalt. Die Kinder essen auswärts. Mein Mann an diesem Tag auch. Und das Haus sieht nachmittags noch genauso aus wie ich es am Morgen verlassen habe. Due Büromaterial sind derzeit meine Ruheinsel im Alltag. Alles geordnet. Ich bin eine Kollegin, nicht 'die Mutter von'. Da tanke ich wirklich viel Kraft. Und ich mag meinen Job sehr gerne und freue mich auf mehr Stunden. Mein AG ist allerdings auch sehr flexibel und kinderfreundlich. Was für mich diesbezüglich sehr wichtig ist, ist unser Netzwerk für Kindkrank. Ich habe 2 Omas die das übernehmen, zumindest für normale Krankheiten. Ist es ernst will ich sowieso selbst da sein. Das ist in meinem.Job aber auch möglich. Ein Hoch auf die 0815 Sachbearbeiterstelle ;-).

Das Umfeld hat, bis auf ganz wenige und unwichtige Ausnahmen, durchweg positiv reagiert. Wir haben zuvor schon offen kommuniziert, dass wir uns auch mehr als 2 vorstellen könnten. Es gibt mittlerweile viele Familien mit drei oder vier Kindern. In einem Mittelschichtsumfeld. Man hört oft den Satz '3 sind die neuen 2.'.

Unterm Strich würde ich es immer wieder so wollen und machen. Ich kann die ungezählten, langatmig vorgebrachten, riesengroßen negativen Seiten bisher nicht sehen.

Ursprünglich war auch Kind 4 nicht ausgeschlossen. Aber es kam der Zeitpunkt an dem das 'genau so ist es richtig für uns'-Gefühl plötzlich da war. Dazu dann ein paar gesundheitliche Dinge, die eine Schwangerschaft unwahrscheinlich machen. Daher bleibt es wie es ist.

Ich wünsche mir mehr (bildungsnahen) Familien mit dem Mut mehr Kinder zu bekommen. Weil es wunderbar für die Familie ist. Weil es gut für alle ist. Traut euch, wenn ihr es wünscht!

LG

  • (25) 12.03.17 - 10:40

    Ein wichtiger Grund, dass es läuft sind natürlich auch die Finanzen. Und solange du nur soviel arbeiten musst, wie es dir persönlich gut tut, ist das was völlig anderes.

    Für die Familie sind viele Kinder nur dann was wunderbares, wenn das Drumherum auch stimmt.

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