Verwahrlosung?

    • (1) 14.03.17 - 12:35

      Hallo!
      Ich mache mir Sorgen um das Kind meiner Nachbarin und brauche unbedingt ein paar Meinungen was richtig ist...

      Vor etwa einer Woche habe ich in der Wohnung meiner Nachbarin Trinkflaschen gefunden, teilweise mit dickem Schimmel darauf. Ich habe diese hoch gestellt damit die Kinder nicht gleich daran kommen. Meine Nachbarin wollte diese dann wegräumen.

      Nun war ich am Samstag wieder bei ihr und die Flaschen stehen immer noch rum. Ich muss dazu sagen, dass das zum Gesamtbild der Wohnung passt, sie ist immer ein wenig schmuddelig, es liegen z.B. vertrocknete Brotrinden rum, es riecht extrem nach Moder und wird intensiver ne näher man dem Schlafzimmer kommt in dem auch die Kleine schläft.

      Ich weiß jetzt nicht ob ich das zu eng sehe, aber diese Umstände im Gesamten finde ich Bedenklich, gerade wenn es in Reichweite der Kinder steht und nicht weggeräumt wird.

      Das Kind an sich scheint gut versorgt, aber ich habe das Gefühl dass die Familie überfordert ist. Ich habe ihr bevor ich gegangen bin angeboten dass ich ihr helfe wenn sie mal Hilfe benötigt, diese hat sie allerdings abgelehnt.

      Wie soll/kann ich mich verhalten? So wie es jetzt ist möchte ich mit meinem Kind nicht mehr in diese Wohnung gehen.

      • Dann geh doch einfach nicht mehr in diese Wohnung. Wenn sie Hilfe ablehnt, wirst du nichts machen können.

        Lade doch deine Nachbarin einfach mal zu einem 4 Augen Gespräch zu dir ein und sprich Sie vorsichtig darauf an dass die Flaschen immer noch nicht weggeräumt sind und ob Sie sich nicht Sorgen macht dass die Kinder davon krank werden wenn Sie sich was vergammeltes in den Mund stecken. Vielleicht bietest du nochmal deine Hilfe an,
        dann kannst du immer noch schauen wie Sie reagiert....

        Ansonsten wirst du nicht viel machen können außer dein Kind nicht mehr in deren Wohnung zu lassen. Dazu kann dich ja keiner zwingen :-)

        Ganz schnell das Jugendamt anrufen das Kind ist in Gefahr!!!!!!! #contra

        Was willst du hören. Die armen Kinder bei so verwahrlost zu leben?

        Als ich jung war und mit 2 kleinen Kindern konnte man auch vom Boden essen, man wäre auch satt geworden.
        Bei mir standen auch vergessene Babyflaschen rum vor allem wenn man diese im Babykostwärmer vergessen hatte, setzen sie sich schnell ab. Ich habe sie auch irgendwohin gestellt und war dann Betriebsblind.Gerade bei stressigen Kindern und wir hatten das Haus noch nebenbei gebaut lag bei mir alles rum.Tagsüber schaffte ich nichts weil beide Kinder nicht viel vom Mittagsschlaf hielten und wenn dann haben die nie zur selben Zeit geschlafen. Vieles habe ich am Abend gemacht oder ich habe einfach den Dreck/Staub nicht mehr wahrgenommen.
        Auch wenn ich wusste das der Bügelwäscheberg immer größer wurde , der Aufwasch alle zwei Tage erledigt wurde(hatte damals keinen Spüler)hätte ich nie Hilfe angenommen weil ich einfach der Meinung war ich brauche keine. Hat mir mal jemand die Kinder abgenommen habe ich einen Großputz veranstaltet.

        Mir war immer wichtig das es den Kindern gut geht und spielen war eben wichtiger wie der Haushalt. Kinder wachsen schnell und sind sehr schnell erwachsen, mein Haushalt läuft mir nicht weg.

        Später als die Kinder größer/pflegeleichter waren dann klappte es bei mir auch mit der sterilen Ordnung.
        Ach Krümel die auf der Erde lagen hat nie ein Kind gegessen und meine Oma hat immer gesagt Dreck reinigt den Magen.;-)

        Meine Kinder sind jetzt Erwachsen oder fast Erwachen sie sind Kerngesund und haben keinerlei Schaden genommen.;-)

        Wenn du helfen willst frage so nebenbei wenn du auf den Spielplatz gehst ob du Ihre Kinder mitnehmen sollst. Ob sie die Zeit zum Putzen nutzt oder schläft muss dir egal sein.

        Es sei denn es ist eine Messiwohnung dann würde ich ein Auge mehr auf die werfen aber nicht eingreifen.Erst wenn es den Kindern schadet, aber wie du schreibst ist es nur unordentlich und den Kindern geht es gut.

