Wie kompensieren wenn der Papa selten daheim ist?

    • (1) 30.03.17 - 08:58

      Guten Morgen,

      gerade eben habe ich eine Nachricht von meinem Mann bekommen dass er Samstag und Sonntag beruflich und ganz kurzfristig nach Russland fliegen muss. Neues Bauprojekt, großer Auftrag und die Architekten haben da halt gerade Zeit.
      Er ist Geschäftsführer eines Bauunternehmens und aufgrund der räumlich Distanz zu unserem Wohnort sowieso schon immer Sonntag Abend bis Freitag späterer Nachmittag weg. Doch mit dem neuen "Megaprojekt" scheinen jetzt auch so manche Wochenende Papa-los zu sein.

      Worin auch das "Problem" liegt. Wir haben 2 Kinder, ein Mädel 12 Jahre die eigentlich ganz gut auch mal ohne Papa auskommt und einen Jungen 7 Jahre, der seinen Papa doch eigentlich ziemlich vermisst #gruebel
      Kind Nr. 3 wird im August kommen (da war er anscheinend doch mal im "richtigen Moment" daheim #rofl) und ich frage mich jetzt wie ich es schaffe die immer weniger werdende Anwesenheit des Papas bei den Kindern zu kompensieren.

      Ich muss dazu sagen dass diese Situation erst seit 1 Jahr so ist. Vorher war er phasensweise viel daheim. Aber jetzt hat er eben einen tollen Job mit allen Vor- und Nachteilen.

      Das Ganz ist auch nicht zeitlich begrenzt, da nach diesem Projekt schon Folgeprojekte geplant sind.
      Mir muss also eine längerfristige Lösung einfallen. Umziehen in die Nähe seines Arbeitsortes ist blöd weil ich dann die Kinder auf ihrem Umfeld (Großeltern, Urgroßeltern, Schule, Freunde) reißen würde.

      Hach ja, ich weiß auch nicht so recht. Ich freue mich natürlich für ihn dass es beruflich so gut für ihn läuft. Wir profitieren ja einerseits auch davon, aber andererseits habe ich einfach ein bisschen Angst davor dass die Kinder ihn zu sehr vermissen #schmoll

      #winke

      • Ich glaube, ich würde auf ein komplettes Papa Wochenende im Monat bestehen. Job hin oder her, die Kinder sollten an allererster stelle stehen und es ist einfach nicht ok, sie ständig wegen des Jobs zu vertrösten. Ein Wochenende im Monat gehört Papa den Kindern und der Familie. Da kann man Ausflüge machen, kuscheln, lesen, reden usw. Einfach intensiv zeit mit Papa verbringen. Wenn das ganze nämlich nicht zeitlich befristet ist sondern immer so sein wird, wird das jüngste Kind gar kein Verhältnis, keine Bindung zum Papa bekommen und der mittlere braucht eben Papa auch als Vorbild. Deshalb würde ich auf ein komplettes Wochenende im Monat bestehen wo er nur zeit für die Familie hat. Anders wird es wohl nicht funktionieren.

        • Bisher war er zumindest jeden Samstag und Sonntag daheim. Worüber sich natürlich vor allem der Kleine schon immer sehr gefreut hat und schon immer Tage vorher fragt wann der Papa wieder heim kommt.
          Er ist auch wirklich bemüht die wenige Zeit die er hat mit uns als Familie zu verbringen aber wenn du in der Privatwirtschaft in solch einer Liga mitspielst wird halt von Seiten der Eigentümer, Auftraggeber usw. nicht mehr auf familienfreundliche Zeiten usw. Rücksicht genommen. Da will ich meinem Mann auch keine Vorwürfe machen oder ihn unter Druck setzen.

          Sondern Lösungen finden die für alle entlastend und nicht zusätzlich belastend sind. #gruebel

          • Familienfreundliche Zeiten sind das eine. Wochenenden das andere. Sie dienen ja nicht nur der Familie sondern der Erholung. Und ich wäre stinksauer auf meinen Mann, wenn er lieber seine rare Freizeit mit Arbeit statt mit uns verbringen will. Auch dein mann könnte nein sagen, das Wochenende passt ihm nicht. Er könnte es. Denn wenn sein Job so wichtig ist, können sich auch andere nach ihm richten.

            • Woher möchtest du wissen, was der Mann der TE zu seinem Arbeitgeber sagen kann oder nicht?#gruebel

              Das kannst du überhaupt nicht beurteilen, und schürst damit nur schlechte Gedanken der TE über die Arbeit von ihrem Mann.

              @te
              Ich glaube, dass Kinder sich ganz gut auf solche Situationen einstellen können.
              Die Ideen von der zweiten Userin die geantwortet hat, finde ich hören sich sehr gut an.
              Gruß

        • Ich weiß nicht, in welcher Branche du arbeitest aber es gibt Berufe, in denen man nicht ständig "nein" sagen kann und in der freien Wirtschaft richtet sich selten ein Arbeitgeber nach seinem Arbeitnehmer. Wenn du sowas erwartest, kannst du dir in der Regel schnell was Neues suchen. Dieser Mann hat eine Führungsposition inne, es handelt sich dabei ja auch nicht um einen x-beliebigen Angestellten. In einer Führungsposition trägt man wesentlich mehr Verantwortung als "nur" für die Familie.

          Bestimmte Positionen bringen Einschränkungen mit sich und diese haben die TE und ihr Mann sicherlich bereits hinreichend abgewogen.

      Naja entweder mann spielt in der privatwirtschaft in so einer Liega mit, wie du es nennst oder man zeugt 3 kinder und ist für diese da.

>> wird das jüngste Kind gar kein Verhältnis, keine Bindung zum Papa bekommen <<

Das stimmt schlichtweg nicht.

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