      • Hallo

        schwierig.

        Der Geruch von Moder kann davon kommen das die Wohnung feucht ist. Aber es kann natürlich auch davon kommen das die Wohnung nicht gelüftet wird oder nasse Sachen rumliegen.

        Brotrinden können mal rumliegen, genauso kann man mal eine Flasche vergessen.

        Anderseits ist schon auffällig wenn mehrere Sachen zusammen kommen. Als erstes würde ich mal mit der Nachbarin sprechen.

        Ändert sich nicht kann man z. B kontakt zum kinderschutzbund aufnehmen

        • Ich muss die Karten auf den Tisch legen... Ich wollte das abgewandelt schreiben damit das von der Person nicht gefunden/erkannt wird, aber uch mache mir ernsthaft Sorgen um das Kind...

          Also der Geruch ist kein Moder sondern Urin. In den Flaschen befindet sich ebenfalls Urin bzw. Alkohol und Zigarettenkippen. Das mit den Brotrinden ist nicht das einzige... Es handelt sich noch um andere nicht identifizierbare Teile.

          Hilfe haben neben mir noch weitere Angeboten, es wird aber alles kleingeredet. Es ist auch keine Nachbarin, eine Meldung beim Jugendamt würde sofort auf mich zurück fallen und die Familie ist unberechenbar.

          Das Kind ist mit Essen und Kleidung absolut versorgt und darf auch endlich zur Frühförderung. Es geht mir nur um diese Flaschen + Essensreste die in Reichweite des Kindes stehen und die Beratungstesistent sind.

          Im Moment bin ich überfordert und möchte nicht die falsche Entscheidung treffen und frage deswegen um Rat.

          Ich habe auch ein Kind und bin auch keine Übermutter, bei mir bleibt im Haushalt auch mal was liegen, habe auch keinen Putzfimmel aber Urin zu sammeln und verschimmelt im Schrank OFFEN stehen zu lassen geht mir nicht in den Kopf wie man das mit einem Kleinkind machen kann dass die ganze Wohnung danach stinkt!

        • Bei diesen Umständen würde ich das Jugendamt informieren.

          Hallo!

          Naja, wenn ich mir Sorgen um ein Kind mache, dann wäre es mir herzlich egal ob das auf mich zurückfallen würde oder nicht. Dazu steht man dann.
          Ich würde also mit der Person ernsthaft reden und deutlich sagen, das man was unternehmen wird, wenn sich die Zustände nicht bessern. Es gibt verschiedene Beratungsstellen die sie aufsuchen kann. Man kann sich helfen lassen, wenn man das will. Wenn sie sich ganz weigert und alles als normal sieht......da bleibt dir nichts anderes als zum Jugendamt zu gehen. Du machst es ja nicht um sie zu ärgern, sondern um das Kind zu schützen.

          Wenn eine Bude nach Urin stinkt, dann wäre das für mich schon ein Grund dafür zu Sorgen das die Ursachen behoben werden. Denn es hat kein Kind verdient in so einem Mief zu leben. Wenn Gefahr besteht weil das Kind an den Mist dran kommt, dann erst Recht.

          Gruss Sonja

          Hallo

          weißt du wo das Kind frühförderung bekommt, dann spricht dort mit den Mitarbeitern.

          Wenn du angst hast das die Meldung auf dich zurückfällt geh zum Kinderschutzbund und spricht doch mit den Mitarbeitern darüber was es für Möglichkeiten gibt.

          • Die Mitarbeiter werden aufgrund von Hörensagen nichts machen können/ dürfen.

            Ich weiß was du meinst, aber es wäre absolut trügerisch zu glauben, mit einer Meldung an die Frühförderstelle habe man seine Christenpflicht getan.

        Hallo

        Du sagst es ist also keine Nachbarin. Es geht scheinbar um ein Familienmitglied.

        Gibt es eventuell andere Familienmitglieder, welche dich bei einem Gespräch unterstützen können? Vielleicht könnt ihr mal alle ganz klar sagen, dass ihr euch Sorgen um die Kids macht.

        Ich weiss jetzt nicht genau, wie das mit dem Jugendamt funktioniert.... und was dann passieren würde. Informier dich doch mal ganz genau, was die ersten Konsequenzen wären. Danach kannst du abwägen.

        Oder... du gehst einfach vorbei und nimmst diese Flaschen weg. räumst und putzt etwas auf. Ist sicher nicht deine Aufgabe, aber für die Kinder wäre es von Vorteil. Musst ja gar nicht fragen, ob sie Hilfe braucht. Wenn es ja offensichtlich eine Familienperson ist, dann würde ich einfach wegräumen und offen sagen, dass solche Sachen nicht rumliegen dürfen.

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